Schattenarbeit

Seelenfluegel

Well-Known Member
Ich hab das Thema aus der Traum-Rubrik aufgegriffen.


Elena777 schrieb:
Wie kann man denn seine Schattenseiten verarbeiten? Ich denke mal, das Erkennen derselben und das Dazustehen ist das erste, was man tun kann. Aber weiter bin ich auch noch nicht gekommen!!

LG
Elena


Schattenarbeit eines unserer Lebensaufgaben. Schatten haben wir alle. Es gint niemanden hier, der nur Lichtseiten hat. Die Schatten, dass sind die uns innewohnenden unbewussten Anteile; meisst Anteile, die wir an uns überhaupt nicht mögen und die wir allzugerne unterdrücken. Herunterdrücken in das Unsichtbare, in den Schatten.

Ich hab etwas über Schatten hier auf meiner homepage geschrieben. Wer mag, kann mit mir in diesem Thread darüber sprechen.

Der erste Schritt ist das Anerkennen, dass wir auch dunkle Seiten haben. Es gilt, dass man lernt, sich so anzunehmen, wie man ist, inklusive seiner Schatten. Das ist eine ausserordentlich schwere Übung, aber Schatten kann man nun einmal nur erlösen, wenn sich ihrer annimmt. Wenn man sie verdrängt, bleiebn sie autonom und latent verborgen und wirken aus diesem Verborgenen heraus. Schatten treten uns durch Projetkion entgegen; besonders durch Situationen und Personen, die unangenehm sind und die wir überhaupt nicht mögen. Diese Anteile, die wir da gespiegelt bekommen, sind Anteile, die wir von uns abgekoppelt haben, doch aber die Unseren sind und es gilt, sie zurückzunehmen und zu integrieren. Vielleicht kann man es so machen, dass man den Schatten, oder die jeweilige negative Eigenschaft, Verhalten oder Unart wie ein zorniges, kleines Kind betrachtet und es in Liebe zu sich nimmt, auch wenn es stinkt, kratzt und beisst...bis es ruhiger wird. Schatten haben viel zu tun mit unseren inneren verletzten Kindern.#



lg
Christian
 
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Seelenfluegel

Well-Known Member
fckw schrieb:
Hm, das ist relativ allgemein gehalten, kannst du noch konkretere Hinweise geben, wie solche Arbeit aussehen könnte?

Dieses Thema ist so vielschichtig, dass ich es erst einmal allgemein gehalten habe.

Beispiel: Wir treffen auf jemanden, den wir absolut nicht leiden können, der uns ärgert, provoziert etc. Hier begegnen wir unserem Schatten, denn dieser jennige stellt genau diesen Schattenanteil von uns da, er ist die Projektion dieses Schattens. Es ist sehr schwer, es anzunehmen und zu integriereren. Unser ärgern, das ist die Resonanz, diese Affinität.


lg
Christian
 

Olga

Active Member
Solange ich niemanden weh tue komme ich mit meinem Schatten gut zurecht.

Was sind schon negative Eigenschaften. :schaukel:
zornig - bereit Konflikte zu lösen.
stur - zielstrebig
eitel - das Schöne liebend
genußsüchtig - sich fallen lassen können
etc.

MfG

Olga
 

Hortensie

Well-Known Member
Wie?

Seelenfluegel schrieb:
Beispiel: Wir treffen auf jemanden, den wir absolut nicht leiden können, der uns ärgert, provoziert etc. Hier begegnen wir unserem Schatten, denn dieser jennige stellt genau diesen Schattenanteil von uns da, er ist die Projektion dieses Schattens. Es ist sehr schwer, es anzunehmen und zu integriereren. Unser ärgern, das ist die Resonanz, diese Affinität.
Hallo Christian,
aber wie kann ich dieses annehmen und integrieren und mich nicht mehr ärgern?
LG Tarot
 

fckw

Well-Known Member
Olga schrieb:
Solange ich niemanden weh tue komme ich mit meinem Schatten gut zurecht.

Was sind schon negative Eigenschaften. :schaukel:
zornig - bereit Konflikte zu lösen.
stur - zielstrebig
eitel - das Schöne liebend
genußsüchtig - sich fallen lassen können
etc.

