.... das Leben an mir vorbei???

AW: .... das Leben an mir vorbei???

Deine Angst kannst du nicht bewältigen. Sie ist einfach da - aufgrund schlimmer Erfahrungen. Aber du kannst dich ihr stellen - ihr ins Gesicht sehen, und nicht vor ihr davonlaufen.
.........

tja, und das war vielleicht eh mein weg bisher: der angst absolut ins auge zu schauen, sie mir einzugestehen, zu sehen, dass man sie nicht einfach weg-leben kann, zu spüren, dass man nur durch das ANNEHMEN, WAS IST zur ruhe kommen kann. zu sehen, dass es fast nicht mehr schlimmer kommen kann, weil die ANGST mit all ihren eventualitäten, die das leben zu bieten hat,
schon das schlimmste war, was man durchleben konnte.

dieses über die angst sich liebevoll mit sich selber in verbindung zu bringen.
.......Es kann dir nichts passieren! Nicht die schlimmste Armut kann dir etwas anhaben, wenn du deinen Reichtum in dir erkennst.
naja, da bin ich mir nicht so sicher, denn wenn ich meinen inneren reichtum erkenne, dann bin ich es mir ja auch WERT, den äußeren reichtum beizubehalten :clown:
Und darum vermute ich mal, dass du dich im Moment äußerlich reich fühlst, nicht aber innerlich. Und aus diesem Grunde hast du auch so Riesenangst, den äußeren "Reichtum" zu verlieren (der in Wirklichkeit keiner ist). Denn dann stehst du leer da.
nein. ich bin innerlich reich(geworden)- durch all die kämpfe in den jahren hab ich mich sehr mit mir selber auseinandergesetzt. ich bin es mir wie gesagt WERT, auch äußerlich reich zu sein.
in der phase wo ich es nicht war, war ich "nur" innerlich reich. es war schon sehr viel. jetzt hab ich noch viel mehr.
wenn du reich sein möchtest, dann kümmere dich darum, seelisch erfüllt zu leben.
ich BIN das. vor allem in momenten, in denen ich ganz mit mir alleine bin.
ich spüre, dass ich nicht mehr abhängig bin. das tut einerseits gut, anderseits ist die akzeptanzgrenze dadurch sehr weit unten.
vieles ist einem gleichgültig, so manches aber gar nicht.

lg abendsonne
 
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AW: .... das Leben an mir vorbei???

noch etwas, ganz kurz:

ein wenig hoffnung, dass es noch was "wird" zwischen meinem mann und mir war jetzt wieder da, wie ihr gemerkt habt.

wenn ich aber reinspüre, was ich empfinde, wenn ich diese zeilen lese:
Strandläufer;209417 schrieb:
...... geht es mir zunehmend einfach nur gut und ich bin so oft richtig gehend glücklich, ausgefüllt und zufrieden. Ich habe Platz für Neues geschaffen, neue Menschen, neue Erlebnisse und neue Erkenntnisse. Ich habe wieder Platz für meine Gedanken und für neue Wege, bin wieder bei mir selber angekommen und habe wieder das Gefühl allein Herr meiner Entscheidungen zu sein.
.... dann weiß ich, dass dies irgendwann auch mal MEIN weg sein sollte/sein darf. es fühlt sich einfach UNSAGBAR gut
an.

danke euch allen

abendsonne
 
AW: .... das Leben an mir vorbei???

noch etwas, ganz kurz:

ein wenig hoffnung, dass es noch was "wird" zwischen meinem mann und mir war jetzt wieder da, wie ihr gemerkt habt.

wenn ich aber reinspüre, was ich empfinde, wenn ich diese zeilen lese:

.... dann weiß ich, dass dies irgendwann auch mal MEIN weg sein sollte/sein darf. es fühlt sich einfach UNSAGBAR gut
an.

danke euch allen

abendsonne
Oh liebe Abendsonne, was ich schreibe ist doch eigentlich traurig, denn all das ist auch in einer Beziehung möglich. Mir fehlte einfach die Kraft neben einem Menschen, der irgendwie unglaublich präsent in meinem Leben und in meinem Inneren war, noch Glück zu empfinden. Die Gedanken kreisten andauernd darum, wie mache ich mich los, wie kann ich wieder fühlen und entscheiden ohne diese ständigen Gedanken.

Ich will doch irgendwann auch wieder Partnerschaft leben und wenn mir dann das Gleiche passiert, dass ich voll und ganz mit diesem Jemand ausgefüllt bin, dann laufe ich binnen kurzer Zeit wieder weg, weil es mir zu eng wird und ich mich nicht fühle.

Nein, das kann auf Dauer die Lösung nicht sein.

In diesem besonderen Fall war es allerdings extrem...viele viele Mails am Tag, fast tägliche Telefonate, aber in letzter Zeit keine persönlichen Kontakte mehr, das war einfach irritierend und belastend und deshalb ist es schon sehr gut, dass dieser eine Kontakt abgebrochen ist. Im Laufe der Zeit werde ich mich darin üben darauf zu vertrauen, dass alles was gut und wichtig ist für mein Leben, sich mir zeigt und ggf. auch längere Zeit bleibt, bzw. ich bleibe.

Ich habe ungeheuer viel zu lernen und jeder Tag, der mir gut gelingt, wird mich meinem Ziel ein Stück näher bringen. Eitel Freude und Sonnenschein ist das aber auch nicht, in jeder Lebensweise steckt Freude und Leid...IMMER.
LG
Elke
 
AW: .... das Leben an mir vorbei???

Liebe Abendsonne, liebe Elke,

ich möchte euch zwischendurch einfach nur mal danken, dass ihr da seid.

