.... das Leben an mir vorbei???

AW: .... das Leben an mir vorbei???

...was das "du weißt gar nichts" von dir anbelangt, tja, es hat mich momentan ein wenig verletzt und ich habe zurückgeschnauzt in gedanken "was weißt du schon von mir?", aber im grunde hast du recht, es gibt so viele menschen, die gehen ganz anders durchs leben, strukturierter, haben immer eine lösung, die habe ich nicht.
Es gibt immer eine Lösung. Ich meinte nicht die Menschen, bei denen es angeblich strukturierter zu geht... du kannst den Menschen nur vor den Kopf schauen. Jeder Weg, den du für dich wählst ist der Richtige. :kiss3:
 
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AW: .... das Leben an mir vorbei???

Sei bereit deine Seele zu verstehen und sei bereit dich an das Schicksal zu verlieren. Sei bereit hinter diese Wand zu sehen und sei bereit ein Stück der Mauer zu zerstören.

Und es ist, Zeit zu gehen, eine neue Welt zu sehen, du hast Jahre lang vergessen wer du bist. Und es ist alles da, was dein Herz gegehrt, wenn du willst gehört die Welt noch heute dir.

Ein Songtext, der mich zur Zeit leitet, ihm will ich folgen.
Alles Liebe
Elke
 
AW: .... das Leben an mir vorbei???

Du machst ja das Gleiche .... - nach aussen sieht alles perfekt aus...soll alles geregelt aussehen.
liebe eberesche,

du hast gemeint, die menschen sind nicht ehrlich und es lässt sich selten jemand hinter die kulissen blicken? und du meinst, ich spiele selber genauso was vor?? nein, definitiv nein, ich bin hier im forum sehr offen, und ich bin es auch "draußen", nur das mit der krankheit ist ein gefährliches unterfangen, es breitzureden, und auch das mit den anderen süchten.... .

ich bin also im wirklichen leben auch offen, mit vielem, und wundere mich einfach, dass sehr, sehr wenig von den anderen kommt. entweder sind die menschen sehr verschlossen, oder sie erzählen einfach MIR nicht viel von deren sorgen,
.......

oder sie haben es einfach ganz anders als ich es habe..... .

wenn du meine geschichten revue passieren lassen würdest, sofern du sie kennen würdest (du kennst ja nur bruchteile), dann würdest du glaube ich auch nicht mehr sagen: sowas gibts in jeder beziehung/ in jedem leben. soviel kann ich sagen.

mehr mag ich nicht mehr sagen.

denn irgendwie war dieses "du weißt gar nichts" doch schon sehr steil.
weil......: zumindest hab ich schon sehr viel spüren dürfen. damit weiß man doch schon sehr viel.


alles liebe
 
AW: .... das Leben an mir vorbei???

Liebe Abendsonne,
du bringst es fertig dich mehr darüber aufzuregen was die Leute sagen, als zu schauen wo sie vielleicht richtig liegen, mit dem was sie sagen.
Du brauchst niemandem etwas zu erzählen, der auf der Straße herum läuft oder dem du in Kindergarten oder Schule begegnest, aber den Menschen, die dir helfen könnten, Psychologen, Kindergärtnerinnen und natürlich deiner Familie, solltest du nahezu alles erzählen und dich mit den schwierigen Themen auseinander setzen.
Du schreibst hier sehr offen, aber hier das hilft dir relativ wenig die Probleme die für deine Kinder entstehen zu lösen. Dazu brauchst du Hilfe in der realen Welt, aber davor verschliesst du mit Nachdruck die Augen.
Das sehe ich genauso wie Eberesche.
LG
Elke
 
AW: .... das Leben an mir vorbei???

Liebe abendsonne,

abendsonne
das mit der krankheit ist ein gefährliches unterfangen, es breitzureden, und auch das mit den anderen süchten.... .

