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Mißbrauch

Dieses Thema im Forum "Allgemeine Lebensfragen" wurde erstellt von Magicglass, 20 Juni 2004.

  1. Magicglass

    Magicglass Active Member

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    Für viele Menschen ist dieses Thema wahrscheinlich von weit hergeholt, aber leider gibt es auch viele Menschen, die sich tagein tagaus damit auseinandersetzen müssen. Müssen aus diesem Grund, weil sie immer wieder aufs neue von alten grausamen Bildern verfolgt werden, weil sie vielleicht Stimmen hören, weil sie träumen und Angst haben. Für Menschen die damit was anfangen können hab ich einen Rat. Kämpft weiter. Hört nicht auf zu kämpfen. Auch wenn ihr vielleicht manchmal glaubt, dass es unmöglich ist, diese Bilder, Stimmen und Träume zu besiegen. Ich weiß, dass es möglich ist. Durch jahrelange Therapie hab ich vieles gelernt. Vor allem hab ich gelernt, dass nicht alle Menschen gemein sind. Das es keinen Grund gibt, vor Bildern und Stimmen Angst haben zu müssen. Das ist alles Vergangenheit. Und das muß man sich immer wieder sagen. Es ist vorbei. Ich hab es überlebt ich hab es überstanden. Es ist das innere Kind, das man zu hassen beginnt, weil man ihm all die Schuld dafür gibt. Warum hast du dich nicht gewehrt, warum hast du das zugelassen. Warum, warum, warum? Aber eine Antwort gibt es dafür nicht. Ein kleines kind kann sich nicht wehren, es kann gar nichts dafür. Das erste was ich in der Therapie lernen mußte war, mein inneres Kind lieben zu lernen. Ich kann es bis heute noch nicht, aber ich akzeptiere sie als einen Teil von mir. Ich hab ihm täglich Briefe schreiben müssen, mich mit ihr auseinandersetzen müssen um zu verstehen, dass sie es nicht ändern konnte. Sie war tapfer und stark und sie ist es auch heute noch. Sie hat all die Qualen und Demütigungen überlebt, ja sie hat sie überlebt und das alleine muß schon reichen um zu sehen wie wertvoll sie ist.
    Vielleicht fühlt ihr euch gleich wie ich damals. Ich war oft weg von der Realität, bei jeder Kleinigkeit war ich sofort abwesend. Wußte nicht mehr wo ich bin und wer ich bin Ich hatte nur Angst, Angst vor dem Leben, Angst vor mir selbst. Ich kann es schwer beschreiben, für Menschen, die das nie durchmachen mußten, aber all die Betroffenen werden mich verstehen. Mittlerweile weiß ich warum es so schwer ist in der Realität zu bleiben. Weil man es nicht anders kennt. Es ist einfacher in der Vergangenheit zu leben, es ist einfacher Qualen durchzumachen, es ist einfacher als glücklich zu sein. Glücklich sein ist für mich das schwerste gewesen, weil ich jahrelang anders gelebt habe. Glücklich sein machte mir Angst, aber nun weiß ich, dass Glücklich sein das schönste auf Erden ist. Keine Angst mehr zu haben, halbwegs ruhig schlafen können. Es ist so schön. :daisy: :daisy:

    Wenn sich irgendwer angsprochen fühlt und gerne mit mir reden will, dann mailt mir.
    PS: Könnten viele Menschen mit Kinderaugen sehen, dann wäre manches viel einfacher auf dieser Welt
     
  2. Michelle

    Michelle Active Member

    Hm.......

    Hallo Magicglass.....

    ehm....tag erstmal....du hast ja so Recht...ja...auseinandersetzen....die alten gewohnten Gefühle erkennen....das ist so schwer...den anderen ein heiles Bild vorgaukeln, obwohl es anders ist....stark sein, keine Schwächen zeigen....saghafte Versuche mit anderen zu reden, werden in den Boden gestampft.....und dann irgendwann erkennen das alles so ist wie immer, obwohl ich weiss das es nicht so ist...achherrje...mein kopf....Vorbei ??
    Nein... ich hab mal gehofft...aber es fängt immer wieder von vorne an...mich einzuholen.....

