.... das Leben an mir vorbei???

AW: .... das Leben an mir vorbei???

Ich habe trotz imenser finanziller Probleme meine Therapie auch teilweise selber zahlen müssen. Mir war das aber so wichtig, dass ich das Geld dafür hingelgt habe. Abendsonne, ganz einfach gesprochen: Du willst nix tun, also lass es, meine Güte das ganze drum herum Gerede ist doch bescheuert.
LG
Elke
 
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AW: .... das Leben an mir vorbei???

hallo,

danke euch.
wisst ihr, es gibt manchmal so kleine ansätze, die mir bewusst machen, was WIRKLICH los ist.
Es geht um deine Angst, was die Familie dazu sagt. Es geht darum, wie du nachher da stehst - vor den anderen.
genau DAS war es.
aber dazu später.
Liebe Abendsonne,

hast Du keine Krankenkasse, die die Therapiekosten übernimmt?

LG
Ahorn
meine krankenkasse verrechnet generell einen selbstbehalt an mich. nur die erste sitzung wird erstattet.
ansonsten tragen sie 22 euro an kosten pro sitzung bei.

naja, vielleicht ist es mir mal "wert", sowas anzugehen, aber ich denke nicht, es würde ja schon mal 10 sitzungen brauchen, um zu erklären, um was es mir geht :clown::clown:.

Das, was du über deinen Mann erzählst (erster Beitrag, halb gelesen) ist, dass er ein völliger Egoist ist. Eine Hautkrankheit bedeutet, dass er Abstand halten will.
dieser spiegel der seele könnte echt passen. "abstand halten", das ist das, was er schon immer wollte. er integriert mich nicht in sein leben. das hat sich sogar darin gezeigt, dass er mir von der krankheit gar nichts erzählt hat, von seinen sorgen, befürchtungen, ich musste selber draufkommen - als es schon ganz krass war hab ichs erst bemerkt :clown:. so agiert er überall. alles alleine durchziehen. auch das mit seiner heroinsucht bevor wir uns kennenlernten, hat er mir erst nach einem halben jahr erzählt. als ich schon mitten drinnen war.

als ich ihn noch sehr gern hatte, machte mir das alles nichts,
.....jetzt ist aber die unzureichende verbundenheit absolut spürbar.
Mein erster Gedanke dazu war: Drohe ihm mit Trennung - quasi Messer an den Hals. Das sind SEINE Krankheiten, du bist dafür nicht verantwortlich.
zum ersten: er nimmt mich nicht mehr ernst :clown:, wie denn auch?
zum zweiten: die schuppenflechte kam genau zu DEM zeitpunkt, als er zum ersten mal zeigte, dass ihm das mit uns (drohende trennung) DOCH an die nieren geht. er sprach nicht darüber, aber man merkte es an seinem wesen. seine "leichtigkeit des seins" war nicht mehr da.
und ich springe sofort wieder an, weil mich berührt, wenn ICH jemanden berühren kann - wie es scheint :confused:.

kein wunder, bei "diesem mangel an liebe", hat da mal eine hochspirituell-sehende person gesagt. der brauchte ich nichs erzählen, die erzählte MIR so einiges.

diese geschichte mit der schuppenflechte (ich hab sie bei niemanden so schlimm gesehen!) wird óft ausgelöst durch psychischen stress. er lässt halt nichts raus, und so zeigt sich dass innere dann doch im außen. seine lebensqualität ist massivst eingeschränkt, und wir sind natürlich alle mit reingezogen.
 
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und da sind wir eigentlich schon bei der geschichte, die ich ansprechen wollte.
es ist nicht nur die geschichte mit ihm:
Es geht um deine Angst, was die Familie dazu sagt. Es geht darum, wie du nachher da stehst - vor den anderen.
dieser satz: was die mutter/die familie dazu sagt!!

