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Fremdgehen

Dieses Thema im Forum "Untreue, Fremdgehen,Seitensprung,Dreiecksbeziehung" wurde erstellt von Hortensie, 26 Juli 2006.

  1. Hortensie

    Hortensie Well-Known Member

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    Hallo?
    Angeregt durch die Antwort von Suse https://www.lebensfragen.com/forum/showpost.php?p=196785&postcount=6
    in weltenseeles "betrügt er mich"-Thread. Stelle ich mir doch wieder die Frage: Warum wird fremdgegangen? Warum kann ich mich nicht entscheiden: Entweder eine Beziehung oder Single und ich kann machen was ich will?
    Warum funktioniert das nicht?
    Die meisten (nur nach außen?) möchten gerne eine monogame Beziehung führen. Meist ist es nur ein Teil. Es ist jetzt egal ob Frau oder Mann, ich denke da tun sich beide nicht viel... Ein Teil möchte monogam und der andere....ja, was möchte der?
    Ein gemütliches Heim, mit einer/m Frau/Mann, die auf sie/ihn wartet und nebenbei das was Spaß macht? Sich nicht für eines entscheiden können?
    Sicher gibt es auch Beziehungen, in denen beide die sexuelle Freiheit nebenbei geniessen, selten funktioniert das super. Meist ist da einer, dem das doch nicht so recht passt, doch der seinen Partner halten möchte und sich erst einmal darauf einlässt. Ich möchte auch nicht diskutieren ob der Mensch jetzt monogam oder polygam veranlagt ist.
    Ich habe z.B. einen Bekannten, der ist nicht gebunden - er möchte halt vielen Frauen etwas geben - nicht nur einer. Das finde ich z.B. okay. Er hat sich entschieden. Dann kenne ich eine höherklassig spielende Fussballmannschaft...von denen fast alle fest liiert sind. Einmal im Jahr gibt es eine große Party - davor wird erst mal regelmäßig Stress mit den Partnerinnen angefangen, damit man auf der Party solo ist und mit anderen Mädels poppen kann. Hast du dort keine nebenbei, bist du ein "Warmduscher"...naja und damit man(n) nicht als so etwas gilt - geht er halt fremd.
    Mir geht es wie schon in meinem anderen Thread weniger um das Fremdgehen an sich, als darum einen anderen Menschen zu verletzen. Ich glaube schon, dass ein Großteil der Leute viel an seinem Partner liegt - doch warum verletzen sie die Partner trotzdem?
    Zum einen ist es ja auch oft so, dass diese Partner, die fremdgehen sehr eifersüchtig sind. Das verstehe ich z.B. auch nicht. Sie müssten dann doch wissen, wie der Betrogene sich fühlt - warum wertschätzen sie ihren Partner so wenig?
    Ich denke das Leben ist zu kurz um es sich so schwer zu machen.
    Einige werden sicherlich sagen, das Leben ist zu kurz um es nur mit einem Menschen zu verbringen...
    Es interessiert mich einfach. Auch wenn wieder Stimmen kommen, was mein Anteil hieran ist. Das ist völlig egal - ich finde dieses Thema sehr interessant. Und wenn ich die vielen Threads über Eifersucht, Fremdgehen etc. lese - interessieren sich doch viele dafür. Ich möchte einfach mehr darüber wissen.
    Die Folgen davon sind ja nicht zu übersehen: Emotionale Vereinsamung, Verlust- und andere ängste, Gefühlskälte, verwirrte Kinder, heruntergesetzte Hemmschwelle, Vertrauensverlust (in viele Dinge) wer weiß was noch alles. Wir beklagen uns über die Verrohung und haben es im Prinzip uns doch selber zuzuschreiben.
    Penelope
     
  2. Suse

    Suse Well-Known Member

    Liebe Penelope,

    Deine Frage und Dein Posting sind sehr interessant und ich denke da werden viele Antworten kommen, auf die ich selbst schon sehr gespannt bin. Bevor ich meine Meinung dazu schreibe, möchte ich noch eins "draufsetzen".

