mich leben - ihn (sie) leben lassen in beziehung

Wasserfall

Well-Known Member
dieser thread hier ist von mir zum allgemeinen diskutieren zum thema gedacht, ohne persönliche lebensgeschichte im zentrum. hier soll nicht ein mensch mit seinem thema und seine unterstützung damit im zentrum stehen, sondern das thema an sich......und alle mit ihren erfahrungen, meinungen zum thema.

zu allem, was zum thema gehören kann.
was dazu gehört,...was besonders wichtig ist....was besonders schwierig scheint....
einfach zum austauschen dazu.

mal sehen...würde mich freuen, wenn zum thema an sich vieles in schwung kommt.
 
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Strandläufer

Well-Known Member
AW: mich leben - ihn (sie) leben lassen in beziehung

Wir sind ja hier auch in einer Art Beziehung und mir fällt, ähnlich wie Laura auf, dass ich diese Wasserschwallartigen Ergüße von Dir kaum ertrage. An erster Stelle in dieser Threadüberschrift steht wieder "mich leben".

Blöder Weise habe ich garnicht das Bedürfnis soviel von meinen,manchmal ebenso verworrenen Gedankengängen, hier niederzuschreiben. Dafür habe ich mein Tagebuch.

Manchmal fühle ich deine Threads wie einen riesigen, unendlichen, nie leer werdenden Abfall, der ausgekippt wird.
Wie lange hast du geschwiegen, dass sich soviel angesammelt hat?

Ich finde es schon gut, dass du das tust, weil es richtig ist all den Ballast irgendwo abzulassen. Aber als Gesprächspartner bist du für meine Begriffe echt nicht geeignet, deshalb lese ich auch das was du schreibst nur sehr sehr selten und nach ein paar Zeilen wird es mir einfach zu anstrengend.

Warum ich das schreibe?
Weil das unsere Forumsbeziehung angeht und im Tagebuch nicht gelesen werden kann. Weil ich das Bedürnis hatte es dir zu schreiben, dir ein Feedback zu dir geben will. Weil ich herausfinden will, warum ich so genervt auf deine Ergüße reagiere. Weil mir das ab und zu immernoch passiert, dass ich mich durch Menschen genervt fühle, die meiner Meinung nach zu ausführlich in ihren Erzählungen werden. Weiß der Geier, vielleicht finde ich das über diesem Weg hier heraus.
LG
Elke
 

Wasserfall

Well-Known Member
AW: mich leben - ihn (sie) leben lassen in beziehung

hallo Elke !

Wir sind ja hier auch in einer Art Beziehung

seh ich auch so. wie wir aufeinander zugehen, das alles ist für mich auch art der beziehung zwischen z.b. uns zwei als menschen
deshalb passt das jetzt auch hier im thread für mich, weil da unter anderem das thema "miteinander reden" drin steckt für mich. wir und auch im allgemeinen.

steht wieder "mich leben".

ja, so wie es anfangs gemeint war, im anderen thread. dass jeder sich ins "mich" einsetzt und dann eben andere beim du. wer das auch immer dann ist. hat aber nicht geklappt (und wenn du magst, schau mal am anfang. da sollte das auch noch allgemein bleiben. schien aber kein thema zu sein, für viele andere. oder vielleicht nicht allgemein, sondern eben in eigenen threads).

hier steht im weiteren text ganz klar, wie es gemeint ist und bleiben soll.

Weil das unsere Forumsbeziehung angeht und im Tagebuch nicht gelesen werden kann

das haben wir schon mal gesprochen. wegen der grossen textmengen. das glaub ich dir aufs wort, dass das nicht einfach ist.

als Gesprächspartner bist du für meine Begriffe echt nicht geeignet, deshalb lese ich auch das was du schreibst nur sehr sehr selten und nach ein paar Zeilen wird es mir einfach zu anstrengend.

als gesprächspartnerin sehe ich mich tatsächlich mehr in den threads der anderen. da geht es für mich um sie und deren themen im zentrum.

wenn es um mich und mein thema geht, also meine heilung zu manchem in meinem zentrum, kommt viel text. da lasse ich mich mehr (viel *g*) reden und schaue wenig(er) aufs zu hören.

