.... das Leben an mir vorbei???

AW: .... das Leben an mir vorbei???

ich finde es bedarf nicht immer einer entscheidung, initiiert durch das eigene tätig-werden.

das leben ist doch einer ständigen veränderung unterworfen, heute mal so und morgen mal so, wenn auch teilweise nur in nuancen.

heute sicherheit, morgen zweifel.

gestern ängste, heute gelassenheit.
vor zwei monaten so, heute so.
Selbst wenn es so macht, trägt man trotzdem die Verantwortung dafür!
abendsonne schrieb:
...wie ich mal geschrieben hab von dem vergleich meiner alten küche. ich hab immer wieder vieles bereinigt, verschönert, ausgebessert. als das alles gemacht war, hab ich erst bemerkt, dass die ganze küchenzeile völlig schief hängt. das ist mir sonderbarerweise vorher NICHT aufgefallen: dass das ganze konstrukt schief hängt....
Mit der Küche ist es genauso, wie mit deiner Ehe. Wie sieht es zur Zeit mit deiner Küche aus? Läßt es sich damit leben?
abensonne schrieb:
...jetzt hat er diese geschichten, die mich in diese distanz getrieben haben, aufgegeben, zumindest im großen und ganzen, und ich KANN mich nicht von heute auf morgen darauf einlassen. es bedarf einiger zeit, denn ich bin ja wieder DORT, wo ich mich so mühevoll weggebracht hab. in der angst, ihn zu verlieren...
...die Geschichten haben dich nicht in diese Distanz getrieben...
abensonne schrieb:
ich muss mich darauf vorbereiten, dass es möglich ist, dass ich einen menschen, den ich wieder lieben gelernt habe, verliere und vorher zusehen muss, wie es ihm schlecht geht.

wenn er ständig krank ist, denk ich mir, mein gott, was kommt auf uns so alles zu.


kannst du dir vorstellen, dass mich das alles nicht soo unberührt lässt??
WAS ist deine Sorge dabei?
 
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AW: .... das Leben an mir vorbei???

...die Geschichten haben dich nicht in diese Distanz getrieben...
aaaha. was sonst?
...WAS ist deine Sorge dabei?
such dir eine möglichkeit aus:
a) dass er dahinsiecht und ich daneben steh und nichts tun kann für ihn, außer dazusein und es uns allen sooo weh tut.
b) dass er von heute auf morgen tot im bett liegt und wir als familie das zu tragen haben (wie erklärt mans den kindern)
c) dass ich ihn nicht mehr liebe, er langsam dahinsiecht weil ers einfach nicht drauf hat und es nicht lassen kannund ich ihn pflegen muss und somit mein eigenes leben aufgeben darf und eine volle wut hab, weil er das alles selber mitverursacht hat
d) dass ich mich trenne und zuschau, wie es ihm zunehmend schlechter geht
e) dass ich mich trenne und zuschau, wie es ihm OHNE mich viel besser geht
f) dass alle sorgen unbegründet waren und unser leben so dahingleitet, ohne dass der große zusammenbruch kommt und mir bewusst wird irgendwann, dass ich all die jahre - durch eine im nachhin eben unbegründete angst - reduziert war
 
AW: .... das Leben an mir vorbei???

.. ich kann beschließen mir KEINE sorgen zu machen
so wie ich beschlossen hab, dass es mir WURSCHT ist ob meine küchenkastln schief sind oder nicht.
ich wünsch mir aber dennoch, dass was anderes kommt, eine befreiung aus dieser lage, eine andere küche.
solange dieser wunsch noch gegeben ist, negiert man das was ist, und es wird einem weiter und weiter präsentiert.
bis man die polarität anzunehmen gelernt hat. zu leben gehört tot, zu gesundheit das krank-sein.
ich möchte die wahrheit immer verdrehen und nicht annehmen und bekomm gerade deshalb alles so dermaßen vor die füße geknallt. wenn ich mir denke, aha, ich bin froh, eine schnelle straße am weg zur arbeit zu haben, dann steh ich die nächsten male im stau. dieses "konzept" kann ich über mein ganzes leben stülpen, es trifft so gut wie immer zu.
NICHTS mehr bewerten, DAS wär der weg in die freiheit.
wahrscheinlich.
lg abendsonne
 
AW: .... das Leben an mir vorbei???

mir fällt gerade ein, dass magnet in seinem thread heute so etwas ähnliches geschrieben hat. ich schau gleich mal rüber ...... .
was sich bei ihm so tut. ......
 
