.... das Leben an mir vorbei???

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kinder und trennung:

ich merke bei meinen kindern, je mehr sie mitbekommen an den stillen und doch offenen trennungsgedanken von mir, desto mehr nehmen sie meine stärke an, desto mehr merken sie, dass es da manchmal beweggründe gibt aus einer sehnsucht nach MEHR LEBEN heraus, und aus den kindern erwächst tatsächlich verständnis.
"mama möchte ein NOCH besseres leben und damit gehts auch UNS besser".

als ich zu anbeginn unserer absolut-krise versucht hatte, meine kinder (und man sollte sie da ja nicht ganz raushalten!) mit dem gedanken vertraut zu machen, ev. woanders zu wohnen, da gab es riesen-tränen bei der tochter. es musste sich schon bemerkbar gemacht haben, dass es mir nicht gut geht, aber naja, sie konnte doch aus dem anderen (schildkröten, garten, papa da etc.) sehr viel rausholen, dass das andere in den schatten gestellt wurde.
und meine tochter schaut sich schatten genau so wenig an wie ihr papa :clown:.

letzte woche, da hatte ich diesen gedanken wegzugehen, aus einem anlass DOCH wieder konkret in erwägung gezogen, weil eine wohnung fast einen steinwurf weg (mit trennungsmauer lärmschutzwand bahn :liebe1:) angeboten wurde. ich brachte meiner tochter nahe, dass dort kinder zum spielen wären, sie bräuchte nur rausgehen, und dass sie jederzeit sagen kann "ich geh rüber zum papa" und wir durch die wohnung dann einfach MEHR hätten. aber naja, hab ich gesagt, wir können sie uns leider nicht leisten (10000 euro ablöse!!!!).

erstaunt war ich, wie vernünftig mein kind diesen gedanken schon angenommen hatte, ev. DORT zu wohnen, wenn wir es uns leisten könnten,
ich war erstaunt, wie sehr sich ihr empfinden geändert hat.
.....
 
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schlimm finde ich, wenn die eltern sich nicht in die reihe bekommen, und ihren kummer vor den kindern uneingeschränkt ausleben.

gegen gefühle kann man nichts, aber ich denke dennoch, man kann sich unter kontrolle halten. leider erlebe ich den absoluten kontrollverlust bei jemanden aus der familie schon seit über zwei jahre, selbst DORT sehen die kinder gar nicht mehr wirklich hin, weil der gewöhnungsfaktor eine große rolle spielt. zu beginn haben die kinder richtiggehend mitgeweint mit der mama, hatten wutgefühle gegen den vater, der die mutter so zum weinen bringt, mittlerweile sagen sie einfach "eh immer dasselbe".

naja, so werden die kinder halt mit dem schrecken des lebens schon sehr bald konfrontiert, und ich denke, DAS muss auch nicht sein. wenn ich mich nicht in kontrolle habe, dann MUSS ich mich trennen, bevor ich meinen kindern das urvertrauen ins leben in hinsicht auf den schrecken ohne ende nehme.

auch in unserer geschichte ist es nicht optimal, aber es geht halt großteils vernünftig über die bühne. es gibt ja auch große vorteile hier, und
und meine zuversicht trägt mich ja, und das überträgt sich wiederum auf die kinder.


also, wenns keine optimale lösung gibt, ists für mich nach wie vor optimaler, zu verharren, nicht untätig, aber doch!

die wohnung, die ich mir angesehen habe, wäre erschwinglich gewesen, wenn die ablöse nicht gefordert worden wäre (für eine küche und ein vorzimmer + einen balkonverbau), und man machte mir vor, dass dort die morgensonne wäre sowie die abendsonne,
dabei scheint nur die gnadenlose mittagssonne in diese wohnung :liebe1:. nicht mit mir, da trinke ich meinen kaffee lieber daheim :morgen: wo ich jetzt bin.
also, ehrlich, immer wieder gesagt: ich bin es mir (uns>) wert, ansprüche zu haben.

hab jetzt nach karins positing schon so viel geschrieben, freu mich jetzt, eure weiteren beiträge zu lesen!
 
