.... das Leben an mir vorbei???

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AW: .... das Leben an mir vorbei???

@ Elke: Viel Durchhaltevermögen beim Nichtmehrrauchen,
@Abendsonne: Deine Lebensgeschichte erinnert mich in vielen Belangen an meine Eigene, Manche Stationen hab ich schon hinter mir, bin trotzdem bei einem ungeliebten Partner geblieben und alles stagniert, frag mich oft warum???
Er ist nicht glücklich, ich bin es auch nicht, doch den ersten Schritt wagt niemand.
Werd öfters reinschauen, ich kann hier andere Gedankenansätze finden.
l.G.Laomi:winken2:
 
AW: .... das Leben an mir vorbei???

ihr lieben, danke für eure beiträge, regen mich immer sehr zum nachdenken an und tun echt gut.

hab jetzt sehr viel zu meiner momentanen situation verfasst gehabt, ist alles verschwunden, kann nur mehr kurz schreiben, dass es mir seit gestern gar nicht gut geht.

ein paar tage war ich jetzt wie ein anderer mensch.... . ich hatte die angst verloren gehabt vor der krankheit meines mannes... . hatte mir gedacht, seine mama zeigt vor, wie es geht... . es geht sehr schnell, ohne schmerzen, irgendwie mit einer inneren zufriedenheit läuft alles ab, nichts ist so schlimm wie man es sich vorstellt.....

tja, dann hab ich mir weiter gedacht, ich fühle mich wie befreit. das mit dem geld hat mir sehr, sehr viel sicherheit gebracht. es zu schaffen, mich abgrenzen zu können von den angelegenheiten, die meinen mann betreffen. wie strandläuferin mir gesagt hat: das auto ist sein ding, das solle ich bei IHM lassen.
ich war irgendwie ein wenig stolz auf mich, habe ihm gesagt, dass ich unter diesen voraussetzungen, wie sie noch immer sind, keine projekte mit ihm eingehen.

.. ..
 
AW: .... das Leben an mir vorbei???

und was hab ich gemacht?????? alles ist anders.
alles.

meine panik ist wieder da.
denn ich hab mich wieder irgendwie reinreißen lassen, ohne dass mir unmittelbar bewusst war, was da passiert.

und es ist die panik wieder da, vor den krankheiten, vor dem das-leben-nicht-mehr-leben-können, oder besser das leben ENDLICH leben können.... .

ich kann nicht mehr schreiben, welche "kleinigkeiten" da waren die letzten tage, .... .
es ist jedenfalls so, dass es irgendwie hoffnungslos zu sein scheint mit mir.... . mir ist nicht zu helfen :clown:

dennoch werde ich euch erzählen, wie es kommt, dass man mich immer wieder dorthin bekommt, wo ich eigentlich nicht hin will. .. . warum passiert das alles??
ganz durchschauen kann ich mich nicht.

lg und bis bald
abendsonne
 
AW: .... das Leben an mir vorbei???

und was hab ich gemacht?????? ...denn ich hab mich wieder irgendwie reinreißen lassen, ohne dass mir unmittelbar bewusst war, was da passiert....

...in dem Buch, was irgendwo oben beschrieben wird, steht, daß die Partner durch eine Krankheit den Partner binden wollen (natürlich alles unterbewusst) ...ihm sozusagen zwingen sich mit ihm zu befassen, dadurch sich der Partner aber von der Seele her immer weiter entfernt. Als ich das gelesen habe, musste ich sofort an dich denken liebe Abendsonne. Durch seine Krankheit hast du ein gewisses Maß an Mitleid mit ihm und hättest ein schlechtes Gewissen, wenn du ihn in diesem Zustand verlässt... Es klingt gemein, ihm zu unterstellen mit Absicht zu handeln....aber es macht Sinn. Es kann ja auch sein, wenn du ihn verlassen würdest....würde er wieder genesen....weil er möchte ja wieder attraktiv für eine neue Frau sein...das passiert natürlich nicht sofort, aber es würde Sinn machen.
AL Eberesche
 
AW: .... das Leben an mir vorbei???

und was hab ich gemacht?????? alles ist anders.
alles.

meine panik ist wieder da.
denn ich hab mich wieder irgendwie reinreißen lassen, ohne dass mir unmittelbar bewusst war, was da passiert.

und es ist die panik wieder da, vor den krankheiten, vor dem das-leben-nicht-mehr-leben-können, oder besser das leben ENDLICH leben können.... .

ich kann nicht mehr schreiben, welche "kleinigkeiten" da waren die letzten tage, .... .
es ist jedenfalls so, dass es irgendwie hoffnungslos zu sein scheint mit mir.... . mir ist nicht zu helfen :clown:

dennoch werde ich euch erzählen, wie es kommt, dass man mich immer wieder dorthin bekommt, wo ich eigentlich nicht hin will. .. . warum passiert das alles??
ganz durchschauen kann ich mich nicht.

lg und bis bald
abendsonne

Liebe Abendsonne!

Das ist nur so ein Gedanke ...

Vielleicht ist die Ursache bei Dir ebenso in Deiner Ursprungsfamilie zu finden.

