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Mein Leben, mein Feind?!

Dieses Thema im Forum "Lebenskrisen" wurde erstellt von malermama, 9 April 2013.

  1. malermama

    malermama Well-Known Member

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    Hallo, guten Morgen an euch alle!
    Nachdem ich hier ganz neu bin, werde ich noch einige Themen im Bereich "mein Leben" erstellen. Hier nur mal die Kurzfassung:
    Ich bin 51 Jahre alt, Mutter von 3 erwachsenen Kindern,inzwischen 100% G schwerbehindert und mittlerweile sehe ich mein Leben als meinen Feind.
    Ab 2008 ereilte mich ein Schicksalsschlag nach dem anderen. Und bis Ende 2010 verlor ich fast meine gesamte Familie. Es ist nur noch meine Tante übrig, die inzwischen auch schon stolze 92 Jahre alt ist.
    Zuerst mein Bruder, dann Vater, dann Onkel, dann gesamt 5 Cousinen, dann Mutter und Ende 2010 starb auch noch mein Mann, mit dem ich über 20 Jahre wirklich glücklich zusammen lebte.
    Meine Mutter war eine sehr strenge und verbitterte Frau. Ich versorgte und pflegte sie gesamt 13 Jahre (nach Darm und Blasenkrebs ops und künstlichem Ausgang) in jeglicher Hinsicht. Es gab sehr viele Tage, da war ich rund um die Uhr im Einsatz. Wir bewohnten mit ihr zusammen ein Haus, das wir auch zusammen gebaut hatten. Allerdings auf ihrem Grund und wir haben über die Zeit viel Geld, Zeit und Liebe in dieses Anwesen gesteckt. Näheres dazu werde ich in weiteren Themen erklären. Durch den Tod meines Bruders verlor ich aber auch mein Zuhause und somit wurde alles zwangsversteigert. Die genaue Erklärung werde ich euch noch schreiben.
    Somit habe ich nun so gut wie alles verloren.
    Ich bin am Ende. Körperlich und vor allem geistig. Mein Rentenantrag für Frührente läuft bereits wiederholt. Nun auch schon wieder fast ein Jahr.
    Und heute nun habe ich einen Gutachtentermin bei einem Psychater. Am liebsten würde ich mich irgendwo "eingraben" und alles nur "verschlafen". Meine Kraft ist nun am Ende und ich habe so die Nase voll, dass ich eigentlich nur noch Ruhe möchte. Nein, ich denke nicht ans Sterben, keine Angst. Meine Kinder brauchen mich noch. Doch irgendwie machen die Lebensumstände müde und kraftlos. Es ist so mühsam die Tage durchzustehen.
    Drückt mir die Daumen, dass ich diesen Termin heute gut über die Bühne bringe!
    Melde mich dann heute abend wieder und berichte euch über den Ablauf!
    Viele liebe Grüsse und einen wunderschönen Tag wünscht euch eure Malermama
     
  2. malermama

    malermama Well-Known Member

    Hallo, hier bin ich nochmal! Wollte nur sagen, dass es richtig gut tut einmal den ganzen Mist aufzuschreiben. Sollte jemand hier im Forum sein, der mir die Daumen drücken kann und möchte, dann würde ich mich sehr darüber freuen. Viele liebe Grüsse eure Malermama
     
  3. Spätzin

    Spätzin Well-Known Member

    Guten Morgen Malermama,

    ich drück mal die Daumen für Dich und wünsche Dir Erfolg!!!
     
  4. ELLA

    ELLA Well-Known Member

    Liebe Malermama,

    erst einmal möchte ich dich herzlich willkommen heißen und hoffe, du wirst dich wohl fühlen bei uns.

    Wenn man soviel erlebt hat, ist es oft schwer nach vorne zu schauen, weiter zu gehen und an sich zu glauben.
    Da erscheint einem der Weg endlos, voller Qual und ohne Zuversicht.
    Man mag am liebsten nur mehr den Kopf in den Sand stecken und einen Moment verweilen....
    Gönne dir diese " Auszeit ", tanke Kraft und komme wieder ZU DIR!
    Du hast dich aufgeopfert, dich darüber hinaus selber vergessen.
    Nun ist deine Zeit.
    Genieße sie, auch wenn es dir heute noch schwer fällt*lächel

    Ich wünsche dir für den heutigen Termin alles erdenklich Gute!
     