.... da ist mir so richtig klar geworden, dass es mir sowas von absolut-egal ist, was meine familie sagt.

familie sollte auffangnetz sein, aber das auffangnetz MEINER herkunftsfamilie familie ist entweder absolut durchlöchert, du fällst sowas von durch und auf die schnauze (ausgenommen finanziell in bezug auf den vater), oder das netz schnürt dich ein und nimmt dir die luft zum atmen. was anderes ist das nicht, wenn ich das so sagen darf. nur hab ich das früher nicht so gesehen. jeden stehen lassen, wie er ist. nicht darüber nachgedacht.

die erkenntnis diesbezüglich kam nach und nach.....:
 
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das krasseste erlebnis war, als mein neffe mit seinen 22 jahren von der europabrücke sprang. ich hab das schon öfter im forum erwähnt, dass seine mutter = meine schwester die kinder vor schuleintritt verlassen hatte, und ich immer SO froh war, dass die brüder sich gegenseitig hatten. und dann war es der größte schock für mich, dass der eine freiwillig aus dem leben ging. und dazu 192 meter runtersprang, um ja sicher zu gehen!!

in so einer situation hat man die familie, die einen stützt, so sollte es sein.... .
tja, was war bei uns??

setzt euch nieder.

mein mann sagte, er wollte das so, lasst ihm seinen frieden, punkt. nicht mehr darüber geredet.

wir fuhren zu meinem vater heim. dessen freundin klagte meine mutter an, dass sie "naiv" sei, weil sie nach dieser nachricht herzprobleme hatte, und sich nicht bei ihr, die doch im gleichen haus lebte, meldete (meine mutter rief die rettung, weil sie einen vorderwandinfarkt hatte!!). dann sprach sie über ihr gericht, das sie gerade gekocht hatte!!!!

kein wort wegen meinem neffen.

mein vater lag ihm wohnzimmer, und lachte höllisch wie ein verrückter. er lachte und lachte und hörte nicht mehr auf. auch nicht als ich ihn darum bat. so stellt man sich die hölle vor.

den tod noch nicht begriffen, die ART des todes, die mutter einen herzinfarkt nach der todesnachricht, und dann dieses höllische lachen.

......
meine mutter, die sich im krankenhaus schonen sollte, ging zu fuß ins oberste stockwerk des krankenhauses, sie wollte sehen, wie es aussieht von dort oben, wenn man in die tiefe schaut.... - und kippte neuerlich um.

als ich sie eine halbe stunde vor dem begräbnis im krankenhaus besuchte, fragte sie, wo denn der .... sei, der vater des buben, der 30 minuten später begraben wird :confused::confused::confused:-
und sie riss sich überhaupt nicht zusammen, forderte von MIR durch ihren verzweifelten blick zuspruch und stärke, obwohl ich diesen selber hätte gebrauchen können und einfach keine energien hatte, trost abzugeben.

beim begräbnis heulte mein vater die ganze zeit, da waren tränen, obwohl er seinen neffen nicht einmal auch nur länger angeschaut hatte.... . und verunsicherte mich völlig.


tja, so ist das mit meiner familie.

mann und herkunftsfamilie.

könnt ihr euch vorstellen, WIE verlassen ich mich fühle, wie verunsichert, wie ...... - ich kanns nicht beschreiben..

als meine mutter mal mit mir in einem riesen einkaufspark war, da stellte sie meinen sohn raus aus dem kinderwagen, und lief ihm hinterher, bis er weg war. ich fuhr sie natürlich an, weil ich geschockt war, und suchte ihn verzweifelt. eine runde, zwei, drei runden. immer länger, immer mehr. er war weg. ich war schon voller todesangst, und ich war völlig alleine auf mich gestellt. er war zu lange verschwunden.

