Randthema zu: Sexuelle Unlust beim Mann ...

pisces

Well-Known Member
Und noch was: in dem sie fragt, was sie tun kann, damit er wieder mehr Lust hat, hängt sie sich ein Stück weit die Verantwortung für seine Sexualität um. Tatsächlich kann das Problem nur er lösen. Denn erst, wenn er psychisch wieder "fest am Boden steht", besteht überhaupt die Grundlage, auf Basis derer die beiden gemeinsam herausfinden können, ob die Art und Weise wie sie Sex leben noch für beide passt.
Und noch was: nur, dass es heutzutage normal ist, wie viel junge Mädchen über Sex wissen und was sie im Bett alles praktizieren, heißt noch lange nicht, dass es für die Seele gut ist. Mädchen und Frauen können sich auch selbst missbrauchen. Zum Beispiel, wenn sie sich auf etwas einlassen, womit sie kein 100% gutes Gefühl haben - weil es der Mann möchte, zu dem sie sich nicht nein sagen trauen, weil sie im Fernsehen gesehen haben dass es "normal" ist, weil alle ihre Freundinnen nichts dabei finden....und dann tun sies und fühlen sich irgendwie Scheiße dabei, können sich das aber noch nicht mal eingestehen.....weil sie dadurch, dass es überall als normal gilt, eher glauben, dass mit ihnen was nicht stimmt weil sies nicht toll finden.
das ist genau der punkt, an dem auch meine alarmglocken angegangen sind.

denn - genau darauf ist sebastian - wenn auch sicher unbewusst - eingestiegen: auf das sich verantwortlich fühlen für die befindlichkeit eines anderen menschen.

das kann gerade bei einer vorgeschichte wie der von raphi furchtbare konsequenzen haben und ebnet ggf. den direkten weg in abhängigkeit und hörigkeit.

viel besser ist zu raten, dass raphi allein ihrer wahrnehmung und ihrem körper vertrauen soll und nicht für lust oder unlust oder die befindlichkeit eines anderen - und sei die liebe vermeintlich noch so groß - zuständig sein kann. wenn sie eine starke persönlichkeit ist, die ihre grenzen wahrnimmt und auch anderen gegenüber vertreten kann, sind experimente kein ding.
 
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Bubble

Well-Known Member
das ist genau der punkt, an dem auch meine alarmglocken angegangen sind.

denn - genau darauf ist sebastian - wenn auch sicher unbewusst - eingestiegen: auf das sich verantwortlich fühlen für die befindlichkeit eines anderen menschen.

das kann gerade bei einer vorgeschichte wie der von raphi furchtbare konsequenzen haben und ebnet ggf. den direkten weg in abhängigkeit und hörigkeit.

viel besser ist zu raten, dass raphi allein ihrer wahrnehmung und ihrem körper vertrauen soll und nicht für lust oder unlust oder die befindlichkeit eines anderen - und sei die liebe vermeintlich noch so groß - zuständig sein kann. wenn sie eine starke persönlichkeit ist, die ihre grenzen wahrnimmt und auch anderen gegenüber vertreten kann, sind experimente kein ding.

Oh wei, oh wei. Guter Einwand. Daran habe ich wirklich nicht gedacht. Das war nun nicht meine Absicht sie in irgendeine Abhängigkeit zu verleiten. Jetzt verstehe ich zumindest, warum einige "so steil" gegangen sind. Tut mir leid :-(.

Meintest du das mit der emotionalen Seite Lucille?
 

Clara Clayton

Well-Known Member
Eigentlich wollte ich jetzt ja Ruhe geben, doch mir liegt noch eine Kleinigkeit auf der Seele;).

Ganz am Anfang in Raphis Thread wurde auf die Frage, wie sie ihren Feund helfen kann, ein hervorragender Rat gegeben. "Gar nicht. Er muß sich selber helfen, wenn er Hilfe braucht" stand da zu lesen. Wer das geschrieben hat, weiß ich jetzt nicht, doch es stimmt und bringt es auf den Punkt.

Warum sollte eine junge Frau ihrem Freund helfen müssen, wenn er vermeintlicher Weise Schwierigkeiten im Bett hat? Warum hilft nicht er ihr?