Weil mir das ab und zu immernoch passiert, dass ich mich durch Menschen genervt fühle, die meiner Meinung nach zu ausführlich in ihren Erzählungen werden. Weiß der Geier, vielleicht finde ich das über diesem Weg hier heraus.

ich finds toll, dass du dich dem thema stellst. ich möchte das ganz ehrlich auch tun.

mir gehts in "realen" gesprächen so. also da, wo nur einer reden kann, weil gleichzeitig....und wie wäre das dann mit zuhören ?
wenn dann fast immer überwiegend der/die eine redet....und gar nicht merkt, dass der/die andere auch etwas sagen will.

mich nervt z.b. auch die art, dass in vielen gesprächen gar nicht versucht wird, wirklich zu zu hören. verstehen zu wollen, was der/die andere sagen will.
mir ist es da wichtig erst mal raus zu finden: was ist dir ! da wichtig zum thema, das du gerade erzählst. was ist da in dir und was möchtest du für dich ändern ?

wie gehts dir da in realen gesprächen ? (das hier ist auch real, aber weisst eh, wie ich mein. wir könnten wenn wir wollen hier gleichzeitig schreiben und auch gleichzeitig zuhören durch gut lesen dann).

ganz liebe grüsse an dich !

Wasserfall
 

Strandläufer

Well-Known Member
AW: mich leben - ihn (sie) leben lassen in beziehung

Hi Wasserfall,
also erstmal einen Effekt hatte das Ganze. Ich fühle mich befreiter.
Komisch, oft schreibe ich eher verhalten und bemühe mich um einen mehr umschreibenden Ausdruck, anstatt einfach mal zu schreiben was mir gerade durch den Kopf geht oder eher was mein Gefühl mir eingibt.
Oft entsteht aufgrund irgend eines Posts bei mir ein Gefühl der Ablehnung, Wut oder Unverständnis und anstatt das mal rauszulassen (muss ja nicht öffentlich sein), schlucke ichs runter und gestatte mir das Gefühl nicht.
Ganz schön bescheuert, wenn ich bedenke, dass ich jedem anderen den Rat gebe bloß nichts runter zu schlucken. Tse tse
In sofern dürfte auch der Thread Titel " Mich leben" der eigentliche Auslöser meiner Aversion gewesen sein.

Zu deiner Frage ob im realen Leben diese Schlabberschnüssen auch vorkommen.
JA JA JA, mein heiß geliebtes Ehemonster ist so eins und mein ältester Sohn beim telefonieren :stickout2 Der redet ohne Punkt und Komma, wenn ich ihn lass.
Inzwischen unterbreche ich meinen Mann mit einem dicken Kunuuuuutsch und meinen Sohn einfach mit den Worten "Haaaaaaalllooooo ist das jemand???" oder so. Also mehr mit Humor. Die beiden reden so gerne, dass ich oft nicht mal die Zeit zum Nachdenken habe, was ich eigentlich erzählen wollte. :confused:
Allerdings ist es schon so, dass sich das in letzter Zeit extrem für mich verbessert hat, weil beide im Falle des Falles angesprochen werden und direkt aufmerksam werden, wenn sie so loslegen. Dann drosseln sie das Redetempo schon sehr und es entsteht ein Austausch. Das hat mich schon eine Menge Kraft gekostet, am Anfang.
LG
Elke
 

Wasserfall

Well-Known Member
AW: mich leben - ihn (sie) leben lassen in beziehung

Ich fühle mich befreiter

super !

....mal zu schreiben was mir gerade durch den Kopf geht oder eher was mein Gefühl mir eingibt

*lach* GENAU DAS schätze ich allerdings an dir. wenn ich bemerke, du schreibst da einfach so, wie dir gerade ist.
UND
du bist ja auch ein mensch, der das sehr wohl dann auch reflektiert....weiter schaut.

das WEISS ich ja schon und vertraue darauf, weil ich da schon ERFAHRUNG habe dazu...mit dir.


JA JA JA, mein heiß geliebtes Ehemonster ist so eins und mein ältester Sohn beim telefonieren Der redet ohne Punkt und Komma, wenn ich ihn lass.
Inzwischen unterbreche ich meinen Mann mit einem dicken Kunuuuuutsch und meinen Sohn einfach mit den Worten "Haaaaaaalllooooo ist das jemand???" oder so. Also mehr mit Humor. Die beiden reden so gerne, dass ich oft nicht mal die Zeit zum Nachdenken habe, was ich eigentlich erzählen wollte.

uuups, da bist du ja direkt "umzingelt" von menschen, die gerne reden....
find ich toll, wenn du das auch mit humor kannst....