MfG

Olga
Natürlich, das Kriterium ist in meinen Augen allerdings, inwiefern man damit identifiziert ist oder nicht. Beispielsweise Eitelkeit: Ich zieh mich auch gerne gut an, aber das ganze ist für mich ein Spiel, nichts weiter, ich suche dadurch keine Bestätigung und wenn jemand findet, ich sei nicht gut angezogen oder sähe gerade furchtbar aus, dann finde ich das zwar vielleicht nicht nett, aber sonst ist's mir egal.

Bei anderen Themen ist das aber nicht so. Da reicht dann eine wiederholte Bemerkung auf der andern Seite, und man geht - eigentlich grundlos - in die Luft. Dort stecken eben die Identifizierungen drin.

Aber eben, das Blöde an den Schattenseiten ist ja eben gerade, dass sie Schattenseiten sind. Die finden sich nicht so einfach. Und es ist eben auch nicht so, dass man nur mal schnell hinschauen kann, wenn man wiedermal wütend wurde, und dann ist die Sache klar und gelöst. Bei manchen Dingen grüble ich jetzt schon ein Jahrzehnt, und habe nicht das Gefühl, einen entscheidenden Schritt weitergekommen zu sein. Wie geht man damit um? Was kann man da tun? Gibt's da auch Lösungsvorschläge?

Und nicht zuletzt: Ist man vielleicht nicht an einem bestimmten Punkt einfach nur noch machtlos gegenüber sich selbst, weil man sich eben nicht willentlich noch mehr verändern kann?
 

Seelenfluegel

Well-Known Member
Tarot schrieb:
Hallo Christian,
aber wie kann ich dieses annehmen und integrieren und mich nicht mehr ärgern?
LG Tarot

Ich weiss...was wir nicht mögen können wir nur schwer annehmen. Hier können wir unser "neues" Bewusstsein nutzen. Wenn mir bewusst ist, dass der Gegenüber, über den ich mich so ärgere, meine eigenen unbwussten Anteile darstellt, so ist das der erste Schritt zum Annehmen.

Man kann es folgendermassen vergleichen: Wenn ich morgens aufstehe, schlecht gelaunt bin, ins Bad gehe, in den Spiegel schaue, dort das Gesicht sehe, dass mich total miesgelaunt anschaut, habe ich folgende Wahl: Ich lächle, weil ich mir bewusst bin, dass ICH MICH sehe; oder aber ich zertrümmere mit der Faust den Badspiegel und das Gesicht verschwindet, aber dazu käme wohl kaum einer auf die Idee. Die Menschen das draussen, sie sind ebenso wie unser Badspiegel; es wäre töricht, sie zu bekämpfen, weil sie unsere Spiegel sind.
Der gute alte Jesus versuchte uns diese Thema mit der Metapher "liebet Eure Feinde" an uns heranzubringen.


;)

lg
Christian
 

Olga

Active Member
fckw schrieb:
Natürlich, das Kriterium ist in meinen Augen allerdings, inwiefern man damit identifiziert ist oder nicht. Beispielsweise Eitelkeit: Ich zieh mich auch gerne gut an, aber das ganze ist für mich ein Spiel, nichts weiter, ich suche dadurch keine Bestätigung und wenn jemand findet, ich sei nicht gut angezogen oder sähe gerade furchtbar aus, dann finde ich das zwar vielleicht nicht nett, aber sonst ist's mir egal.

Bei anderen Themen ist das aber nicht so. Da reicht dann eine wiederholte Bemerkung auf der andern Seite, und man geht - eigentlich grundlos - in die Luft. Dort stecken eben die Identifizierungen drin.

Aber eben, das Blöde an den Schattenseiten ist ja eben gerade, dass sie Schattenseiten sind. Die finden sich nicht so einfach. Und es ist eben auch nicht so, dass man nur mal schnell hinschauen kann, wenn man wiedermal wütend wurde, und dann ist die Sache klar und gelöst. Bei manchen Dingen grüble ich jetzt schon ein Jahrzehnt, und habe nicht das Gefühl, einen entscheidenden Schritt weitergekommen zu sein. Wie geht man damit um? Was kann man da tun? Gibt's da auch Lösungsvorschläge?

Und nicht zuletzt: Ist man vielleicht nicht an einem bestimmten Punkt einfach nur noch machtlos gegenüber sich selbst, weil man sich eben nicht willentlich noch mehr verändern kann?