AW: .... das Leben an mir vorbei???

Liebe Abendsonne!

ich wünsch mir aber dennoch, dass was anderes kommt, eine befreiung aus dieser lage, eine andere küche.

Wie immer: es sollte etwas anderes kommen. Zu Dir. "Etwas" soll Dich befreien, von außen.

Du kämest niemals auf den Gedanken, dass Du Dir die Küche selbermachen könntest, wenn sie genau passen sollte? Oder die Kastln halt selbst geraderichten könntest?

Nein, es soll ZU DIR KOMMEN. Alles immer im Außen. Du sitzt da und wartest.

Auf das KOMMEN.

Seit Jahren.

Du machst ALLES davon abhängig, ob etwas zu Dir kommt. Wie sich Dein Mann verhält oder auch nicht verhält, wie sich Deinen Eltern verhalten oder auch nicht verhalten - alles hat Einfluss auf Dich. Nur Du - Du kommst gar nicht vor, hast niemals einen Anteil. Schreibst hier immer nur auf wie ein Beobachter, was alles passiert, als ob Du selbst gar nicht agieren würdest.

Du bist Dir dessen nicht bewusst, dass Du in Deinem Leben der Hauptanteil bist. Oder bessergesagt - ich glaube, Du willst Dir dessen nicht bewusst sein.

Nicht das Verhalten Deines Mannes, nicht die alte Küche - Du.

NICHTS mehr bewerten, DAS wär der weg in die freiheit.
wahrscheinlich.
Gut möglich, dass es ein Schritt in Richtung Freiheit ist. Wenn Du dadurch Deine Wichtigkeit bemerkst.

Liebe Grüße
Reinfriede
 
AW: .... das Leben an mir vorbei???

Ich schreib dir mal meine Assoziationen:
aaaha. was sonst?

such dir eine möglichkeit aus:
a) dass er dahinsiecht und ich daneben steh und nichts tun kann für ihn, außer dazusein und es uns allen sooo weh tut.
Scheinheilig.
b) dass er von heute auf morgen tot im bett liegt und wir als familie das zu tragen haben (wie erklärt mans den kindern)
Man oder du? Meinst du die sind blöd und wissen nicht, dass er krank ist? Außerdem, was willst du erklären? Das er tot ist, oder wie es dazu kam?
c) dass ich ihn nicht mehr liebe, er langsam dahinsiecht weil ers einfach nicht drauf hat und es nicht lassen kannund ich ihn pflegen muss und somit mein eigenes leben aufgeben darf und eine volle wut hab, weil er das alles selber mitverursacht hat
Ah ja, er ist schuld und du die arme Frau, die ihn bis ans Ende pflegt...schluchz...
d) dass ich mich trenne und zuschau, wie es ihm zunehmend schlechter geht
Eine realistische Möglichkeit.
e) dass ich mich trenne und zuschau, wie es ihm OHNE mich viel besser geht
Eine weitere realistische für mich sehr stimmige Möglichkeit.
f) dass alle sorgen unbegründet waren und unser leben so dahingleitet, ohne dass der große zusammenbruch kommt und mir bewusst wird irgendwann, dass ich all die jahre - durch eine im nachhin eben unbegründete angst - reduziert war
Welche Angst war das nochmal?
 