Drückerle!
Elladana
 
AW: .... das Leben an mir vorbei???

halllo :liebe1:

- ebndlich mal mehr zeit zum schreiben und zum ins-detail-gedanken-machen. komme sicher sehr schnell ins sachliche.
Für mich schaut es so aus, dass Du ausschließlich der Liebe hinter her rennst; selbst dann, wenn es nicht danach ausschaut. Diese erniedringede Position wird aufgemotzt durch gebraucht werden. Deinem Mann darf es gar nicht gut gehen, Du wärst dann nicht mehr gebraucht / nicht mehr wichtig.
hm, kann sein, dass ich der liebe hinterher laufe. ich denke, ich hab in meinem leben bisher nur reinschnuppern können in das, was liebe tatsächlich ausmacht, habe meine liebe aber niemals im positiven sinne ausleben können.

kann sein, dass ich durch mein geben (in erster linie genau DAS geben, das ich eigentlich verurteile, das ausschließlich materielle geben), den auftrag an den anderen erteile, sich endlich um mich zu bemühen, weil ich einen funken hoffnung habe, dass das doch etwas mit mir machen würde.
Deinem Mann darf es gar nicht gut gehen, Du wärst dann nicht mehr gebraucht / nicht mehr wichtig.
hm, naja, ..... - es darf ihm schon gut gehen..... .
aber ich machs wieder mal mehr mit gelde :).
ist mir bewusst.
ich habe z.b. 2000 euro zu DEM auto gesponsert, das für ihn, meinen mann, den absoluten wunsch darstellte . ich freute mich, weil er sich in dieser für ihn sehr schwierigen riesig freuen konnte. ich freute mich mit ihm und es war es mir wert.
als ich dann aber bemerkte, dass ich noch mehr ins hintertreffen gerate, denn er ist ja jetzt noch lieber UNTERWEGS, bekam ich wieder diese panik des gefangen-seins in der situation = ein neues projekt gemeinsam gestartet, wieder kein geld für MICH.

ja, also stimmt das doch....., es DARF ihm nicht gutgehen, denn dann bin ich nicht mehr wichtig.

nachdem ich es nach außen hin noch nie war für ihn, weil er so viel anderes hatte, bewege ich mich natürlich innerlich mehr und mehr weg von ihm, durch solche geldsituationen binde ich mich aber gleichzeitig an ihn.

hat aber auch etwas zu tun mit eigenliebe, denn er hätte SCHON ein auto alleine gekauft, es wäre die absolute unterklasse gewesen, und durch mein neu-gewonnenes reichtumsbewusstsein (innerlicher reichtum manifestiert sich im außen, daher soll man umgekehrt aufpassen, was man im außen anschafft :clown:), war ich es mir wert, ein gutes auto zu haben.

das selbe war mit den anderen dingen, die gerade kaputt wurden. er hätte den letzte woche fast abgebrannten fernseher durch einen wieder alten fernseher um 50 euro ersetzt, den jemand anders los werden wollte - ich möchte keine negativ-energiebehafteten dinge mehr um mich haben, die schmuddelig und verbraucht namuten, es war es mir WERT, einen neuen zu kaufen, um mein geld. klar, dass ich durch diese investitionen jetzt im minus bin :clown:.
Du gibst und machst und tust anderen all das, was Du Dir für Dich wünschen würdest. Du tust es aber mit dem Hintergedanken, dass andere vielleicht von Dir "lernen", wie sie mit Dir umzugehen haben.
das kann tatsächlich so sein. und je weniger der andere es schafft, dem gleichzukommen, wie ich es ihm vorzeige, desto mehr verliert sich auch der respekt. wo respekt verloren geht, kann keine liebe mehr so einfach gedeihen.

die liebe, die immer mehr entsteht, geht zu mir selber zurück. von mir zu mir. ich habe echt respekt vor mir, was ich so alles geschaffen habe. aber es betrifft eben "nur" die materiellen werte, ich will da anscheinend doch noch einen mangel kompensieren, weil mir das alles sehr wichtig ist jetzt.

ER, mein mann, fühlt sich unter druck gesetzt, es läuft, wie du sagst, alles sehr subtil ab, daher kann er das nicht offen erkennen, und ergreift ständig die flucht. mit dem neuen auto wie gesagt noch mehr :).
Dann ärgerst Du Dich über die Fehlinvestitionen.
.... sind sehr ambivalente gefühle. auf der einen seite bin ich froh, wenn er viel weg ist, weil er mich ja nach wie vor runterzieht (krankheitsbild vor augen!!), auf der anderen seite möchte ich es natürlich anders. dass es gut ist, dass alles klar ist, dass alles klar WIRD.
dadurch, dass es die angst vor seiner krankheit nie klar machen WIRD (=ich möchte ihn nicht zu viel lieben, weil ich angst habe, dann selber zu leiden), ist es mir ev. recht, dass es ist wie es ist = nicht wirklich gut.

bei mir kommt aber sehr viel dazu, stress in der arbeit, mobbinggeschichten in der abteilung (hatte so etwas in all den langen arbeitsjahren noch nie erlebt), gegen mich jetzt ev. runde zwei, stress mit den kindern, der bub ev. ADHS, die tochter eine der drei schlechtesten der klasse, auditive wahrnehmungsstörung, etc.etc., die sterbende schwiegermutter ,der 100% behinderte schwiegervater, die verschollene schwester, die irgendwo obdachlos ist, der bruder, der millionär, der trotz des ganzen geldes unglücklich ist und auch von nur kranken leuten umgeben ist, der vater, mit dem der kontakt abgebrochen ist, die das-arme-ich-mutter- tja.... zu viel einfach, wenn ich darüber nachdenke.