    Hm...

    lliebe Grüsse

    Michelle
     
  3. Mara

    Mara Guest

    hallo ihr ...

    ich glaube nicht, dass es das innere kind ist, das man hasst, denn für kindsein war gar keine gelegenheit ...
    ich denke es ist eher das, was fehlt. das kindliche ... der mißbrauch und die mißhandlungen haben einen frühzeitig erwachsen werden lassen.

    kinder werden beschützt, behütet und nicht mit sorgen belastet. sie wachsen sorglos auf - normalerweise ... sie spielen das leben ... sie werden umsorgt und sind behütet in der liebe der erwachsenen.

    liebe und geborgenheit ... das schafft vertrauen - vertrauen in das leben und es gibt eine positive einstellung zu dem, was ist ...

    aber ich habe oft beobachtet, dass kinder, die so aufwachsen nicht innerlich wachsen. sie werden oberflächlich, manipulierbar ... es hat einen sinn, auch wenn es schwer nachvollziehbar ist, aber dieses abgeschnittensein zwingt einen zur reise ins innere. zu sich selbst und es gibt stärke, willen und einen starken charakter ...

    und wenn man immer geliebt wurde, von kind an, warum sollte man dann nach der liebe suchen ?

    ...

    mara
     
  4. Michelle

    Michelle Active Member

    hallo Mara....

    Hallo Mara....

    Bist du betroffen ?? Darf ich dich das fragen ?? Nun ja es ist einfach so das ich das als genauso empfinde.....
    Erwachsenwerden lassen ?? Hm.... Ich war weder Kind noch hab ich mich erwachsen gefühlt.....ich hab nur existiert....mehr nicht.... ich war das letzte .... und hätte ich mir nicht meine eigene Welt geschaffen...eine Phantasiewelt...dann wäre ich heute nicht mehr....ja...so ist es bei mir....
    leider leider.....
    Manipulierbar...oh ja da hast du Recht...es war gar nicht so leicht das zu erkennen...und als ichs dann erkannt hab...das war total hart....
    Mein Leben wandelt sich ...eine reise ins Innere...hm....da muss ich drüber nachdenken....

    liebe Grüsse

    Michelle
     
  5. Christoph

    Christoph Well-Known Member

    Hallo Magicglass,

    DAS ist der wichtigste Satz in deinem Beitrag. Sich von dem gewesenen abwenden und auf die Zukunft schauen.

    Nehmen, was gewesen ist, und es ins Herz nehmen inclusive des Täters. Und so kann man die Folgen beim Täter lassen - wenn man ihn in sein Herz nimmt und es sich ab sofort gut gehen lässt. Immer wieder hin schauen und leiden ist nur der Versuch einer Rache an ihm, der fehlschlägt.

    Wichtig auch: anerkennen der entstandenen Bindung.

    Und noch: NIEMALS das Wort "MISSBRAUCH" in Gegenwart anderer verwenden. Es bringt die Massen gegen den Täter auf und schließt ihn aus dem Herz aus. Aber wenn ich das bewirke, dann werde ich ihm ähnlich. Dann kommt mein eigenes Herz und meine Seele nicht zur Ruhe.

    Das sag ich als "Betroffener".

    Alles Gute dir
    Christoph
     
  6. Mara

    Mara Guest

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    hallo michelle ...

    ob ich betroffen bin? weiß nicht ...

    ich bin in letzter zeit immer wieder mit diesem thema konfrontiert worden und es hat mich still werden lassen (nicht das ich das nicht schon immer war ... *grins* in der beziehung).
    ich habe seelische grausamkeit erlebt und sexuelle übergriffe - ja ... aber ich hatte etwas von klein an, nämlich das bewußtsein der bedingungslosen liebe. das hat es nicht leichter gemacht, im gegenteil, es hat mich früh schon alle verantwortung übernehmen lassen ... ich habe sehen können, warum es geschah und ich konnte verstehen ... aber das hat mich nicht weniger hassen lassen ... ich habe das leben oft gehasst und ich tue es heute noch oft, wenn ich an dieselben grenzen stosse, wie damals ...
    und ich hatte immer gleichzeitig menschen um mich, die mich auffangen konnten. ich hatte immer helfende hände und ich habe sie wahrgenommen.
    ich denke, dass jeder diese menschen um sich hat, aber in fällen von schweren misshandlungen und sich wiederholendem mißbrauch wird es nicht mehr möglich sein, zu sehen ... dann ist alles dunkel und voller angst ...