Allerdings ist es schon so, dass sich das in letzter Zeit extrem für mich verbessert hat, weil beide im Falle des Falles angesprochen werden und direkt aufmerksam werden, wenn sie so loslegen. Dann drosseln sie das Redetempo schon sehr und es entsteht ein Austausch

super. gelingt es auch, dass einer von ihnen mal DIR länger zu hört ?
oder bei einer guten freundin ?
ich denke, IRGENDWO "muss" das auch immer wieder mal ausreichend sein dürfen.

Das hat mich schon eine Menge Kraft gekostet, am Anfang.
LG

das kann ich mir sehr gut vor stellen.

mich im alltag ein bringen empfinde ich momentan auch immer wieder als anstrengend. weil vieles noch ist, wie beim auto fahren am anfang. es läuft noch zu wenig "automatisch". ich "muss" mich immer wieder daran erinnern, das ganz bewusst machen.

mit menschen, die mir das leicht(er) machen, gehts ja schon ganz gut. zumindest derzeit hab ich nicht das gefühl, dass das viele sind im alltag.

bei anderen habe ich das gefühl, sehe ich das schnell. kann sie ermuntern, zu sich zu stehen.
nur selbst...oh mei *lach* das braucht manchmal....

In sofern dürfte auch der Thread Titel " Mich leben" der eigentliche Auslöser meiner Aversion gewesen sein.

wenn menschen nicht von sich aus raum gebend agieren, denke ich fällt das sehr viel schwerer. zumindest mir.
ich finde, mit deinem humor hast du da einen guten ansatz gefunden, da immer wieder mal aufmerksam zu machen.

wenn menschen allerdings zwar raum gebend handeln, sich selbst aber sehr zurück stellen dabei, "sich opfern" quasi, da tu ich mir auch schwer. weil ich will das nicht aus nutzen.
ich möchte so gerne das an nehmen, wovon ich spüre, dass es freiwillig kommt.

schwierig finde ich für mich noch !! den umgang mit menschen, die "aus prinzip" keinen zentimeter rücken, gemeinsame lösungen "stur" verweigern. dann, wenn ich nicht "aus kann" durch z.b. weg gehen.


alles liebe !

Wasserfall
 

Strandläufer

Well-Known Member
AW: mich leben - ihn (sie) leben lassen in beziehung

das WEISS ich ja schon und vertraue darauf, weil ich da schon ERFAHRUNG habe dazu...mit dir.
Hi hi, mein Umfeld ist wohl darauf angewiesen mich und meine Gewohnheiten einschätzen zu können, sonst erscheine ich vielen vermutlich als seeehr verbiestert.
super. gelingt es auch, dass einer von ihnen mal DIR länger zu hört ?
oder bei einer guten freundin ?
ich denke, IRGENDWO "muss" das auch immer wieder mal ausreichend sein dürfen.
Ja, seit ca. 1 1/2 Jahren geht das immer besser. Meine Freundin und ich erzählen uns gegenseitig alles und Mann und Kinder hören inzwischen auch wirklich zu.

mich im alltag ein bringen empfinde ich momentan auch immer wieder als anstrengend. weil vieles noch ist, wie beim auto fahren am anfang. es läuft noch zu wenig "automatisch". ich "muss" mich immer wieder daran erinnern, das ganz bewusst machen.
Der Anspruch, den du da an dich stellst ist aber sehr hoch. Immer die Aufmerksamkeit hoch zu halten ist meiner Meinung nach nicht möglich.
Ich habe im Augenblick eher eine Phase wo mir das ganz besonders schwer fällt.

wenn menschen nicht von sich aus raum gebend agieren, denke ich fällt das sehr viel schwerer. zumindest mir.
ich finde, mit deinem humor hast du da einen guten ansatz gefunden, da immer wieder mal aufmerksam zu machen.
Ja, klappt sehr gut, vorallem ist das kein gespielter Humor. Ich kann Menschen an irgend einem Punkt einfach nicht mehr aufmerksam folgen und empfinde als als schlimm das demjenigen nicht zu sagen. Da das verletzende "Nu halt mal die Klappe" zeigt, dass die Grenzen schon lange überschritten sind, sage ich das möglichst früh. Klappt aber nicht immer und bei allen Menschen.

wenn menschen allerdings zwar raum gebend handeln, sich selbst aber sehr zurück stellen dabei, "sich opfern" quasi, da tu ich mir auch schwer. weil ich will das nicht aus nutzen.
ich möchte so gerne das an nehmen, wovon ich spüre, dass es freiwillig kommt.
Genau, das ist auch mein Wunsch.

schwierig finde ich für mich noch !! den umgang mit menschen, die "aus prinzip" keinen zentimeter rücken, gemeinsame lösungen "stur" verweigern. dann, wenn ich nicht "aus kann" durch z.b. weg gehen.