AW: .... das Leben an mir vorbei???

hallo nur ich,
du bist lustig, verzettelst dich lange "nur" wegen einer freundschaft,
schreibst, du hättest den boden unter den füßen verloren damals, und sagst, es gibt Dinge, die müssen so laufen, wie sie es tun. Den Sinn dahinter erkennt man erst viel später.
also eigentlich weise worte.
ich finde, eine familie und das, was dahinter steckt, hat gewichtiger zu sein, wenn kinder dahinter stehen und der eigene lebensplan, gewichtiger als eine in der regel austauschbare freundschaft, wo nur die freundschaft "draufgeht" und nicht das ganze rundherum. die wohnsituation, der ganze freundeskreis.

Du scheinst nicht verstanden zu haben, was ich sagen wollte... weder in dem einen, noch im anderen Thema.

Eine Familie und "was dahinter steckt" ist nur dann so lange wichtiger als "nur eine Freundschaft" , wie das "Dahinter" auch in der Lage ist, den gewünschten Halt zu vermitteln.
Das war bei mir nie der Fall, meine Eltern hätten sich trennen sollen, das Zusammensein hat uns nur geschadet.

Soll heißen: Vertrauen habe ich in oder an meiner Familie nicht gelernt, das Gefühl davon hat mir diese Freundschaft vermittelt.

Und als es notwendig wurde für MEINE Entwicklung und für ihre Entwicklung, habe ich auf diese Sicherheit verzichtet.
Du musst mir nicht erklären, wie es ist, sein gesamtes Umfeld zu verlassen, ich habe diese Entscheidung vor drei einhalb Jahren getroffen.


ich finde, gerade hier darf man den dingen seinen lauf lassen, - so wie du sagst - UND: solange es notwendig ist.
ich finde es bedarf nicht immer einer entscheidung, initiiert durch das eigene tätig-werden.
das leben ist doch einer ständigen veränderung unterworfen, heute mal so und morgen mal so, wenn auch teilweise nur in nuancen.
heute sicherheit, morgen zweifel.
gestern ängste, heute gelassenheit.
vor zwei monaten so, heute so.

Gut, tu das.
Wie gesagt, ICH lebe dein Leben nicht.
Nur heißt "sich treiben lassen" auch immer, seinen Handlungsspielraum einzuschränken.
Darum sagte ich, ich habe eigentlich keine Lust zu antworten, für mich ist das nur wieder ein schön ausgedrücktes: "Ich habe Angst vor den Konsequenzen, darum entscheide ich nicht."


ich denke mir, dass ich genug zu tragen hatte die letzten jahre, als dass mir die lust und laune gegeben ist, mit absoluter sicherheit eine sache in EINE bestimmte richtung zu weisen,
ich lasse mich mal leiten und lasse ZU,
alles was sich mir präsentiert auch an ängsten und zweifeln.

Weil du es schwer gehabt hast, fehlen dir Lust und Laune zu entscheiden?
Auf welche Kosten lässt du Angst und Zweifel zu?
Und was versprichst du dir davon?



wenn man ganz, ganz tief in die ängste geht, dann ist man irgendwie viel mehr "durch" als wenn man sie immer nur kurz in sein leben lässt und dann sofort von sich stößt und sich ablenkt.
wie der sprung ins kalte wasser. du bist dann DRINNEN und jede kleine warme schwall erscheint dir absolut angenehm, du bist dankbar, mit der kälte "durch" zu sein, sie kann dir nichts mehr anhaben, du bewegst dich innerhalb dieses bereiches und es wird besser und besser.
wenn ich immer nur die zehenspitze eintauche und sofort rausgehe, dann wird diese kälte immer wieder neu zu spüren sein, für einen kurzen augenblick, und dann nimmt man aber niemals auch das andere wahr, was einem viel geben kann.
ich bin niemals GANZ durch meine angst gegangen, weil ich immer gut abgelenkt war durch die neuen vorkommnisse. immer wieder neu aufgedeckte lügen, immer wieder neue bereiche, mit denen ich mich abgeben musste.
diese AB-lenkung vom wesentlichen tat gut. aber langfristig ist sie schlecht.