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  5. Clara Clayton

    Clara Clayton Well-Known Member

    Liebe Malermama,

    herzlich willkommen auch von mir!

    Mir gehts z. Z. auch nicht so dolle. Deswegen fühle ich mit dir!

    Meine Daumen sind natürlich ganz feste für dich gedrückt!:)(y)
     
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  6. Bachstelze

    Bachstelze Well-Known Member

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    Liebe Malermama,

    ich drücke Dir ganz fest die Daumen für heute!

    lg
    B.
     
    malermama gefällt das.
  7. malermama

    malermama Well-Known Member

    Hallo an euch alle !!! Vielen vielen lieben Dank für eure Mitteilungen! Es tut gut nicht alleine zu sein und das es Menschen gibt, die mitfühlen können. Vielen Dank nochmals und ich melde mich heute Abend nach dem Termin wieder! Eure Malermama
     
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  8. Reinfriede

    Reinfriede Well-Known Member

    Liebe Malermama!

    Auch von mir ein herzliches Willkommen hier!

    Ich drücke Dir ebenfalls die Daumen, dass sich bald ein Licht am Horizont zeigt...Du bist durch viel durchgegangen, ich kann mir gut vorstellen, wie erschöpft Du sein musst.

    Du hast immer viel Stärke bewiesen, man kann nicht immer nur stark sein, auch das Schwachsein muss mal sein, damit man wieder Kraft sammeln kann.

    Es geht weiter, immer weiter...das Leben hält Dich fest und egal, was auch passiert ist, es geht weiter.

    Du bist jetzt 51 und hast nach derzeitigem Stand noch sehr, sehr viele Jahre vor Dir. Ich wünsche Dir, dass diese Jahre die Sonne scheint!

    Liebe Grüße
    Reinfriede
     
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  9. malermama

    malermama Well-Known Member

    Hallo Reinfriede! Vielen herzlichen Dank für Dein Mitgefühl! Man lernt in seiner eigenen "Leidenszeit" sehr viele Menschen kennen, die völliges Unverständnis zeigen. Doch hier gibt es wirklich noch Menschen, die herzlich und mit Mitgefühl reagieren. Toll und sehr wohltuend. Vielen vielen Dank nochmals auch an alle anderen! Viele liebe Grüsse und ich melde mich gleich nochmal! eure Malermama
     
  10. malermama

    malermama Well-Known Member

    Hallo Ihr Guten ! Hier meine Rückmeldung von dem gestrigen Termin beim Psychater. Na ja, weiss nicht so recht was davon zu halten ist. Gleich der Anfangssatz war die Frage: Welche Beschwerden haben Sie denn, dass Sie hier bei mir sind? Als ich daraufhin nochmals nachfragte, was diese Frage soll, wurde er schon nicht mehr ganz so freundlich. Also erzählte ich wieder meine ganze Geschichte und obwohl ich zu Anfang den Fragebogen ausgefüllt hatte, wollte er wieder die Medikamente, die momentane Verfassung und die Ursachen erklärt haben. Danach klopfte er mich an verschiedenen Stellen ab, ich musste auf Spitze und Ferse stehen (geht weder noch) und dann kamen EEg und psychologische Tests. Z.B. eine ewig lange Reihe von G und F. Die alle gilt es vorzulesen, doch dabei mussten die Buchstaben vertauscht werden. Meine Konzentration brach nach rund der Hälfte ab und dann musste ich noch aus Kreuzen, Pik, Kugeln und Pfeilen diese Pfeile rauszählen. Es waren gesamt 4 Reihen mit je ca. 40 Zeichen. Nach der ersten Reihe verschwamm schon mal die Zeichensprache und ich brauchte (gefühlt) Stunden um diese Pfeile zu zählen. So kam Test um Test und ich weiss nun nicht ob meine Antworten gut oder schlecht für das Gutachten waren. Na ja, in rund 3 Monaten werde ich schon die Auswertung und den Bescheid erhalten. Alles in allem dauerte die ganze Begutachtung rund 3 Stunden und ich war völlig geschafft. Hat jemand von euch auch schon so einen Termin erlebt? Vielleicht könnt ihr ja aus dem Ablauf schlau werden um mir Tipps geben, wie dies alle zu verstehen ist. Heute scheint ja wenigstens ab und zu die Sonne und es ist nicht ganz so trüb wie die letzen Wochen und Monate. Da geht es mir auch besser, doch leider ändern sich die Schmerzen nicht. Mein Schmerzpflaster darf ich erst morgen wieder neu kleben und somit ebbt heute die Wirkung merklich ab. Aber gut, dies bin ich ja über die vielen Jahre schon gewöhnt. So, nun werde ich mal meine Tiere versorgen und melde mich heute abend wieder bei euch! Viele liebe Grüsse bis dahin und für euch alle einen tollen, sonnigen Tag! eure Malermama
     