… das würde ich an deiner Stelle auch nicht tun, das mit dem Breitreden. Es ändert nämlich nichts. Auch das Bemühen um ehrliche Selbstdarstellung nach außen entwickelt eine Eigendynamik: die (unbeteiligten) „Leute“ interpretieren, deuten, verdrehen … solche Geschichten werden geliebt, weil sie eine ausgezeichnete Möglichkeit bieten, von den jeweils eigenen Mängeln und „Leichen im Keller“ abzulenken. In den seltesten Fällen kommt dir echte Anteilnahme und Hilfe zuteil. Wie auch, ganz konkret?? Ich glaube, du hast da eine falsche Erwartungshaltung was das Verständnis anderer, die nicht involviert sind, betrifft.

abendsonne
oder sie erzählen einfach MIR nicht viel von deren sorgen, ....
oder sie haben es einfach ganz anders als ich es habe..... .

Auch wenn sie Sorgen haben, diese werden immer ganz anders sein als deine eigenen. Sorgen sind eben eine exklusive Angelegenheit:clown:
Sei doch froh, dass dir andere nichts erzählen. Brauchst du zusätzlich etwas, worüber du nachdenken kannst???

Es gibt nur zwei Menschen, die eure Probleme im Endeffekt lösen können: das bist du und dein Mann. Und das ganz unabhängig von der Unterstützung/Behinderung der restlichen Familie. Es ist schließlich nicht ihr Leben, niemand hat das Recht, hier ungefragt mitzuwirken.

So, wie ich dich verstehe, bist du zwar lösungsorientiert, hast aber keine klare Vorstellung von der Art der Lösung. Zuviel Ambivalenz, zu viele Ängste und (verständliche) Unsicherheiten.
Eine Therapie alleine bringt dir wahrscheinlich eine Erleichterung, aber ohne entsprechendes Agieren wird diese auch nur von kurzer Dauer sein.

Die Rolle von deinem Mann habe ich, trotz aller Beiträge, noch nicht durchschaut. Wie siehst du sie?
Versteckt er sich hinter seiner Krankheit?
Zählt er auf deine Inkonsequenz?
Ist er apathisch, desinteressiert, überfordert?
In wie weit nimmt er die Probleme eurer Kinder wahr?
Bietet er selbst einen Lösungsvorschlag an?
Redet ihr denn noch miteinander???

Was wirklich oft hilft in derart festgefahrenen Situationen, das ist ein „Schuss vor den Bug“, also eine Aktion, die ein Re-agieren notwendig macht. Damit etwas in Bewegung kommt. Sonst wirst du verrückt – oder du erstarrst. Beides gleich schlimm!

Ganz konkret: du könntest deinem Mann einen Scheidungsantrag zukommen lassen. Der Aufwand ist gering, und ich könnte mir denken, dass ihn das blitzartig wachrütteln würde. Muss ja nicht in einer Scheidung enden….

Liebe Grüße,
Karin
 
AW: .... das Leben an mir vorbei???

Hallo abendsonne,
eigentlich wollte ich ja nichts mehr schreiben, aber jetzt bin ich schon ein paar Mal angefangen und habe es immer wieder gelöscht und jetzt habe ich mich doch dafür entschieden.
Mir ging es um diesen Satz:
abendsonne schrieb:
solche stürme, wie ich sie all die jahre mit ihm durchleben musste, gibt es nicht oft wo
du hast gemeint, die menschen sind nicht ehrlich und es lässt sich selten jemand hinter die kulissen blicken? und du meinst, ich spiele selber genauso was vor?? nein, definitiv nein, ich bin hier im forum sehr offen, und ich bin es auch "draußen", nur das mit der krankheit ist ein gefährliches unterfangen, es breitzureden, und auch das mit den anderen süchten....
Nein, das habe ich eigentlich so nicht gemeint. Ich meinte damit, dass du nicht weißt, wie es woanders ausschaut und was andere Leute "mitmachen" oder durchleben. Sicher, es ist so, wie du sagst, die Leute sind nicht ehrlich.
Es passt zwar nicht ganz, aber ich gebe dir mal wieder ein Beispiel aus dem Leben (die liebst du ja so). In Kurzform: Eine Nachbarin von uns, machte auf jeder Fete Stress...wenn ihr Mann mal etwas mehr trank oder länger blieb... Die meisten machten sich lustig über die "keifende Alte". Jahre später erfuhren wir, er vertrug den Alkohol nicht und "kotzte" (Entschuldigung das Wort) ihr jedes Mal die Bude voll - er war ja nicht mehr fähig und sie hatten Kinder - sie konnte es immer sauber machen. Hätten die Leute das damals gewusst, dass sie ihm den Alkohol wohl gönnte, aber um die Folgen wusste; sie hätten Verständnis für sie gehabt und sich nicht über sie lustig gemacht. Vor allem, sie hätten sich nicht den Spass gemacht ihn auch noch abzufüllen.
(Und falls Fragen kommen - nein ich habe nicht mitgemacht und mich auch nicht über sie lustig gemacht.)
Verstehst du, was ich meine? Klar, es gibt viele Menschen, die ergötzen sich daran, dass es anderen schlechter geht, als einem selber. Doch meine Meinung ist, wer lästert, der hat selber noch mehr Probleme, will sie nur nicht wahr haben. :tuscheln:
abendsonne schrieb:
wenn du meine geschichten revue passieren lassen würdest, sofern du sie kennen würdest (du kennst ja nur bruchteile), dann würdest du glaube ich auch nicht mehr sagen: sowas gibts in jeder beziehung/ in jedem leben. soviel kann ich sagen.
Das sage ich nicht, doch du weißt nicht, was ich erlebt und gesehen habe.
denn irgendwie war dieses "du weißt gar nichts" doch schon sehr steil.
weil......: zumindest hab ich schon sehr viel spüren dürfen. damit weiß man doch schon sehr viel.
Das ist okay, trotzem bleibe ich dabei. :umarmen:

Für einen selber ist sein Schicksal immer existenziell, das ist klar. Es geht auch nicht darum, wie "schlimm" es ist. Oder vielleicht geht es auch nur darum. Wichtig ist - wenn du nicht zufrieden bist, dass du es änderst.
Nicht ständig (fadenscheinige) Ausreden findest um dies nicht zu tun.
Ui, da habe ich noch ein schönes Beispiel von mir:
Damals nach meiner Trennung wollte ich mich ja nie wieder fest binden und schon gar nicht mit jemanden arrangieren. Mein Freund wollte sich ein Haus kaufen und kam nicht so recht in die Pötte. Ich guckte für ihn, aber er ließ mich immer irgendwie hängen. Er wollte gerne mit uns zusammen ziehen, aber ich ging nicht so recht darauf ein. Ich sagte: "ja wenn es nicht klappt, dann ist das für die Kinder blöd und dieses und jenes"; bis meine Freundin es auf den Punkt brachte: "Du erfindest ständig neue Ausreden, weil du Angst hast, dass es in die Hose geht. Wenn du es nicht probierst, wirst du es nie erfahren." Hm, sie hatte recht. Na gut, ich sagte meinem Freund ein paar Tage später, wir ziehen mit ihm zusammen...es dauerte nicht lange, da fand er das passende Haus.
Man kann sich immer ausmalen, wie es werden wird - aber ob es letztendlich so kommt, weiß man nur, wenn man etwas wirklich macht.
Und wie schon gesagt, kein Weg ist falsch...das reden einem nur die Anderen ein.
Alles Liebe
Eberesche
 
AW: .... das Leben an mir vorbei???

.. habe gerade eure beiträge gelesen,

muss noch überlegen, ob ich weitermache ... - melde mich, falls ích mich dafür entscheide.

lg abendsonne
 
AW: .... das Leben an mir vorbei???

Eine Nachbarin von uns, machte auf jeder Fete Stress...wenn ihr Mann mal etwas mehr trank oder länger blieb... Die meisten machten sich lustig über die "keifende Alte". Jahre später erfuhren wir, er vertrug den Alkohol nicht und "kotzte" (Entschuldigung das Wort) ihr jedes Mal die Bude voll - er war ja nicht mehr fähig und sie hatten Kinder - sie konnte es immer sauber machen. Hätten die Leute das damals gewusst, dass sie ihm den Alkohol wohl gönnte, aber um die Folgen wusste; sie hätten Verständnis für sie gehabt und sich nicht über sie lustig gemacht. Vor allem, sie hätten sich nicht den Spass gemacht ihn auch noch abzufüllen.
(Und falls Fragen kommen - nein ich habe nicht mitgemacht und mich auch nicht über sie lustig gemacht.)
Verstehst du, was ich meine?
liebe eberesche, karin, all


diese frau bewundere ich, denn es war ihr egal, wie SIE vor den anderen leuten dasteht. :)sie hat keine rechtfertigung für ihr verhalten von sich abverlangt, um geschützt zu sein, es war ihr egal, es war IHRE sache. ich bewundere das.