Für mich gibt es nichts Lanweiligeres als Perfektion.
Das meiste was einem bei den schlechten Seiten stört ist doch das schlechte Image, das man dadurch bekommt.
Imagepflege ist eine ziemlich energieraubende und unbefriedigende Sache.
Außerdem verkrampft es, und ich glaube nicht, daß man in diesem Zustand richtige Entscheidungen fällt.
"Besser" und einsichtiger wird man nur wenn man andere aus Liebe nicht verletzen will.

MfG und immer locker bleiben :regen:

Olga
 

Seelenfluegel

Well-Known Member
fckw schrieb:
Natürlich, das Kriterium ist in meinen Augen allerdings, inwiefern man damit identifiziert ist oder nicht. Beispielsweise Eitelkeit: Ich zieh mich auch gerne gut an, aber das ganze ist für mich ein Spiel, nichts weiter, ich suche dadurch keine Bestätigung und wenn jemand findet, ich sei nicht gut angezogen oder sähe gerade furchtbar aus, dann finde ich das zwar vielleicht nicht nett, aber sonst ist's mir egal.

Nun, hier handelt es sich um einen integrierten Anteil. Du zeigst in diesem Fall keine Affinität. Du bist aber umgekehrt ein Spiegel für den anderen, der sich über DICH aufregt.



Bei anderen Themen ist das aber nicht so. Da reicht dann eine wiederholte Bemerkung auf der andern Seite, und man geht - eigentlich grundlos - in die Luft. Dort stecken eben die Identifizierungen drin.

Das hat durchaus mit tiefer sitzenden psychischen Aspeken zu tun, die hier ihre Auslöser im Aussen finden. Ortmals handelt es sich hierbei um unsere inneren verletzten Kinder. Hier gilt es zu betrachten, welceh Emtionen da ausgelöste werden; so kommt man an diese tiefsitzneden Strukturen heran.



Aber eben, das Blöde an den Schattenseiten ist ja eben gerade, dass sie Schattenseiten sind. Die finden sich nicht so einfach. Und es ist eben auch nicht so, dass man nur mal schnell hinschauen kann, wenn man wiedermal wütend wurde, und dann ist die Sache klar und gelöst. Bei manchen Dingen grüble ich jetzt schon ein Jahrzehnt, und habe nicht das Gefühl, einen entscheidenden Schritt weitergekommen zu sein. Wie geht man damit um? Was kann man da tun? Gibt's da auch Lösungsvorschläge?
Hinschauen. Fühlen. Es ist so, als würde man immer wieder weitere Zwiebelschalen von sich abblättern. Manche Dinge sitzen so tief, das es jahrzehnte brauchen kann. Alles löst sich zu seiner Zeit.




Und nicht zuletzt: Ist man vielleicht nicht an einem bestimmten Punkt einfach nur noch machtlos gegenüber sich selbst, weil man sich eben nicht willentlich noch mehr verändern kann?

Da der Wille, den Du hier beschreibst, ncith der Wille des Selbsts ist, sonder nder Wille des ICHs, so ist er in der Tat beschränkt. Das ICH bekommt immer, was es braucht (vom Selbst her gesehen), aber dass, was es braucht, muss nicht imemr unbedingt das sein, was es will.


lg
Christian
 

Wyrm

Member
nun stellt sich doch aber die frage, wie viele schatten wir erschaffen, um unserer schattenarbeit zu betreiben.

(was der denker denkt..)

ich habe an mir festgestellt, dass ich nämlich gar nicht so schattig bin wie ich mal dachte.


edit:

oder kam es zu dieser feststellung nur durch die schattenarbeit ? :)
 

Jandira

Member
Olga schrieb:
Für mich gibt es nichts Lanweiligeres als Perfektion.
Das meiste was einem bei den schlechten Seiten stört ist doch das schlechte Image, das man dadurch bekommt.
Imagepflege ist eine ziemlich energieraubende und unbefriedigende Sache.
Außerdem verkrampft es, und ich glaube nicht, daß man in diesem Zustand richtige Entscheidungen fällt.
"Besser" und einsichtiger wird man nur wenn man andere aus Liebe nicht verletzen will.
MfG und immer locker bleiben :regen:
Olga
Naja, wenn du Schattenarbeit für Imagepflege hälst, bist du hier im falschen Thread. Bei Schattenarbeit geht es um Ganzheit, um Heilung. Und um Authentizität und Echtheit - und nicht um eine aufgesetzte Schein-Persönlichkeit, die irgendwelchen Perfektionsmaßstäben entspricht. Ist der Schatten erlöst, stört einen auch die Meinung von anderen und ein "schlechtes Image" nicht mehr.