fühl ich mich daher manchmal durch sein wegdrängen auch sehr überfordert, und das erzeugt wut. diese wut richtet sich gegen vieles, sie geht zeitweise sehr gegen die kinder, denn es ist sonst niemand da, und ich muss meine aggressionen tw. so im zaum halten.
Durch dieses Tun für andere (Dein Mann braucht Dich wohl sehr um aus seinen Dingen heraus zu kommen), verstrickst Du Dich in Menschen und Situationen hinein, die Du gar nicht wirklich liebst, weil Du ja die Liebe in Wahrheit selber brauchen würdest.
hmm, ja, auch interessant. mein mann braucht MICH, um rauszukommen, vorher hatte er seinen vater... . der kann jetzt nicht mehr, er hat alles gegeben, was er konnte, jetzt ists vorbei. und es stimmt, ich spüre den druck, der jetzt alleine auf mir lastet. ich bin nach wie vor sehr verstrickt.
 
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Solltest Du irgenwann in der Lage sein Dir diese Liebe zu geben, soltest Du irgendwann Dir - also Deinem Innenleben - die nötige Aufmerksamkeit geben, kannst Du sie auch den anderen geben.
ich habe einen teil in mir der sehr, sehr bedürftig ist, mein verletztes inneres kind, das sich nach jemanden seht, der sich darum kümmert. die liebe für dieses innere kind gebe ich aus mir selber, und die energie, die ich dafür brauche, kann ich aus dem universellen energiefeld erhalten - dafür bin ich sehr, sehr dankbar. demnach brauche ich die anderen nicht mehr wirklich, um energie zu bekommen, ich möchte aber die menschen aus meinem leben haben, die mir energie NEHMEN. dagegen konnte ich mich noch nicht abschirmen. leider. und ich habe auch nicht die gabe, mich aus den verstrickungen zu lösen. :)
Du fühlst Dich schlecht weil Du in Wahrheit keine Liebe gibst.
ja, ich fühle mich schlecht, weil ich die ganze liebe, die ich habe, fast ausschließlich MIR selber gebe. meinem inneren kind. und meinen kindern. aber niemanden sonst, ganz ehrlich. es sind lediglich ansätze da manchmal für die anderen menschen. nicht mehr.
Du bist lediglich ein Mensch der Liebe braucht und dem klar gezeigt wird, dass diese nicht im Außen zu finden ist.
ich denke dennoch, dass die liebe auch im außen zu finden ist, deshalb genügt mir die eigene innere kraft und liebe nicht wirklich, denn ich weiß, es gibt noch viel MEHR - und ich freue mich drauf!!!!!
 
AW: .... das Leben an mir vorbei???

Strandläufer;209914 schrieb:
Tag 17 ohne Nikotin,
noch zähle ich die Tage
Danke für die Ermutigung :liebe1:
Liebe Grüße
Elke
liebe strandläuferin,
das ist ein rieeesenteil von selbstliebe und selbstachtung und achtung vor dem geschenk der schöpfung, wenn du das, was du bekommen hast und in dir trägst = deine gesundheit, dein wohlbefinden, nicht wissentlich aufs spiel setzt und beginnst, damit behutsam umzugehen. es ist wie achtung vor dem geschenk, das uns zuteil kam und das wir behüten müssen.
hört sich ..... sonderbar an, aber so --- diesbezüglich fast erfürchtig - denke ich wirklich. ich bin auch mal ziemlich sorglos umgegangen mit mir, habe viel geraucht, irgendwann hab ich mich echt gefragt, was ich da mache. ich trete etwas, das ich absolut achten sollte, mit füßen, und zahle auch noch dafür!!! wie sonderbar, hab ich mir gedacht, und mit diesem gedanken ist es mir ganz leicht gefallen, aufzuhören.
ab und zu eine genusszigarette zu einem gläschen wein, das gönne ich mir, kommt aber nur alle paar wochen vor :)
@ Elke: Viel Durchhaltevermögen beim Nichtmehrrauchen,
@Abendsonne: Deine Lebensgeschichte erinnert mich in vielen Belangen an meine Eigene, Manche Stationen hab ich schon hinter mir, bin trotzdem bei einem ungeliebten Partner geblieben und alles stagniert, frag mich oft warum???
Er ist nicht glücklich, ich bin es auch nicht, doch den ersten Schritt wagt niemand.
Werd öfters reinschauen, ich kann hier andere Gedankenansätze finden.
l.G.Laomi:winken2:
liebe laomi,
habe gesehen, dass du ein paar jährchen älter bist als ich, aber ich denke, es ist niemals zu spät, ein neues leben zu beginnen. ich habe, denke ich, die meiste panik, dass mir das leben davon läuft, weil ich mich dermaßen verantwortlich fühle, meinen kindern ein stück beständigkeit zu bewahren, und wenn sie dann beide heraußen sind, dann bin ich fast 60, und das ..... naja, das erzeugt dann wieder die angst, dass ich dann nicht mehr weg kann, weil mein mann dann ev. schon sehr niedergetan ist durch seine krankheit.