Ich merke immer wieder, wie ich von diesem Thread angezogen bin, weil es in Wirklichkeit eine Auseinandersetzung mit mir selbst ist.
Auch wenn ich manchmal Worte schreibe, die ich selbst nicht so 100%ig durchziehen kann (da spricht "etwas" durch mich), bin ich im Gespräch mit dir liebe Abendsonne in einem Zwiegespräch mit mir selbst.
Ein Teil von mir möchte auch gerne weg - hin zu einem "freieren" Leben; ein anderer Teil hat noch große Angst davor, überlegt 1000fach, ob dieser Schritt der Richtige wäre.....

Eure Beiträge geben mir immer wieder Inputs, besonders auch deine liebe Elke; und bei deinen liebe Abendsonne erkenne ich mich auch immer wieder in gewisser Weise selbst wieder.

Danke.

lg
Niki
 
AW: .... das Leben an mir vorbei???

Ich bin heute sehr nachdenklich, sehr melancholisch, und meine Gedanken lassen mich nicht ruhen.

Wie du beschreibst, liebe Abendsonne, du hast deinen Mann geliebt; und dann gedanklich versucht, dich von ihm zu lösen....(ich interpretiere): um nicht miterleben zu müssen, wie er von dannen geht....

ja, das gelingt.

Und ich geb dir vollkommen recht. Es ist verdammt schwer, der Angst ins Auge zu sehen.

Auch ich habe derzeit das drängende Gefühl, ich muss mich auf meine Beziehung einlassen, wenn ich weiterkommen will. Ich habe Widerstand dagegen, mit meinem Mann eine intimere Beziehung einzugehen, weil meine Gedanken bei jemand anderem sind (der ja nicht verfügbar ist).
Ich halte mich quasi selbst davon ab, tiefer in eine Beziehung zu gehen, indem ich in Gedanken an jemand anderem hänge. Und ich kann bei beiden derzeit keine tiefere Beziehung finden (bei einem vermeide ich es, beim anderen ist es nicht möglich).
Warum? Vermutlich, weil ich eine Sch***Angst davor habe, eine WIRKLICHE TIEFE zu erleben. Weil ich Angst habe, meine Freiheit in so einer Beziehung zu verlieren, in der ich mich ganz gebe - mich ganz hingebe - egal was passiert.
Dabei wurde mir heute so verdammt klar, dass ich nur eine tiefe erfüllende Beziehung finden kann, wenn ich 100%ig zu mir stehe, zu meinen Empfindungen, Bedürfnissen, und diese gegenüber meinem Partner auch mutig ausdrücke.
(ich war/bin ja so der Co-Abhängige Typ, der sich eher anpasste, um Konflikte zu vermeiden...)
Wenn ich die Tiefe in einer Beziehung finden will, dann ist das nur möglich, indem ich mich stelle - mir selbst und auch dem anderen mitteile, was wirklich in mir los ist. Nur dann kann der andere wirklich AUF MICH reagieren, mich lieben - oder auch gehen.
Wenn ich bei mir bleibe in jeder Situation, dann ist jede Situation von Wahrheit geprägt, dann gibt es kein schlechtes Gewissen, keine Schuldgefühle, weil ich ja wirklich aus mir selbst gelebt habe (reagiert habe) - also "wahrhaftig" war. Woran sollte ich also schuld sein und ein schlechtes Gewissen haben (wie ich es sooooo oft hatte in meinem Leben, weil ich dem anderen vielleicht nicht ganz gerecht werden konnte).

Ich steh derzeit so an der Schwelle, mich voll einzulassen auf die Beziehung zu meinem Mann - als ICH. Als die Person, die ich wirklich bin. Schonungslos. Und ich sag euch was: ich hab eine Sch***Angst. Angst davor, dass ich unfrei werde, dass ich nicht mehr "mein Leben" lebe.....dass ich in einen Käfig gerate.
Doch irgendwie hab ich auch das Gefühl, den Käfig um mich herum baue ich mir selbst, indem ich nicht wirklich zu mir und meinen Gefühlen stehe. So trete ich in Widerstand gegen meinen Mann und komm gerade dadurch in eine unfreie Situation, indem ich mich zurückziehe in mein Schneckenhaus....

Ich werd da jetzt durchgehen, durch diesen Tunnel, der mir große Angst macht. Ich hab keine Ahnung, was da drin passiert. Entweder ich komm da am anderen Ende raus mit meinem Mann in liebevoller Verbindung; oder ich geh da rein, steh zu mir (vollkommen!) und er oder ich trennen uns, weil wir uns so entscheiden.

Augen zu und durch!

liebe Grüße
Niki
 
AW: .... das Leben an mir vorbei???

Du hast da etwas erkannt, Niki.
Es gibt ein Buch: "Liebe Dich selbst und es ist egal wen du heiratest."
Es beschreibt Beziehung und wie oft wir vor uns selber weglaufen unm uns nicht einzulassen. Ich könnte mir vorstellen, hätte ich meinem Mann öfter in die Augen geschaut, mich eingelassen, mich fallen lassen, dann hätten wir uns nicht trennen müssen. Aber ich krieg das Würgen, wenn ich nur dran denke... ein Punkt dem ich Aufmerksamkeit widmen sollte.
LG
Elke
 
AW: .... das Leben an mir vorbei???

Strandläufer;209435 schrieb:
Oh liebe Abendsonne, was ich schreibe ist doch eigentlich traurig, denn all das ist auch in einer Beziehung möglich. Mir fehlte einfach die Kraft neben einem Menschen, der irgendwie unglaublich präsent in meinem Leben und in meinem Inneren war, noch Glück zu empfinden. Die Gedanken kreisten andauernd darum, wie mache ich mich los, wie kann ich wieder fühlen und entscheiden ohne diese ständigen Gedanken.

Ich will doch irgendwann auch wieder Partnerschaft leben und wenn mir dann das Gleiche passiert, dass ich voll und ganz mit diesem Jemand ausgefüllt bin, dann laufe ich binnen kurzer Zeit wieder weg, weil es mir zu eng wird und ich mich nicht fühle.

Nein, das kann auf Dauer die Lösung nicht sein.

