AW: .... das Leben an mir vorbei???
wenn man vom vater liebe nicht gelernt hat, wird man männer mit ähnlichem verhalten wählen, bis man gelernt hat, den anderen eben nicht mehr zur autorität zu machen, und das geht über die selbstliebe und selbstakzeptanz, die einem unabhängig macht vom verhalten des anderen.
so weit sollte eigentlich jeder kommen, oder?
gut,wenn man jemand gefunden hat, der einem gut-tut, aber wenn nicht, dann kann man so auch leben.
man hat ja schließlich noch sich selber.

diese erkenntnis hatte ich schon lange, sie wurde mir bestätigt in vielen büchern, insbesondere hatte ich den willen, alles so zu lassen wie es ist, schon bis vor einem jahr,
es ging mir da viel besser als dieses letzte jahr, wo ich so haderte.
ich bereue dennoch nicht, dass ich nochmal abgekommen bin von diesem weg des autonom-seins, denn ich konnte so die andere möglichkeit prüfen, ob ich mich trennen muss, und ich nehme diese möglichkeit NICHT an, weil ich diese möglichkeit - wie ich jetzt weiß - irgendwie als strafe mir selbst gegenüber empfinden. und die kinder würd ich wie gesagt reinziehen.
milchmädchenrechnung für die einfache erklärung:
ich hatte VORHER keine intakte beziehung und bis vor einem jahr kein geld.
wenn ich ausziehen würde hätte ich auch nicht die beziehung, die ich mir wünsche, jedenfalls nicht sofort - UND ich hätte wieder kein geld.
JETZT habe ich wenigstens das notwendige kleingeld, das ich wie gesagt nie hatte, -
hab ichs jetzt rüberbringen können?
es machte mir bis vor 3 jahren auch nichts aus, kein geld zu haben, es war einfach so, und es war auch gut,
bis ich dann diesbezüglich bewusster wurde und in die existenzielle angst schlitterte, falsche glaubensgrundsätze, falsche beziehung zum geld, sobald ich was hatte wurde es mir igendwie genommen.
nie wieder möchte ich dorthin kommen, in dieses gefühl keine geld zu haben und darunter zu leiden.
nie wieder.
deshalb ist es mir einfach nicht WERT, wegzugehen.
tja, so einfach.
wäre der lotto-fünfer vom vorjahr mit 1100 euro ein sechser geworden, würde die sache anders aussehen.
ganz brutal gesagt, ohne dass ich mich als materialistischen menschen bezeichnen möchte:
mir ist geld wichtig.
DESHALB so wichtig, weil es mir ermöglicht, lebensgefühl zu erfahren.
klar kann ich das auch ohne geld spüren, aber alleine zu sagen, mädel, deine schischuhe sind noch nass von gestern, komm, wir besorgen uns im schiverleih andere und nehmen auch noch carver dazu, einfach ein paar tage schifahren gehen zu können, und das abendrot in den bergen sehen zu dürfen,
DAS sind die riesen-kleinen dinge des lebens, die mir freude bereiten.
ich konnte jahrelang ohne diese dinge auskommen in meiner bescheidenheit, aber das leben hat sooo vieles zu bieten, und als ich mein leben überprüfte, mein ALTER, wurde mir bewusst, dass ich endlich anfangen muss, zu leben, dass ich das vorher gar nicht wirklich getan hab.
um DAS gehts einfach.
und das will ich mir auf jeden fall bewahren. diesen luxus, LEBEN zu können. ohne geld kein abendrot in den bergen
ich würde das jedem empfehlen, der in einer situation wirklich verstrickt ist, nicht aus kann... . ich würde jedem empfehlen, die situation einfach ANZUNEHMEN und die vorteile zu genießen, die man aus dieser lebenssituation DENNOCH hat.
alles liebe für euch
ich meld mich mit meinen gemütsberichten
abendsonne