plötzlich sah ich eine glocke menschen, verkäuferinnen, und in deren mitte meine mutter, kurz vorm zusammenbruch, heulend, sie mussten sie stützen, und ICH konnte mich von den verkäuferinnen anschnauzen lassen, eine "solche"tochter zu sein, weil ich SO mit meiner mutter geredet haben.
mein 2jähriger war verschwunden, und ich musste eine solche szene erleben. absolut alleine gelassen mit dem suchen und dann auch noch das :clown:.

solche geschichten gibt es unzählige.
und deshalb könnt ihr euch vorstellen, wie wenig ich darauf gewicht gebe, was meine eltern sagen.

meine mutter meinte mal, als ich schon mit meinem mann verheiretet war (a´ls ich noch glücklich war!!!),warum ich denn nicht bei meinem ex geblieben bin, der war so nett.


dass er mich geschlagen hat, regelmäßig, das hat sie vergessen.



und als mein vater meinen mann noch nicht mal kennengelernt hatte, da fragte er mich, was er denn hat, einen Schw... hat er, sonst gar nichts.

nur so ein kleiner auszug von meiner familie.

meine schwester ist obdachlos, und keiner tut was, mein bruder ist millionär, aber er scheffelt nur, und ist auch ziemlich schlimm zu allen. er ist dennoch der einzige, den ich wirklich mag. meine schwester hab ich ja nicht mehr.
 
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... es hört sich an, als würde ich an niemanden ein gutes haar lassen.

ist vielleicht auch so.

aber meine familie ist auch eine echt absolut kabarett-reife "institution", in der man viel schwarzen humor braucht, um das, was hier abgeht, begreifen zu können.
so was gibt es mit absoluter sicherheit nicht oft.

meine mutter ist zwar eine sehr beherzte, gescheite frau, aber der emotionale druck, den sie macht, ist wahnsinn.

dass da dann sich schuldgefühle mischten mit wut und allem möglichen, ist klar.

ich bin diesbezüglich schon durch viele emotionale stürme gegangen.
 
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... so, und jetzt weiß ich, dass ich zusammenfassend sagen kann, dass ich das gefühl habe, dass mir die alle gestohlen bleiben können,

und ich nicht mein leben aufgeben möchte für irgendjemanden.



da sind nämlich diese gedanken, dass eben der mann krank ist und die eltern alt, 73 und 75, und dass es sein kann, dass sie mal gepflegt werden müssen, ..... . "bis an die grenze der belastbarkeit" gehen die familien, die ihre angehörigen pflegen, und ich frage mich, wie viel von meinem leben möchte ich für diese menschen aufgeben, die schon auch viel für mich getan haben, aber auch sehr sehr vieles im negativen bezug, .


und dann frage ich mich, ob ich überhaupt die kraft habe, nach all den wirrungen und entwirrungen der letzten jahre, wo ich so viel psychische arbeit leisten musste, um MICH und meine gefühle zu verstehen,
einen neubeginn zu wagen, der sehr auf MEINE kosten geht. schließlich muss ich schauen, wie ich die mindestens 500 euro mehraufwendungen finanziere, die entstehen, wenn ich ausziehe.

es ist mir zu viel aufwand momentan.
ich will keine möbel zusammenbauen, keine teppiche suchen müssen.


ich denke, dass ich einfach mal in die "stille der seele" kommen muss..... .


zu meiner familie noch:

all die anklagen, die ich gegen meine eltern habe, sind keine wirklichen anklagen. jeder handelt so, wie er halt eben nur kann.
ich wollte euch nur meine krassesten beispiele erzählen, damit ihr meine GLEICHGÜLTIGKEIT verstehen könnt in bezug auf die eltern.
die gleichgültigkeit wechselt dennoch mit schuldgefühlen, war vor zwei jahren so und ist noch immer so.

ich weiß nicht, ob es gut wäre, unter all diesen kraftraubenden umständen wo neu anzufangen.
wenn, dann möchte ich so weit weg sein, dass ich niemanden mehr sehen brauche.
außer meine kinder, meinen bruder und meine schwägerin.


schlimm, nicht wahr???

alles liebe

abendsonne


war ein bisserl viel jetzt....
 
