abendsonne
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AW: .... das Leben an mir vorbei???
es ist, als würde man ein bild von seinem partner ständig am schreibtisch stehen haben.... .

und wenns "nur" ein arrangieren mit der situation ist!! - einer reinen wirtschaftsgemeinschaft gleichkommend.
er im luxusleben fröhnt und den kindern ein schönes leben gewährt, ich jedoch jeden cent umdrehen muss und ihnen und mir nichts bieten kann.
wenn er an lauen sommerabenden im garten zusammensitzt mit den nachbarn, vielleicht seine neue freundin im arm, mit der er gerade seinen urlaub gebucht hat.... . es wäre nicht eifersucht, es wäre eine geschichte, die ich mit meinem gerechtigkeitsempfinden nicht vereinbaren könnte (ich erinnere mich zu gut an deine porschestory, liebe karin!!), eine geschichte, die groll aufbauen würde, dessen intensität mal in summe einer explosion gleichkommt... (so wie meine mutter auf rachefeldzug gegangen ist)
es müsste - wenn schon - eine andere lösung geben. z.b. wenn ER fertig ist mit den rückzahlungen (ich würde mich auch noch beteiligen, damit ich die 50 % nicht verliere - rat von der rechtsprechung), mit dem ausbezahlen beginnen. so als monatliche mietbeteiligung.
dann sind aber ev. die kinder schon soweit, dass wir das haus sowieso verkaufen könnten. mein abstand wäre auch schon groß genug. es wäre dann SEINE entscheidung.
wenn er dann das genießerleben aber hätte, wäre es mit sicherheit auch vorbei mit der selbstlosigkeit.
danke für dein mitreden, liebe karin.
kann jetzt nur schnell noch überfliegen, was ihr noch geschrieben habt, muss auf der stelle aufhören
lg abendsonne
du schreibst das wunderschön. so könnte es sein, so sollte es sein, so ist es oft.Liebe Abendsonne,
in einem viel früheren Thread von dir hattest du mal zu deinem (eurem) Haus und deiner inneren Einstellung dazu geschrieben. Ich konnte sehr gut nachvollziehen, wie viel Geborgenheit dieses äußere Verwurzelt-sein mit sich bringt. Angekommensein, seinen Platz gefunden zu haben. Ich kenne dieses Gefühl nur zu gut, wenn man glaubt, nichts und niemand würde jemals daran etwas ändern können. Das Haus – der Fels in der Brandung. Das Gebäude als solches erhält einen tieferen Sinn. Symbol für das, was aus eigener Kraft entstehen konnte, und Sinnbild für Beständigkeit.
auch das beschreibst du absolut .... gut. nur würde mich dieses haus immer daran erinnern, dass ich hier schon alleine war, obwohl ich es nicht war.... . jedes möbelstück ist von MIR ausgesucht, jedes bild, jede lampe, es würde mich dieses haus hier an unsere eigentlich gescheiterte beziehung über all die jahre schon erinnern. denn wir waren zwar zusammen, aber irgendwie DOCH nicht. ich möchte nicht ständig daran erinnert werden.Nun hast du dir selbst eingestanden, dass die Wertigkeit des Hauses nur in Verbindung zur Beziehung mit deinem Mann besteht. Ohne ihn würdest du nicht bleiben wollen. Auch das kann ich nachempfinden. Während ich noch in unserem Haus war und die Trennung unvermeidlich wurde, dachte ich auch immer, ohne ihn halte ich es da nicht aus. Jeder Raum gemeinsam geplant, jedes Möbelstück gemeinsam ausgesucht, jedes Bild zusammen aufgehängt. Da steckt enorm viel kraftvolle (kraftraubende?) Sentimentalität drinnen. Im Geiste habe ich damals das ganze Haus ausgeräumt und neu eingerichtet. Hätte ich bleiben dürfen, dann hätte ich es auch so gemacht, und es wäre gut gewesen, ich hätte es zu „meinem“ Haus gemacht.
es ist, als würde man ein bild von seinem partner ständig am schreibtisch stehen haben.... .
bei mir IST es schon mein haus, was das innere anbelangt. ich würde zwar den saustall nach MEINEM interesse ändern, das schon,..... aber sonst.... . naja, alles was ich sonst noch ändern möchte, bedarf handwerklichem geschick. ich habe schon so viel gemalt, gespachtelt, verlegt, ich mag gar nicht mehr.... . ich hätte auch niemanden, der mir helfen könnte. das ist auch ein grund, warum ich vor einer räumlichen veränderung angst habe.Im Geiste habe ich damals das ganze Haus ausgeräumt und neu eingerichtet. Hätte ich bleiben dürfen, dann hätte ich es auch so gemacht, und es wäre gut gewesen, ich hätte es zu „meinem“ Haus gemacht.