Ich verstehe nicht ganz, worauf du hinaus willst?
Sich sein Leid von "innen" anzuschauen, nicht mehr viel anderes zu haben, als die Auseinandersetzung damit, ist schlimm, natürlich.
Aber wenn man wissen will, was vom "Selbst" übrig bleibt, wenn alles andere wegfällt, wer man ist, was man kann und was man will, dann hat man nur die Option, zu springen, wie du es ausdrückst.

Oder wie Goethe es sagt:
"Das Muss ist hart, aber beim Muss kann der Mensch allein zeigen, wie's inwendig mit ihm steht. Willkürlich leben kann jeder."

Vielleicht muss dir hierzu auch erst alles aus den Händen geglitten sein, das wird sich zeigen.


man lenkt vom wesentlichen ab. JETZT, wo das rundherum angepasst ist und
geklärt ist, kann ich ansehen, was wirklich IST.
wie ich mal geschrieben hab von dem vergleich meiner alten küche. ich hab immer wieder vieles bereinigt, verschönert, ausgebessert. als das alles gemacht war, hab ich erst bemerkt, dass die ganze küchenzeile völlig schief hängt. das ist mir sonderbarerweise vorher NICHT aufgefallen: dass das ganze konstrukt schief hängt. weil ich immer abgelenkt war von den jeweiligen details. und das war ich in meiner ehe auch, abgelenkt von details. ich konnte noch niemals aufs gesamte sehen.
diese gelegenheit hab ich jetzt, und auch wenn ich von entscheidung schreibe, kann es morgen schon anders aussehen, weil alles vieeeel zu komplex ist.

Aha.
Dass aber mal eine neue Küche fällig wird, kommt dir nicht in den Sinn.
Du entschudligst dich lieber damit, gesehen zu haben, dass sie schief ist, und es vorher lange nicht gesehen zu haben.
Aus der Tatsache heraus ziehst du die Konsequenz, dass es morgen wieder ganz anders aussehen kann?!

Naja, irgendwann wird sie dir auf die Füße fallen, spätestens dann bist du gezwungen, etwas zu ändern.
 
AW: .... das Leben an mir vorbei???

ich habs jetzt echt nur überflogen, morgen werd ich mich auseinandersetzen mit euren gscheiten ansätzen. kommt mal in die lage,
dann schauen wir ob ihr dann noch immer so geistreich seid.
 
AW: .... das Leben an mir vorbei???

Liebe Abendsonne!

kommt mal in die lage,
dann schauen wir ob ihr dann noch immer so geistreich seid.

War das jetzt wirklich nötig?

So gekränkt, nur weil hier niemand schleimt? Was erwartest Du Dir?

Dass wir Mitleid mit Dir haben, Dich tätscheln und Dir immer wieder sagen, wie schwer Dir "das Schicksal" doch mitspielt? Wissend, dass Du selbst Dein Schicksal verursachst?

Ok, ich bring Dir jetzt ein Beispiel:

Ich kauf mir ein Fahrrad, von dem mir im Forum jeder abgeraten hat, weil es kaputt ist.

Und nun steh ich mit dem Fahrrad irgendwo und komm nicht mehr weiter, jammere und sage dann wütend zu den Foris: Na, kommt doch erstmal in meine Lage und dann sehen wir, ob Ihr noch so gscheit seid...

Meinst, dass das in irgendeiner Richtung fair oder korrekt ist, dass Du uns hier Deine selbst herbeigeführte Lage als Maßstab aufhalsen möchtest?

Niemand hier kann was dafür, dass Du so handelst, außer Du selbst.

Lg
Reinfriede
 
AW: .... das Leben an mir vorbei???

Allein das schon...
Das klingt wie eine Drohung.
DU hast dieses Thema eröffnet und die Beschäftigung mit dem Problem frei gestellt.
Jetzt bist du wütend, weil du Antworten bekommst, die dir nicht passen?

Wäre dir mehr damit geholfen, wenn wir dir alle bestätigen, wie bewunderswert wir es finden, wie toll du deine Lage meisterst und wir uns wünschen würden, unsere Probleme so souverän wie du lösen zu können?
 