    Warum verletzt uns Fremdgehen so sehr? Warum tut es weh wenn mein Partner außerhalb der Beziehung Sex gehabt hat? Bezieht sich das eigentlich "nur" auf Sex? Die Frage klingt vielleicht banal aber ich habe mich das schon oft gefragt. Ist es nicht weitaus verletzender, wenn Gemeinsamkeiten, Unternehmungen, Spaß, gute Gespräche, gemeinsames Essen usw mit einem anderen Menschen gleichzeitig unternommen werden als "einfach" nur Sex? Sex ist wichitg, keine Frage, aber liegt das vielleicht in den viel zitierten Genen?
    Ich will Penelopes Frage nicht verzerren, aber vielleicht gehört das zusammen.
     
  3. Hortensie

    Hortensie Well-Known Member

    Ja Suse, ich denke schon das gehört zusammen. Bir mir persönlich ist es nicht so, daß mich das Fremdgehen verletzt hätte. Damit alleine wäre ich schon klargekommen. Das Lügen und Hintergangen werden hat mich verletzt.
    Da ist für mich keine Basis mehr für eine Beziehung. Das Vertrauen in den Partner ist weg. Unehrlichkeit ist keine Basis für eine Beziehung.
    Was du oben beschreibst ist die Angst den Partner zu verlieren... dabei ist es glaube ich egal ob es jetzt um Sex geht oder nicht. Ich habe einen Bekannten, der behauptet wenn Frauen und Männer sich öfter treffen, kann das niemals nur rein Freundschaftlich sein - irgendwann wird es auf das Eine hinauslaufen... Ich weiß nicht, ob das wirklich so ist. Ich hatte vor ein paar Jahren eine nette Freundschaft mit einem Mann, ich konnte mich sehr gut mit ihm unterhalten, wir haben viel unternommen und hatten viel Spaß. Von meiner Seite aus war da "nur" Freundschaft...aber von seiner Seite, denke ich im nachhinein, hat er sich manchmal mehr erhofft. Vielleicht ist doch etwas dran.
    Penelope
     
  4. charlt.brosnan

    charlt.brosnan Active Member

    Ich habe lange über diese Dinge nachgedacht, und ich habe alle Antworten gefunden. Die letzte Antwort jedoch ist die Intelligenz. Nur wer intelligent ist kann eine sinnvolle, aufbauende und liebevolle Beziehung führen.

    Wer betrügt, lügt, hintergeht, reinlegt und trickst ist unreif und unterentwickelt und schädlich für die Gesellschaft und die nächste Generation.

    Und Leute die mit Betrügern und Lügnern Beziehungen eingehen sind geistig, seelisch unterentwickelte Personen welche schädlich sind für das Ganze.
     
  5. Hortensie

    Hortensie Well-Known Member

    Hi charlt.brosnan,
    von welcher Intelligenz redest du? Ich habe z.B. ein Beispiel eines Fremdgehers - er ist sehr intelligent ....ich denke jedoch seelisch (aufgrund seiner Familienverhältnisse) ist er verkrüppelt...auch seine Frau ist intelligent...wo ist sie jetzt seelisch od. geistig unterentwickelt??
    Ich weiß schon, was du meinst...doch es ist nicht ganz stimmig.
    Penelope
     
  6. charlt.brosnan

    charlt.brosnan Active Member

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    Du kannst nur mehr darüber lernen, wenn Du erstmal lernst die Wahrheit anzunehmen. Das heisst Du musst das akzeptieren was stimmt, auch wenn es Dir nicht passt. Da bist Du noch nicht. Meiner Ansicht nach wirst Du dort auch nie ankommen.

    Um alles zu verstehen muss man auch alles mit einbeziehen, also müsste man erstmal fragen: Was ist der natürliche Sinn einer Partnerschaft?

    Diese Frage muss als erstes beantwortet werden, ansonsten wirst Du die anderen Fragen niemals beantwortet bekommen.
     
  7. charlt.brosnan

    charlt.brosnan Active Member

    Der natürliche Sinn einer Partnerschaft zwischen einem Mann und einer Frau sollte sein das Leben zu erhalten, zu fördern und den Menschen von Generation zu Generation zu verbessern.