ich wurde geschlagen von meinem ex, ich ließ das zu fast vier jahre und hatte nach der trennung den buh-mann, weil ich den "lieben kerl" so einfach verlassen hatte. keiner wusste bescheid, und als ich es erzählte, wurde mir fast nicht geglaubt. es war mir egal, ich WUSSTE, was los war und das hat mir gereicht. heute bin ich leider viel offener, wenns um meine probleme geht, ich erzählte schon viel, zu viel oft. weils kleinen sinn macht. weil ich oft merke, die anderen können mir nicht helfen, sie bemühen sich nicht mal, es berührt die leute, wie sie der berühmte besenstiel, der irgendwo umfällt, berührt.

wie gesagt war der öfter erwähnte selbstmord von meinem neffen sowas von augenöffnend, es war so ein elementares erlebnis, nach all dem, was mit meiner schwester auch war, es war arg für mich, ich erzählte davon, und zwei minuten sprachen die leute von den kräutern, die sie angesetzt haben.
das lässt einen schon nachdenklich werden.... .

letztendlich muss man sowieso alles alleine durchziehen.
was bringts einem, viel zu erzählen?? wie karin sagte:
In den seltesten Fällen kommt dir echte Anteilnahme und Hilfe zuteil.

ich rede da schon viel lieber mit euch. es ist eine andere basis des gesprächs, es IST hilfe.
gut dass es euch gibt.
 
AW: .... das Leben an mir vorbei???

auf die "stürme" bezogen:
Ich meinte damit, dass du nicht weißt, wie es woanders ausschaut und was andere Leute "mitmachen" oder durchleben.
ich meine auch, dass es menschen gibt, die erleben viel heftigere stürme, da ist aber dann so vieles zerstört, dass genug energie frei geworden ist für irgendetwas neues. die leute schauen nicht so lange zu, weil die heftigkeit der ereignisse oft schon für den ausstieg genug sind.

bei uns sind die geschichen nicht jeweils alles-vernichtend, es ist die häufigkeit der geschehnisse, die alles kaputt gemacht hat. zu ertragen war das alles, weil jede situation immer wieder neu definiert war. von einem zum anderen. die "nicht-schon-wieder" erlebnisse gingen niemals über das unerträgliche maß hinaus, es wurde dann immer was "neues" begonnen. wisst ihr, was ich da meine?? wenn jemand schlägt und wieder schlägt und wieder, dann ist das maß irgnendwann mal voll, man bekommt die not-wendige(not-wendende) wut, um aus der situation rauszugehen. wie das z.b. bei meinem ex war.
da konnte ich raus, weil die wut groß genug war.

wenn jemand aber das eine tut, dann das nächste beginnt und wieder das nächste, dann wird ja die jeweilige grenze immer wieder neu gesteckt.

erst wenn die ABSOLute grenze aus der summe von allem überschritten ist, dann kann man den ausstieg schaffen.

außer man ist vernünftig genug, vorher schon rauszugehen.

aber ich frage mich, OB es oft vernünftig ist. ob man sich selber nicht mehr schadet als hilft.
 
AW: .... das Leben an mir vorbei???

damit komm ich zu karins tipp, dem mann einfach die scheidungsansage zu machen:

tja, eine gute idee, wenn jemand sich wachrütteln lässt durch solche angedrohten konsequenzen. ich manipuliere auch gerne, wenns sinn macht.

mein mann aber dreht seine fähnlein nach dem wind, wie erwähnt passt er sich einfach an. er geht den einfachsten weg.
ich sage ihm: mir reichts, ich lass mich scheiden.
und er würde sagen: wenn du meinst, ICH ich passe mich an, ich komme klar.

wie es in ihm aussieht, weiß ich nicht.

es würde also nichts bringen.

