AW: .... das Leben an mir vorbei???
das krasseste erlebnis war, als mein neffe mit seinen 22 jahren von der europabrücke sprang. ich hab das schon öfter im forum erwähnt, dass seine mutter = meine schwester die kinder vor schuleintritt verlassen hatte, und ich immer SO froh war, dass die brüder sich gegenseitig hatten. und dann war es der größte schock für mich, dass der eine freiwillig aus dem leben ging. und dazu 192 meter runtersprang, um ja sicher zu gehen!!
in so einer situation hat man die familie, die einen stützt, so sollte es sein.... .
tja, was war bei uns??
setzt euch nieder.
mein mann sagte, er wollte das so, lasst ihm seinen frieden, punkt. nicht mehr darüber geredet.
wir fuhren zu meinem vater heim. dessen freundin klagte meine mutter an, dass sie "naiv" sei, weil sie nach dieser nachricht herzprobleme hatte, und sich nicht bei ihr, die doch im gleichen haus lebte, meldete (meine mutter rief die rettung, weil sie einen vorderwandinfarkt hatte!!). dann sprach sie über ihr gericht, das sie gerade gekocht hatte!!!!
kein wort wegen meinem neffen.
mein vater lag ihm wohnzimmer, und lachte höllisch wie ein verrückter. er lachte und lachte und hörte nicht mehr auf. auch nicht als ich ihn darum bat. so stellt man sich die hölle vor.
den tod noch nicht begriffen, die ART des todes, die mutter einen herzinfarkt nach der todesnachricht, und dann dieses höllische lachen.
......
meine mutter, die sich im krankenhaus schonen sollte, ging zu fuß ins oberste stockwerk des krankenhauses, sie wollte sehen, wie es aussieht von dort oben, wenn man in die tiefe schaut.... - und kippte neuerlich um.
als ich sie eine halbe stunde vor dem begräbnis im krankenhaus besuchte, fragte sie, wo denn der .... sei, der vater des buben, der 30 minuten später begraben wird



-
und sie riss sich überhaupt nicht zusammen, forderte von MIR durch ihren verzweifelten blick zuspruch und stärke, obwohl ich diesen selber hätte gebrauchen können und einfach keine energien hatte, trost abzugeben.
beim begräbnis heulte mein vater die ganze zeit, da waren tränen, obwohl er seinen neffen nicht einmal auch nur länger angeschaut hatte.... . und verunsicherte mich völlig.
tja, so ist das mit meiner familie.
mann und herkunftsfamilie.
könnt ihr euch vorstellen, WIE verlassen ich mich fühle, wie verunsichert, wie ...... - ich kanns nicht beschreiben..
als meine mutter mal mit mir in einem riesen einkaufspark war, da stellte sie meinen sohn raus aus dem kinderwagen, und lief ihm hinterher, bis er weg war. ich fuhr sie natürlich an, weil ich geschockt war, und suchte ihn verzweifelt. eine runde, zwei, drei runden. immer länger, immer mehr. er war weg. ich war schon voller todesangst, und ich war völlig alleine auf mich gestellt. er war zu lange verschwunden.
plötzlich sah ich eine glocke menschen, verkäuferinnen, und in deren mitte meine mutter, kurz vorm zusammenbruch, heulend, sie mussten sie stützen, und ICH konnte mich von den verkäuferinnen anschnauzen lassen, eine "solche"tochter zu sein, weil ich SO mit meiner mutter geredet haben.
mein 2jähriger war verschwunden, und ich musste eine solche szene erleben. absolut alleine gelassen mit dem suchen und dann auch noch das :clown:.
solche geschichten gibt es unzählige.
und deshalb könnt ihr euch vorstellen, wie wenig ich darauf gewicht gebe, was meine eltern sagen.
meine mutter meinte mal, als ich schon mit meinem mann verheiretet war (a´ls ich noch glücklich war!!!),warum ich denn nicht bei meinem ex geblieben bin, der war so nett.
dass er mich geschlagen hat, regelmäßig, das hat sie vergessen.
und als mein vater meinen mann noch nicht mal kennengelernt hatte, da fragte er mich, was er denn hat, einen Schw... hat er, sonst gar nichts.
nur so ein kleiner auszug von meiner familie.
meine schwester ist obdachlos, und keiner tut was, mein bruder ist millionär, aber er scheffelt nur, und ist auch ziemlich schlimm zu allen. er ist dennoch der einzige, den ich wirklich mag. meine schwester hab ich ja nicht mehr.