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Strandläufer;209520 schrieb:
Mein Vater hat sehr heftig und unkontrolliert geschlagen wenn er wütend war und oft genug gab es auch gezielt Dresche. Wir Kinder wurden geschlagen, wenn wir gelogen hatten oder irgend etwas falsch machten. Mit der Zeit stellte sich heraus, dass er selber log und betrog und so stürzte er von seinem "Ich bin heilig- Sockel".
Dann irgendwann liegt dieser Mann bei mir im Bett und tascht mich an. Jedes normal entwickelte Mädchen hätte vermutlich gefragt "Was machst du da?" Ich war es gewohnt mich meinem Vater komplett zu unterwerfen und so habe ich stocksteif und total verängstigt im Bett gelegen und irgendwann war er wieder weg. Im Grunde nicht weiter verwunderlich, dass ich extreme Schwierigkeiten in Beziehungen habe. Ich habe ihn so lange Jahre gehaßt und verabscheut und gleichzeitig Sehnsucht nach väterlicher Liebe und Anerkennung gehabt.
liebe elke,

schlimm.:liebe1:

naja, kein wunder, dass da auch bei dir diese probleme sind. áls kleines mädchen warst du dem vater ausgeliefert, du konntest nicht selbst bestimmen, inwieweit du nähe zulassen willst. da gehst du wahrscheinlich jetzt wieder in die rolle des mädchens, lässt jemanden an dich heran, um dann die erwachsene frau in dir zu präsentieren, die NICHT AUSGELIEFERT ist,
---- so stößt du dann zurück, klar, als stille rache gegen den vater.



tja, so baden halt unsere männer genau DAS aus, was uns die väter angetan haben. gut, wenn wir das erkennen können.

meine schwester wurde auch vom vater misshandelt = geschlagen, verbal gedemütigt und sexuell missbraucht (gerüchten zufolge hier nur). sie ließ nähe zu bei den partnern, ließ sich wieder schlagen (stellte die gleiche situation her wie mit dem vater), und zeigte dann ihre wahlfreiheit, ihre neu gewonnene stärke, indem sie auch nirgendwo blieb.
es war ja dann so, dass sie, als sie bleiben MUSSTE (=wieder "ausgeliefert" war) durch den schulbeginn der kinder (vorher flanierte sie in der welt herum, schlug nirgendwo wurzeln), von der panik des ausgeliefert-seins ev. ergriffen war, und die flucht ergriff. sie zog es ja dann vor, auf die straße zu gehen(=unter der brücke zu schlafen), ev. "nur" um nicht wieder ausgeliefert zu sein.

was dann in der famile passierte in der folge, war ja nicht lustig. die geschichte möchte ich jetzt gerade nicht noch mal erwähnen.


.....
ich denke, dass auch ICH den vollen schaden abbekommen habe, besser gesagt, ich wurde halt ignoriert, weil alles bereits über die schwester ging, was an köperlichen attacken zu geben war. als kleines mädchen merkte ich das noch nicht so, als ich erwachsen wurde, hab ich mich halt hilflos gesehen der schwester gegenüber, ich konnte nichts tun für sie, und ich denke, ich habe mich solidarisch erklärt, indem ich mir dann jemanden suchte, der MICH geschlagen hatte

tja, und für mich selber sagte ich: er, dieser partner, der mich schlägt (meine erste lebensgemeinschaft), SIEHT mich wenigstens, ich kann etwas berühren in ihm, er ist anders als der vater zu mir war.
ganz schlimm, als ich erkannt habe, dass ich meine schwester EVENTUELL fast beneidet habe, dass sie misshandelt wurde. SIE hat der vater gesehen, an mir ist er immer vorbeiglaufen. :confused::confused:



welchen schaden man tatsächlich abbekommen kann ist also phänomenal. ich denke, meine absolute sexuelle unlust hat auch etwas mit dieser geschichte zu tun. mehr noch, ich habe eine direkte aversion gegen alles in diesem zusammenhang.
 