    Die Grundlage dafür war seid jeher die Familie. Die Grundlage zur Verbesserung des Menschen war die Weitergabe des genetischen Codes (Selektion) und die Weitergabe von erworbenem Wissen.

    Es musste also so sein das eine möglichst gute Frau Kinder mit einem möglichst guten Mann bekommt. Je intelligenter und besser die Partner waren, desto intelligenter und besser die Kinder, und desto besser die Absicherung des Lebens , der Weiterentwicklung, der Familie.

    Jahrtausendelang wurde das Alles abgesichert, indem ältere Personen bestimmten wer zusammen kam. Ältere Leute wie z.b. die Eltern oder das Dorf wussten mehr als die jungen Leute, daher bestimmten sie welchen Mann eine Frau bekam. Das hat immer gut funktioniert, bis die Emanzipation der Frau kam, ab da hat es nicht mehr funktioniert.

    Warum nicht? Weil Frauen in der Evolution nicht lernen brauchten welche Männer gut und welche Männer schlecht sind, denn sie wurden ja einfach an Männer vergeben und das seid der Steinzeit bis fast heute (Indien z.b.).

    Seit Frauen sich ihre Männer mehr oder minder selber aussuchen können, erkennt man das sie dazu von Natur aus nicht fähig sind. Frauen entscheiden sich ständig falsch, ziehen Trinker und Lügner und Ehebetrüger vernünftigen Männern vor usw.
     
  8. Suse

    Suse Well-Known Member

    Liebe Penelope,

    ich glaube auch, daß mich das Fremdgehen ansich, also die Aktion nicht so verletzt wie Tatsache oder die Ursache warum das passiert.
    Es ist das Hintergangen werden was weh tut. Wie Du auch geschrieben hast.
    Ich habe auch einen "Busenfreund". Nie könnte ich mir vorstellen mit ihm eine Beziehung zu haben, aber Pferde stehlen, das kann man wirklich gut mit ihm.
    Aber ich weiche vom Thema ab...
    Fremdgehen...ist es der Reiz etwas Verbotenes zu tun? Der Reiz in eine andere Welt abzutauchen, mal wieder auf die Pirsch zu gehen, und schauen ob es noch klappt...?
     
  9. charlt.brosnan

    charlt.brosnan Active Member

    Das erste mal seid Aufzeichnung der Bevölkerungsintelligenzwerte ist die Intelligenz der industriellen Bevölkerungen gesunken. Das kommt mit dadurch das Frauen seid der Emanzipation dumme Männern bevorzugen. Frauen bevorzugen dumme Männer, da sie vor intelligenten Männern Angst haben.

    Bei einem intelligenten und charakterstarken Mann der nicht betrügt und lügt kann sie nicht die große Dame spielen und kann auch keinen auf emanzipiert machen. Sondern bei einem charakterstarken Mann muss sie dies alles wirklich sein. Da sie es aber nicht ist, zieht sie den dummen und schwächlichen Mann (Betrüger, Lügner, Trinker etc.) vor, dennd er ist noch schwächer als sie selber, und sie merkt dann nicht wie schlecht sie ist.
     
  10. charlt.brosnan

    charlt.brosnan Active Member

    Daher z.b. auch der Klimawandel. Eim negativer Klimawandel ist nur möglich, wenn dumme Menschen am Werke sind. Würden die industriellen Nationen von intelligenten Menschen bevölkert sein, dann würde es keinen Klimawandel geben.

    Ende der 60ger und Anfang der 70ger ging man davon aus das sich die angeblich emanzipierten Frauen mit intelligenten und guten Männern paaren. Das war aber falsch. Es begann schon in den 60gern und zeichnete sich ab, denn schon die 60ger Jahre Frauen begannen sich damals in der Flower-Power-Zeit mit Drogenkonsumenten, Alkoholikern und Alkoholtrinkern, Obdachlosen, Hausbesetzern, Lügnern und Betrügern und sogar teilweise Kriminellen (Dealern) zu paaren.

    Das ging dann so weiter. Das Dumme wurde immer stärker vermehrt, und heute haben wir grosse wirtschaftliche, ökologische und politische Probleme die nicht mehr gelöst werden können da sich dumme Menschen vermehren konnten.
     