...in dem Buch, was irgendwo oben beschrieben wird, steht, daß die Partner durch eine Krankheit den Partner binden wollen (natürlich alles unterbewusst) ...ihm sozusagen zwingen sich mit ihm zu befassen, dadurch sich der Partner aber von der Seele her immer weiter entfernt. Als ich das gelesen habe, musste ich sofort an dich denken liebe Abendsonne. Durch seine Krankheit hast du ein gewisses Maß an Mitleid mit ihm und hättest ein schlechtes Gewissen, wenn du ihn in diesem Zustand verlässt... Es klingt gemein, ihm zu unterstellen mit Absicht zu handeln....aber es macht Sinn. Es kann ja auch sein, wenn du ihn verlassen würdest....würde er wieder genesen....weil er möchte ja wieder attraktiv für eine neue Frau sein...das passiert natürlich nicht sofort, aber es würde Sinn machen.
AL Eberesche
welches buch war das, kannst du mir das bitte noch mal schreiben, liebe eberesche?
das mit dem binden.... ja, könnte echt sein,..... aber die krankheit kam schon BEVOR ich in sein leben trat. der virus hep-c. besser gesagt. aber mir fällt ein, die ANDERE krankheit, die er jetzt dazu bekommen hat, die krasse schuppenflechte, die kam zu DER zeit, als ich tatsächlich gehen wollte und fast GING.
ich könnte mir demnach vorstellen, wenn ich die kinder groß habe und dann gehen möchte, dass dann seine leberkrankheit absolut zum ausbruch kommt. ansätze sind jetzt schon sehr stark da, ständige müdigkeit von ihm, hautveränderungen etc.... .
das ist denke ich auch meine panik.
jetzt die schwiegermutter, wo wir ständig hinfahren, die kinder, die mich zu 100 % und noch viel mehr brauchen, dann .... der schwiegervater, dann ev. meine mutter ,die auch über 70 ist, ... der vater von mir, was wird mit ihm???
all die zeit wird es zeigen, aber die angst davor, MEIN leben nicht mehr leben zu können, ist jetzt schon da. ich liebe das leben, ich liebe mich, ich liebe die welt, eigentlich (eigentlich :clown:) auch die menschen, aber ..... die angst lässt mich nicht aus dem sumpf der stagnation raus.
.... brrrr, mir ist ständig kalt ...... - ich möchte die sonne in meinem leben und auch wieder viel mehr in meinem herzen, das wünsche ich mir, die angst lässt mich in kälte fast erstarren. angst ist sehr destruktiv, ich weiß, aber ich möchte sie auch nicht verdrängen. ich lasse meine gefühle SEIN.
Liebe Abendsonne!

Das ist nur so ein Gedanke ...

Vielleicht ist die Ursache bei Dir ebenso in Deiner Ursprungsfamilie zu finden.

Drückerle!
Elladana
ganz, ganz bestimmt, und zu 100 %.

lg abendsonne
 
AW: .... das Leben an mir vorbei???

hallo,

bei mir geht das ego gerade voll durch, fühle mich zurückgewiesen in einer situation, wo das volle mitgefühl angebracht wäre. mein mann wurde vom vater zum elternhaus heimgebeten, der mutter geht es sehr, sehr schlecht.
er möge bitte ohne kinder kommen.
ich hätte die schwiegermutter noch gerne gesehen, mich verabschiedet, so sitze ich auf nadeln daheim, weil klar ist, wenn die kinder nicht mitkommen sollen, dann gehts bei mir auch nicht, dass ich dabei bin - und so kann es sein, dass heute die letzte gelegenheit gewesen wäre.

familie war dem schwiegervater immer so wichtig, heile einheit, jetzt ist es der allerengste familienkreis, der bedeutung hat, da gehör ich nicht dazu. es ist einfach eine fremde welt für mich............ .
und ich habe auch keine lust, jetzt die verständnisvolle zu mimen, es tut einfach weh, ausgegrenzt zu werden, es ist mein lebensthema, und das wirkt voll..
mein mann hat mich wieder mal abgestempelt, in richtung egoismus pur,.... .
ich beziehe alles auf mich etc.
ja, vielleicht hat er recht,

aber das empfinden ist einfach da und ich habe vollstes verständnis dafür = für mein empfinden.
mir ist egal, ob sie gerade absolut eingegrenzt in IHRER welt sind, wo für andere, die nicht 100 % dazu gehören,
kein platz ist, ich möchte jetzt nicht rücksicht nehmen auf IHRE empfindungen, ich habe meine, damit habe ich zu kämpfen, und diese empfindungen nehme ich ernst.

unbewusst spielt mit sicherheit mit ,dass - als mein neffe sich umbrachte - für mich in KEINSTER WEISE jemand da war.
das scheint sich jetzt zu rächen.

mit meiner vermeintlichen härte strafe ich aber dennoch mich selber, denn ich stelle diese gefühle, auch wenn ich sie anerkenne und verstehen, dennoch in frage.
denn nach moralischem standpunkt "dürften" sie eigentlich nicht sein.



lg abendsonne
 
AW: .... das Leben an mir vorbei???

Liebe abendsonne,


fühl dich mal umarmt :trost:

Ich kann nicht wirklich mitreden, weil ich von deinem Thread zu wenig weiß und ich erst herausfiltern muss, um was genau es geht.