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Strandläufer;209520 schrieb:
Ich interpretiere Gesagtes so häufig total anders als der Absender es meint, ich würde behaupten fast immer total falsch.
keine wunder bei DIESEN programmierungen, die wir erfahren haben!!

Mir fällt in diesem Thread zunehmend auf, dass wir eigentlich drei mit demselben Thema "kämpfen" ;)
jeder in einer anderen Phase vielleicht; und jeder versucht es anders anzugehen - und doch dreht es sich um die gleiche Thematik.
Ich bin von jedem Beitrag berührt und seh sehr viele Parallelen zu meinem eigenen Leben (und Verhalten).
liebe niki,

auch bei dir ist denke ich noch sehr viel "vater" da.
du hast in deinem tollen "kämpfen oder auf das schicksal vertrauen" dazu mal etwas erwähnt


Ich glaube schon, dass es auch möglich ist, eine wirklich gute Trennung durchzubringen, welche auch für die Kinder kein Problem darstellt. Aber in so einem Falle müssten BEIDE Erwachsenen so etwas von reif sein, .....
ja, so würde ich auch meinen. aber vielleicht ist es nicht in jedem alter so: es gibt bei den kindern im zusammenhang mit dem familienstellen aussagen, dass JEDE unterbrechung der hinbewegung zu den eltern schadet, zumindest in den ersten lebensjahren. da kann das kind zu noch so einer guten betreuung kommen, da wäre dennoch eine erschütterung im urvertrauen, da die "hinbewegung" zu zumindest einem elternteil bei einer trennung jedenfalls gegeben ist.... .so würde ich das verstehen. wenn kinder älter werden, und man schon auf vernunftsebene etwas erklären kann, dann gehts vielleicht wirklich fast "unbeschadet", wenn die eltern die nötige reife haben.

ich denke, in meiner wahlfamilie jetzt geht aber schon sehr viel schief, weil ich einfach sehr viel zeit für mich in anspruch nehme, um MEINE eigene geschichte zu bewältigen. das kommt dann noch dazu, wenn "herkunftsfamilie" reinspielt ins beziehungsgeschehen. jeder, der beschadet ist von vorher hat es meiner erachtens umso schwerer. vielleicht besser, wenn jemand differenzieren kann: in der beziehung/familie kümmere ich nur DARUM, wenn die beziehung vorbei ist, dann kann ich mich immer noch um MICH kümmern. ICH nehme für mich in anspruch, diesen gordischen knoten innerhalb der jetzigen situation zu lösen, da es ja sein KANN, wenn dieser knoten gelöst ist, dass sich die beziehung dadurch auch wieder ins gute wendet. das ist das eine. das andere ist, dass ich halt die ganze geschichte in einer umgebung löse, wo die grundversorgung da ist, ohne dass ich mir wirklich sorgen machen muss.
ich bin sozusagen irgendwie nutznießer, löse meine eigenen belange in einer umgebung, die für mich sicherheit bedeutet. tja,
nur: und das ist der haken daran: so wäre es, wenn nicht die geschichte mit meinem mann dazugekommen wäre, wo die existentielle sicherheit bis in die grundfeste erschüttert wurde...... . ich denke, das hat mir dann noch mehr
zugesetzt.

ich beneide aber auch die frauen nicht, die ihre "ursprungsgeschichten" lösen müssen und gleichzeitig ganz alleine schauen müssen, dass sie über wasser bleiben. beides ist nicht lustig.
 