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Liebe Abendsonne,

... es hört sich an, als würde ich an niemanden ein gutes haar lassen.
Ich denke, an dir läßt keiner ein gutes Haar.
Du stehst ganz schön alleine da. Kannst du ausbrechen? Du mußt da raus und wenn es nur für eine Zeit ist. Diese Famile macht dich verrückt!
Für eine Lösung würde ich dir eine Familienaufstellung empfehlen.
 
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Liebe Abendsonne,


Ich denke, an dir läßt keiner ein gutes Haar.
Du stehst ganz schön alleine da. Kannst du ausbrechen? Du mußt da raus und wenn es nur für eine Zeit ist. Diese Famile macht dich verrückt!
Für eine Lösung würde ich dir eine Familienaufstellung empfehlen.
es gibt nicht so oft menschen, die genau verstehen, was ich meine. danke dir, liebe handwerkprofi.

tja, kein gutes haar lassen, ja, das ist auch etwas, was ich meiner mutter angelastet habe (jetzt kann ich damit gut leben): sie redet mich ganz selten "schief" an (so wie letztes mal, als sie sagte, sie wüsste ja nicht, ob es recht ist, wenn sie komme), sie geht immer zu den anderen und redet, was ich denn wieder alles nicht nach ihren vorstellungen nach gemacht hätte. diese unaufrichtigkeit!! meinem vater sind wir wenigstens so egal, dass er gar nichts sagt. ist mir allemal lieber.

aber meine mutter, ..... - es gibt drüben einen thread, "meine mutter ist immer so arm" oder ählich, da wird alles beschrieben, als wären es meine worte. wer das selber erlebt, weiß genau, wie sich das anfühlt.

familienstellen, ja ich denke, dass bald mal die zeit gut ist dafür. bisher war ich noch zu sehr in der "verwirrung". bei meiner mutter musste ich z.b. damit klarkommen, dass sie immer die nur-gute ist, die gut-frau, und ich dennoch enorme wutgefühle habe.
mittlerweile weiß ich, dass diese gefühle logisch und berechtigt sind.
aber bis ich mal dort war, ---- ein weiter weg!! da hat mir auch karin sehr geholfen, und viele andere. danke euch noch mal.


jetzt kann ich also leben mit einem gesetzten gefühl diesbezüglich. es ist wie es ist,
aber die erkenntnis, sie nicht pflegen zu wollen, falls es anstehen würde, die schockt mich schon ein wenig.
ich bin eben unverblümt ehrlich in meinen gedanken, ich lass sie raus.
vielleicht denken andere ähnlich, und sagen es einfach nicht??

tja, und ich denke, von diesen zukunftsängsten, was den tod, die krankheit etc. anbelangt, fühle ich mich total total eingenommen.

tod gehört dazu, ja , das sagt sich so leicht, _---- ich habe mich wahrscheinlich einfach schon zu viel damit auseinandergesetzt, das hat die ängste erst recht hervorgerufen. lebensrückschau etc.... .

wenn ich weggehe von hier, dann ist ja diese angst noch immer da.

dieses thema würde ich gerne auslöschen, und dadurch suche ich die ablenkung.
wenn ich für die wohnung zahle, dann hab ich die nicht.

ich denke, es ist schon zu verstehen, was ich meine.

lg an euch nochmal
abendsonne
 
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Strandläufer;208591 schrieb:
Abendsonne, ganz einfach gesprochen: Du willst nix tun, also lass es, meine Güte das ganze drum herum Gerede ist doch bescheuert.
LG
Elke
ich kann zunehmend BEGREIFEN, warum ich nichts tun will, das ist doch schon sehr viel. für mich jedenfalls.
 