In diesem besonderen Fall war es allerdings extrem...viele viele Mails am Tag, fast tägliche Telefonate, aber in letzter Zeit keine persönlichen Kontakte mehr, das war einfach irritierend und belastend und deshalb ist es schon sehr gut, dass dieser eine Kontakt abgebrochen ist. Im Laufe der Zeit werde ich mich darin üben darauf zu vertrauen, dass alles was gut und wichtig ist für mein Leben, sich mir zeigt und ggf. auch längere Zeit bleibt, bzw. ich bleibe.

Ich habe ungeheuer viel zu lernen und jeder Tag, der mir gut gelingt, wird mich meinem Ziel ein Stück näher bringen. Eitel Freude und Sonnenschein ist das aber auch nicht, in jeder Lebensweise steckt Freude und Leid...IMMER.
LG
Elke

liebe elke, liebe niki,

konnte eure beiträge jetzt leider nur überfliegen, aber es war soo viel gefühl dabei, so viel ehrlichkeit. eure beiträge haben mich berührt.

ich habe dieses gefühl ehrlich gesagt oft ein wenig vermisst bei manchen, die MIR das gefühl gaben, das sie selber keine unsicherheiten, keine "schwächen" (die ja eigentlich den menschen zu einem menschen machen :))
mehr hätten. ihr habt mir so das gefühl gegeben, immer ganz genau zu wissen, wo ihr steht, wo es lang geht, und ich konnte mir aber nicht vorstellen, dass ein mensch fast GAR keine zweifel mehr hat. daher fühlte ich mich irgendwie immer ein wenig...... - keine worte, die das ausdrücken können. es hat mir einfach ein wenig leid getan.

besonders nikis weg kenne ich ja von anfang der threads an, und niki hat mich immer berührt mit ihrer ganzheitlichkeit der gedanken. mit den ängsten, mit den zweifeln,
und dann waren die ängste, die zweifel plötzlich WIE AUSGELÖSCHT?? das hab ich mir einfach nicht so vorstellen können.

ich bin froh, dass die "alte" niki wieder da ist, die auch mal wieder zweifel hat, ob der weg, den sie weiterhin geht, der richtige ist.

wegen strandläufers geschichte: klar ist die situation, in der du dich befindest, mit ganz, ganz viel traurigkeit verbunden. aber in dieser phase kommst du DIR wieder viel viel näher als es je zuvor vielleicht möglich war.

es sagte mir mal jemand: "und wenn du niemanden mehr hast, dann hast du trotzdem noch dich" - und das ist sehr sehr viel. dieses ICH-BIN so richtig uneingeschränkt erleben zu dürfen für eine zeit lang ist wie ein geschenk. und wenn dus später wieder anders hast, dann wirst du die zeit mit DIR dennoch immer in deiner erinnerung bewahren, und du wirst dich mit DIR noch viel verbundener fühlen als je zu vor.
gerade in zeiten wo man ganz auf sich zurückgeworfen wird (trotz der freunde), kann man irrsinnig intensiv spüren, empfinden.

ich hatte diese phase vor 15 jahren, es war eine traurige zeit, sehr gefühlsintensiv und daher irgendwie schaurig-schön.
das bewusstsein, alleine sein zu können, weil ich es damals ja lernte, hab ich in meine beziehungen mit reingenommen, und ich weiß nicht, warum ich mich dennoch so "abhängig" gemacht habe danach. das ist mein vertrauen in die welt, in die menschen.
und weils mein mann mir nicht "zu eng" gemacht hat, weil ER immer auf dem weg "Weg-von-mir" war (im sinne von sich entfernen), bin ich auch verhaftet geblieben.
wärs mir so ergangen wie dir, wo ich diese enge hätte erleben müssen, dann wäre mein weg auch der "weg--von-ihm" ((im sinne von mich entfernen) gewesen, da bin ich mir sicher. es war ja auch vorher bei den anderen männern so, dass ich die flucht ergriffen habe, wenns mir zu eng wurde bzw. wenn jemand zu nett war.

jetzt bin ich ganz, ganz anders geworden. ich könnte mich JETZT zum ersten mal ganz einlassen. dessen bin ich mir ganz sicher. da musste aber vorher viel von meiner programmierung ausgelöscht werden, viel von meinen ängsten. da musste viel bei der "vater-geschichte" gemacht werden. wie alles zusammenhängt ist phänomenal.


freue mich auf später, wenn ich dann eure beiträge so richtig studieren kann.

lg abendsonne
 
AW: .... das Leben an mir vorbei???

hallo wieder
hatte jetzt zeit :)

Strandläufer;209435 schrieb:
In diesem besonderen Fall war es allerdings extrem...viele viele Mails am Tag, fast tägliche Telefonate, aber in letzter Zeit keine persönlichen Kontakte mehr, das war einfach irritierend und belastend und deshalb ist es schon sehr gut, dass dieser eine Kontakt abgebrochen ist.
habt ihr euch da konkret ausgesprochen?
ich denke, am meisten verhaftet ist man, wenn beziehungen einfach im sand verlaufen, und man wegen dem WARUM nicht sicher ist. wenn man z.b. selber um mehr freiheit gebeten hat, der andere sich dann tatsächlich fast ohne worte zurückzieht. respektiert derjenige dann meinen wunsch, oder waren da andere gründe? ist dem anderen die bitte gelegen gekommen?? nun, das wollte man auch nicht.... . im grunde wollen wir alle, dass man um uns kämpft, wenn der andere das nicht tut sind wir irritiert. obwohl wir es ja so wollten.... :clown: naja, es heißt, menschen verhalten sich unbewusst so, wie wir sie auffordern, dass sie sich uns gegenüber verhalten sollten.... . vielleicht ist dieses distanzverhältnis einfach von uns herausgefordert, dass wir SPÜREN lernen, ob wir den anderen noch in unserem leben mögen oder oder nicht.... .