ich hätte dann die scheidung, den auszug, die neue wohnung, das neue standbein, das geschaffen werden müsste. und ich hätte das alles alleine zu tragen, ich kenne ihn.
"du wolltest das so2.


wisst ihr, wie das für mich wäre?? ich weiß das immer festgefahrender: es wäre, als würde ich mich strafen für etwas, was ich gar nicht getan habe!!
ganz ehrlich, er hat mist gebaut die ganzen jahre, und ich müsste neu aufzubauen beginnen. dass ich nicht hier im haus bleiben möchte, hab ich ja schon erwähnt.

nein, ich mag nicht.

es wird mir immer klarer.


ich hatte jetzt drei tage schiurlaub mit meiner tochter und zwei familien, ich konnte es mir leisten!!!!
es war so traumhaft schön, keine einzige wolke, ein traumhaftes alpenpanorama, sonnenuntergang am berggipfel.

ich möchte leben, um das geht es mir die ganze zeit, das IST leben für mich, und wenn ich mich trenne, hab ich das nicht mehr. es geht mir zum ersten mal in meinem leben gut mit dem geld, das wäre schlagartig anders.


wie verrückt wäre ich??


nein, ich hab mich abgefunden, dass unsere beziehung über freundschaft nicht mehr hinausgeht. und es reicht mir das momentan.

er hat sich sogar ein bisschen von der guten seite gezeigt, als wir vom kurzurlaub heimgekommen sind: der küchen-wohnzimmerbereich war sauber, einige dinge, die seit monaten nicht repariert waren, sind bereinigt worden,
es tut sich irgendwie was bei ihm wie es aussieht.

mit dieser art von ihm kann ich gut leben.
ich hatte sonst immer das gefühl, dass es ihm ziemlich egal ist, was ich empfinde, diesmal ist er über seinen schatten gesprungen, und ich hatte das gefühl, er hat es für mich getan.
auch wenns für eine beziehung nícht reicht, es tut dennoch gut, mal wieder diese seite zu erleben.

ích kann ihn seit gestern wieder viel besser sehen,

und vielleicht mag ich mich auch wieder direkt mit ihm auseinandersetzen in der nächsten zeit, dann nehme ich eure fragen als anlass.

momentan mag ich weiter ausspannen, mich einfach zurücklehnen, alles gleiten lassen - wie gesagt.

wenn ich auf den berühmten knopf drücken könnte, wär ich trotzdem woanders, klar, aber den gibts halt leider nicht.

lg abendsonne
 
AW: .... das Leben an mir vorbei???

Du bist Dir selbst leider viel zu wenig wert!

Es schwankt doch eh immer wieder,heute ist er mal "ganz nett" und morgen wieder nicht!

Hatte auch nie viel Geld aber das hat mich nie davon abgehalten aus einer unerträglichen Situation auszubrechen!

Die wirklich wichtigen Dinge im Leben sind eh unbezahlbar!:liebe1:
 
AW: .... das Leben an mir vorbei???

Du bist Dir selbst leider viel zu wenig wert!
nein, liebe bschmiddi, im gegenteil, ich bin mir sehr viel wert (geworden). ich habe beschlossen, meinem mann nicht mehr die autorität über mich selber zuzugestehen, indem ich es zulasse, mich verletzt zu fühlen.

wenn er gut zu mir ist, ja dann gut, wenn nicht, dann tuts mir nicht mehr wirklich weh.
Es schwankt doch eh immer wieder,heute ist er mal "ganz nett" und morgen wieder nicht!
macht nichts. wenn man versucht, keine erwartungen an den anderen mehr zu haben, ist es gut.

es ist als würde jemand mit regen schon zufrieden sein, und wenn die sonne kommt, dann freut man sich. gutes gefühl.

ich fühle mich jedenfalls befreit, nicht mehr abhängig von ihm.:),
wär es vor einem jahr schon gewesen. aber da hab ich mir einreden lassen, dass man - wenn die wirklichkeit nicht so ist, wie sie sein sollte - sie dann ändern sollte.