    ich habe keine körperliche gewalt kennengelernt, und trotzdem bin ich voller mißtrauen menschen gegenüber, die mir liebe antragen wollen *ggg* ... ich frage mich oft, wie schwer muss das erst für andere sein, die viel mehr leiden mussten als ich ...

    ich habe lange zeit nicht darüber reden wollen, weil ich nicht das arme kind sein wollte. weil ich kein mitleid wollte. und weil ich um meinetwillen geliebt werden wollte und so wie ich bin, mit meinen narben und verletzungen.
    es hat lange gebraucht, bis ich mich selbst so akzeptieren konnte und es annehmen konnte, als einen teil von mir, der mich geprägt hat.

    ich war immer drauf bedacht, das gute daran zu sehen. ich habe immer gesucht nach den gründen, was es mit mir und aus mir gemacht hat.
    da habe ich diese stärke gefunden, den willen und meine eigenständigkeit. meine sturheit und meine fähigkeit meinen eigenen weg zu gehen.

    ich weiß jetzt, es war wichtig für mich in diesem leben, um meinen weg gehen zu können. um meine aufgabe zu erfüllen. und um mitfühlen zu können.
    nur wer selbst leid erlebt hat, fühlt mit anderen mit. kann dasein ...
    es macht sensibel, sanft und feinfühlig für das leid der anderen und es macht hart und egoistisch, damit man sich abgrenzen kann und nicht im leid der anderen versinkt ...

    es sind eigenschaften, wie sie z.b. ein guter heiler braucht ... ;)

    mich erinnert das an chriron, den großen heiler, der zum heiler wurde, weil er auf der suche nach einer medizin für seine eigene unheilbare verwundung suchte ...

    ich denke es ist ein klassischer weg, michelle ... der ständige schmerz im außen, im körper läßt uns nach anderen welten suchen ... dort finden wir geborgenheit, liebe. später ist es wichtig wieder zurückzukehren in den körper. ihn zu heilen ... und während man nach der richtigen medizin sucht, hilft man anderen - ... vielleicht ;)

    alles liebe
    mara
     
  7. Michelle

    Michelle Active Member

    Hallo Mara....

    Du kannst sehr gut formulieren.... das fällt mir in dieser Form jetzt schwer...
    Ich habe zwar schon eine therapie gemacht die gut 2 !/2 Jahre lief und trotzdem.... ich habe gelernt wie ich es verhindern kann in eine Depression abzusacken, beziehungsweise nicht so tief zu fallen wie damals...und trotzdem....meine Sinne ...sie spielen total verrückt und ich rieche Dinge die andere nicht wahrnehmen und höre Geräusche von sonstwo weit her... Du hattest Glück wenn du jemanden um dich hattest der dich auffing...ich habe erst vor kurzem endgültig fest stellen müssen das ich nie eine Familie hatte...eine die mich liebt... ich war ein Gebrauchsgegenstand...ungewollt und als Fussabtreter ideal.....Ich habe alles an Fiesheiten durch was man sich denken kann...Psychoterror, Gewalt, Missbrauch, Folter....ach ....ach Mensch.... Qüälerei....egal...stark ...Ich sollte wütend sein...ich kann das nicht...es geht einfach nicht und wenn richtet sich meine Wut gegen mich selber....und das will ich nicht...oh ja mitfühlen....es ist so schlimm wenn du andere ihr Leid so mitfühlen und empfinden tust, es zerreisst mich manchmal förmlich....wie sagte mein Thera sie sind sensibilisiert....na toll und...?? was bringt mir das ausser Leid und Qual....aber mein Leben es wandelt sich....und ich bin nicht ich, obwohl ich ich bin....oh jeh...hört sich das jetzt nicht total verdreht an ?? Eigentlich passiert so viel unrealistisches im Moment das ich manchmal schon glaube ich hätt ne Schacke...aber mein Mann...der erlebt es ja auch...also bin ich auf der Suche....nun stecke ich in einem Esoterikforum und das Thema ist Missbrauch.....Zufall/ Bestimmung ???
    Der ständige Schmerz im aussen...das hast du so schön gesagt..es ist so treffend...ich will ihn aber nicht...diesen Schmerz...ich würde ihn so gerne abstellen.... Tja.....nun geht mir der Faden irgenwie weg...