AW: .... das Leben an mir vorbei???

wie war das bei dir,

hast du dich vorher losgelöst von deiner alten beziehung oder ist das neue währenddessen in dein leben getreten und hat dir den absprung erleichtert?

Ich kenne beides ;-)

Ich lebte wußte in 2. Ehe, dass das nicht ewig dauern würde - ich hatte einiges versucht, neuen Schwung in die Ehe selbst zu bringen - dann hab ich mir das, was ich brauchte, wo anders geholt - letztendlich lernte ich einen Mann kennen, der mir das Gefühl gab, mich als Frau wahr zu nehmen - und auch zu achten und zu lieben.

Und er erleichterte mir den Absprung - wenn dus so sagen möchtest - er verdiente zwar weniger wie der vorige, aber irgendwie schafften wirs tortzdem - mehr als das, wir kauften uns ein Haus - und richteten es uns behaglich ein.

Irgendwann wurde er arbeitslos und mache sich dann selbständig als Trainer - und letztendlich mit dem Verlag - da beides nicht wirklich anlief, verpuffte das Geld, was ich in monatelangen AMS-Umschulungen verdiente - wie von selbst.

Ich wußte, wenn ich mir wieder "nen Neuen suche", dann löst das letztendlich nicht mein Problem - sondern es verlagert es nur auf die nächste Person - also gönnte ich mir fast ein Jahr, um meinen anteil am Geschehen zu erkennen - und dann auch im mehrmals die Chance zu geben, etwas zu verändern.

Nachdem ers aber nicht tat, habs dann halt ich gemacht. Ich hab ihm im Sommer 2008 gezwungen, sich wieder arbeitslos zu melden, weil ich nicht mehr bereit war, seine gewerbliche Sozialversicherung zu bezahlen.

Daraufhin ist er ausgezuckt und hat sich mit jungen Schlampen frühstückenderweise in Swingerclubs vergnügt - und er hat sich ne neue fixe Freundin gesucht.

Zu dem Zeitpunkt war mir schon bewusst, dass beide Männer in mir eigentlich nur nen Mutterersatz gesehen haben - was pervers war, war beide um je 10 Jahre älter waren als ich - und ja, wirkte sich dem entsprechend auf das Sexualleben aus ;-(

Letztendlich wude mir dann auch bewusst, dass ichs sehr wohl auch allein schaffen könnte, mein Himmelreich zu behalten - und mit meinen beiden Katzen hier glücklich und zufrieden leben.

Ich hab den Kredit übernommen - ihn aus der Ausfallhaftung raus bekommen - hab ihm noch genug Geld mitgegeben, dass er bis zur Pensionierung keine Einbussen in seinem gewohnten Lebensstandard haben müsste, wen er sichs einteilt - und dann aber die Bedingungen aufgestellt.

Er hat sogar nach der Scheidung noch einige Zeit hier gewohnt - und hatte gedacht, dass dies ewig so weiter gehen würde - damals hab ich gelernt, nein zu sagen - und das auch mit aller Deutlichkeit.

Ich hatte nach der 3. Scheidung das Thema Beiehung eigentlich abgeschlossen - hatte meinen 50er allein gefeiert - das war die ärgste Nacht von allen - nach 25 Jahren ununterbrochener Beziehung (allerdings mit 2 unterschiedlichen Männern) dann genau zum 50er allein zu sein.

Ich hab 2 Tage und Nächte nur geheult - danach wurde es allerdings wieder leichter - den Mann meiner Träume kannte ich zu dem Zeitpunkt zwar schon, aber eher nur flüchtig - und es war keine Überlegung in Richtung potentieller neuer Partner.

Das erste Mal gemeinsam unterwegs waren wir bei der Weihnachtsfeier meines Autohändlers - am Samstag vor Weihnachten - und Mitte Jänner 2009 gingen wir dann zusmamen auf den Neunjahrsempfang der Neunkirchner Wirtschaft - und ab da trafen wir uns öfter.