damit ist man aber auch schon verhaftet!!! ich wollte die wirklichkeit anders als sie ist, und damit beginnt auch schon "dhukka", wie es im buddha-dharma beschrieben ist. ein ständiges unzufrieden sein, ein unglücklichsein,
man ist dauernd in aufruhr, überlegt, wie man eine veränderung der lebenssituation anstellen könnte, überlegt, ob es gut ist, zieht alle mit rein. welch energieverlust!! ich war schon am rande meiner kräfte, ganz ehrlich. seit diesen paar wochen, wo ich beschlossen habe, anzunehmen was ist, geht mir wesentlich besser.-

sich auf die sonne freuen, die DANN kommt, wann SIE will, vermittelt ein riesig befreites lebensgefühl.

und außerdem, das nächste, warum sollte ich meinen mann, mich, die ganze familie für etwas bestrafen, das einmal wesentlich war??? eine lebenserfahrung?? eine erfahrung, um zu sich selber zu finden?? ohne meinen mann, ohne die schwierigkeiten vorher, hätte ich vielleicht nie zu mir gefunden.
 
AW: .... das Leben an mir vorbei???

wenn man vom vater liebe nicht gelernt hat, wird man männer mit ähnlichem verhalten wählen, bis man gelernt hat, den anderen eben nicht mehr zur autorität zu machen, und das geht über die selbstliebe und selbstakzeptanz, die einem unabhängig macht vom verhalten des anderen.

so weit sollte eigentlich jeder kommen, oder?


gut,wenn man jemand gefunden hat, der einem gut-tut, aber wenn nicht, dann kann man so auch leben.
man hat ja schließlich noch sich selber. :):)

diese erkenntnis hatte ich schon lange, sie wurde mir bestätigt in vielen büchern, insbesondere hatte ich den willen, alles so zu lassen wie es ist, schon bis vor einem jahr,
es ging mir da viel besser als dieses letzte jahr, wo ich so haderte.

ich bereue dennoch nicht, dass ich nochmal abgekommen bin von diesem weg des autonom-seins, denn ich konnte so die andere möglichkeit prüfen, ob ich mich trennen muss, und ich nehme diese möglichkeit NICHT an, weil ich diese möglichkeit - wie ich jetzt weiß - irgendwie als strafe mir selbst gegenüber empfinden. und die kinder würd ich wie gesagt reinziehen.

milchmädchenrechnung für die einfache erklärung:

ich hatte VORHER keine intakte beziehung und bis vor einem jahr kein geld.

wenn ich ausziehen würde hätte ich auch nicht die beziehung, die ich mir wünsche, jedenfalls nicht sofort - UND ich hätte wieder kein geld.

JETZT habe ich wenigstens das notwendige kleingeld, das ich wie gesagt nie hatte, -

hab ichs jetzt rüberbringen können?


es machte mir bis vor 3 jahren auch nichts aus, kein geld zu haben, es war einfach so, und es war auch gut,
bis ich dann diesbezüglich bewusster wurde und in die existenzielle angst schlitterte, falsche glaubensgrundsätze, falsche beziehung zum geld, sobald ich was hatte wurde es mir igendwie genommen.

nie wieder möchte ich dorthin kommen, in dieses gefühl keine geld zu haben und darunter zu leiden.
nie wieder.

deshalb ist es mir einfach nicht WERT, wegzugehen.

tja, so einfach.

wäre der lotto-fünfer vom vorjahr mit 1100 euro ein sechser geworden, würde die sache anders aussehen.

ganz brutal gesagt, ohne dass ich mich als materialistischen menschen bezeichnen möchte:
mir ist geld wichtig.

DESHALB so wichtig, weil es mir ermöglicht, lebensgefühl zu erfahren.

klar kann ich das auch ohne geld spüren, aber alleine zu sagen, mädel, deine schischuhe sind noch nass von gestern, komm, wir besorgen uns im schiverleih andere und nehmen auch noch carver dazu, einfach ein paar tage schifahren gehen zu können, und das abendrot in den bergen sehen zu dürfen,
DAS sind die riesen-kleinen dinge des lebens, die mir freude bereiten.
ich konnte jahrelang ohne diese dinge auskommen in meiner bescheidenheit, aber das leben hat sooo vieles zu bieten, und als ich mein leben überprüfte, mein ALTER, wurde mir bewusst, dass ich endlich anfangen muss, zu leben, dass ich das vorher gar nicht wirklich getan hab.