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Liebe Abendsonne,

meine Mutetr ist auch immer sooo leidend, aber wehe, es steht eine Fernreise an, da ist sie pumpergesund.
Da hat mir die FA sehr geholfen. Ich habe kein schlechtes Gewissen mehr. Sie manipuliert und das aus rein egoistischen Gründen. Daher hab ich auch bei deiner Mutter nicht die Mitleidsschiene gewählt. Die weiß schon ganz genau, wie sie dich manipuliert.
Du stehst mit dem Rücken zur Wand und dann haut man noch emotional auf dich ein.
Super.:nudelwalk

Vergiß einmal wie arm alle rund um dich zu sein scheinen und kümmere dich alleine um dich und deine Bedürfnisse - genauso rücksichtslos wie sie.
 
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Liebe Abendsonne,

meine Mutetr ist auch immer sooo leidend, aber wehe, es steht eine Fernreise an, da ist sie pumpergesund.
Da hat mir die FA sehr geholfen. Ich habe kein schlechtes Gewissen mehr. Sie manipuliert und das aus rein egoistischen Gründen. Daher hab ich auch bei deiner Mutter nicht die Mitleidsschiene gewählt. Die weiß schon ganz genau, wie sie dich manipuliert.
Du stehst mit dem Rücken zur Wand und dann haut man noch emotional auf dich ein.
Super.:nudelwalk

Vergiß einmal wie arm alle rund um dich zu sein scheinen und kümmere dich alleine um dich und deine Bedürfnisse - genauso rücksichtslos wie sie.
:sekt:
bin schon auf dem pfad der rücksichtslosigkeit :).




brr, da wird mir aber auch schon wieder ganz schummrig, wenn ich an diese "nahtodgeschichten" denke, wo es heißt, im lebensrückblick sieht man nicht nur sich, sondern spürt auch die emfindungen der anderen. da kann es dann zu wahrlichen höllenerfahrungen kommen, besonders wenn man angstvoll ins sterben geht.

tja, ich weiß ja warum ich im thread lebens"krisen" bin und nicht im reinen partnerschaftsthread. weil so vieles zusammenhängt.:schaukel:

daher muss ich immer wieder mein handeln VERANTWORTEN können. sehen, warum ich so reagieren MUSS. dann kann ich es auch annehmen.

du, liebe handwerkprofi, durchschaust genauso wie einige andere das manipulative spiel, die "spieler" tun das denke ich nicht absichtlich, sie wissen es einfach nicht anders und es geschieht aus einer bedürftigkeit heraus. aus diesem spirituellen hintergrund müsste man das immer sehen, aber dadurch funktionierts leider auch nicht, dass ich anders sein kann im zusammensein. es reibt mich dennoch irgendwie auf, weil ich dieses "zusammensein" einfach nicht brauche, es passt die frequenz einfach nicht.
und ich muss mich dennoch konfrontieren.... .
auch mit dem vater der kinder wäre das so, würde es zur trennung kommen.
 
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BEGREIFEN, warum ich nichts tun will, das ist doch schon sehr viel. für mich jedenfalls.
´
"wenn es keine tür gibt, durch die du hinausgehen kannst" sagt das lehrer, "dann setz dich".
das "setz dich" des zen-lehrers bedeutet, dass man anfangen soll, darauf zu achten, was tatsächlich vor sich geht, anstatt wegzulaufen. dies ist die einzige möglichkeit, = DAS GRUNDLEGENDE, wie wir leid und verwirrung beenden können. leider versuchen wir meistens, mit unseren problemen fertig zu werden, indem wir zur tür laufen und unsere unmittelbare situation durch jedes verfügbare mittel hinter uns lassen. aber unser wirkliches problem - der schmerz tief innen - verschwindet nicht. er begleitet uns.
aus steve hagen buddhismus kurz und bündig

(ein sehr gutes buch, leider vergesse ich immer wieder zwischendurch auf die "lösungen", die durch dieses buch gut zu begreifen sind!!)
 