In solchen Fällen würde ich vermutlich innerlich abschalten und keine Antworten mehr geben.
LG
Elke
 

Wasserfall

Well-Known Member
AW: mich leben - ihn (sie) leben lassen in beziehung

Hi hi, mein Umfeld ist wohl darauf angewiesen mich und meine Gewohnheiten einschätzen zu können, sonst erscheine ich vielen vermutlich als seeehr verbiestert

*lach* es ist halt nicht immer alles nur bequem und guter laune. und ich galube, je mehr grundvertrauen der gegenseitigen wertschätzung da ist, je mehr "tonfall" kommt richtig an, auch wenn er gerade nicht gut gelaunt ist.

wir sind denke ich beide menschen, die auch wieder ein lenken, wenn auch mal wut da war. dadurch passt das dann sehr gut für mich.
dadurch darf ich erfahren, was dich gerade bewegt zur sitution, zum thema.
das ist etwas, was ich sehr zu schätzen weiss.

Der Anspruch, den du da an dich stellst ist aber sehr hoch. Immer die Aufmerksamkeit hoch zu halten ist meiner Meinung nach nicht möglich.
Ich habe im Augenblick eher eine Phase wo mir das ganz besonders schwer fällt.

stimmt...der ist nicht zu halten. deshalb mag ich derzeit nicht in umgebungen, in denen ich mich zu sehr überfahren fühlen würde.
ich will mir das nicht weiter antun...und mich ausreichend ein zu bringen oder sogar dagegen setzen bei bedarf...dafür "prallen" derzeit und schon zu lange zu viele menschen gleichzeitig mit ihren bedürfnissen auf mich ein. das ist mir derzeit zu viel, wenn ich auch nur halbwegs ausreichend auf mich achten will.

was meinst du ist jetzt anders, also macht es momentan für dich zur phase, in der dir das schwerer fällt ?

Da das verletzende "Nu halt mal die Klappe" zeigt, dass die Grenzen schon lange überschritten sind, sage ich das möglichst früh

versuch ich auch immer wieder...auf manches FRÜHER reagieren. teilweise gelingt das super, teilweise kaum.
bitte sag mir, wenn die antworttexte zu lange werden. das hilft mir dann, sie zu regulieren in unserem gespräch.

In solchen Fällen würde ich vermutlich innerlich abschalten und keine Antworten mehr geben

ich hab da etliches, da "muss" dann eine lösung sein. und je kraftloser ich gerade bin, umso öfter fühle ich mich eben überfahren. vor allem dann, wenn da viele mit ihrem "an mir zerren".
ich bin sehr geübt, bedürfnisse vieler verknüpfen zu helfen. ich bin so wenig geübt, mich selbst nicht überfahren zu lassen. nicht in einer rolle (als verantwortliche, dass.....) sondern als verantwortliche für mich und meine bedürfnisse.

im allgemeinen....
vielleicht macht auch das das oft so schwer, dieses sich einzeln und gemeinsam gut leben können in einer beziehung. vor allem auch, wenn kinder, mehr menschen also, da sind.
oft übernehmen ja die frauen die rolle des "moderators" (= die bedürfnisse der familie, der gruppe aufeinander abstimmen...helfen..). was aber, wenn der moderator ..wie so oft der fall....ebenfalls gleichberechtigter teil des systems ist ? WIE soll er/sie dann moderieren ?