Warum soll sie ihm Lust verschaffen durch z. B. Oralverkehr? Warum verschafft nicht ER seiner Freundin die Lust(zumal seine Lust auf Pornos, trotz Antidepressiva noch vorhanden ist).

Warum, Sebastian, hast du ganz selbstverständlich angenommen, daß Raphi sich darum kümmern sollte? Sie hat ja anscheinend überhaupt keine Probleme mit - oder beim Sex.

Etwas anderes noch: Alfred hat sich aus diesem Thread verabschiedet, weil er bei einem "Zickenkrieg" nicht länger mitmachen wollte. Die einzigen, die hier wirklich "zickig" waren, sind die beteiligten Männer;).
 

Reinfriede

Well-Known Member
Etwas anderes noch: Alfred hat sich aus diesem Thread verabschiedet, weil er bei einem "Zickenkrieg" nicht länger mitmachen wollte.

Diese Aussage von Alfred war für mich persönlich auch mit ein Grund, bezüglich seiner Ausbildung zum "diplomierten Lebens- und Sozialberater" in Zweifel zu kommen.

Denn die Lebens- und Sozialberater, die ich bisher kennenlernen durfte, würden niemals über jemanden ein plattes bzw. oberflächliches Urteil fällen. Das ist nämlich genau das Gegenteil von Lebens- und Sozialberatung.:cool:

Liebe Grüße
Reinfriede
 

Clara Clayton

Well-Known Member
Mir ist das in einem anderen Strang (den von Blue Eyed)aufgefallen. Alfred hatte mich ziemlich abfällig tituliert, weil ich nicht seiner Meinung war. Als er darauf hingewiesen wurde, daß er mit seiner Ansicht über mich danebenliegen würde, hat er seine Aussage relativiert.

Soetwas nenne ich "jemanden zu nahe treten".
 

Bubble

Well-Known Member
Zum jetzigen Zeitpunkt gehe ich schon fast davon aus, dass es sich "einfach" nur um ein Kommunikationsproblem handelt.

Wie schon erwähnt Reinfriede, habe ich deine Frage nicht als Frage, sondern als persönliche Unterstellung gesehen. Zu dem Zeitpunkt hatte ich nicht vor Augen, dass ihr euch sorgen macht. Die Rolle der Abhängigkeit war für mich nicht im Blickfeld.
Eine Beschuldigung sich wie ein Zuhälter zu benehmen und Frauen wie ein Stück Fleisch zu behandeln, ist für jemanden der es eigentlich nicht so praktiziert, eine schwerwiegende Sache.

Bei Alfred sehe ich immer noch gute Absichten und wenn er auch nur die Hälfte so interpretiert hat wie ich, wurde er schwer beleidigt - auch wenn der eigentliche Gedanke konstruktiver Natur entspricht. Unter dem Aspekt verstehe ich auch, dass er sich aus der Diskussion zurückzieht.

Warum sollte eine junge Frau ihrem Freund helfen müssen, wenn er vermeintlicher Weise Schwierigkeiten im Bett hat? Warum hilft nicht er ihr?
Warum soll sie ihm Lust verschaffen durch z. B. Oralverkehr? Warum verschafft nicht ER seiner Freundin die Lust(zumal seine Lust auf Pornos, trotz Antidepressiva noch vorhanden ist).

Warum, Sebastian, hast du ganz selbstverständlich angenommen, daß Raphi sich darum kümmern sollte? Sie hat ja anscheinend überhaupt keine Probleme mit - oder beim Sex.


Ich sehe es nicht als selbstverständlich an, dass sie sich darum kümmern sollte. Durch ihre Frage hat sie mir den Wunsch suggeriert etwas von sich aus machen zu wollen.
Männer sind meist triebgesteuert. Erwischt man den richtigen Hebel beim Mann, lässt sich zwar nicht die Liebe beeinflussen, allerdings die Lust. Gegenüber dem Vaginalverkehr, ist bei Oralverkehr das Empfinden beim Mann höher. Der Akt wird anders/intensiver/ekstatischer wahrgenommen. Eine selbstbewusste Frau kann dies durchaus zu ihrem Vorteil ausnutzen. So etwas kann nämlich auch Lust auf mehr Sex machen.