Auch ich habe derzeit das drängende Gefühl, ich muss mich auf meine Beziehung einlassen, wenn ich weiterkommen will. Ich habe Widerstand dagegen, mit meinem Mann eine intimere Beziehung einzugehen, weil meine Gedanken bei jemand anderem sind (der ja nicht verfügbar ist).
.... ich denke, sich so nahe zu sein, kann man nur dann als wunderschön empfinden, wenn sich die zwei seelen dabei vereinen. da du wahrscheinlich auch keine seelenverbindung hast zu deinem mann, - ansonsten würde das aufbauen der beziehung nicht so mühsam sein - gehst du in gedanken an deinen ... verlorenen geliebten.
naja, klar, da kommen dann irgendwie schuldgefühle auf. man geht mit dem mann ins bett und ist bei ganz jemand anderen.
ich kann mir gar keine sexuelle beziehung mehr vorstellen.
Ich halte mich quasi selbst davon ab, tiefer in eine Beziehung zu gehen, indem ich in Gedanken an jemand anderem hänge.
möchtest du mit deinem mann noch die tiefere beziehung? ich ertappe mich manchmal, dass bei mir der ruf nach neuem einfach viel lauter ist, als dass ich die aktuelle beziehung wirklich retten möchte. da einfach die seelenverbindung fehlt. wir sind verbunden durch viele umstände, aber das ist alles. ich habe NICHT das gefühl, dass er emotional anwesend ist, bei MIR ist, und ich bin es auch nicht bei ihm.
Warum? Vermutlich, weil ich eine Sch***Angst davor habe, eine WIRKLICHE TIEFE zu erleben. Weil ich Angst habe, meine Freiheit in so einer Beziehung zu verlieren, in der ich mich ganz gebe - mich ganz hingebe - egal was passiert.
oder ist es, weil du spürst, es gibt noch etwas, jemand ganz anderen... . weil keiner der beiden DERJENIGE ist.
bei deinem "ex" (habt ihr noch eine verbindung?) ist zu vieles verworren, schwierig... . noch immer wahrscheinlich, oder?

du willst dich also vielleicht nicht auf die ehe einlassen, weil es nicht 100 % DAS ist, und auch nicht auf die andere beziehung, weil die "andere" beziehung nur deshalb so intensiv war, weil sie euch nicht wirklich möglich war.
hast angst, dass die "andere beziehung" unter dem alltag scheitern würde.

tja, nix von beiden passt so wirklich, um tatsächlich ganz stark darum kämpfen zu wollen.

ich beziehe das wieder auf mich, denn ich mag auch nicht wirklich kämpfen um die beziehung, weils einfach nur eine frage der zeit ist, bis das mühsam entflammte feuer wieder ausgeht.
 
AW: .... das Leben an mir vorbei???

.....Dabei wurde mir heute so verdammt klar, dass ich nur eine tiefe erfüllende Beziehung finden kann, wenn ich 100%ig zu mir stehe, zu meinen Empfindungen, Bedürfnissen, und diese gegenüber meinem Partner auch mutig ausdrücke.
(
.. wär einen versuch wert.

ich denke es würde dir anders gehen als mir. mein mann reagierte GAR NICHT.

ich finde es also schON schade, dass ich über meine offenheit gar nichts erreicht habe :clown:, er hat es nicht mal versucht. er hat sich der situation resignativ angepasst.

wenn du deinem mann so ehrlich gegenüber stehst, dann lernst du ihn vielleicht von einer seite kennen, die dir bisher verborgen blieb.

wenn er nichts tut, so wie ja meiner auch nichts tut, dann wirst du vielleicht auch - so wie ich - deine beziehung aufgeben. unter dem gesichtspunkt: ich bin es wert, dass man um mich kämpft. vielleicht kannst du dich dann auch einfach fallen lassen in der "wirtschaftsgemeinschaft", dein leben leben "wenn ichs ihm nicht mal wert bin??":::

du bist ja auch die kämpferin, die löwin, die alles versucht, um irgendwas zu retten. warum nicht mal wer anderer?

ich sage meinem mann in stillem ausdruck, "selber schuld wenn ich mal weg bin". so sehe ich es wirklich.

zusammengefasst:
wundern darf er sich nicht. er weiß, wie es MIR geht, und tut NICHts. hätte er was getan, vielleicht wäre doch noch was möglich gewesen. so wahrscheinlich nicht. aus heutiger sicht bin ich es wieder leid, zu kämpfen, um ihn tatenlos daneben stehen zu sehen.


Wenn ich die Tiefe in einer Beziehung finden will, dann ist das nur möglich, indem ich mich stelle - mir selbst und auch dem anderen mitteile, was wirklich in mir los ist. Nur dann kann der andere wirklich AUF MICH reagieren, mich lieben - oder auch gehen.
ganz genau. meiner hat beschlossen, NICHTS zu tun. :clown:
wie gesagt.
Wenn ich bei mir bleibe in jeder Situation, dann ist jede Situation von Wahrheit geprägt, dann gibt es kein schlechtes Gewissen, keine Schuldgefühle, weil ich ja wirklich aus mir selbst gelebt habe (reagiert habe) - also "wahrhaftig" war. Woran sollte ich also schuld sein und ein schlechtes Gewissen haben
genau. durch unverblümte ehrlichkeit und offenheit wird man aber dennoch oft an den pranger gestellt, was mir absolut unklar ist. oder sie stehen einfach da und reagieren nicht.

menschen wollen lieber angelogen werden, als dass sie sich mit den gefühlen des anderen konfrontieren möchten. so kommt mir das vor. als würde sich mit den gefühlen des anderen konfrontiert sein einfach zu viel arbeit bedeuten.
ich sage dennoch, was ich fühle, bleibe ICH, es ist nicht MEINE entscheidung, wie der andere damit umgeht, wenn er konfrontiert ist,
..... frage mich nur manchmal, warum immer meine offenheit, wer ist es bei mir???