LG

Wasserfall
 

Strandläufer

Well-Known Member
AW: mich leben - ihn (sie) leben lassen in beziehung

*lach* es ist halt nicht immer alles nur bequem und guter laune. und ich galube, je mehr grundvertrauen der gegenseitigen wertschätzung da ist, je mehr "tonfall" kommt richtig an, auch wenn er gerade nicht gut gelaunt ist.

wir sind denke ich beide menschen, die auch wieder ein lenken, wenn auch mal wut da war. dadurch passt das dann sehr gut für mich.
dadurch darf ich erfahren, was dich gerade bewegt zur sitution, zum thema.
das ist etwas, was ich sehr zu schätzen weiss.
Naja doch, ich lenk oft wieder ein, immer wenn ich merke, dass es mein Unwohlsein war, dass irgendwas in mir passiert was mich zu zickigen Antworten bewegt hat. Ich denke dass wir beide eher lernen müssten öfter mal die Grenze des "nett seins" zu überschreiten.
Ist doch merkwürdig, dass einmal poltern (selbst wenn ich mich im Unrecht befand) soviel auflöst, soviel Frust wegnimmt und soviel Platz für neue Erkenntnisse schafft.

stimmt...der ist nicht zu halten. deshalb mag ich derzeit nicht in umgebungen, in denen ich mich zu sehr überfahren fühlen würde.
ich will mir das nicht weiter antun...und mich ausreichend ein zu bringen oder sogar dagegen setzen bei bedarf...dafür "prallen" derzeit und schon zu lange zu viele menschen gleichzeitig mit ihren bedürfnissen auf mich ein. das ist mir derzeit zu viel, wenn ich auch nur halbwegs ausreichend auf mich achten will.
Kann ich absolut nach empfinden. Lieber Stück für Stück an solche Herausforderungen heran, als immer diese Niederlage-gefühle zu erleben.

was meinst du ist jetzt anders, also macht es momentan für dich zur phase, in der dir das schwerer fällt ?
Ich habe derzeit Urlaub und habe absolut keine Lust irgendwas zu unternehmen. Eigentlich könnte ich nach einigen Tagen Ruhe wieder arbeiten gehen. Da ist irgendwas in mir total am schwimmen und ich weiß nicht was es ist. Ich habe nicht die leiseste Ahnung was mir Spaß machen könnte. So beschäftige ich mich gerade mehr mit meinen rätselhaften Empfindungen aber auch anscheinend nicht so konzentriert, dass es mir einleuchten würde was gerade mit mir los ist.
Driss sowas. Wechseljahre= Wechsel von Stimmungshoch zu Stimmungstief innerhalb von Sekunden, ebenso Wechsel von total nett zur Furie, Tralalala

versuch ich auch immer wieder...auf manches FRÜHER reagieren. teilweise gelingt das super, teilweise kaum.
Naja ich war viele JAhre schlicht zu feige und wusste nicht so recht wie bring ich das rüber ohne dass mein Gegenüber total beleidigt und verletzt ist. Das "es muss den anderen immer gut gehen-Syndrom.
bitte sag mir, wenn die antworttexte zu lange werden. das hilft mir dann, sie zu regulieren in unserem gespräch.
Im Augenblick kann ich gut folgen :), was hat nur diese Blockade gelöst :confused: :nudelwalk

oft übernehmen ja die frauen die rolle des "moderators" (= die bedürfnisse der familie, der gruppe aufeinander abstimmen...helfen..). was aber, wenn der moderator ..wie so oft der fall....ebenfalls gleichberechtigter teil des systems ist ? WIE soll er/sie dann moderieren ?
Ist mir gestern erst wieder passiert. Mein Mann (der Redner vor dem Herrn) versuchte meinem "armen kleinen" Bruder zu erklären, wie man am besten gegen einen Bandscheibenvorfall vorgeht. Er redet und redet und überzeugt (eben nicht) und überzeugt und irgendwann unterbreche ich das Ganze mit einem echt fiesen ABER humorigen Spruch. Das war nicht nett und nicht nötig!
Warum tu ich das???? Um meinen armen kleinen Bruder zu schützen.

Übrigens mein kleiner Bruder ist 43 und ein gestandener Rechtsanwalt, also ebenfall redegewandt. Also ich schaff das auch andere Menschen für unmündig zu erklären.

Also wenn ich gut beieinander bin, dann lass ich das mit dem moderieren. Der einzige der sich dann nämlich noch Gedanken macht ist der Moderator.
Besser wäre Mediator, aber die dürfen nicht Partei ergreifen!