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Habt ihr schon mal in Gedanken durchgespielt, wenn da ein Mann käme, ein echt toller Mann, herzensgut, super aussehend, total intelligent, mit allen guten Charaktereigenschaften ausgestattet, die du dir vorstellen kannst; und der kommt da so einfach und sagt: "ich liebe dich wirklich. Bist du bereit mich auch zu lieben?"
Ich muss gestehen, ich hab bei diesem Gedanken Panik und Fluchttendenzen verspürt ;)
ganz genau so geht es mir. es ist bei mir der gedanke: nein, das kann nicht sein, der kann nicht mich meinen, lass dich nicht ein, der spielt mit dir, du wirst verletzt.
.........
und so hab ich mir immer schön DIE partner gesucht, die mich nicht wirklich verletzten konnten, weil sie eh anders waren, als ich es mir gewünscht hätte :clown::clown:


alles, alles liebe für euch und danke für eure offenheit

bis zum nächsten mal
abendsonne
 
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Strandläufer;209531 schrieb:
Haltet mich für bescheuert, aber ich habe den Kontakt am Wochenende wieder aufgenommen. Meine Inkonsequenz ist wirklich beachtlich und ich sollte mich hüten euch (Niki und Abendsonne) nochmal von eurem Tun abhalten zu wollen. :liebe1:
Irgendwie ereilt mich immer genau die Situation, die ich bei Anderen nicht verstehen oder akzeptieren will.
LG
Elke
hier noch schnell meinen senf dazu: ja, ja, das was wir in den schatten stellen, wird uns präsentiert, weil man nicht gegen die gesetze der polarität verstoßen sollte, die besagen, dass man sowohl das eine als auch das andere anerkennen soll.

mir gehts immer wieder so.
mir wird sogar etwas präsentiert, wenn ich es als positiv erachte. immr wieder. wie ein bumerang kommt alles retour, ich weiß nicht mehr, wie man "richtig" denken sollte
z.b. dachte ich mir vor ein paar wochen: gut, dass wir so eine schnelle straße in die stadt haben (= habe also gleichzeitig "bewegungshemmung" :) in der fortbewegung abgelehnt, obwohl vom gefühl her war ich nur im POSITIVEN, das ist das, was mich erstaunt). ich konnte es nicht fassten: von 9 fahrten danach (ja, ich habe dann begonnen mitzuzählen), hatte ich 7 (!!!!) mal einen traktor vor mir.
dort, wo sonst so gut wie nie einer fährt.

deshalb bin ich schon sehr, sehr vorsichtig, eine "einseitige" meinung von etwas zu haben. und ich habe absoluten respekt vor den mächten, die da wirken. kann sie leider nicht zuordnen.
 
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tja, und für mich selber sagte ich: er, dieser partner, der mich schlägt (meine erste lebensgemeinschaft), SIEHT mich wenigstens, ich kann etwas berühren in ihm, er ist anders als der vater zu mir war.
ganz schlimm, als ich erkannt habe, dass ich meine schwester EVENTUELL fast beneidet habe, dass sie misshandelt wurde. SIE hat der vater gesehen, an mir ist er immer vorbeiglaufen.
Oh je, dieser Satz rührt etwas in mir an.
Vielleicht neige ich mit meinem Verhalten dazu, die Aufmerksamkeit zu erregen, um gesehen zu werden? Oh jeee.
Du hast ja ganz schön in dir gewühlt, wenn ich deine Erkenntnisse so betrachte.
Wie gehst du mit diesen Tatsachen um, kannst du sie hinnehmen, als eine Charaktereigenschaft von dir? Bemühst du dich etwas zu verändern? Wenn wir so in uns herum graben, kann es leicht zu einem großen Selbsthaß kommen, glaube ich.
LG
Elke
 
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Guten Morgen,



Liebe Elke,
hört sich vielleicht blöd an, aber ich hab mich echt gefreut, als ich das gelesen hab :liebe1:
Ich hab daran, dass ich mir meinen Spiegel angesehen hab, sooooo viel über mich erfahren; und vor allem bemerkt, dass ich kein Opfer bin sondern meine Zukunft selbst aktiv gestalte: jede Sekunde :)

das zu erfahren, ist echt schön. Immer wieder. Wir sind nicht Opfer unserer Umwelt oder unserer Umstände, wir gestalten sie selbst.