AW: .... das Leben an mir vorbei???

:sekt:
bin schon auf dem pfad der rücksichtslosigkeit :).




brr, da wird mir aber auch schon wieder ganz schummrig, wenn ich an diese "nahtodgeschichten" denke, wo es heißt, im lebensrückblick sieht man nicht nur sich, sondern spürt auch die emfindungen der anderen. da kann es dann zu wahrlichen höllenerfahrungen kommen, besonders wenn man angstvoll ins sterben geht.
:confused: Keiner wird dich für die Probleme anderer verantwortlich machen.
Ein Sterbender sagte mal: Versuche nur in deinem Leben glücklich zu sein.

Du wirst sicher Höllenerfahrungen machen, wenn du diese Spielchen weiter mitspielst - nämlich deine eigenen. Du wirst merken, dass du völlig sinnlos gelitten und dich aufgegeben hast. Ich bin mir 100% sicher, dass es keinem so schlecht geht wie dir. Ist das der Rückblick beim Sterben, den du haben willst?

Versuch doch mal die Bachblüte Red Chestnut :)
 
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Hallo abensonne,
von außen gesehen - ohne euch zu kennen - würde ich sagen verlaß ihn. Nach dem was du schreibst über ihn und deine Herkunftsfamilie - würde ich es bejahen, dass du ihn verläßt.

abensonne schrieb:
...und ich nicht mein leben aufgeben möchte für irgendjemanden.
Welches Leben?
Wenn du jetzt etwas aufgeben solltest, dann tust du es für deine Zukunft und für die Zukunft deiner Kinder. Alles andere wäre der reine Wahnsinn. Ganz besonders bei Betrachtung der Herkunft und des Seins deines Mannes und deiner Herkunftsfamilie. Und je mehr du dich dagegen wehrst, desto mehr wirst du so wie sie, du bist mittendrin.

Wenn du so weitermachst, wie bisher, passt du genau in das Bild deiner Herkunftsfamilie. Das Verhältnis zu deinem Manne passt dazu. Auch ich würde dir eine FA empfehlen. Es wird sicherlich mit vielen Tränen verbunden sein, du wirst vielleicht auch nicht direkt etwas merken, aber es wäre sehr sinnvoll für dich und besonders deine Kinder.

ich kann zunehmend BEGREIFEN, warum ich nichts tun will, das ist doch schon sehr viel. für mich jedenfalls.
Für dich gesehen, mag es sehr viel sein, doch für mich, von außen betrachtet, ist es eindeutig zu wenig!