Wir lernen das, wir haben ja Zeit
das Leben ist lang....hoffentlich

und wenn wir mit 80, inzwischen zahnlos, über den Sinn des Lebens referieren, lag davor sorgfältige Grundlagenforschung und Lebensweisheit, Jung und Freud können einpacken und wir unseren Kindern, Enkeln- und Urenkeln alle Lösungen auf den Tisch legen.
Die fühlen sich dann total überfordert und glauben wir wollten denen was und so dreht sich die Weltgeschichte ewig weiter. Nur dass wir, weil wir es wissen, vermutlich drüber lachen können.

Hoffentlich war dir das jetzt nicht zu lang :escape:
LG
Elke
 

Wasserfall

Well-Known Member
AW: mich leben - ihn (sie) leben lassen in beziehung

Ist doch merkwürdig, dass einmal poltern (selbst wenn ich mich im Unrecht befand) soviel auflöst, soviel Frust wegnimmt und soviel Platz für neue Erkenntnisse schafft

das mit dem recht und unrecht, ist denke ich eben so relativ. weil die bedürfnisse, die hinter etwas stecken, ich denke damit ist jeder für sich "im recht".

wenn jemand nicht gewillt ist, die seinen zu reflektieren, zu spüren, mir gegenüber aus zu drücken, kann ich kaum bzw. schwerer platz lassen dafür.
"früher" habe ich eben "geraten" und in diesem sinne agiert, dass das vermutete auch drin ist. das gewöhne ich mir zu nehmend ab. ich finde es nämlich mega-anstrengend, die bedürfnisse meiner umgebung "riechen" zu sollen.
ich frage, ob meine vermutung stimmt oder was es sonst ist....und lasse ansonsten immer mehr die verantwortung bei dem menschen, der sich selbst spürt. "ratespielchen" hoch 10 gibts bei mir kaum mehr. (stichwort: frühere beziehung von mir)
und lösungen, in denen irgendwo versteckt das des anderen drin ist, ich aber nicht, nehme ich so gut mir das gelingt, einfach nicht mehr an. vor allem dann, wenn ich dadurch gröbere nachteile habe (ansonsten...was solls).
~~~~~

was du poltern nennst, ist für mich ausdruck von deinereiner. auch, wenn gerade noch wut dabei ist.
wenn ich nach frage, darf ich sehr wohl auch dein bedürfnis darin erfahren. somit gibst du mir die chance, auf dich ein zu gehen damit. weil genau das will ich ja auch.
damit gibst du auch mir die chance, mich mit meinem ein bringen zu dürfen. was mir zum momentanen thema wichtig ist.
und so geben wir uns gegenseitig die chance und nutzen sie auch.

das macht dann so viel frei und es ensteht sehr vieles, konstruktives.
z.b. bei mir auch die freude an dem, was dadurch entstehen kann.

ich denke, das ist etwas wesentliches zum "sich leben - dich leben lassen."
das sich spüren, aus drücken damit. sich hören. gegenseitig. und dann sehen, was von selbst (also freiwilllig) passiert.

(ich bleib vorerst mal bei der einen antwort, weil es steckt so vieles in den themen, sonst wirds bei meinem text wirklich zu lang *gg*

aber eines noch ;)

........und ich weiß nicht was es ist. Ich habe nicht die leiseste Ahnung was mir Spaß machen könnte. ....rätselhaften Empfindungen

das ist vielleicht der teil mit dem spüren eigener bedürfnisse. manchmal hab ich keine bestimmten, die sich schon dringender melden. aber das ist dann eher entspannt. ich bin dann einfach...ganz in der gegenwart...und das tut gut.
wenn allerdings so eine unruhe in mir ist, sowas "zerrissenes"....dann scheint etwas in mir nach entspannung oder positivspannung zu suchen. z.b. zwei "bedürfnisthemen", die gegeneinander zu stehen scheinen. beide wichtig aber scheinbar! nicht in harmonie zu bringen. negativspannung für mich. da bin ich mit MIR dann unrund, weil etwas in mir nicht ausreichend harmoniert.

positivspannung ist für mich eine lustvolle herausforderung. genuss.
und der entsteht dann, wenn ich in mir das gefühl habe, GENIESSEN ZU KÖNNEN. sei es ein kinofilm, ein buch, eine mahlzeit,....oder auch die lösung einer aufgabe.