... wäre bestimmt toll geworden!!Hätte ich bleiben dürfen, dann hätte ich es auch so gemacht, und es wäre gut gewesen, ich hätte es zu „meinem“ Haus gemacht.
vielleicht erinnerte es ihn auch schmerzlich an eure gescheiterte beziehung??Wie ich erst dieses Jahr erfahren habe, hat mein Mann es übrigens genau so durchgezogen (wohl auch in Rücksichtnahme auf meine Nachfolgerin, die eingezogen war): er hat buchstäblich alles entsorgt, was es aus der gemeinsamen Zeit an beweglichen Gütern gab, teilweise sogar Einbaumöbel. Es ist bei ihm keine Frage des Geldes, und trotzdem bewundere ich ihn tatsächlich für seine radikale Vorgangsweise.
ich bin absolut dankbar über jede persönliche geschichte, da spielt so viel gefühl rein, ich kann mich da richtig reinversetzen .... und das empfinden dann auf mein leben ummünzen. hilft mir mehr als jeder "technische" rat.Entschuldige, dass ich jetzt ausführlicher als beabsichtigt über mich selbst geschrieben habe.
ja, das würde mir sehr, sehr, sehr vieles erleichtern. es ist mein "knusperhaus", ich liebe es, fühle mich dennoch nicht wirklich wohl, es ist eine ambivalenz der gefühle, die bindet. unklarheit bindet.Was ich eigentlich damit sagen möchte, ist, dass es auch für dich, abendsonne, von Vorteil wäre, wenn du, das Haus betreffend, auch durchgreifender und vor allem pragmatischer denken könntest.
ja, hast recht, außerdem ist es dann schon fast altertümlichFür die Kinder das Haus erhalten? Nein, da bin ich ganz bei deiner Therapeutin. Nicht aus dem Grund, weil Besitz als solcher eine Last ist (das ist Einstellungssache), sondern weil du in einem Zeitrahmen von ca. 20 Jahren denkst.
ich würde es ihnen so von herzen wünschen, dass ihre eltern = wir endlich mal eine entscheidung treffen und dann auch DURCHZIEHEN.Deine Kinder brauchen jetzt ein klares Umfeld
und wenns "nur" ein arrangieren mit der situation ist!! - einer reinen wirtschaftsgemeinschaft gleichkommend.
solange noch rückzahlungen zu tätigen sind, nicht. gefährlich wirds, wenn er bis auf die betriebskosten gratis lebt, ich meine miete zahlen muss,Es kann und darf nicht sein, liebe abendsonne, dass das Haus den Grad deiner positiven Lebensumstände bestimmt. Ich wage die Vermutung, dass es für dich vor allem schmerzlich sein würde, wenn du gingst und dein Mann würde bleiben. Du würdest das (zu Recht) als ungerecht empfinden und wahrscheinlich damit hadern. Stimmt’s?
er im luxusleben fröhnt und den kindern ein schönes leben gewährt, ich jedoch jeden cent umdrehen muss und ihnen und mir nichts bieten kann.
wenn er an lauen sommerabenden im garten zusammensitzt mit den nachbarn, vielleicht seine neue freundin im arm, mit der er gerade seinen urlaub gebucht hat.... . es wäre nicht eifersucht, es wäre eine geschichte, die ich mit meinem gerechtigkeitsempfinden nicht vereinbaren könnte (ich erinnere mich zu gut an deine porschestory, liebe karin!!), eine geschichte, die groll aufbauen würde, dessen intensität mal in summe einer explosion gleichkommt... (so wie meine mutter auf rachefeldzug gegangen ist)
es müsste - wenn schon - eine andere lösung geben. z.b. wenn ER fertig ist mit den rückzahlungen (ich würde mich auch noch beteiligen, damit ich die 50 % nicht verliere - rat von der rechtsprechung), mit dem ausbezahlen beginnen. so als monatliche mietbeteiligung.
dann sind aber ev. die kinder schon soweit, dass wir das haus sowieso verkaufen könnten. mein abstand wäre auch schon groß genug. es wäre dann SEINE entscheidung.
völlig richtig.Ich habe auch nicht so viel Großmut, das wirklich in Ordnung zu finden.
weißt du, ganz genauso könnte es mir auch gehen, wenn ich mich da jetzt so reindenke.Aber ich weiß zB, wie es sich für mich anfühlt, dass das Fehlverhalten meines Mannes keinerlei lebenstechnische Konsequenzen für ihn hatte, ganz im Gegenteil
hätte ich ehrlich gesagt auch nicht.Ich habe auch nicht so viel Großmut, das wirklich in Ordnung zu finden.
auch wenn er recht hat, er war ZU NÜCHTERN.Deshalb kann ich die nüchterne Aussage deines Schwiegervaters sehr gut verstehen:
„trennen und das Haus verkaufen“.
oh, ich merke, mir ist hier in den sinn gekommen, dass mein mann immer meint, er kann es sich in einer wohnung nicht mehr vorstellen, er würde da eingehen, das lebensgefühl verlieren..... . ich denke, ich lass mich da schon irgendwie auch beeinflussen. ich möchte nicht, dass er sich so fühlt,---- selber würd ich es aushalten in einer wohnung. blöd genug bin ich, auf ihn rücksicht zu nehmen, wie es aussieht.Erhaltenswert ist das Seelenheil von euch allen, und nicht ein Besitz bzw. dessen Schattenseiten.
wenn er dann das genießerleben aber hätte, wäre es mit sicherheit auch vorbei mit der selbstlosigkeit.
ich denke, du spürst, dass ich fast auf eine ähnliche situation zusteuere, in der du dich befindest. ich muss wohl sehr bedacht darauf sein, was ich mache.Dein Thema, abendsonne, wirft mich wieder in meine eigene Vergangenheit zurück. Einerseits tut das weh, aber andererseits macht es mir bewusst, dass ich mit einer lebenstüchtigeren und realistischeren Einstellung in der damaligen Situation heute ganz anders dastehen würde.
danke für dein mitreden, liebe karin.
kann jetzt nur schnell noch überfliegen, was ihr noch geschrieben habt, muss auf der stelle aufhören
lg abendsonne