Das Einzige, das ich jetzt vernehme ist, dass du sehr traurig bist über das Ausgegrenzt sein, obwohl du ja eigentlich ein Part bist, der dazu gehören sollte.

Was für mich allerdings nicht klar ist - vermutlich deswegen, weil ich zu wenig Überblick habe - warum du (und die Kinder) nicht dabei sein dürfen. Es ist schwer über etwas oder über Menschen zu schreiben, die einen unbekannt sind. Vielleicht ist es einfach als Schutz zu dem Wohl deiner Kinder und zu deinem Wohl gedacht, jetzt nicht dabei zu sein. Vielleicht aber auch ist das jetzt das Ausschlaggebende, um dir etwas bewusst zu machen, worüber du dich sowieso kränkst.

Kopf hoch!
 
AW: .... das Leben an mir vorbei???

Was für mich allerdings nicht klar ist - vermutlich deswegen, weil ich zu wenig Überblick habe - warum du (und die Kinder) nicht dabei sein dürfen. Es ist schwer über etwas oder über Menschen zu schreiben, die einen unbekannt sind. Vielleicht ist es einfach als Schutz zu dem Wohl deiner Kinder und zu deinem Wohl gedacht, jetzt nicht dabei zu sein. Vielleicht aber auch ist das jetzt das Ausschlaggebende, um dir etwas bewusst zu machen, worüber du dich sowieso kränkst.
mir fällt da, - jetzt wo es angesprochen wird -schon etwas krass auf: ich habe mich immer distanziert halten wollen vom sterben, hatte fast panische angst davor, zusehen zu müssen, und jetzt wo es mir auferlegt wird, mich fern zu halten (das, was ich eigentlich immer wollte :clown:) tut es plötzlich weh, nicht HINschauen zu dürfen. so als würde ich "sterben" plötzlich als teil des lebens annehmen wollen. mich unmittelbar reinbewegen wollen ins annehmen..... .

leider kommt etwas dazu, das mir nicht so gut tut, was mich meine einschätzung widerrufen lässt: "sterben" hab ich mir angesichts der geschichte meiner schwiegermutter in der letzten zeit plötzlich "einfach" vorgestellt,........ viel einfacher, als ich immer dachte. man weiß es ja nicht, wie es wirklich ist, wenn man selber nie dabei war und es redet niemand davon..... . man konnte sich nur ein BILD machen. ich hatte es jetzt.

dadurch verlor ich auch die angst bezüglich der krankheit meines mannes.

fluggs, dachte ich, man lebt nach der diagnose krebs z.b. einige jahre, wo man nicht viel merkt davon (meine schwiegermutter war immer sehr tuff, sah gut aus, versorgte alle wie eh und je, war ende februar noch voll fit bei der geburtstagsfeier meines buben,
sie jammerte jedenfalls niemals...... ) ------- dabei könnte es aber sein, dass die schwiegermutter auch HIER so tapfer war wie immer - alles geschluckt hat, alles mit sich ausgemacht hat..... und einfach niemanden belasten wollte - und wir dadurch also ein anderes bild von der krankheit bekamen),.... ich dachte mir also es geht von heute auf morgen :clown:. heute fit, dann das wasser, das kommt, von einem tag auf den anderen, dann die gelbsucht am nächsten tag schon, und

.....dann "noch ein paar tage" - so wie gesagt wurde.

so schlimm es klingt, weil man konfrontiert werden würde mit einem DOCH schnellen abschied, aber es hat mir das anschauen der krankheit meines mannes, dem ev. auch leberkrebs mal anstehen wird, doch sehr erleichtert. es wurde mir gezeigt, wie es IST. ich dachte, wie gesagt, er lebt also gut, noch viele jahre, falls es ihn auch mal richtig erwischt (mit hepatitis c gute "chancen") und dann gehts einfach schnell - ohne schmerzen, ohne siechtum. er muss nicht leiden, ich muss nicht zuschauen.

nun ja, wie gesagt, meiner schwiegermama wurde also vor 3einhalb wochen gesagt, ein paar tage hätte sie noch, gestern war sterben für mich also noch in einem anderen bild. . ich war sooo erleichtert darüber.
sie konnte gut schmerzfrei gehalten werden.

jetzt beginnen die schmerzen aber, es ist leider, leider, leider nicht so, wie ich mir vorstellte. das morphium verliert seine wirkung. und damit beginnt die phase, die ich mir ganz, ganz schrecklich vorstelle. die ich auslöschen möchte, nicht verstehen will, nicht begreifen will, wenn ich so weit weg bin.

ich bin angesichts dieser vorstellung, jemanden elend krepieren zu sehen, sehr sehr erschüttert. es tut so tausendmal weh, jemanden so leiden zu wissen und nicht helfen zu können. wie muss es da all denjenigen gehen, die damit unmittelbar umgehen müssen.

wie gehts dem schwiegervater, dem bruder, der im haus wohnt,wie kann es ihm/uns/mir mal gehen.????
oder wie geht es einem, wenn man selber in die sitation kommt, solche schmerzen zu haben und nicht zu wissen, was NOCH kommt..... . wie geht es der schwiegermutter?


also, ich habe echt ängste vor all dem, und mir ist bewusst, dass das riesig schlecht ist.