Für heute mache ich Schluss und wünsche euch noch einen schönen Abend.

Lieben Gruß
Sebastian
 

Reinfriede

Well-Known Member
Lieber Sebastian!

Eine Beschuldigung sich wie ein Zuhälter zu benehmen und Frauen wie ein Stück Fleisch zu behandeln, ist für jemanden der es eigentlich nicht so praktiziert, eine schwerwiegende Sache.

Lies Dir bitte meine Formulierungen noch einmal durch und schreibe mir dann, wo ich Dich dessen beschuldigt hätte. Ich denke, bei Dir spielt die persönliche Interpretation doch eine ziemlich große Rolle.

Liebe Grüße
Reinfriede
 

Clara Clayton

Well-Known Member
Lieber Sebastian,

du schreibst hier Sätze und Formulierungen, die ich nirgendwo lesen kann. Niemand hat dich als Zuhälter bezeichnet. Übertreib doch nicht so.

Alfred ist von uns nicht beleidigt worden! Das will ich hier einmal ganz entschieden feststellen! Umgekehrt wird ein Schuh daraus!

Ist dir schon einmal der Gedanke gekommen, daß sich Alfred zurückgezogen hat, weil er weiß, daß er sich hier nicht ganz richtig verhalten hat?

Deine Kollegialität in allen Ehren, doch ein wenig mehr Objektivität wäre hier angebracht.
 

Raphi1407

Active Member
Ich sehe es nicht als selbstverständlich an, dass sie sich darum kümmern sollte. Durch ihre Frage hat sie mir den Wunsch suggeriert etwas von sich aus machen zu wollen.

Richtig!
Wie schon gesagt, in unserer Beziehung steht Sex gar nicht einmal an einer der wichtigsten Stellen. Allerdings war unser Sex immer toll, das funkeln in seinen Augen, das Lächeln wenn er mich angesehen hat, die Vertrautheit. Die letzten Monate waren nicht leicht für uns zwei, und beim Sex konnten wir alles Andere ausblenden, und ich wollte ihm/uns diese Entspannung einmal gönnen, einen kurzen Zeitraum schaffen, in dem nur das WIR bedeutend ist und die rosarote Welt der Verliebtheit wieder erscheint.
Und er sagte mir auch, dass er ja gerne mit mir schlafen WILL. Das hat mich zum überlegen gebracht, ob ich nicht vielleicht etwas tun könnte, um uns diesen einzigartigen Zeitraum wieder zurück zu holen.
Dass ich zickig werde, und dieses unbefriedigt sein, einmal ausgeschlossen. Ich wollte es nicht nur für mich tun, sondern wenn er sagt er WILL aber KANN nicht, dann würde ich ihm gerne etwas Gutes tun und ihm helfen.

Also wie Sebastian sagte, es war/ist ein Wunsch von mir, ihm helfen zu können. Ob oder wie es möglich ist, ist eine andere Sache.

Hoffe ich habe mich verständlich ausgedrückt, jedenfalls war nichts davon böse gemeint, sondern soll nur der Aufklärung dienen :)

Liebe Grüße, Raphi
 

Clara Clayton

Well-Known Member
Liebe Raphi,

es ist doch gut, wenn Sebastian das richtig verstanden hat und dir so helfen konnte.

Das freut mich für dich und deinen Freund.

Ich wünsche euch alles Gute!:)
 

Bachstelze

Well-Known Member
Liebe Clara,

Etwas anderes noch: Alfred hat sich aus diesem Thread verabschiedet, weil er bei einem "Zickenkrieg" nicht länger mitmachen wollte. Die einzigen, die hier wirklich "zickig" waren, sind die beteiligten Männer;).

dem kann ich nicht zustimmen. Nehmen wir mal nicht das Wort zickig, weil das ein zu stark (negativ) belegtes/bewertetes Wort ist. Sagen wir statt dessen, es gibt Aussagen, die neutral oder erklärend sind und eher "Gas rausnehmen" aus einer Diskussion, und andere, die vielleicht eher provokativ sind oder als Angriff empfunden werden können, selbst wenn der/die Schreibende sich dessen nicht bewusst ist oder es nicht eingestehen möchte.