um DAS gehts einfach.

und das will ich mir auf jeden fall bewahren. diesen luxus, LEBEN zu können. ohne geld kein abendrot in den bergen :)

ich würde das jedem empfehlen, der in einer situation wirklich verstrickt ist, nicht aus kann... . ich würde jedem empfehlen, die situation einfach ANZUNEHMEN und die vorteile zu genießen, die man aus dieser lebenssituation DENNOCH hat.

alles liebe für euch
ich meld mich mit meinen gemütsberichten

abendsonne
 
AW: .... das Leben an mir vorbei???

gut,wenn man jemand gefunden hat, der einem gut-tut, aber wenn nicht, dann kann man so auch leben.
man hat ja schließlich noch sich selber. :):

wenn ich ausziehen würde hätte ich auch nicht die beziehung, die ich mir wünsche, jedenfalls nicht sofort - UND ich hätte wieder kein geld.



Genau das meine ich,ist das nicht einfach nur Bequemlichkeit!?
Du willst Dich einfach mit der Situation abfinden?
Damit bist Du Dir ja doch zu wenig wert!

Ist ja schön wenn Du mehr zu Dir selbst gefunden hast,aber es ist doch erstrebenswert sich von den Dingen oder Menschen zu lösen die einem nicht gut tun,du bist und bleibst ja so immer mittendrin und es ändert sich eben nichts!
Klar ist es schwierig ohne oder nur mit wenig Geld.
Aber in diesen Verhältnissen zu bleiben nur des Geldes wegen...
halte ich nicht für die optimale Lösung.
So kommst Du vielleicht aus dem Ski Urlaub und stehst danach wieder vor den selben Problemen wie vorher.

Du sagst wenn Du ausziehen würdest hättest Du kein Geld und keine Beziehung,also hast Du Angst vorm Alleinsein!?
Mit diesem Partner bist Du sowieso alleine,es wird Dir ständig präsentiert was Du ja alles falsch machst usw...

Kommst Du in Deine eigenen vier Wände ist keiner da der Dir ein schlechtes Gefühl gibt,Du kannst frei Tun und Entscheiden,keiner be- oder verurteilt das.

Das hab ich nach einer gescheiterten Beziehung immer genossen,keinen mehr im Nacken zu haben der Dir sagt wie was wann wo richtig oder falsch ist usw...
 
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:clown:naja, liebe bschmiddi,

er lässt mich ja irgendwie eh in ruhe. das ist es ja gerade. ich kann tun und lassen was ich will im wesentlichen, es ist, als wäre ich gar nicht da.
oder wir sehen uns sowieso nicht.
es ist also irgendwie, als würde ich sowieso alleine leben.

nur, und das ist da, was mir zu denken gibt, WENN er dann da ist, dann dämpft mich seine energie, was auch immer, er erinnert mich an ...... die schattenseiten des lebens. an krankheit.

es ist, als wäre man ständig von einem "negativen" bild umgeben. es gibt bilder, die ziehen einen runter, es gibt menschen, die tun das.


jetzt hab ich dieses bild einfach überhängt.

es schockt mich dann öfter, wie "kaltblütig" ich bin, es ist ja oberflächlich, jemanden nach dem aussehen zu beurteilen.
aber, und das entlastet mich wieder, er hat es sich selber zuzuschreiben, durch seinen lebenswandel, der war.. .
ich mag nichts mehr damit zu tun haben.

also, wie gesagt, ich hab ihn "überhängt", so als wäre er nicht da.
mögen tu ich ihn ja trotzdem, aber ich mag ihn nicht anschauen.

im übrigen sagt er mir manchmal, ich hätte eben geschaut, so, dass ich zum fürchten bin.

hab ich das, was ich an ihm "verurteile", selber schon angenommen?? oder ist mein aussehen einfach der ausdruck meiner lebensumstände.
glückicher sehe ich wieder aus als vor ein paar wochen, aber ich bin dennoch ALT geworden. irgendwie hässlich.

lg abendsonne
 
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