mir ist bewusst, dass ich vor all diesen empfindungen immer flüchten wollte die letzten monate, fast jahre, als mir so klar wurde, dass ich umgeben bin von viel krankheit, von alten menschen etc. . ich bin so viel von selbstmord umgehen, von negativität und frage mich warum, möchte ständig flüchten.... .
:clown::clown:

ab in die freiheit, ab ins kino, ins konzert, ins wellnessparadies, ablenkung von diesem leben, gesunde anstatt kranke menschen um mich..... - und die erkenntnis, dass es mir finanziell nicht möglich war, mir ein leben in ablenkung zu gewähren, wurde ich selber fast krank oder bin es schon. ich hoffe bei gott, nur psychisch.

manchmal hat mich regelrechte panik ergriffen. früher.
die hat sich wieder zunehmend verstärkt dieser tage, weils mir ja zwischendurch absolut gut ging mit dem geld, ich das sooo genossen habe,
und ich die zuversicht hatte, mich doch in die befreiung retten zu können. ausflüge etc, ev. mal eine neue wohnung. jetzt hab ich eine ähnliche situation wie vorher. minus und er auch noch immer. wieder jedes stück schokolade auf schulden.... .

dass ich mir mit diesem autokauf die hände selber wieder gebunden habe, ist klar. selber schuld. kein mitgefühl.

und doch:
anlass, mich wieder mehr gebunden zu haben, war dieses zwischendurch-befreiende gefühl "du brauchst keine angst zu haben vor der krankheit deines mannes" -


kann man das verstehen?

mir wird jede facette meiner emotionen immer klarer.

ich konnte zwischendurch also ein wenig zu ihm, zu meinem mann, finden - musste mich nicht davon flüchten, weil wie gesagt, das was mir ev. bevorsteht, empfand ich nicht mehr als so schrecklich.

somit hab ich es gewagt, dieses neue projekt "auto" mit ihm einzugehen.

das bild ist jetzt ein völlig anderes.


gestern bekam ich dann neuerlich dieses gefühl, einen riesenfehler gemacht zu haben.

wieder abgeschnitten vom leben, wieder mitten drinnen im eingesperrtsein, umgeben von dieser dürsternis. ablenken GEHT nicht, und ich hab angst.


heute sieht es anders aus, gott sei dank.

und:
sonderbarerweise, wenn ich dann direkt dort bin = absolut konfrontiert mit dem sterbenden, lieben menschen,
dann ist da so ein frieden, so eine stille, es ist fast irgendwie auch schön... - so voller gefühle.
.
vielleicht muss ich jetzt so durch, vielleicht wird mir doch die angst genommen vor all dem, und ich finde dann endlich meinen frieden,

es zieht mich ja irgendwie magisch hin.
vielleicht muss ich dann nicht dauernd dem geld hinter her laufen, das für mich freiheit, ablenkung bedeutet.... .

ja, mir soll ev. tatsächlich etwas bewusst werden.
ich soll aufhören, angst vor dem zu haben, das so absolut zum leben gehört!!!
vielleicht finde ich dann die liebe zu meinem mann DOCH wieder....

lg abendsonne
 
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welches buch war das, kannst du mir das bitte noch mal schreiben, liebe eberesche?
Hallo liebe abendsonne,
ich habe es jetzt erst gesehen. Das Buch heißt "Liebe dich selbst, dann ist es egal wen du heiratest". Irgendwer hatte es weiter oben empfohlen, da habe ich es mir bei Ebay ersteigert. Es ist zwar nicht so toll, wie ich dachte, aber einige Dinge sind sehr interessant.
Eberesche
 
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Liebe Abendsonne!

Es ist bereits unglaublich, aber Du sprichst in einem fort Themen und Empfindungen an, mit denen ich entweder gerade selbst konfrontiert bin oder vor kurzem selber konfrontiert war, sodass sie heute noch ihre Wirkung zeigen ...

Mein Vater erkrankte an Leberkrebs und starb daran im Jänner. Ich war dabei. Ich weiß nicht wie Deine Schwiegermutter ist, aber aus Deinen Schilderungen kann ich erlesen, dass die beiden doch Ähnlichkeiten haben. Mein Vater wollte nie jemanden belasten; er war sehr tuff ... Er hat bis zum Schluß daran geglaubt dass die Ärzte ihm noch helfen können. Als er dann selbst gemerkt hat dass es zu Ende geht, hat er das mit sich alleine ausgemacht; der einzige Kommentar der fiel war "ich hatte nen Durchhänger, weil sie mich nicht mehr operieren".
Sein sterben dauerte 3 Tage. In dieser Zeit wollte er auch keine Kinder sehen, weil er die Kinder nicht belasten wollte.
Zu meiner Tochter hat er gesagt - "geh nach Hause, das ist doch eine Qual für DICH".

So wie ich das miterlebt habe, ist sterben ein sehr intimer Prozess und keiner spricht darüber. Es ist etwas was wir mit uns erleben und mit uns ausmachen müssen. Es ist meiner Ansicht nach zu viel verlangt, wenn der Sterbende beim sterben selbst noch auf Mitmenschen Rücksicht nehmen soll. Ich glaube auch, dass das gar nicht möglich ist; deswegen werden oft weinende Angehörige vom Sterbenden raus geschickt. Meinem Vater war es an einem bestimmten Punkt egal ob jemand beleidigt ist oder nicht, irgendwann musste er einfach mit sich und für sich selbst da sein.