  11. charlt.brosnan

    charlt.brosnan Active Member

    Die intelligenten Männer hatten ab da bei Frauen schlechte Karten, da intelligente Männer auch immer ehrlich und stark sind und Charakter haben. Das hatten die Frauen nicht so gerne, da sie dann erkannten das sie nicht so toll sind.

    Ja das ist mal so kurz angerissen die ganze Geschichte und das Problem. Klar hatte die Menschheit immer Probleme, aber sagen wir mal so: Die Frauen haben der Welt den Rest gegeben, und nun ist bald Schluss! :)

    Die Alten aus dem Mittelalter und aus den Vorzeiten wussten bald mehr über Frauen als wir heute. Hätte man denen erzählt das Frauen nun machen dürfen was sie wollen, dann hätten die gefragt ob wir verrückt geworden sind. Man muss sich mal bewusst machen das Frauen bewusst in den letzten 30 Jahren mehr Kinder abgetrieben haben als in Zwei Weltkriegen an Menschen ums Leben kamen. Denkt man über sowas nach wird einem einiges klar.

    Man muss wenn man solche Fragen wie Du beantworten will alles mit einbeziehen und auf die wahren und logischen Verhältnisse schauen, und diese innerlich annehmen können. Das wirst Du nicht können!
     
  12. Lucille

    Lucille Well-Known Member

    Ich habe keinen Lügner und keinen Betrüger geheiratet.
    Das ist er erst geworden, nachdem irgendwann einmal seine innere Botschaft an sich selbst gelautet hat:
    "Ich krieg nix im Leben, ich komme zu kurz. Meine Partnerin (also ich) ist
    ein Störfaktor bei meiner Glücksmaximierung".

    Ich selbst habe mich jedoch noch nie als "Schädling für das Ganze" betrachtet, höchstens als nicht kompatibel mit einem gewissen Menschen,
    den ich zufällig geliebt habe.

    Das Thema des Hintergehens, Lügens, Betrügens - auf der systemischen
    Ebene betrachtet scheint es so zu sein, dass man (unbewusst!!) immer einen
    Partner sucht, mit dem man das Verhaltens-Muster seiner Herkunftsfamilie
    wiederholen kann. Das heißt, der Partner muss die "richtige" Plattform dafür bieten, denn wir leben in Resonanz zueinander.
    Das mitunter fatale Muster wiederholt man so lange, bis man sich dessen bewusst ist, dass man eben genau so agiert wie es vorgelebt wurde.
    Ab diesem Zeitpunkt kann man dann auch den Kreislauf unterbrechen und,
    im wahrsten Sinne des Wortes, authentisch werden.

    Klingt alles sehr theoretisch, ist trotzdem recht lebensnah.

    LG
    Karin
     
  13. timmi

    timmi Well-Known Member

    Hallo,

    was heißt hier "natürlicher Sinn einer Partnerschaft". So'n Schwachfug? Du selbst kannst - aus meiner Sicht - für Dich definieren, was für Dich der Sinn einer Partnerschaft ist. Eine allgemeingültige Definition über Sinn einer Partnerschaft wäre jedoch der größte Unsinn. Dann landen wir bei Fortpflanzung und Erhaltung der Art, bei Familienfürsorge etc.

    Aber Du hast insoweit Recht, dass genau davon, wie jeder für sich seine Partnerschaft definiert, abhängt, wie genau es mit dem "Treueversprechen" aussieht.

    Fakt ist, das die beiden Partner sich leider über solche grundlegenden Dinge oft erst dann Gedanken machen, wenn eine Krise ansteht. Ich glaube sogar, dass sich viele Menschen überhaupt keine Gedanken theoretischer Art machen, was für sie in einer Partnerschaft besonders wichtig ist. Ich selbst nehme mich da für einen großen Teil meines in Beziehungen verbrachten Lebens nicht aus.
    Es gehört eine gewisse Reife dazu, ein Wertebild zu schaffen und dann danach zu leben und in Situationen, die sich zu Problemen ausweiten könnten, rechtzeitig abzudrehen. Das ist sicher auch eine Intelligenzfrage. Ich glaube aber nicht, dass Menschen mit geringem Bildungsstand - der ja auf Intelligenz aufbaut (i.d.R.) - öfter fremdgehen als Hochqualifizierte. Die Fremdgeherei geht doch schon bei vielen, trotz fester Beziehungen und zu Hause wartender Partner, im Studium los. Da fehlt z.B. die Reife für die Aufrechterhaltung einer monogamen Beziehung - so diese dann als monogame Beziehung gedacht ist.