Jandira :blume:


---------off topic---------

@ Seelenflügel: geile Mucke, dies da bei dir zu hören gibt! :move1:
 

Seelenfluegel

Well-Known Member
Wyrm schrieb:
nun stellt sich doch aber die frage, wie viele schatten wir erschaffen, um unserer schattenarbeit zu betreiben.

(was der denker denkt..)

ich habe an mir festgestellt, dass ich nämlich gar nicht so schattig bin wie ich mal dachte.


edit:

oder kam es zu dieser feststellung nur durch die schattenarbeit ? :)

Herzlichen Glückwunsch,

da gibt es also nichts und keinen, was Dich aufregt, nichts, wogegen Du bist und alles in Dir und um Dich herum ist in vollster Ordnung?

Na denn...was machst Du dann hier überhaupt noch?

lg
Christian
 

Wyrm

Member
hehe das ist deine version :)

ich meine nur.. hmm nietzsche hat mal gesagt:

He who fights with monsters might take care lest he thereby become a monster. And if you gaze for long into an abyss, the abyss gazes also into you.


und irgendwann sieht man vielleicht schatten, wo gar keine sind.

(ich hab keine ahnung :p )
 

Seelenfluegel

Well-Known Member
Wyrm schrieb:
hehe das ist deine version :)

ich meine nur.. hmm nietzsche hat mal gesagt:

He who fights with monsters might take care lest he thereby become a monster. And if you gaze for long into an abyss, the abyss gazes also into you.


und irgendwann sieht man vielleicht schatten, wo gar keine sind.

(ich hab keine ahnung :p )

Nichts für ungut, aber so wie es aussieht, reden wir aneinander vorbei.

Wenn Du den Eingangsthread nochmal etwas genauer liest, geht es hier nicht um irgendwelche Hirngespinnste, die wir uns selbst erschaffen, sondern zum Resonanz, Affinität, und die "negativen" Seiten in uns.
 
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Christoph

Well-Known Member
Pragmatischer Beitrag

Robert Dilts und Robert MacDonald, zwei meiner früheren Lehrmeister haben zum Thema "Verstrickung* mit dem Schatten lösen" in Ihrem lesenswerten Buch (und seither ihren Ausbildungen) "Und dann geschieht ein Wunder... Tools of the Spirit" (Paderborn 1998, S. 126 f.) das folgende Format vorgestellt:

Dilts & McDonald schrieb:
©[/font]1998 Junfermann Verlag]
Zusammenfassung: die Verstrickung mit dem Schatten lösen

(Die Archetypenmuster)
1. Berühre deinen Körper, wo du eine Reaktion oder Verbindung mit dem Schatten spürst.
2. Lass nun im Stehen deine Hände ohne dein Zutun handeln und physisch eine dreidi­mensionale Repräsentation des Schattens gestalten, wo auch immer du seine Anwesenheit spürst.

3. Wenn deine Hände die Skulptur des Schattens geformt haben, achte darauf, wo du mit ihm verknüpft, verstrickt oder verbunden bist. (Zum Beispiel eine Schnur, die euch beide irgendwie verbindet; eine Verstrickung von Herz zu Herz; Seite an Seite;

Genitalien an Genitalien; ein Lichtstrahl; bist du in dem Schatten; ist der Schatten in dir; usw.?) Zeig mit deinen Händen und beschreibe laut, um was für eine Art von Verstrickung es sich handelt, also, was du siehst, hörst und ertastest. (Was ist sie? Wo ist sie? Woraus besteht sie? Wie groß ist sie? Wie fühlt sie sich beim Berühren an? Usw.)

4. Stell dir vor, dass deine Hände „magische Kräfte" haben. Indem du beginnst, mit deinen magischen Händen die Verstrickung mit dem Schatten zu durchtrennen, halte inne und stell dir nur vor, wie es wäre, die Verbindung zu durchtrennen. Achte dar­auf, wie sich das anfühlt, dass du diesen Akt der Loslösung ernstlich in Erwägung ziehst.