Krebs kranke Menschen schauen beinahe bis zum Schluß gesund aus; der Verfall ist daher täglich zu sehen - das ist schlimm wie schnell das dann geht. Krebs kranke Menschen verdrängen die tödliche Krankheit sehr oft - das sagte uns unser Arzt. Auch mein Vater hatte zum Schluß große Schmerzen - kein Morphium half mehr ... das war auch für mich ein Schock; denn so hatten uns die Ärzte das nicht gesagt. Allerdings ist es auch eine Ironie des Schicksals. Hätte mein Vater diese Schmerzen nicht bekommen, wäre er niemals bereit gewesen zu gehen ...
Wie gesagt, die Krankheit wurde ignoriert. Doch der Mensch muss loslassen. Mein Vater war dann bereit zu gehen in Anbetracht seiner Schmerzen.

Ich kann Dich und Deinen Kummer nur zu gut verstehen und wenn Du über das schreibst was in Deinem Innern vorgeht, bringst Du es wirklich immer sehr auf den Punkt. Der der weiter lebt wird einfach ausgegrenzt; ins Mysterium können wir dem Angehörigen nicht folgen.

In Deinem Fall drückt Dich aber wohl eher die fehlende Vertrauensbasis - oder zumindest empfindest Du es so als wäre die Vertrauensbasis zu Dir gestört. Das kann ich gut verstehen. Ich gehörte ja auch nie wirklich dazu ... und das tut schon weh. ALlerdings geht es hier glaube ich, nicht um Dich - es ist wohl in der Schwiegermutter so verankert, dass Du zu den Kindern gehörst, dass Du bei den Kindern bleibst - wärend sie keine Kinder um sich haben möchte.

Das Dabeisein dürfen bei meinem Vater hat mir das Gefühl des dazugehörens vermittelt. Dieses Dabeisein hat aber noch viel, viel mehr getan ...
Es ist sehr bedeutend gewesen und es bedeutet mir noch immer viel.

Das Erlebnis selbst ist sehr tief gehend. Ängste und Schwächen kamen daher, Vorstellungen haben den Tatsachen ihren Platz räumen müssen ... und ich denke seither immer wieder ans sterben und setze mich mit dem Thema Tod auf eine ganz neue Art und Weise auseinander. Der Tod, das Sterben wurde zu etwas nahem, zu etwas, was mir auch passieren wird, zu etwas was zum Leben dazu gehört. Irgenwie "versöhne" ich mich mehr und mehr mit der Tatsache, dass es den Tod gibt; und ich wusste vorher nicht, dass ich mit dem Tod nicht versöhnt war.

Was die Empfindungen in dieser Phase Deiner Schwiegermutter betrifft, kann ich natürlich nichts aufkländes beitragen, da ich sie ja nicht kenne.

Aber wenn Du zum Thema sterben bzw. Sterbebegleitung eine Frage hast, beantworte ich sie Dir sehr gerne. Bin nämlich der Ansicht, dass vieles einfacher wäre - für alle Beteiligten - wenn darüber "normal" gesprochen würde.

Ich habe auch eine wurdervolle Frau kennen gelernt: Karin Leiter - sie ist a.kath. Pristerin, hat Krebs und spricht in ihren Büchern über das Thema Sterben und ihre Krankheit ganz offen. Es ist unfassbar welche Stärke diese Frau entwickelt hat und manchmal, wenn ich mir aus ihren Büchern etwas von dieser Stärke für mich "abzwacke" denke ich mir hinter her schon wie armselig es doch ist dass ICH mir von einer sterbenskranken Frau Kraft hole ...

Andererseits zeigt sie mir sehr schön, was alles möglich ist ...
http://www.karin-e-leiter.net/

LG Elladana
 
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Hallo liebe abendsonne,
ich habe es jetzt erst gesehen. Das Buch heißt "Liebe dich selbst, dann ist es egal wen du heiratest". Irgendwer hatte es weiter oben empfohlen, da habe ich es mir bei Ebay ersteigert. Es ist zwar nicht so toll, wie ich dachte, aber einige Dinge sind sehr interessant.
Eberesche
danke liebe eberesche

liebe elladana,
vielen dank für deinen wunderbaren und sehr nahe gehenden beitrag. fühl mich mit dir sehr verbunden auch angesichts deiner ganz persönlichen geschichte, denn so ich hast auch du einen nicht wirklich definierten platz in der familie (dein thread "familienlüge-lebenslüge"). bei mir ist die thematik zwar eine ganz andere, aber "dabei" bin ich auch nicht wirklich wo.... . ich denke, wenn man die wertigkeit, die sich für die menschen in bezug auf familie immer darstellt, betrachtet, dann weiß man, welches manko = in welchem ausmaß!! so ein entwurzelt-sein mit sich bringt.

ich denke bei meiner geschichte, dass ich sowieso immer auf die "heile-welt" bei der familie meines mannes geschielt habe... - und ihn irgendwie all die jahre be-neid-et habe. er hatte etwas, was ich nirgendwo hatte. . ich hab dadurch auch sehr viel erwartet von ihm, und auf ihn herabgeschaut: "bei so einem fundament hättest du ganz andere wege gehen müssen".