    Für mich ist ein ausschlaggebender Grund für's Fremdgehen folgender:

    Vorranstellen möchte ich als These, dass die wenigsten Menschen am Anfang ihrer Beziehung fremdgehen und die wenigsten überhaupt jemals von sich selbst gedacht hätten, dass sie irgendwann einmal fremdgehen würden. Trotzdem passiert es.

    Aber es passiert erst, wenn die Verliebtheit nachgelassen hat, wenn der Partner, mit dem man zuammenlebt nicht mehr täglich zeigt, wie sehr er Dich liebt, begehrt und wie toll Du bist. Es fehlt Stück für Stück an Anerkennung, Aufmerksamkeit, an Komplimenten, an Zärtlichkeit. Das ist leider oft der Fall, beidseitig selbstverständlich. Anfangs küsse ich meinem Angebeten die Füße und später ranze ich ihn an, dass er gefälligst seine Latschen odentlich hinstellen soll... "Ich übertreibe schamlos".
    Dieses Defizit ist da, bei vielen bewusst, bei den meisten eher unbewusst, die leben aus Gewohnheit in Beziehungen und machen sich keine Gedanken. Die allerwenigsten sprechen so etwas rechtzeitig an und machen sich schon zeitig darüber Gedanken, wie sie die Liebe frischhalten können. Wieviel Achtung sie vor dem Partner haben und wieviel wert ihnen Ehrlichkeit ist.

    So, dass ist der Ausgangspunkt. Und dann kommt es zu Situationen, wo einer der Partner die Aufmerksamkeit und Freundlichkeit eines anderen Menschen plötzlich ganz deutlich spürt. Da gibt es Komplimente, da hört jemand wieder zu, auf einmal ist alles ganz anders. Du empfindest wieder etwas, es fängt an zu kribbeln und Du weißt ganz genau, dass ist der Anfang von etwas Verbotenem - aber Du hörst jetzt nicht auf, weil es doch so schön ist, sich wieder einmal begehrt zu fühlen, zärtlich berührt zu werden. Und schon ist es passiert - wenn die Gelegenheit günstig war.
    Sicher macht es dann noch einen Unterschied, ob aus so einer Begegnung ein One-night-stand wird oder eine längere außereheliche Beziehung. Ich habe beides erlebt und "bin doch nicht blöd". Mit so einem one-night-stand, wo bspw. auch Alkohol oft eine Rolle spielt, kann sicher auch jemand, der sich für einen treuen Partner hält noch gut klarkommen, mit der längeren Beziehung sieht es anders aus. Ich habe mich, nachdem mir das passiert ist, vom Partner getrennt und mit dem Anderen weitergelebt.

    Viele sind einfach zu feige vor der Entscheidung, genießen den neuen Partner, wollen aber ansonsten keine Verantwortung übernehmen. Da ist es so, wie Charlt. Brosnan hier oder anderswo gesagt hat - dazu gehören die Partner, die sich belügen lassen - ich würde sagen, die das Spiel mitspielen und auch der oder die neue Partner/in (ich schreib' mal als Frau) die weiß, dass sie zu einem Amüsement degradiert und auch das hinnimmt. Es ist so, dass diese Frauen (ich gehörte auch dazu) natürlich immer die Hoffnung haben, dass der Mann sich mal trennen wird, und die ewig verstenden sind, warum das gerade nicht geht. Sie lassen sich also bewusst belügen und deuten klare Signale, die auf Weiterführung der Ehe gerichtet sind, als Hilflosigkeit und Tugend seitens des Fremdgehers. Und die Ehefrau ist in den meisten Fällen auch nicht so ahnungslos, wie der Mann glaubt. Sie nimmt es hin, weil auch sie keine Trennung will und alles zu kompliziert wird oder geht dann selbst fremd. Das geht so lange, bis einer diese Lügengespinste, diese selbst auferlegten Spielregeln verletzt und ausbricht.
    Uff, das war jetzt aber viel. Aber da kommt eben die eigene Geschichte immer wieder durch.

