abendsonne
Well-Known Member
- Registriert
- 4 März 2005
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- 4.385
AW: .... das Leben an mir vorbei???
ihr lieben,
ich war in der beratungsstelle und werde wahrscheinlich meinen nächsten termin absagen. IHR helft mir viel mehr,
die beratungsstellen sind gut, aber sie sind in der "alltagsverzweiflung" meist nicht gleich greifbar.
oder in den alltagsgedanken.
was ich mir diesbezüglich vorher schon dachte:
wie sollte ich die geschichten, die mich bewegten, in eine kurze dreiviertel stunde alle vier wochen verpacken, um rüberzubringen, was ich sagen möchte. geht nicht.
karin hatte recht, einmal im monat ist viel zu wenig.
jedenfalls habe ich das gefühl gehabt, bei meiner dieswöchigen beratung, das war die erste richtige therapiestunde, am wesentlichen vorbeigeredet zu haben. nein, nicht vorbeigeredet, aber das wesentliche hat anscheinend nicht wirklich ins lösungskonzept der therapeutin gepasst. das lösungskonzept scheint ein intaktes familienumfeld zu sein, in dem sich jeder selber brav manipuliert oder bei möglichkeit eine strikt durchgezogene trennung. dazwischen hat nicht wirklich was platz, so war meine vermutung.
es verlief jedenfalls so, dass die therapeutin mich fragte, was ich von der ersten stunde bei ihr mitnehmen hatte können bzw. OB es mir überhaupt was gebracht hatte.
ja, es hat mir sehr viel gebracht, hab ich ihr gesagt.
durch ihre aussage, dass suchtverhalten und dgl. in einer beziehung nicht tragbar ist, erhielt ich irgendwie die "berechtigung" für meine gefühle, hier nicht glücklich sein zu können, und dadurch ergab sich plötzlich das gefühl der herausforderung, es TROTZDEM zu schaffen.
dieses "es trotzdem schaffen" war dann der basispunkt für ihre fragen, die sie mir stellte. wie würde die beziehung aussehen, wenn wir es geschafft haben, etc.... .
jedes ausschweifen auf elternkonflikt, die noch so reinspielen, seine krankheiten, meine ängste, die schwierigkeiten mit den kindern etc. wurde im keim erstickt, klar, man kANN auch nur auf wenig eingehen in diesen 45 minuten, klar.
es blieb immer beim ausrichten auf das, wie es aussieht, wenns gut ist.
die lösung also: im "gegebenen rahmen den blick auf die postiven aspekte richten".
tja, gut, aber:
war ich da nicht schon mal?????????? will ich dort wieder hin???
das können wir ja nach und nach besprechen, dachte ich mir, schließlich kann man ja eine richtige therapiereihe durchmachen.....
nur kam dann die frage der therapeutin auf, ob es für mich jetzt passt oder ob ich noch einen termin brauchen würde...... .
?????????????
ich hab also anscheinend nicht mal annähernd rüberbringen können, dass es für mich nicht ganz so einfach geht, dass alles schon ziemlich verworren und verstrickt ist, dass ich mich irrsinnig gefangen fühle, dass ich mich in einer ausweglosen situation sehe, dass ich mich absolut auf mich selber gestellt sehe, dass ich angst habe, wenn ich mich wieder nur "zufrieden gebe", ich wieder die nötige motivation für den sprung raus nicht mehr habe...... .
im nachhinein wurde mir aber klar, dass ich mit meinen "mini-problemchen" in der familienberatungsstelle eigentlich nichts zu suchen habe, denn die sind konfrontiert mit ganz anderen geschichten, da wird geschlagen und gemordet, die kinder werden zum spielball der elterlichen kämpfe,
------ da erscheint das meine geradezu lächerlich.
daher werde ich meinen weiteren termin in vier wochen absagen-
ihr lieben,
ich war in der beratungsstelle und werde wahrscheinlich meinen nächsten termin absagen. IHR helft mir viel mehr,
die beratungsstellen sind gut, aber sie sind in der "alltagsverzweiflung" meist nicht gleich greifbar.
oder in den alltagsgedanken.
was ich mir diesbezüglich vorher schon dachte:
wie sollte ich die geschichten, die mich bewegten, in eine kurze dreiviertel stunde alle vier wochen verpacken, um rüberzubringen, was ich sagen möchte. geht nicht.
karin hatte recht, einmal im monat ist viel zu wenig.
jedenfalls habe ich das gefühl gehabt, bei meiner dieswöchigen beratung, das war die erste richtige therapiestunde, am wesentlichen vorbeigeredet zu haben. nein, nicht vorbeigeredet, aber das wesentliche hat anscheinend nicht wirklich ins lösungskonzept der therapeutin gepasst. das lösungskonzept scheint ein intaktes familienumfeld zu sein, in dem sich jeder selber brav manipuliert oder bei möglichkeit eine strikt durchgezogene trennung. dazwischen hat nicht wirklich was platz, so war meine vermutung.
es verlief jedenfalls so, dass die therapeutin mich fragte, was ich von der ersten stunde bei ihr mitnehmen hatte können bzw. OB es mir überhaupt was gebracht hatte.
ja, es hat mir sehr viel gebracht, hab ich ihr gesagt.
durch ihre aussage, dass suchtverhalten und dgl. in einer beziehung nicht tragbar ist, erhielt ich irgendwie die "berechtigung" für meine gefühle, hier nicht glücklich sein zu können, und dadurch ergab sich plötzlich das gefühl der herausforderung, es TROTZDEM zu schaffen.
dieses "es trotzdem schaffen" war dann der basispunkt für ihre fragen, die sie mir stellte. wie würde die beziehung aussehen, wenn wir es geschafft haben, etc.... .
jedes ausschweifen auf elternkonflikt, die noch so reinspielen, seine krankheiten, meine ängste, die schwierigkeiten mit den kindern etc. wurde im keim erstickt, klar, man kANN auch nur auf wenig eingehen in diesen 45 minuten, klar.
es blieb immer beim ausrichten auf das, wie es aussieht, wenns gut ist.
die lösung also: im "gegebenen rahmen den blick auf die postiven aspekte richten".
tja, gut, aber:
war ich da nicht schon mal?????????? will ich dort wieder hin???
das können wir ja nach und nach besprechen, dachte ich mir, schließlich kann man ja eine richtige therapiereihe durchmachen.....
nur kam dann die frage der therapeutin auf, ob es für mich jetzt passt oder ob ich noch einen termin brauchen würde...... .
?????????????
ich hab also anscheinend nicht mal annähernd rüberbringen können, dass es für mich nicht ganz so einfach geht, dass alles schon ziemlich verworren und verstrickt ist, dass ich mich irrsinnig gefangen fühle, dass ich mich in einer ausweglosen situation sehe, dass ich mich absolut auf mich selber gestellt sehe, dass ich angst habe, wenn ich mich wieder nur "zufrieden gebe", ich wieder die nötige motivation für den sprung raus nicht mehr habe...... .
im nachhinein wurde mir aber klar, dass ich mit meinen "mini-problemchen" in der familienberatungsstelle eigentlich nichts zu suchen habe, denn die sind konfrontiert mit ganz anderen geschichten, da wird geschlagen und gemordet, die kinder werden zum spielball der elterlichen kämpfe,
------ da erscheint das meine geradezu lächerlich.
daher werde ich meinen weiteren termin in vier wochen absagen-