    Liebe Grüsse

    Michelle
     
  8. Mara

    Mara Guest

    liebe michelle ...

    nein ... du fühlst nicht mit, du leidest mit. und du leidest mit, weil du dein eigenes leid in dir noch im außen sichtbar machst ...
    ich kann klar formulieren, weil ich draussen bin ... du bist mittendrin.

    meine familie war nie ein halt für mich, das ist sie heute noch nicht. unsere wahre familie so heißt es immer, ist nicht die in die wir geboren wurden, sondern wir finden sie stück für stück im leben.../in den höheren welten ...

    familie ist nur wichtig für ein kind, das sich selbst nicht ernähren kann. das noch nicht alleine überleben kann ...
    du bist jetzt erwachsen. du brauchst deine familie nicht mehr ... und du hast trotzdem überlebt ... !

    ich hoffe du hast einen halt in diesem strudel ?

    alles liebe
    mara
     
  9. Mara

    Mara Guest

    da ist noch etwas, was mir so durch den kopf gegangen ist...

    unsere kinder werden krank, wenn sie hilfe brauchen, nicht mehr weiterwissen, falsch behandelt werden...

    mißhandelte kinder können sich das nicht leisten ... sie wissen, dass niemand da sein wird, der ihnen hilft und sie uU sterben müßten ...

    mein mitgefühl gehört ihnen ...
     
  10. Michelle

    Michelle Active Member

    Liebe Mara

    Liebe Mara,

    mein Strudel hat sich zu einem Tornado entwickelt in dem ich mittendrin umherwirbel ...du hast Recht...mittendrin.... Mein Mann... naja...er ist ebenfalls sehr sensibel und naja hat eine eigene Problematik....ich muss mit mir alleine klarkommen irgendwie....muss versuchen alles im Lot zu halten...ich versuche mich in Meditation...über Hypnose...da hab ich ca. 2 Stunden so eine Art Stillstand...und Visionen -verschiedenster Art...ach ...seufz...da passiert so viel und ja den Täter ins Herz schliessen...also ich kann nicht verzeihen, aber ich wünsch ihm auch nichts böses....ich weiss nicht...bin jetzt grad ziemlich aufgewühlt.....

    liebe Grüsse

    Michelle

    PS es ist kaum greifbar was alles passiert an in und um mich herum......
     
  11. Mara

    Mara Guest

    "dem täter verzeihen"

    ich denke du hast gerade genug mit dir zu tun ... und zuerst muss man wohl sich selbst verzeihen (und sich annehmen), oder ?

    was machst du, wenn du in so einem tornado rumwirbelst ?

    ich lege mich meistens hin, wenn ich so einen anfall bekomme und lasse aufsteigen was aufsteigen will. dann beobachte ich mich selbst und meine gefühle. den schmerz. ich lasse ihn sein und fühle mich hinein. ich kann das schon richtig genüßlich mittlerweile ...

    kannst du schon sehen, dass nicht du das wirklich bist, der da leidet ?

    mara
     
  12. Michelle

    Michelle Active Member

    Hallo Mara

    Hallo Mara...

    was ich mache...ich versuch mir nen Halt zu finden, meist ertrage ich diesen Ansturm nur einfach....manchmal gerate ich schlichtweg einfach in Panik und hoffe das es bald vorbei ist.... dann bekomm ich Kopfschmerzen....
    Hm...ich bin das nicht...?...der da leidet...wer/ was solls denn dann sein....
    Was meinst du denn damit...hm.........hm.....

    Michelle
     
  13. Michelle

    Michelle Active Member

    ach..

    Der Täter stammt aus der Familie, wie man ja auch immer so oft hört und ist nun der einzigst lebende Verwandte... verzeihen...um für mich so eine art Abschluss zu finden....dachte ich...aber es geht nicht....

    aber...eigentlich waren ja alle Täter...einer der sich auf das spezialiesert hat, einer der nur zugeschaut und nichts unternommen hat, einer der vertuscht hat und auf seiner Seite war und eben dann ER der sich vergangen hat in dieser oder jener Weise...je nach Belieben....