    Der Auslöser vom Fremdgehen ist aus meiner Sicht klar. Für chronische Fremdgeher, die auf Eroberungen aus sind, wechselnen Sex suchen und Abenteuer habe ich Null Verständnis. Solche Menschen sollten allein bleiben oder sich trennen, falls sie zu spät merken, dass sie immer untreu sein werden und ihr Partner darunter leidet. Zu dem Thema kann ich nicht mehr als meine Meinung sagen.

    Im Übrigen nochmal zur Intelligenzfrage, ich habe schon oft festgestellt, dass in einfachen Kreisen solche Werte wie Treue noch viel unumstößlicher zu den Festen einer Beziehung zählen. Da gibt es nicht so viel "selbstverwirklichendes Verständnisgeschwafel". Diese Ehe halten u.U. länger als die von Medizinern und Anwälten.

    L.G.

    Timmi
     
  14. Lucille

    Lucille Well-Known Member

    Liebe Penelope,

    wie auch Suse richtig sagt, tut das bewusste Hintergangenwerden so unglaublich weh.

    In kommunikativen Momenten lieferte mein (Ex)Mann mir die ganz banalen
    Gründe, die ihn dazu veranlasst hatten, ein Verhältnis einzugehen. Obwohl ich der Meinung gewesen war, ich würde seinen Anforderungen so ziemlich entsprechen, wurde ich eines Besseren belehrt.

    - er wollte wieder angehimmelt werden

    - er wollte bewundert werden für seine beruflichen Erfolge inkl. Porsche & Co.

    - er sagte, er sei schliesslich ein fescher Mann und es sei nur allzu
    verständlich, dass eine junge, ebenfalls fesche Frau sich zu ihm
    hingezogen fühlen würde, das würde einfach "passen".

    - ich würde ihn in seiner intelektuellen Entwicklung bremsen

    - sie würde zu schätzen wissen, was er ihr bieten kann

    - er musste die Schmetterlinge im Bauch wieder fühlen

    - der Reiz des Verbotenen war eben ... reizvoll

    - er würde mit ihr ganz neu durchstarten können --> neue Familie gründen,
    neues Haus mit ihr bauen, neue berufliche Perspektiven entwicklen, bei
    denen sie ihn voll unterstützen könne

    - er könne durchaus 2 Frauen lieben (also mich und seine Freundin), aber
    er müsse sich eben auch entscheiden können

    - das mit mir kann doch nicht alles gewesen sein

    Alle diese Aussagen hat er so von sich gegeben. Da ich leider mit relativ
    wenig Selbstwertgefühl ausgestattet bin, habe ich jedes einzelne Wort auf
    mich bezogen anstatt seinen Anteil bei ihm zu lassen.

    Wider alle Erkenntnisse: es hat verdammt weh getan, tut es immer noch,
    obwohl inzwischen ein paar Jahre vergangen sind.

    LG
    Karin
     
  15. Lucille

    Lucille Well-Known Member

    Liebe Andrea,

    unsere Beiträge haben sich überschnitten, deiner verifiziert genau die
    Begründungen von meinem Mann. Stimmt so, wie du es siehst.

    Das, was ich angeführt habe, hast du sehr richtig umrissen mit der Erklärung
    der Defizite, die im Laufe der Zeit innerhalb einer Partnerschaft entstehen.

    Die Arten der Defizite sind zwar unterschiedlich, haben jedoch, denke ich,
    immer etwas mit "angenommen werden" zu tun. Sei es im Äußeren, sein es
    hinsichtlich innerer Werte. Oft beides.

    Wenn man diesbezüglich vom Elternhaus stabilisiert in's Leben entlassen wird, dann kommt es nicht zu solchen oft dramatischen Eklats.

    LG
    Karin
     

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