Diese Aussagen erhitzen die Diskussion dann eher und giessen Öl ins Feuer. Und solche Aussagen habe ich auch von Frauen einige gelesen ;)

Das heißt allgemein geht es hier auch noch um das Thema: wie verhält sich jeder in einer Dikussion/einem Konflikt, und sind die verwendeten Kommunikationsstrategien hilfreich oder unproduktiv?

Das finde ich übrigens ein sehr interessantes Thema.

lg
B.
 

Bachstelze

Well-Known Member
Liebe Reinfriede,

Lieber Sebastian!
Lies Dir bitte meine Formulierungen noch einmal durch und schreibe mir dann, wo ich Dich dessen beschuldigt hätte. Ich denke, bei Dir spielt die persönliche Interpretation doch eine ziemlich große Rolle.

ich bin natürlich nicht Sebastian und somit nicht angesprochen, aber ich konnte mich an ein paar Sätze erinnern, die ich gerne hier hereinkopieren möchte.

Ich gebe zu, wenn diese Fragen an mich gerichtet gewesen wären, hätte ich mich wahrscheinlich auch sehr betroffen und angegriffen gefühlt. Von der Prostituierten zum Zuhälter war für ihn der Weg möglicherweise nicht mehr weit.

Roboter, die lernen sollen, ihren Körper zum Erreichen eines Zieles einzusetzen? Techniken zu lernen um sexuell zu entsprechen? Sind wir im vorigen Jahrhundert oder wie soll ich das verstehen? Sind Frauen, nein minderjährige Kinder angehende Prostituierte in Deinen Augen?
...

Und zeigt mir, dass Du von Kindern oder angehenden Erwachsenen keine Ahnung hast, sondern vielleicht nur versuchst, Deine männlichen Wunschvorstellungen, wie eine Frau zu "funktionieren" hat, an den Mann bringen möchtest.

lg
B.
 

Clara Clayton

Well-Known Member
Wie soll ich das verstehen, liebe Bachstelze, "Zickenkrieg" ist ein produktiver Diskussionsbeitrag und "zickig" eher nicht?;)

Ansonsten hielt ich dieses Thema für abgeschlossen. Kann es meinetwegen auch gerne bleiben...:).

Einen schönen Tag wünsche ich euch allen!
 
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Lucille

Well-Known Member
... allgemein geht es hier auch noch um das Thema: wie verhält sich jeder in einer Dikussion/einem Konflikt, und sind die verwendeten Kommunikationsstrategien hilfreich oder unproduktiv?

Liebe Bachstelze,

hilfreich oder unproduktiv für wen?

In erster Linie muss der Kommunikationsstil zur Persönlichkeit des Schreibenden passen,
da er (und seine Aussagen) ansonsten unecht wirken.

Ich denke, Du hast "Deeskalation" im Hinterkopf, wenn ich Deine Zeilen richtig verstehe.

Es gibt allerdings Themenbereiche, die einen, aufgrund einer sehr persönlichen Sichtweise,
geradezu herausfordern, mit seiner Meinung nicht hinter dem Berg zu halten. Das ist auch
gut so, denn jeder Diskutant , der überzeugt seinen Standpunkt vertritt, bereichert letztendlich
eine Auseinandersetzung.

Mich "triggern" zB Themen, die Mechanisierung von Sex zum Inhalt haben, ganz generell,
weil (in meinen Augen!) die Intimitätsgrenze deutlich überschritten wird. Kommt dann noch
der Umstand hinzu, dass die Angesprochene ein minderjähriges Mädchen ist, dann klingeln
bei mir - und meinem Bauchgefühl ;) - alle Alarmglocken.

Die Eigeninterpretation des Empfängers ist wohl unvermeidlich, und es ist ein unrealistischer
Gedanke, zu glauben, man könne andere von der eigenen Sichtweise überzeugen.

LG
Lucille
 
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