hallo, ich beantworte keine fragen, will nur an alle frauen da draußen, die da mit dem gedanken zu spielen, sich AUCH zu trennen,eine botschaft übermitteln: wenn ihr ein halbwegs vernünftiges exemplar von mann zu hause habt, der nicht gewalttätig wird und nicht grenzenlos herumschreit, der euch vielleicht sogar betrügt, aber vielleicht sogar sticker-bücher von euren kindern sammelt: tut es nicht, das mit der trennung. diese hochgepriesene sache, dass alles viel, viel besser wird, ist ein trugschluss, der von frauen kommt, die sich einreden, dass alles ach-so-toll ist
oder die das mit den kindern einfach viel besser wegstecken können, weil sie ein unterstützendes familiäres oder sogar freundschaftliches umfeld haben
oder die so hart abgrenzen, dass das kind viel besser die chance hat, sich ans neue leben gewöhnen (=die beziehung vater/kind einfach kappen und auf zwei tage in vierzehn begrenzen),
oder die schlicht und einfach alles viel besser im griff haben als ich.
ich schlag mich jetzt nicht mehr mit den "problemen" eines für sich erwachsenen menschen herum, sondern viel schlimmer, ich muss mich jetzt echt mit den dramen der kinder auseinandersetzen, die da mir ins gesicht sagen, es wäre besser, ich würde nicht existieren (kind= 7 jahre), die mir sagen, sie würden diese wohnung, wo sie jetzt sein müssen, hassen ("das ist die deppertste wohnung, viel depperte als die ganze welt"), die alles fast zwei monate fast bravourös weggesteckt haben (der 7-jährige), wo es dann aber doch hochkommt, wie es tatsächlich in ihnen aussieht, die dann bei 7 grad am morgen im regen barfuß und ohne jacke einfach davon laufen in den angrenzenden wald, weil sie von der schwester, die auch nicht fertig wird mit dem allen eins rübergezogen bekommt, der dann eine halbe stunde einfach verschollen ist,
kinder, die ihren kummer einfach wegstecken, wenn neue hamster im labyrinth des alten bodens gefangen sind (kind 14 jahre) oder zugelaufene katzen wieder weglaufen, und die dann wegen jeder andern kleinigkeit aber in tränen ausbrechen und dir dann sagen, du hättest einen "riesen scherer in deinem kleinen gehirn" und sie würden dich hassen.
ja, so ist das mit uns geworden, und könnte ich die zeit zurückdrehen, ich würde es tun und - mit DIESER erfahrung jetzt - sang und klanglos alles akzeptieren, was sich sonst so geboten hat, denn das drama mit den kindern ist durch vieles noch zu überbieten, dennoch drama genug.
ich würde das nächste mal jedenfalls warten, bis der angriffspunkt "schule" nicht mehr da ist, man verliert völlig den überblick durch das ganze hin und her, und ich würde erst DANN gehen, wenn die kinder heraußen sind und selbständig sind.
das ist MEINE erfahrung, und wenn all die anderen frauen hier andere erfahrungen gemacht haben, dann möchte ich sie beglückwünschen. DAS alles mitzumachen,was sich bei uns abspielt, ist alles andere als lustig. von den mann-tirraden "dann verkaufen wir halt das haus" und dann spinnen, wenn ich es in die wege leiten würde, ganz abgesehen. und von den dingen, die mich noch immer täglich in konfrontation lassen.
und noch was: die leute???? die vermeintlichen freunde???
die sind weiter weg als sie es jemals waren. ein, zwei, drei - und dann ist es schon aus. in der zeit, wo ich alles zu bewerkstelligen hatte, ist mir das gar nicht aufgefallen. aber JETZT.
es kratzt einfach niemanden, ob du untergehst oder nicht. warum denn auch??
danke aber an die ganz, ganz wenigen, die da sind. ist jetzt eine mentale botschaft für mein reales leben. und wenn die ganze welt auf mich pfeift, hab ich immer noch mich.
leider bin ich in begriff, die kinder zu verlieren, wenns so weitergeht.
das ist der schlimmste preis, den man bezahlen muss.
wenn die kinder nicht wären, würde ich es aber keine sekunde bereuen, mich getrennt zu haben.
sonderbarer weise auch so nicht. weil ich eben hier BIN - und es mir auch gefällt.
weil ich das glück hatte, es nicht besser erwischen zu können.
aber - würde ich noch mal mit DIESEN erfahrungswerten jetzt entscheiden müssen:
nein, nichts mehr mit auseinander-gehen.
abendsonne
lg