  11. Lucille

    Lucille Well-Known Member

    Liebe malermama,

    erstmal mein Mitgefühl für die zahlreichen menschlichen Verluste, welche Du in
    den letzten Jahren erleiden musstest. Du schreibst von "Unverständnis" Deiner Mitmschen ... was
    meinst Du genau damit?

    Ich ziehe den Hut vor Dir für 13 (!) Jahre Pflege Deiner Mutter. Das muss sehr mühsam
    gewesen sein, in Anbetracht Deiner eigenen Krankheit. Da ist es sehr verständlich,
    dass Du lange Zeit gebraucht hast, um Dich nach ihrem Tod wieder zu sammeln.

    Du bist noch viel zu jung, um eine derart resignative Haltung einzunehmen! Vielleicht
    kannst Du ja ein wenig Kraft schöpfen aus den Erinnerungen an eine so lange und
    glückliche Ehe? Das ist doch etwas sehr Besonderes ...

    Du schreibst, Du hast "so gut wie alles" verloren, also auch Dein urspüngliches Zuhause.
    Das ist wirklich nicht schön - aber solche Dinge passieren nun mal. Es klingt so, als
    könntest Du Dich mit dem jetzigen Leben nicht anfreunden. Kannst Du benennen, warum
    das so ist?

    Zu dem psychiaterischen Gutachten kann ich Dir leider nichtviel sagen außer,
    dass Du davon ausgehen kannst, dass es sich um klinisch standardisierte Vorgehensweisen handelt.
    Dass der Arzt Dir Fragen zu den Medikamenten und Deiner Verfassung gestellt hat,
    trotz des ausgefüllten Fragebogens, würde ich jetzt nicht negativ beurteilen - es lässt
    eher auf seine Genauigkeit schließen.

    Ich drücke Dir die Daumen, dass der Befund so ausfällt, dass Dir damit geholfen ist.

    Deine erwachsenen Kinder ... hast Du guten Kontakt zu ihnen?
    Leben sie in der Nähe?

    Du hast Tiere, um die Du Dich kümmerst, das finde ich toll!
    Das gilt übrigens auch für Deine Signatur.

    LG
    Lucille

    p.s.
    Eine Bitte an Dich: ich finde, die kursive Schrift liest sich eher schwerer, vielleicht
    kannst Du ja wieder auf die "normale" umstellen. Und ein paar Absätze im Text wären
    auch klasse.
     