    Michelle
     
  14. Christoph

    Christoph Well-Known Member

    Liebe Michelle,

    STOPP! HALT ES AN! JETZT!

    Nimm deinen Mann oder eine andere Person und mach die Augen auf und schau hin nach außen! Welche Augenfarbe hat die andere Person? Welche Farbe haben die gegenstände um dich? Welche Farbe hat das Bild auf dem Computer, während du dies liest? Schreib es JETZT auf. Hier.

    Du kannst das.

    Verzeihen musst du auch nicht, das hat, so weit ich erinnere, hier keiner gesagt oder?

    Du darfst ihm das niiemals verzeihen, weil das ein Eingriff in sein Schicksal ist und du dann seine Last trägst. Aberdas heißt nicht, dass du ihm böse sein solltest. Nicht verzeihen heißt nicht, das Leid aufrecht zu erhalten. Wut wäre auch unangebracht, weil sie nur ein Ersatzgefühl ist. Auch Wut bei anderen auszulösen und sie gegen den Täter aufzubringen, hilft nicht. Sie wirkt dann in der eigenen Seele als Täterenergie.

    Kopfschmerzen sind Liebe zu einer Person, die nicht fließen kann. Liebe, die fest gehalten wird. Und meine Beobachtung hat bisher gezeigt, was für dich als Betroffene noch sehr fremd klingen wird: Das Opfer hat eine tiefe Liebe für den Täter - weit unter der Oberfläche.

    Immerhin ist durch den sexuellen Vollzug eine Bindung entstanden, die ebenso wirkt, wie wenn sie unter anderen Umständen entstanden wäre. Für den Faktor des Gebundenseins sind die Umstände unerheblich.

    Finde einen professionellen Begleiter, der den Täter in sein Herz nehmen kann (ohne dich daraus auszuschließen natürlich!). So einer wird dir sehr weiterhelfen können, denke ich.

    Leider kann man die nicht oft finden. Viele meinen, dass sie dir helfen, wenn sie den Täter aus ihrem Herz ausschließen und verteufeln und dich gegen ihn aufbringen. So stärkt man die unterschwellige Treue des Opfers dem Täter gegenüber.

    Erst wenn der Täter einen Platz im Herzen bekommen hat, ist für das Opfer Ruhe.

    Alles Gute dir!
    Christoph
     
  15. Mara

    Mara Guest

    na ja ...

    es ist eigentlich ganz einfach ...

    es ist sozusagen eine zeitverschiebung. du kannst das nicht sein, denn du bist jetzt - hier ...
    aber jetzt und hier tut dir niemand etwas zu leide. im gegenteil ... vielleicht sind da sogar menschen um dich herum, die dich sehr lieben. die nur auf dich warten ... dein leben jetzt ist nicht voller gewalt, terror ...

    das war ... ist vergangen ...

    folglich kannst nicht du das sein, der da jetzt leidet. denn du bist nur jetzt ...

    hört sich abgedreht an. ist aber so ... und wenn du das so bewußt fühlen kannst, dann ist es anders.
    ich war versucht zu schreiben, der schmerz ist nicht so groß, aber da bin ich lieber vorsichtig. der schmerz ist oft unerträglich und ich habe in diesen momenten immer eine große todessehnsucht. und dieser abgrund in den ich dann falle ist einfach nur furchtbar. trostlos, endlos ...

    aber etwas in mir ist wach und schaut seelenruhig zu, wie ich da etwas durchlebe und dieses etwas weiß, es ist nicht REAL und das hilft.
    ich glaube was dann fehlt ist die verzweiflung ... man weiß einfach, es ist nicht wahr und es geht vorbei ...

    es wird erträglich bis nur noch lästig irgendwann. man gewöhnt sich sozusagen an diese attacken und denkt höchstens noch: "nein - nicht schon wieder" und läßt sich dann hineinsinken ... um immer schneller wieder aufzutauchen ...

    ich glaube das ist das, was man "annehmen" nennt ...

    es ist nicht wahr, michelle und es ist nicht JETZT ...

    es ist vorbei ... und es ist etwas, das bleibt, das zu einem gehört ...

    so meinte ich das ...

    mara :)
     

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