Alles Liebe
Niki
Bewusst ist mir das schon, aber ich habe in der letzten Zeit wenig damit gearbeitet. Klar gestalte ich mein Leben immer selber, manchmal fehlt es mir an der Einsicht wie ich das so anstelle :liebe1:
Derzeit ist ja mein ganzes Leben völlig umgekrempelt, wieso? Wieso erlebe ich jetzt Situationen, denen ich früher nicht begegnet bin, nicht bewusst vermutlich.
 
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ich konnte es nicht fassten: von 9 fahrten danach (ja, ich habe dann begonnen mitzuzählen), hatte ich 7 (!!!!) mal einen traktor vor mir.
dort, wo sonst so gut wie nie einer fährt.

deshalb bin ich schon sehr, sehr vorsichtig, eine "einseitige" meinung von etwas zu haben. und ich habe absoluten respekt vor den mächten, die da wirken. kann sie leider nicht zuordnen.

Und ich sammle Knöllchen, wie noch nie in meinem Leben und das mit einem klitzkleinen Auto. Geschwindigkeitsübertretungen, Parkscheibe nicht gestellt usw., an einem Tag hatte ich 3 Knollen im Briefkasten, nicht zu fassen in was ich da mein sauer verdientes Geld stecke. Auch das ist das erste Mal in meinem Leben, dass ich derart sammle, 30 Jahre mit höchstens 5 Knollen und nun das.
LG
Elke
 
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Strandläufer;209542 schrieb:
Und ich sammle Knöllchen, wie noch nie in meinem Leben und das mit einem klitzkleinen Auto. Geschwindigkeitsübertretungen, Parkscheibe nicht gestellt usw., an einem Tag hatte ich 3 Knollen im Briefkasten...
..und was sagt uns das jetzt: Nicht so schnell liebe Elke, nichts übereilen und nicht unüberlegt verweilen...:ironie:
Alles Liebe Eberesche
 
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Liebe Eberesche,

Nicht zu schnell, ja das stimmt wohl.

Verweilen schon, aber eben nur dort wo ich willkommen bin, wo ich den geforderten Preis zu zahlen gewillt bin, bzw. genügend Aufmerksamkeit für die Bedingungen habe, unter denen ich irgendwo parken (bleiben) darf. Wenn der Preis zu hoch oder die Bedingungen zu aufwändig für mich sind, kann ich entscheiden woanders zu parken. Der Parkplatz wird sich wegen mir nicht verändern. Einen kostenlosen Parkplatz bekomme ich immer dann, wenn ich zeitig genug am Arbeitsplatz bin, obwohl ich da auch nicht sicher bin, ob ich da tatsächlich parken darf.

Da habe ich in meinem Leben allerhand übersehen. Denn auch Geschwindigkeitsüberschreitungen zeugen von mangelnder Aufmerksamkeit. Ich habe, glaube ich, Abbitte zu leisten. Mir ist gerade sozusagen ein Licht aufgegangen.

Heute bin ich krank, jeder Knochen tut mir weh und alles fiebert.
Eine gute Gelegenheit in sich zu gehen und sich Geschehenes etwas genauer anzusehen. Oh weia, das ist nicht gerade rühmlich für mich.
LG
Elke
 
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Heute bin ich krank, jeder Knochen tut mir weh und alles fiebert.
Eine gute Gelegenheit in sich zu gehen und sich Geschehenes etwas genauer anzusehen. Oh weia, das ist nicht gerade rühmlich für mich.

doch, ich finds toll!
Dein Unterbewusstsein weiß schon, wann du eine Pause brauchst :liebe1:
lass die Zeit.....:)
lg
Niki
 