ich musste schon oft genug rätselraten, wie es um den anderen bestellt ist, und ich machs dem anderen immer so leicht, weil ich mich offenlege wie eine riesenlange schriftrolle. aber naja, ich finde das einfach fairer.
Ich steh derzeit so an der Schwelle, mich voll einzulassen auf die Beziehung zu meinem Mann - als ICH. Als die Person, die ich wirklich bin. Schonungslos. Und ich sag euch was: ich hab eine Sch***Angst. Angst davor, dass ich unfrei werde, dass ich nicht mehr "mein Leben" lebe.....dass ich in einen Käfig gerate.
würdest du es als käfig sehen, wenn eure beziehung wieder voll passen würde? hättest du angst, dass du deine freiheiten, die du jetzt hast, wieder zurückstellen müsstest? aber macht man das nicht gerne, wenns wieder gut ist?
oder hättest du angst, jetzt hat ER dich und dann will ER vielleicht irgendwann nicht mehr?? den anderen "weniger" zu lieben bedeutet irgendwie doch "kontrolle zu haben", oder? es ist gut, in kontrolle zu sein, nicht "ausgeliefert" zu sein.

aber beides passt irgendwie nicht.
ich möchte weder in kontrolle über jemand anderen sein, ich möchte mich auch nicht "ausgeliefert" fühlen,

ich sehne mich einfach nach einem "gleichklang der seelen", und der ist da oder er ist nicht da. wenn der gleichklang DA ist, gibt es keinen kampf, dann fließt es einfach. "panta rei", alles fließt.


nach dem sehnen wir uns alle, die wir ein wenig bewusster sind.
ich denke, wir alle haben die endlos zermürbenden unendlichen geschichten irgendwie satt. unendlich nicht immer auf den selben partner bezogen, sondern auf das allgemeine mühsal, das mit "beziehung" oft einher geht.

lg abendsonne
 
AW: .... das Leben an mir vorbei???

Jo das ist der Unterschied zu früher, heute weiß ich dass es wichtig ist bei mir zu sein, mich zu mögen egal was ich fühle und denke. Es ist neu für mich, mir zuzugestehen eben nicht immer alles nach Plan zu tun, Rückfälle in meinem Gefühlsleben zuzulassen.
Ich habe seit Donnerstag wundervolle Tage erlebt, ich habe mich frei und sicher gefühlt und gestern nachmittag, platsch wieder ab ín den Keller, runter in Gefühle von Sehnsucht nach etwas, was ich nicht wirklich greifen kann. Da war wieder der Wunsch nach Kontakt nach diesem Spinner, obwohl ich ganz klar und sicher weiß, dass mir das nicht gut tun würde. Fast den ganzen heutigen Tag habe ich mir damit noch versaut.

Na gut, das ist eben so und gehört wohl zum Ablösungsprozeß und deshalb werde ich mich gleich sehr verwöhnen, Tee und Kerzen...lecker Essen und ein Buch, in das ich mich vertiefen kann. Vielleicht nachher noch zum Sport, je nach Laune. Auf jeden Fall wäre ich früher zu solchen Aktionen kaum im Stande gewesen, heute geht das ganz gut.

Abendsonne du beschreibst da ein Symptom, das so typisch für Beziehungen ist. "Ich lieb dich nicht, wenn du mich liebst" Das Buch beschreibt das Nähe/ Distanzproblem das so viele Paare erleben. Liebt der eine zu sehr, zieht der Andere sich zurück.

Lange lief das zwischen meinem Mann und mir auch so, immer wechselseitig und echt zermürbend. In den letzten 2 Jahren gab es das nicht mehr, und ich hoffe dass ich das in einer neuen Partnerschaft ausgeglichener erlebe.

LG
Elke
 
AW: .... das Leben an mir vorbei???

du bist ja auch die kämpferin, die löwin, die alles versucht, um irgendwas zu retten. warum nicht mal wer anderer?
Also dazu kann ich nur sagen, ich habe immer selber gekämpft, weil ich genau wusste, dass es mein Partner nicht tun würde. So habe ich etwas am Leben erhalten, was nicht am Leben gehalten sein wollte oder ich hab ihm die Arbeit abgenommen, weiss ich nicht wirklich.

ich sage meinem mann in stillem ausdruck, "selber schuld wenn ich mal weg bin". so sehe ich es wirklich.
Die Frage ist, stört es unsere Partner überhaupt, wenn wir verschwinden?
Ich bin es auch leid zu kämpfen, es lohnt nur dann wenn der "Kampf" ein Selbstläufer ist, also wenig Anstrengung erfordert.

Kämpfen ist immer ein Ausdruck von Angst vor der Wahrheit. Wenn ich die Waffen strecke und mich ruhig verhalte, erst dann habe ich eine Chance wahrzunehmen was der Andere will. Tut er/sie nichts, dann gehe ich davon aus, dass es dem Anderen auch nicht wichtig genug ist. Dann verlieren wir nichts, dann gewinnen wir, nämlich die Chance auf Menschen, die uns wirklich mögen, denen wir wichtig sind.

Jeder, aber auch jeder noch so sture oder ängstliche Mensch wird sich regen, wenn er etwas was ihm wichtig ist zu verlieren glaubt.

ich musste schon oft genug rätselraten, wie es um den anderen bestellt ist, und ich machs dem anderen immer so leicht, weil ich mich offenlege wie eine riesenlange schriftrolle. aber naja, ich finde das einfach fairer.
Tja, da rätsele ich zur Zeit dran herum, ob das immer so richtig ist.
Mir fehlt oft die Fähigkeit des Schweigens, mir liest im Grunde fast jeder von der Stirn ab, wie es um mich bestellt ist.

ich sehne mich einfach nach einem "gleichklang der seelen", und der ist da oder er ist nicht da. wenn der gleichklang DA ist, gibt es keinen kampf, dann fließt es einfach. "panta rei", alles fließt.
Ich glaube, den gibts in keiner Beziehung dauerhaft, aber zumindest sollte es möglich sein im Gleichklag zu sein, gleich zu schwingen. Mit meinem Mann war das über lange Zeit sehr gut möglich und jetzt in der Trennung hatte ich auch das Gefühl, dass da ein Gleichklang ist. Wir kennen uns aber nun auch schon seit 14 Jahren, da entwickelt sich sowas zunehmend, wenn das beidseitige Interesse besteht.