´
"wenn es keine tür gibt, durch die du hinausgehen kannst" sagt das lehrer, "dann setz dich".
das "setz dich" des zen-lehrers bedeutet, dass man anfangen soll, darauf zu achten, was tatsächlich vor sich geht, anstatt wegzulaufen. dies ist die einzige möglichkeit, = DAS GRUNDLEGENDE, wie wir leid und verwirrung beenden können. leider versuchen wir meistens, mit unseren problemen fertig zu werden, indem wir zur tür laufen und unsere unmittelbare situation durch jedes verfügbare mittel hinter uns lassen. aber unser wirkliches problem - der schmerz tief innen - verschwindet nicht. er begleitet uns.
aus steve hagen buddhismus kurz und bündig
Du siehst was vor sich geht und handelst nicht. Du sollst auch nicht weglaufen, du sollst es bearbeiten. Für deine Kinder und zu deinem Schutz wäre es besser, du würdest es an einem anderen Ort tun. Das Leid und die Verwirrung kommen von außen und du hast für viele dieser Dinge nicht die Fäden in der Hand. So wie du schreibst, hat dein Mann von Anfang an dein Vertrauen mißbraucht. Und er tut nichts dazu, dass du es wieder aufbauen kannst. Du sollst den Kindern nicht den Vater nehmen, doch wenn er sich nach der Trennung "gehenläßt" ist das seine Entscheidung, mit der du absolut nichts zu tun hast.
Auch hier erzähle ich dir wieder eine Geschichte aus meinem Leben:
In der Clique gab es ein Pärchen, eine ruhige Beziehung, dem Mann musste man alles aus der Nase ziehen, er musste zu allem mitgezogen werden. Die Frau war da etwas lebenslustiger, aber nur minimal. Sie trennte sich von ihm.
Er kam daraufhin in die Psychiatrie. Jetzt gab es natürlich die, die sagten, sie wäre schuld, hätte sie ihn nicht verlassen, wäre das nicht passiert. Ich sage, nach all den Jahren - es wäre auch so passiert, nur später. Sie kann (mal ganz gemein gesagt) froh sein, dass sie sich getrennt hat. Das klingt hart, aber ist so. Bei ihm ist es auch aus der Kindheit bedingt, wie er von seinen Eltern behandelt wurde. Doch die Frau kann das doch nicht ausbaden - sie hat damit nichts zu tun. Ich finde, sie hat exakt den richtigen Zeitpunkt gewählt um sich von ihm zu trennen. Ich habe sie später einmal gesprochen, sie hat es sich sehr zu Herzen genommen und sich auch viele Gedanken gemacht, was aus ihm geworden ist. Doch letztendlich war sie froh, dass es so gekommen ist.
Ich denke die Kinder sind bei solchen Männer schon genug "belastet" aufgrund der Heroinsucht, der Depressionen, der Spielsucht... und wenn sie das dann auch noch täglich vorgelebt bekommen ist es doch kein Wunder, wenn sie auch so werden. Das wären dann die Erbkrankheiten, von denen ich immer spreche - gleiches Verhalten/gleiches Denken = gleiche Krankheiten.
Wenn dein Mann sich wohlfühlt, so wie er lebt und keine Rücksicht auf euch nimmt, hat er es auch nicht "verdient" mit euch zusammenzuleben. Es sei denn, es gefällt dir und findest gut, dass die Kinder in so einem Umfeld aufwachsen. Dann beschwer dich aber bitte nicht, dass du so behandelt wirst, wie du es wirst. Du hast es dir so ausgesucht.
Du magst schreiben, dass es dir egal ist, was deine Familie sagt, es ist dir aber nicht egal, was die "Leute" sagen. Das ist in deinen Schreiben offensichtlich.
Ich werde heute abend mal ganz, ganz feste für dich beten. Schon kommen mir die Tränen.
Ich hoffe, der liebe Gott hat ein Einsehen und es macht ziemlich bald bei dir Klick.
Alles Liebe
Eberesche
P.S.:Ich habe auch meiner Mutter oder meinen Eltern lange die "Schuld" dafür gegeben, das ich so bin wie ich bin und war damit nicht zufrieden. Es zu akzeptieren, dass es so ist, wie es ist, führte zum Seelenfrieden mit mir.
Ich habe ihnen verziehen, sie haben halt gemeint es sei das Beste für mich. Punkt.
P.S.S.: Du bist übrigens nicht auf dem Pfad der Rücksichtslosigkeit, du bist auf dem Pfad der Solidarität...und der Selbstaufgabe.
 
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Ich denke, an dir läßt keiner ein gutes Haar.
Du stehst ganz schön alleine da. Kannst du ausbrechen? Du mußt da raus und wenn es nur für eine Zeit ist. Diese Famile macht dich verrückt!
Für eine Lösung würde ich dir eine Familienaufstellung empfehlen.
Diese Familie macht nicht verrückt. Diese Familie verhilft zum heilenden Chaos. Abendsonne wird auf diese Weise gezwungen eine eigene Entscheidung zu finden und sich nicht an jemandem anderen zu orientieren um demjenigen am Ende die Schuld für ein evtl. Fehlentscheidung geben zu können.
Chaos ist absolut heilsam.
LG
Elke
 
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