das gefühl, nicht zu können dagegen erzeugt denke ich, negativspanung.

was meinst du, KANNST du gerade nicht ?

alles liebe !

Wasserfall
 

Strandläufer

Well-Known Member
AW: mich leben - ihn (sie) leben lassen in beziehung

Hallo Wasserfall,
wir waren die letzten beiden Tage in Holland. Drum konnte ich nicht antworten.
Im Augenblick fällt mir auch nichts Gescheites ein. Deine Auslassungen zu Entspannung und Spannung, da will ich für mich noch tiefer gehen. Ich vermute, dass das ein wichtiger Punkt ist.
*Lach* im Augenblick ist mir, nach so viel Seeluft, eher nach Entspannung. :sleep2:
LG
Elke
 

Wasserfall

Well-Known Member
AW: mich leben - ihn (sie) leben lassen in beziehung

hallo Elke !

Holland klingt ja prima ! das glaub ich, dass Entspannung jetzt mal gut tut *lach*.... *mich auch gleich mal räkel*

....zu Entspannung und Spannung, da will ich für mich noch tiefer gehen. Ich vermute, dass das ein wichtiger Punkt ist.

ich denke auch, das spürst du dann schon, wann du wie und so....

:flower2:

Wasserfall
 

Wasserfall

Well-Known Member
AW: mich leben - ihn (sie) leben lassen in beziehung

was ich gerade gerne als Thema dazu einbringen möchte:

der Umgang mit Gefühlen.

das Recht, sich unglücklich fühlen zu dürfen.
das Recht, sich glücklich fühlen zu dürfen.

Eine meiner besten Freundinnen da schätze ich es sehr. Wenn sie vor Glück jubelt aufgrund ihrer Situation möchte ich vor Unglück weinen dürfen wenn es in meiner für mich gerade so stimmt.

Ich wünsche mir dann, dass sie sich weiter glücklich sein lässt und ich freue mich mit ihr.
GLEICHZEITIG möchte ich weinen und unglücklich sein dürfen. Von ihr das Verständnis spüren, dass das jetzt gut ist für mich.
Das klappt schon ganz gut.

Wenn ich gefühlsmässig mit mehreren Menschen zusammen hänge und sich glücklich fühlen ist "verboten", sobald einer in der gruppe sich unglücklich fühlt...weil das könnte ja bedeuten...
ja was denn eigentlich ?

dass ich das Unglück des anderen gerade nicht ernst nehmen ?
dass er/sie mir egal ist ?


Wenn Glücksgefühle voreinander zeigen und leben VERBOTEN ist, sobals ein wichtiger im Sinne von nahe stehender Mensch sich unglücklich fühlt......dann können wir alle fast nie glücklich sein. Weil IRGEND WER der Gruppe wird sich immer wieder mal gerade unglücklich fühlen.

Und fühlt sich dann vielleicht sogar "genötigt", seinen Schmerz nicht zu zeigen, um die Glücksgefühle der anderen damit nicht zu "tabuisieren" im Moment.

SO "machen" wir uns auf der Erde doch gegenseitig immer mehr UN -glücklicher,.....?! Falsche Richtung, oder ?!

ich sehe das als grosse Falle. wie gehts hier raus ?

liebe Grüße,

Wasserfall
 

Strandläufer

Well-Known Member
AW: mich leben - ihn (sie) leben lassen in beziehung

Oh je, ja das ist es!
Ich habe derzeit kein glückliches Händchen einer anderen Person zu vermitteln. Du ich sorge gerade dafür, dass es mir gut geht...aber leider bist du dabei nicht im Plan. Schlimmer noch ich weiß, dass es dir damit nicht gut geht.
Das ist Steigerung davon, einfach zwei Menschen nebeneinander glücklich/unglücklich! Nein keine Steigerung es ist gleich schwer!
Wasserfall, ich habe keine Idee wie das funktionieren soll.
Der schwächere der Beiden wird sich vermutlich der Stimmung des Anderen anpassen oder gehen müssen und meistens wird das der glückliche sein, weil Trauer schwerer wiegt.
Ein sehr interessantes Thema.
LG
Elke
 

Wasserfall

Well-Known Member
AW: mich leben - ihn (sie) leben lassen in beziehung

genau so wird dann der gerade Glückliche um sein Glück betrogen, wenn er da bleibt.
ODER
der Unglückliche um das sich geborgen und verstanden fühlen in seiner Trauer.

Vielleicht möchte auch der Glückliche sich geborgen und verstanden fühlen in seinem Glücksgefühl. Akzeptiert werden damit.