Gleichklang und ähnlich oder gleich schwingen kann ich zeitweise auch mit wildfremden Menschen. Dann stellt sich eine ungekünstelte Harmonie ein.
Am Sonntag mit den beiden mir völlig fremden Menschen, mit denen ich im Zoo war, hat sich das so ergeben. Wir hatten uns über eine Foto- Forum verabredet, sind losgezogen, waren 5 Stunden unterwegs und hatten einfach sofort das Gefühl es harmoniert. War einfach toll dieses Erlebnis.

nach dem sehnen wir uns alle, die wir ein wenig bewusster sind.
ich denke, wir alle haben die endlos zermürbenden unendlichen geschichten irgendwie satt. unendlich nicht immer auf den selben partner bezogen, sondern auf das allgemeine mühsal, das mit "beziehung" oft einher geht.
Ja, das habe ich gründlich satt. Ob Freundschaft oder Beziehung, ich habe keine Lust mehr auf unendliche Geschichten, die nie etwas anderes bringen als Frust, aber die Neigung sich genau das zu suchen, lebt anscheinend immernoch in mir. Das bedeutet Programm ändern!!!!
LG
Elke
 
AW: .... das Leben an mir vorbei???

Liebe Abendsonne

habt ihr euch da konkret ausgesprochen?
Das macht keinen Sinn, fürchte ich.
Ich hole jetzt mal kurz ein wenig aus.
Vor ein paar Jahren meldete sich ein Kollege (nämlich er) plötzlich regelmäßig wegen allen möglichen dienstlichen Dingen, obwohl es eigentlich nicht notwändig schien. Dann kam es zu persönlichen Begegnungen, gemeinsamen Kaffee trinken und gelegentlichen Treffen in der Freizeit. Er hatte eine Ex, die Alkoholprobleme hatte und darüber hat er viel erzählt und sich von mir auch Rat geholt (bin ja in der Suchtberatung tätig). Mir ist nie die Idee gekommen, dass er sich privat an mich heran macht um sich zum Thema "Sucht" beraten zu lassen, aber er hat es tatsächlich getan. Schon damals hat er oft mehrmals täglich angerufen und ich Depp hab´s einfach nicht kapiert. Ich hätte mir ganze Tage an Dienstzeit gut schreiben lassen können.

Als das Thema weitgehend vom Tisch war, hatten wir trotzdem noch intensiven Mailkontakt, hin und wieder auch privat mal einen Kaffee getrunken.

Kurz bevor ich mich von meinem Mann trennen wollte, fing er plötzlich an mir Geschenke zu machen, mich häufiger zum Sport zu fahren usw. und nach der Trennung brach das plötzlich und ohne Vorankündigung immer mehr weg. (In der Zeit, glaubte ich auch, mich in ihn verliebt zu haben).

Ich hatte jetzt zunehmend das Gefühl, dass die persönlichen Kontakte mehr eine Gönnerhaltung waren als wirklich gewollt. Trotzdem erzählte er immer wieder von geplanten gemeinsamen Unternehmungen und rief nach wie vor fast täglich für stundenlange Gespräche an, tagsüber Mails im Büro zwischen 30-60 Stück. Vielleicht kannst du dir vorstellen, welche Verwirrung das hervor ruft. Der Kerl war im Grund den ganzen Tag in meinem Leben, schlimmer als jeder Beziehungspartner. Wir haben uns viel gestritten und bei dem letzten Streit gab´s von ihm halt die Ansage "Ab sofort nur noch dienstlicher Kontakt"

Das ist jetzt etwas mehr als 4 Wochen her und eigentlich geht es mir seit diesem Tag zunehmend besser, bis auf solche Tage wie heute. Ich fühle mich freier und wünsche mir diesen intensiven Kontakt auch auf keinen Fall zurück und ich wünsche mir auch keinen Kontakt der auf Gönnerhaltung basiert, sowas kotzt mich an und brauche ich nicht.

Was ich will? Ich will endlich wissen wieso er diesen Kontakt auf so merkwürdige Weise und so intensiv gehalten hat. War es Langeweile???
Er wird mir das niemals ehrlich sagen, nehme ich an und mit dieser Frage im Herzen und Kopf lebe ich nur schlecht.

Sicher ist, ich will den alten Zustand nie wieder zurück. Hier habe ich mich auf das Forum eingelassen, das einzige Forum ausser dem Fotoclub, in dem ich schreibe. Das Fotoforum dient mir aber auch zur Bildung persönlicher Kontakte, die sind mir wichtig.
Dieser Kollege und (meiner Auffassung nach) Freund ist mir wichtig gewesen und ist es irgendwie noch, aber jemanden den ich kenne, dessen Wohnort nicht weit von meinem entfernt liegt, den will ich auch mal sehen, da muss ich mich nicht auf Mails beschränken und vorallem sie dürfen nicht zu einem Dauerkontakt ohne Stop und Grenze werden. Auf der Arbeit habe ich auch keine Langeweile, sodass die dauernde Schreiberei mich oft genug von der Arbeit abgehalten hat.
Nun das war jetzt ganz schön viel in DEINEM Thread, tschuldige...aber irgendwie musste das mal raus.
Alles Liebe
Elke
 
AW: .... das Leben an mir vorbei???

naja, es heißt, menschen verhalten sich unbewusst so, wie wir sie auffordern, dass sie sich uns gegenüber verhalten sollten.... .