dann ist mir immer mehr bewusst geworden, dass die heile-welt bei seiner familie NUR fassade ist, schließlich mussten sie damit fertig werden, dass der sohn eben auf solchen abwegen (heroin) gelandet ist.... - und keiner hat je ein wort darüber verloren., das hab ich lange nicht gesehen.
auch bei all dem nachher nicht (alkohol, spielsucht.....) .

das wurde alles niemals angesehen, zumindest nicht angesprochen. ich hatte immer hochachtung vor so viel besonnenheit in der familie, dabei war es ja doch nur ein unter-den-teppich-kehren von problemen.

so wie in deiner familie nicht wahrheit geredet werden durfte, passierte es auch dort. auch ich musste völlig alleine fertig werden mit allem, weil man nur eitel-sonnenschein reden durfte.
Mein Vater erkrankte an Leberkrebs und starb daran im Jänner.
.....aus Deinen Schilderungen kann ich erlesen, dass die beiden doch Ähnlichkeiten haben. Mein Vater wollte nie jemanden belasten; er war sehr tuff ...
ganz genau so. und ich denke, die krankheit (auch lebermetastasen) ist das ventil nach außen, die entsprechung im außen, das indiz für all die eingehaltenen "emotional-verträge" (=ungeschriebene gesetze, nach denen sich viele richten, der schonung des anderen willens). die mutter meines mannes wollte ihrem mann ständig den rücken frei halten, und hat ihn, der so mitten in der öffentlichkeit stand, ständig geschont und ihm "jeden wunsch von den augen abgelesen". er hat bestimmt, und sie fügte sich "ihm zuliebe", fast immer zumindest. nicht aus unterwerfung, sondern aus liebe. damit hat sie sich selber aber vielleicht nicht gerade immer gutes getan.
mein mann sagt, die ehe seine eltern wäre für ihn vorbildhaft, sehr achtenswert, aber warum.....ist dann das alles passiert, was mit ihm passiert ist?? kann man überhaupt vom elternhaus ableiten?
...........
auf das muss ich echt irgendwann noch mal genauer eingehen.


.....- oder zumindest empfindest Du es so als wäre die Vertrauensbasis zu Dir gestört. Das kann ich gut verstehen. Ich gehörte ja auch nie wirklich dazu ... und das tut schon weh. ALlerdings geht es hier glaube ich, nicht um Dich - es ist wohl in der Schwiegermutter so verankert, dass Du zu den Kindern gehörst, dass Du bei den Kindern bleibst - wärend sie keine Kinder um sich haben möchte.
ich denke, mir hat es sehr wehgetan, die schwiegermutter vor dem sterben nicht mehr sehen zu können, weil ich ihr gerade in ihrer jetzigen lage sehr zugetan bin und sehr sehr bewundere, mit welcher tapferkeit sie alles auf sich nimmt und wie sie das alles trägt.
wie bei dir elladana in bezug auf deinen papa :clown:

.....und was dazu kommt: ich bin wütend gewesen (ich kann die emotion jetzt definieren!!!) auf den schwiegervater, weil ja ER wieder einmal mehr bestimmt hat über die anderen leute. es ist von ihm ausgegangen, "ohne kinder" war sein wunsch.

ich denke, ich rebelliere jetzt einfach gegen diesen unangefochtenen autoritätsstatus, mit dem der vater beehrt wurde. ich bin nicht die jenige, so wie all die anderen, die ihn mit uneingeschränkter akzeptanz alles leiten lässt. er ist ein guter mensch, aber dass GAR NICHTS angefochten wurde all die jahre, das hab ich nicht wirklich verstanden, dass man seine gefühle ihm zugunsten immer untermauern musste. wenn MICH etwas verletzt hat, dann musste ich es wegstecken, weil "er will ja niemanden was schlechtes". ich musste also ständig schlechte gefühle haben, weil ich anders als all die anderen schlechte gefühle gegen ihn hatte :clown:.

und so konnte es ev. der schwiegermutter auch manches mal ergangen sein, ich weiß es nicht.
Auch mein Vater hatte zum Schluß große Schmerzen - kein Morphium half mehr ...
heute nacht ging es ihr gottseidank besser...
Allerdings ist es auch eine Ironie des Schicksals. Hätte mein Vater diese Schmerzen nicht bekommen, wäre er niemals bereit gewesen zu gehen ...
ganz genau dasselbe hab ich meinem mann gestern auch gesagt, ja ich hatte genau den selben gedanken. vielleicht braucht sie die schmerzen, um gehen zu können, um sich zuzugestehen, gehen zu DÜRFEN,..... weil wie ich sie kenne, nimmt sie noch immer rücksicht auf ihren mann, der dann ohne sie zurückbleibt und das seiner ansicht nach nicht verkraftet.
Aber wenn Du zum Thema sterben bzw. Sterbebegleitung eine Frage hast, beantworte ich sie Dir sehr gerne. Bin nämlich der Ansicht, dass vieles einfacher wäre - für alle Beteiligten - wenn darüber "normal" gesprochen würde.
ja, das finde ich auch, es sollte nicht so viel tabuisiert werden, denn sonst ist man hilflos und ev. schockiert, so kann man sich einstellen auf das, was auf einem zukommt.


danke euch
abendsonne
 
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