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liebe elke, danke für deine frage.
ich habe geschrieben:

tja, und für mich selber sagte ich: er, dieser partner, der mich schlägt (meine erste lebensgemeinschaft), SIEHT mich wenigstens, ich kann etwas berühren in ihm, er ist anders als der vater zu mir war.
ganz schlimm, als ich erkannt habe, dass ich meine schwester EVENTUELL fast beneidet habe, dass sie misshandelt wurde. SIE hat der vater gesehen, an mir ist er immer vorbeiglaufen
.

du fragst mich:
Strandläufer;209540 schrieb:
Du hast ja ganz schön in dir gewühlt, wenn ich deine Erkenntnisse so betrachte.
Wie gehst du mit diesen Tatsachen um, kannst du sie hinnehmen, als eine Charaktereigenschaft von dir? Bemühst du dich etwas zu verändern? Wenn wir so in uns herum graben, kann es leicht zu einem großen Selbsthaß kommen, glaube ich.
weißt du, das alles geht mit einem prozess einher.
alleine stehengelassen könnte man die erkenntnis "ich beneide jemanden fast dafür, dass er geschlagen wurde" als instrumentarium für selbstverurteilung hernehmen. genau so wie man so einfach hingestellt sagen kann: "dieser mensch schlägt, er ist schlecht".

viele geben sich mit der erkenntnis zufrieden und schauen nicht weiter: soferns um jemand anderen geht. wir machen es uns oft leicht. "das ist ein brutaler mensch, das ist ein schlechter mensch, mit dem will ich nichts zu tun haben". so einfach. ich habe immer diejenigen beneidet, die das konnten. bei vätern etc. .... . ich konnte es nicht, ich sagte mir immer "er ist aber doch mein vater". ich war hin und hergerissen zwischen der wut auf ihn, weil er mit der schwester vieles anstellte und zwischen meinen schuldgefühlen, weil die wut da war.

naja, soviel zu dem, jemand ANDERER schlägt..... /misshandelt - wie auch immer.
 
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wenns um uns selber geht, dann schauen wir mitunter genauer hin. es sei man gibt sich wirklich mit einer art "selbsthass" zufrieden. der kommt ja leicht in diesem zusammenhang. denn wenn schlagen, misshandeln etc. "schlecht" ist, dann bin demzufolge auch ICH schlecht, wenn mir lieber ist, dass mich jemand schlägt als dass er mich gar nicht sieht :clown::clown:.

aber ich als sich-selbst-schützender mensch schaue dann lieber doch weiter, anstatt mich selber einfach nur zu verurteilen.

und ich frage mich:

woher kommen diese gefühle??? die gefühle sind doch krass.
also, wo kommen diese gefühle her???


ich erinnere mich daran bzw. mir ist aufgefallen, dass ich meinen ersten lebenspartner sehr viel gewähren ließ an gewalttätigkeiten gegen mich. ich sah IMMER dabei, dass er das ja tut, weil er mich gerne hat.... . wäre ich ihm gleichgültig, könnte ich nichts berühren in ihm. das hat den partner irgendwie "rehabilitiert".

so krass es klingt, aber selbst bei meinen kindern, die mir sehr, sehr viel bedeuten, weiß ich, wie wütend man gemacht werden kann durch ihr handeln, und wie sehr da gefühle hervorkommen, die man vorher nicht kannte. kinder liebt man. wären sie einem gleichgültig, dann könnten sie doch sein, wie sie wollten... . :clown: dann bräuchte man nicht so wütend werden.

"du erzeugst wutgefühle, weil ich dich liebe".

nicht dass ich jemanden verurteilen möchte, der schlägt, aber es ist ein ausdruck von "du bedeutest mir etwas".

für sexuelle belästigung gibts natürlich für mich absolut KEINE entschudlgung, das ist einfach absolut verwerflich und unverständlich. aber naja, das schlagen entschuldige ich irgendwie, so wie es aussieht.(leider ....).
weil es gleichbedeutend ist für mich mit "BEDEUTUNG".
 
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