Abendsonne, du hast da etwas sehr wichtiges geschrieben. Ja, ich habe mir in den Monaten oft gewünscht ich möge die Kraft haben eine große Distanz zu ihm zu bekommen und ich habe ihn oft gebeten mich darin zu unterstützen. Ich selber hatte einfach nicht die Kraft dazu und nur durch die Tatsache, dass er mich aus seinem Leben geworfen hat, war es mir möglich jetzt endlich zu mir selber zu finden und meine eigenen Wünsche und Vorstellungen wichtig zu nehmen, bzw. der Abbruch des Kontaktes entstand ja gerade deshalb, weil ich es leid war nach seiner Pfeife zu tanzen und das auch immer wieder gesagt habe. Er hat genau das getan, was ich mir seit Monaten gewünscht habe und letzendlich habe ich selber dafür gesorgt, dass es so kam.

vielleicht ist dieses distanzverhältnis einfach von uns herausgefordert, dass wir SPÜREN lernen, ob wir den anderen noch in unserem leben mögen oder oder nicht.... .

Naja ich mag schon, aber keinesfalls zu den alten Bedingungen und damit ist eine Zukunft schon zum scheitern verurteilt. Er mag nicht so wie ich will und ich nicht so wie er will und damit war es das dann schon.

Andererseits kann ich mir nicht vorstellen, dass ich an einem Menschen so hänge und noch eine solch starke Bindung spüre, wenn es da nicht noch irgend eine Gemeinsamkeit gäbe. Ich kann mich täuschen, aber bisher habe ich schon erkennen können, wenn eine Beziehung oder Freundschaft tatsächlich überhaupt keine Zukunft mehr hat. Aber vielleicht bin ich einfach in diesem Fall blind für Tatsachen, mag sein. Ich kann mir derzeit jedenfalls nicht vorstellen wo die Gemeinsamkeiten sein sollen.

Es gibt so viele Menschen, es werden wohl noch einige kommen und wieder gehen und nicht immer ist das leicht.
LG
Elke
 
AW: .... das Leben an mir vorbei???

Strandläufer;209492 schrieb:
Wenn wir an einem Menschen so sehr hängen, dann sind wir unfrei, das spüren wir sehr genau und wissen nicht so recht, wie wir uns aus dieser Abhängigkeit befreien sollen.

Das fällt besonders Menschen schwer, die selten mehr als ein bis zwei Menschen als die nächsten Bezugspersonen in ihr Leben lassen, über die Familie hinaus. Wenn dann diese Einzelpersonen in den Streik treten, ist das der größte Liebesdienst, den sie einem Menschen erweisen können. Das macht selbstständig und unabhängiger, es sei denn wir suchen uns ganz schnell wieder eine einzelne Bezugsperson.

Das beste was wir also machen können, ist diese Menschen nerven ohne Ende, damit sie uns so weit wie möglich von sich weg haben wollen.
Wenn wir es dann schaffen uns anderen Menschen zuzuwenden und neue Dinge in unser Leben zu lassen, dann entdecken wir plötzlich, dass das Leben ohne Abhängigkeit einfach herrlich ist...bunt und interessant und dass es da viele Menschen gibt, die uns mögen und ihre Zeit mit uns teilen wollen.

Ich glaube schon, dass das dahinter steckt.
LG
Elk
e
hab das aus einem anderen thread rüberkopiert, da ich diese "antwort" auf deine/unsere lebensfragen sehr gut fand.


Strandläufer;209443 schrieb:
Ich habe seit Donnerstag wundervolle Tage erlebt, ich habe mich frei und sicher gefühlt und gestern nachmittag, platsch wieder ab ín den Keller, runter in Gefühle von Sehnsucht nach etwas, was ich nicht wirklich greifen kann. Da war wieder der Wunsch nach Kontakt nach diesem Spinner, obwohl ich ganz klar und sicher weiß, dass mir das nicht gut tun würde. Fast den ganzen heutigen Tag habe ich mir damit noch versaut.
ich denke, so ups and downs gehören dazu, auch um uns lebendig zu fühlen. könntest du alles mir nichts dir nichts aus dem leben streichen, dann wären auch die postitiven momente der beziehung bald einfach vergraben. weil man dann keine weiteren gedanken investiert. schade dann.

bei meinem ersten lebensgefährten hatte ich die beziehung SO dermaßen ausgelebt, dass er - als dann schluss war - einfach auch fast aus meiner erinnerung war. das gute genauso wie das schlimme. erstaunlich, dass es so etwas gibt. er war "weg" und ich verlor fast keinen gedanken mehr an ihn, obwohl wir 4 jahre zusammengelebt hatten. da verliert die beziehung, die man gelebt hat, irgendwie krass an bedeutung. auch nicht so gut....
Strandläufer;209445 schrieb:
Ich bin es auch leid zu kämpfen, es lohnt nur dann wenn der "Kampf" ein Selbstläufer ist, also wenig Anstrengung erfordert.
ich denke, das anstrengende an einem kampf, der KEIN selbstläufer ist (interessante definition!), ist der gedanke, ob es sich überhaupt lohnt zu kämpfen. das zermürbt dann. ich investiere etwas, kraft, gefühle, und weiß nicht mal, ob es sich überhaupt lohnt. so wie du schreibst:
So habe ich etwas am Leben erhalten, was nicht am Leben gehalten sein wollte
Strandläufer;209445 schrieb:
Tut er/sie nichts, dann gehe ich davon aus, dass es dem Anderen auch nicht wichtig genug ist. Dann verlieren wir nichts, dann gewinnen wir, nämlich die Chance auf Menschen, die uns wirklich mögen, denen wir wichtig sind.
naja, auf das "tut er dann nichts" bezogen bin ich mir da nicht so sicher. es hat ja bei den männern sehr vieles zu tun mit stolz. so lange für mich die beweggründe für dieses "nichts-tun" nicht geklärt sind, bin ich verhaftet.

