AW: .... das Leben an mir vorbei???
noch einmal schnell- die krankheit- das kind.
ich kenne dieses korsakow- syndrom nicht, kann nur aus eigener erfahrung berichten.
mein vater, ein hochintelligenter mann, firmenchef- und ein trinker vor dem herrn,(eher säufer) hat uns einiges anzusehen gegeben zuhause, schlug(eher prügelte) uns, auch unsere mutter.
scheidung- damals- ein fremdwort.
irgendwie- keine ahnung- kam er dann in der eigenen firma(lederfabrik) mit giftstoffen in berührung, die einen leberschaden und im späteren verlauf eine zirrhose auslösten.(wurde relativ spät diagnostiziert)
er lebte bis ca 4 wochen vor seinem tod relativ normal, trank weiter, zeigte auch keine anzeichen geistiger verwirrung, oder ähnliches.
was ich damit sagen will, wenn die tochter von der sonne mit ihm mitgehen will, würde ich- auch als mutter(obwohl mir wirklich schwerfällt, mich in eine weibliche person hineinzuversetzen) sie davon nicht abhalten, sie würde sie verlieren.
sie MUSS ihrer tochter die möglichkeit geben, den vater zu begleiten.
wenn sich das beschriebene krankheitsbild einstellt, kann man sie sicher schnell zurückholen.
ICH wäre bei einer trennung(aus den beschriebenen gründen) NIE bei meinem vater geblieben, war aber froh, zum schluss bei ihm zu sein.
und- DAS ist wirklich ein thema- wo für mich der spassfaktor nicht gegeben ist.
gn
magnet
einfach nochmal
danke.
komplexes thema. ich denke, - gerade wenn man sich das alles so anschaut - es steht alles außerhalb einer möglichkeit, eine definitive entscheidung zu treffen und wir sollten es einfach auf uns zukommen lassen.
besonders der krankheitsaspekt macht mich ein bisserl hilflos.
man sieht ja, dass hier NICHTS einfach ist.
förderlich wäre für meine tochter aber - soweit ich das sehe - ein sofortiger schulwechsel
unter dem aspekt,
in die klassengemeinschaft JETZT eh nicht integriert zu sein.
vielleicht soll ja auch DAS der sinn sein der ganzen sache.
sie wäre vielleicht glücklicher dort.
dann bräuchte man auch nicht die wege morgens (ortswechsel) in kauf nehmen - stadt - land - und wenn sie dann bei mir schläft, dann kann ich sie mitnehmen in die stadt, wo sie dann zur schule geht.
ich arbeite einen halben kilometer daneben.
dann hätte mein mann auch tatsächlich DIE aufgaben, die ihn abhalten, ständig noch mehr in den kneipen herumzuflanieren.
nicht dass ich die tochter benützen möchte, um auf ihn aufzupassen, aber es wäre eine situation, wo eines dem anderen dienlich ist . er sagt ja auch, er braucht ein kind, das er ins bett bringen kann. er kann nicht alleine dasitzen die ganze zeit.
die schwierigkeit, das mit dem haus alles alleine zu managen, dürfte insofern auch nicht so gegeben sein, als ich auch vorher von seiner seite keine unterstützung hatte - bis auf die paar häferl abwaschen und die arbeitsflächen reinigen + küche und wohnzimmer aufräumen und schnell den gröbsten dreck zusammenkehren, hat er im innenbereich wie gesagt nichts getan. keinen keller zusammenräumen, nichts. auch nichts seit er daheim ist.
draußen - rasen, hecken, werde ich wohl fremdvergeben bzw. wir helfen zusammen. ich wasch ihm dafür die wäsche.
mit dem geld muss ich dann wohl anders haushalten, gerade die letzte zeit, wo ich irgendwie genug geld hatte, saß es sehr, sehr locker. man kann sich ja der kleidungsstücke bedienen, die man daheim hat, sie sollten eh mal geschätzt werden und man braucht nicht immer neues dazuerwerben. kochen brauch ich nicht, die kinder gehen in der schule essen. also dürften die kosten eh reduziert sein. ich selber brauch so gut wie nichts. ein auto hab ich mir ja auch bereits (vorsorglich?) angeschafft. es wird alles eine neue herausforderung.
mein wegdrängen hab ich nicht mehr so.
vielleicht bin ich dann noch lieber daheim.
meine ängste sind daher jetzt weniger im logistischen, sondern in erster linie darin begründet, dass da doch noch was da ist zwischen meinem mann und mir - und dass halt dann ev. das böse erwachen kommt, wenn einer dann in eine neue beziehung geht. oder einfach nicht mehr da ist. DIESE gefühle DANN kann man ja nicht steuern. es wird mir auch ev. weh tun, wenn er einfach wegfährt, wann er mag und kommt, wann er mag. ER kann das ja dann steuern. vielleicht müssten wir auch dahingehend eine regelung finden, denn sehen werden wir uns definitiv noch über das kinder-"tauschen" hinausgehend. da kanns dann nicht sein, dass er da ist wenns ihn freut und dass er einfach geht, wenns ihn nicht mehr freut.
momentan hab ich echt genug von männern - auch seine annäherungen mag ich nicht so annehmen - und möchte meinem enormen wunsch, endlich mal mehr für die kinder da sein zu können, nachkommen.
so ganz einschätzen kann ich das alles noch nicht, bin ein bisschen ----- sprachlos in anbetracht dessen, was da so vor sich geht.
denn
schließich wollte ja ICH ausziehen und hätte nur mehr warten müssen bis november, dezember. bis dorthin hätten wir anschauen können, obs vielleicht doch noch passend wird. er hats mir so wenig geglaubt wie IHR und deshalb ist jetzt ER gegangen. bzw. er ergreift seine chance, die sich ihm jetzt bietet.
????????????????
lg