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  12. malermama

    malermama Well-Known Member

    Hallo Lucille, habe Schrift bereits umgestellt! Tut mir leid, doch ich wusste nicht, das kursiv schwerer zu lesen ist. Warum die Absätze nicht auftauchen weiss ich nicht, denn ich habe diese bereits im Text festgehalten. Aber gut, dies sind ja keine Probleme.
    Vielen Dank für Deine Nachricht.
    Ja, es gibt Dinge, die einfach passieren. Doch wenn so viele Dinge nacheinander auf den Menschen einprasseln, dann kann man schon verzweifeln. Ich werde in weiteren Beiträgen noch viel mehr aus meinem Leben erzählen, vielleicht kannst Du ja dann besser nachvollziehen, warum mir alles grau in grau vorkommt.
    Mit meinen Töchtern (26 und 21) habe ich einen sehr guten Kontakt. Die Jüngere wohnt auch neben mir in einem Appartement. Mit meinem Sohn (33) ist es nicht so einfach, doch dazu später mal mehr.
    Wenn ein Mensch über fast 25 Jahre sein Leben aufbaut, Familie versorgt, soziales Umfeld passt und man einfach an grundlegende Dinge wie z.B. Mutter-Kind-Beziehung glaubt.... und dann plötzlich alles anders ist und man wirklich vor dem Nichts steht, dann fällt so mancher in ein ganz ganz tiefes Loch. Und auch wenn man dann immer wieder die Wände hochkrabbelt und sich aufrafft, kommt beim kleinsten Anlass der Zweifel und die Verzweiflung hoch. Es lähmt einen die Angst wieder und wieder enttäuscht zu werden. Wieder und wieder,seelische Schmerzen ertragen zu müssen. Und mit dem Wissen, dass es Dinge gibt, die einfach passieren, kann ich mich dann auch nicht aufrichten. Hut ab, vor jedem Menschen, der dazu in der Lage ist, doch leider gehöre ich nicht dazu.
    Ja, meine Tiere halten mich immer wieder aufrecht. Dies ist ein Punkt, der wirklich Wunder im Leben vollbringen kann. Wir haben hier so einen kleinen "Zoo" mit Hund und Katz und Wellensittichen. Also da ist immer was los und vor allem sind meine Tiere immer für mich da. Und das alleine ist schon wunderbar.
    So, nun mal wieder Pause, denn ich habe gleich noch einen Termin beim Rechtsanwalt wegen der ganzen Erbschaftsgeschichte. Melde mich dann am Abend wieder!
    Viele liebe Grüsse an euch alle und einen wunderschönen Tag eure Malermama
     

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  13. Hortensie

    Hortensie Well-Known Member

    Herzlich willkommen Malermama.
    Hast du eine Psychotherapie gemacht? Das ist für einen Frührentenantrag auch förderlich.
    Hortensie
     
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  14. cloudlight

    cloudlight Well-Known Member

    Liebe Malermama,

    das sind natuerlich sehr viele unschoene Dinge, die Dir da passiert sind! Das tut mir sehr leid fuer Dich! Es ist schrecklich geliebte Menschen zu verlieren, man muss sich immer wieder neu aufbauen um damit klar zu kommen.

    Ich will meine Situation nicht mit Deiner vergleichen, Du hast es wohl nochmal deutlich schlimmer als ich, aber ich habe im letzten Jahr meine zwei besten Freundinnen verloren, das ist echt schwer, damit klar zu kommen und ueberhaupt mich selbst kennen zu lernen. Mittlerweile ist es so, dass ich mich sehr auf mich selbst besinne und die kleinsten Dinge sehr geniesse und Freude finden kann. Wind in meinem Gesicht, ein leckeres Essen, das ich gekocht habe, sowas halt.

    Ich drueck Dich auf jeden Fall und wuensche Dir alles Liebe!
    cloudlight
     
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  15. malermama

    malermama Well-Known Member

    Hallo Hortensie und Cloudlight!
    Lieben Dank für eure Nachrichten! Ich hatte während eines Klinikaufenthaltes innerhalb meines Behandlungsplanes eine Therapie besucht. Doch die Zeit war viel zu kurz und vor allem schien mir der Therapeut nicht wirklich interessiert.
    Ich wurde in dieser Klinik mit alternativen Methoden gegen die Schmerzen behandelt und diese Methoden taten mir auch für diese Zeit gut. Doch wieder zuhause kann man sich nicht so "pflegen" wie in einer Klinik. Also ging alles wieder von vorne los und ich dachte auch nicht weiter über eine Therapie nach.
    (y) Werde aber diesen Weg mit meinem Neurologen mal durchsprechen. Vielen Dank für Deinen Tipp! Werde mich gleich nochmal melden um euch noch einiges von mir zu erzählen! Viele liebe Grüsse bis dahin eure Malermama
     
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