ein beispiel mit meinem vater: er hat mich einfach nie wahrgenommen, es war, als wäre ich nicht da. ich nahm an, ich hätte keine bedeutung, aber ich WUSSTE es nicht. so bin ich immer wieder hin gefahren. weil ich die möglichkeit nicht ausschließen wollte, dass da gefühle da sind, und er sie einfach nicht zeigen kann. viel mehr noch, er ist einfach an mir vorbeigelaufen, hat mich irgnoriert.

bis zu dem tag vor fast einem jahr, als ich anrief bei ihm, und er sich absolut freute, und ich MEINE gefühle spüren konnte, die sehr, sehr gut waren. ich erlebte meinen vater noch nie so offen, so herzlich, so erfreut. es tat echt gut.
ich erlebte, wie er sein KANN, wie er aber noch nie war. und das für MICH :liebe1:
bis ich erkannte, dass er mich verwechselt hatte. er dachte, ein langjährige ex-freundin sei am apparat. er hatte also gar nicht MICH gemeint.

jetzt ist für mich alles klar. jetzt kann ich guten dinges die sache abschließen. ich interessiere ihn einfach nicht und punkt. naja, so einfach ist es dann aber doch nicht. zurückgewiesen sein, das muss man auch mal annehmen können. dennoch:

ich denke, es ist die KLARHEIT, die uns oft so fehlt.

wir rätseln ob der ursachen eines gewissen verhaltens.

das ist auch das, was ich meinte: ich stelle immer so klar meine gefühle dar, der andere weiß ganz konkret, wie er dran ist. der andere braucht nicht zu spekulieren, verbraucht demnach viel weniger energie als ein mensch, der mit jemanden konfrontiert ist, der sich "rätselhaft" benimmt.

das mit den vielen sms und den mails und dann dieser rückzug bei eurer sache, das ist ja auch nicht KLAR. worum gehts, welche bedeutung hatte ich???? diese frage stellst du dir. wenn er KLARTEXT reden würde, "du, es ist für mich nicht mehr so, da sind keine gefühle mehr....", dann könnte man viel besser umgehen mit der situation.
Strandläufer;209446 schrieb:
Kurz bevor ich mich von meinem Mann trennen wollte, fing er plötzlich an mir Geschenke zu machen, mich häufiger zum Sport zu fahren usw. und nach der Trennung brach das plötzlich und ohne Vorankündigung immer mehr weg. (In der Zeit, glaubte ich auch, mich in ihn verliebt zu haben).

Ich hatte jetzt zunehmend das Gefühl, dass die persönlichen Kontakte mehr eine Gönnerhaltung waren als wirklich gewollt. Trotzdem erzählte er immer wieder von geplanten gemeinsamen Unternehmungen und rief nach wie vor fast täglich für stundenlange Gespräche an, tagsüber Mails im Büro zwischen 30-60 Stück. Vielleicht kannst du dir vorstellen, welche Verwirrung das hervor ruft. Der Kerl war im Grund den ganzen Tag in meinem Leben, schlimmer als jeder Beziehungspartner.
ganz klar nachzuvollziehen, warum du so verhaftet bist.
diese ambivalenz des verhaltens, einmal so, und einmal so. und das in einer phase, wo du am dich-trennen von deinem alten leben warst.
aber:
du hattest diese menschen mal als "engel für unseren weg" oder ähnlich bezeichnet. menschen, die uns gesandt werden, um uns den ausstieg aus dem alten leben zu erleichtern. vielleicht ist er so ein mensch?

dass er einfach die eine mission erfüllt hat, dass du dich lösen kannst aus deiner ehe?

dieser "partner" von hat ja so viel verwirrung gestiftet,
dass er deine ganze aufmerksamkeit auf sich gezogen hat.
weg von deinem mann.

jetzt bist du wie gesagt auf dich zurückgeworfen, und musst vielleicht auch die trennung aus deiner ehe aufarbeiten. diese "arbeit" wurde ja zwangsläufig verdrängt, da sich ja ein anderer mensch in dein leben gedrängt hat.

mir fällt auf, dass ich diese meine erste krasse lebensgemeinschaft auch dadurch noch nie durchgelebt hatte, weil ich so viel neues hatte, das verwirrung stiftete.
 
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AW: .... das Leben an mir vorbei???

Strandläufer;209445 schrieb:
Also dazu kann ich nur sagen, ich habe immer selber gekämpft, weil ich genau wusste, dass es mein Partner nicht tun würde. So habe ich etwas am Leben erhalten, was nicht am Leben gehalten sein wollte
das ist auch eine aussagen, die ich auf MEIN leben beziehen kann. viel zu lange gekämpft für etwas, das gar nicht am leben erhalten sein will?? vielleicht kämpfe ich jetzt gar nicht mehr, weil ich endlich erkannt habe, dass es sich nicht lohnt. dennoch, der innere kampf ist trotzdem noch da.
gerade letzte woche war ich wieder zurückgeworfen auf die frage: doch GEHEN? ich erzählte euch vielleicht später davon.
Strandläufer;209445 schrieb:
Die Frage ist, stört es unsere Partner überhaupt, wenn wir verschwinden?
mein mann hätte dann gewiss ein schöneres leben. seine kontakte sind so weit gestreut, dass er für sehr viele menschen die türen noch viel weiter aufmachen würde. ich merke, wenn ich ein paar tage weg bin, dann ist sofort viel besuch bei uns, jetzt nicht. also, ER würde es bestimmt schöner haben nachher. weil unsere geschichte auch schon ziemlich AUSgelebt ist.
ich würde dann ev. neidisch sein, das könnte ich mir vorstellen. ich muss mir mühsam ein neues leben aufbauen, und ER lebt plötzlich ungehindert in einem nest, in das ICH die letzten jahre meine ganze kraft, sehr viel liebe und energie gesteckt habe. das ist die berfürchtung, die ich habe. neben der finanziellen aspekte, die mich jetzt gar nicht mehr so erschrecken. :clown:

vielen dank, dass ihr da seid.

lg abendsonne
 
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