5. Nun frag den Teil von dir, der diese Verstrickung zugelassen hat, sanft nach seinen positiven Absichten. Welche Vorteile oder Gaben bietet diese Verbindung in dei­nem Leben eigentlich? Nimm dir hier genug Zeit.

6. Gestalte nun an einer Stelle ein wenig zu deiner Rechten dein Spirituell Wachsendes Selbst: ein holografisches Bild von einem Du (dein großgeschriebenes Selbst), das die Probleme bereits gelöst hat und die notwendigen Ressourcen hat, ein lebendes Beispiel der positiven Absichten zu sein, die du in Schritt 5 entdeckt hast. Dieses Du trägt die gleiche Kleidung wie du und sieht genau wie du aus. Doch dieses Spirituell Wachsende Selbst ist dir ein paar Schritte voraus, es liebt dich, hat Sinn für Humor und wird immer bei dir sein, jetzt und in der Zukunft. Blas den Atem des Lebens in die Nasenlöcher deines Spirituell Wachsenden Selbst. Atme nun den Atem des neuen Lebens ein, der von deinem tieferen Du stammt.

7. Während du die Skulptur deines eigenen Spirituell Wachsenden Selbst geformt hast, ist zu deiner Linken eine holografische Gestalt erschienen, die die .spirituelle Essenz' des Schattens darstellt. Diese .spirituelle Essenz' des Schattens will mit dem Schatten verbunden sein. Frag dich nun sanft, ob irgendein Teil von dir etwas dagegen hat, den Schatten von deinem Körper loszulösen, ihn mit seiner .spirituel­len Essenz' zu verbinden und dann dich mit deinem Spirtuell Wachsenden Selbst zu verbinden. Gibt es einen Einwand, dann wende dich einfach nach rechts zu dei­nem Spirituell Wachsenden Selbst und frage, ob er oder sie vollkommen bereit ist, dich anzunehmen und mit dem Einwand umzugehen.

8. Wenn du bereit bist, löse sanft deine Verstrickung mit dem Schatten (trenne ihn los, schmelze ihn, bewege ihn fort oder was auch immer). Und hilf dem Schatten, sich genau so mit seiner .spirituellen Essenz' zu verbinden, wie er mit dir verbun­den war.

9. Dreh dich nun herum und verbinde dich genau so mit deinem Spirituell Wachsenden Selbst, wie du mit dem Schatten verbunden warst. Zum Beispiel: Wenn der Schatten wie ein Schwert in deinem Hals ist, sollte dein Spirituell Wachsendes Selbst anfangs die Form eines Schwertes annehmen, das du an deinen Hals anlegst; lass dann diese Verbindung sich in die angemessenste Form verwandeln. Wenn du in dem Schatten bist, ist dein Ziel, am Ende in dem Spirituell Wachsenden Selbst zu sein. Wenn du durch eine Schnur mit dem Schatten verbunden bist, dann ist dein Ziel, dich mit deinem Spirituell Wachsenden Selbst durch eine Schnur zu verbinden. Jedenfalls hast du es geschafft, wenn du genau dieselbe Form der Verstrickung erreicht hast, aber einen neuen Inhalt.

10. Sieh jetzt dein Spirituell Wachsendes Selbst an, spüre deine körperliche Verbindung und hör zu, wie er oder sie dich zu Hause willkommen heißt und dir etwas Persönliches ins Ohr flüstert.

11. Geh mit der Aufmerksamkeit deines Spirituell Wachsenden Selbst im Hier und Jetzt in diese Erfahrung: jetzt in diesem Augenblick, an diesem Ort, mit diesen Menschen und diesen Möglichkeiten, usw.


Allerdings muss ich sagen, dass ich die Erfahrung gemacht habe, dass "Schatten" also etwas, das uns inkongruent in unserer Kommunikation macht, sehr oft mit systemischen Verstrickungen zu tun hat. Dort wirkt das McDonald/Dilts'sche Muster eher gegenteilig und ist wenig hilfreich. Man muss zuerst die systemische Seite abchecken und systemische Verstrickungen* lösen.

Viele Grüße
Christoph


* "Verstrickung" (="enmeshment" bei Dilts/McDonald) wird von den beiden NLPlern anders (i.S. v. "Irritation, neg. Beeinflussung") verwendet, als es von Systemaufstellern definiert wird.
 
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