Sonst wird das Glücksgefühl zum "Spießrutenlauf". Ja niemandem unglücklichen begegnen, sonst ist´s aus mit dem schönen Gefühl.

Unglückliche Menschen bringen sich so vielleicht !!! auch um Nähe und Zuwendung, wenn sie statt Raum und Verständnis so viel MIT-GEFÜHL erwarten.
Weil Menschen, die ihr (eh manchmal so seltenes) Glücksgefühl noch weiter spüren wollen, dann flüchten. Oder darauf verzichten und dann hat der Unglückliche vielleicht dann Schuldgefühle auch! noch dazu, weil er das dann ja irgendwie spürt.

das sind mal die Gedanken, die gerade dazu auf tauchen.

Oder vielleicht einfach an nehmen, akzeptieren, dass das, was ich gerade mache, weil es mir wichtig ist.....im Anderen momentan Wut, Trauer,....was auch immer...aus lösen DARF. Dem mit Verständnis begegnen (statt mit Schuldgefühlen).
Mir UND ihm. Mit VERSTÄNDNIS begegnen. Dass alles da sein DARF.

Weil Schuldgefühle trennen dann ja. Lassen uns beide einsam zurück. Oder ich bekomme aufgrund meiner Schuldgefühle auch Wut....

weiss nicht, ....
 
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Strandläufer

Well-Known Member
AW: mich leben - ihn (sie) leben lassen in beziehung

genau so wird dann der gerade Glückliche um sein Glück betrogen, wenn er da bleibt.
ODER
der Unglückliche um das sich geborgen und verstanden fühlen in seiner Trauer.

Vielleicht möchte auch der Glückliche sich geborgen und verstanden fühlen in seinem Glücksgefühl. Akzeptiert werden damit.
Sonst wird das Glücksgefühl zum "Spießrutenlauf". Ja niemandem unglücklichen begegnen, sonst ist´s aus mit dem schönen Gefühl.

Unglückliche Menschen bringen sich so vielleicht !!! auch um Nähe und Zuwendung, wenn sie statt Raum und Verständnis so viel MIT-GEFÜHL erwarten.
Weil Menschen, die ihr (eh manchmal so seltenes) Glücksgefühl noch weiter spüren wollen, dann flüchten. Oder darauf verzichten und dann hat der Unglückliche vielleicht dann Schuldgefühle auch! noch dazu, weil er das dann ja irgendwie spürt.

das sind mal die Gedanken, die gerade dazu auf tauchen.

Oder vielleicht einfach an nehmen, akzeptieren, dass das, was ich gerade mache, weil es mir wichtig ist.....im Anderen momentan Wut, Trauer,....was auch immer...aus lösen DARF. Dem mit Verständnis begegnen (statt mit Schuldgefühlen).
Mir UND ihm. Mit VERSTÄNDNIS begegnen. Dass alles da sein DARF.

Weil Schuldgefühle trennen dann ja. Lassen uns beide einsam zurück. Oder ich bekomme aufgrund meiner Schuldgefühle auch Wut....

weiss nicht, ....

Eine andere Möglichkeit wäre, sich auf den anderen einzulassen, ohne seine fröhliche Stimmung einzubüßen. Wenn meine Freundin traurig ist, dann erzählt sie von sich und ihrem Kummer und ich höre ihr zu. Ich brauche dafür meine Stimmung nicht verändern, sie erwartet es auch nicht von mir.
Sie bekommt von mir Zuhören, wenn sie mag, sage ich meine Sicht der Dinge und im Anschluß an das, kann auch meins Platz haben. Ich darf erzählen, wenn es mir gut geht. Ich darf strahlen und zuversichtlich sein. Sie und ich das geht sehr gut wir geben uns beide den Raum.
Bei meiner Mutter ist es anders und bei meinem Mann auch!
Wenn einer meiner Söhne erzählt er hätte im Augenblick finanzielle Engpässe und ich plane gerade meinen Urlaub, das fällt mir auch schwer darüber zu erzählen. Ich kann nämlich nicht beides, in Urlaub fahren und meinem Sohn helfen! Das ist rein hypothetisch.
Wenn meine Mom erzählt sie würde sich unwohl fühlen, fällt es mir schwer sie zurück zu lassen, wenn ich in Urlaub fahre. Es ist aber merkwürdigerweise in beiden Fällen nicht das Gefühl die würden es ohne mich nicht schaffen oder das pure Mitleid, sondern eher das Gefühl verpflichtet zu sein.
LG
Elke
 
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