Wirklich wahrgenommen, dass ich mich so richtig in ihn verliebt hatte - und nicht nur das, sondern mir auch vorstellen hätte können, endlich wirklich etwas wie eine Beziehung zu beginnen - war im Frühjahr 2009 - da war von meinen Exen weit und breit keine Spur mehr von irgendwas.

Meine 3. Ehe endete - für mich - zu Weihnachten 2007 - danach brauchte ich noch bis Mitte 2008 um wirklich für mich die Entscheidung zu treffen, lieber alleine zu bleiben, als mir das weiter zu geben. Ende August stellte ich ihm die Frage, wie er sich das weiter vorstelle - daraufhin meinte er, das wollte er sich im Urlaub überlegen - was für mich keine akzeptable Antwort mehr war - also nahm ich den Rest in die Hand - am 23.9.2008 waren wir geschieden.

Ich hatte mit Männern und Beziehung abgeschlossen - aber gerade dadurch wurde ich offen für was neues.

Nachdem ich meinen "Seelenpartner" eröffnet hatte, dass ich ihn liebe - und er mich eigentlich brutal zurück gewiesen hatte, stürzte für mich eine Welt ein - aber irgendwie hab ich mich trotzdem schnell wieder gefangen - mit Hilfe einiger wirklich guter Freunde - und seither plane ich mein Leben - für mich - und sollte sich wieder mal was ergeben, kanns endlich wirklich eine Partnerschaft auf gleicher Augenhöhe sein.

Ich werde nie mehr abhängig sein von der Gunst eines anderen Menschen - aber ich kann mich trotzdem darüber freuen, mit anderen Menschen zusammen zu sein - und Zeit mit ihnen zu verbringen - und wenn ich keine Lust dazu hab, dann eben nicht :-)

Keine Ahnung, ob dir dieser Roman jetzt auch nur irgendwie weiter hilft - ich bin überzuegt davon, solange du für dich nicht klärst, was dir wirklich wichtig ist im Leben - so lange wirst du weiter wurschteln mit deinen schiefen Küchenkasteln - aber ist deine Entscheidung - und - ich erwähnte es schon mal - auch keine Entscheidung zu treffen - ist letztendlich trotzdem (d)eine Entscheidung, mit der du leben musst.
 
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ich habs jetzt echt nur überflogen, morgen werd ich mich auseinandersetzen mit euren gscheiten ansätzen. kommt mal in die lage,
dann schauen wir ob ihr dann noch immer so geistreich seid.
Liebe abendsonne,
du glaubst gar nicht, in was für Lagen ich schon war!
Ich wünsche dir nur, dass deine Kinder dich später nicht so behandeln, wie du sie jetzt.
Ich bin dann raus aus diesem Thread.
Eine besonders besinnliche Adventszeit.
Eberesche
 
AW: .... das Leben an mir vorbei???

gleich vorweg,

ich bin nicht emotional eingebunden in diese "gemeinde" wie sie schon mal wer genannt hat, daher kann ich auch niemals diese wut empfinden, die mir da angedichtet wird. :zauberer2
es sind mir ein, zwei leute wichtiger als die andren, aber ich kann selbst ohne die gut leben. es ist ja nicht das REALE leben.
das forum hat für mich TAGEBUCHFUNKTION, immer dann, wenn ich es brauche. es fühlt sich hier niemals wer benutzt weil jeder freiwillig hier ist. ich muss nicht tun, was mir gesagt wird, und wenn die folgen aus meinem eigen-willigen handeln welche sind, über die ich schreiben möchte, dann tu ich das.

bis nachher
 
AW: .... das Leben an mir vorbei???

Du kämest niemals auf den Gedanken, dass Du Dir die Küche selbermachen könntest, wenn sie genau passen sollte? Oder die Kastln halt selbst geraderichten könntest?

Nein, es soll ZU DIR KOMMEN. Alles immer im Außen. Du sitzt da und wartest.

Auf das KOMMEN.
liebe reinfriede

nein, nichts muss zu mir kommen, weil ich das unbedingt möchte,

sondern weil es automatisch mal so sein wird :).


die küche war ein sinnbild dafür,
- nochmal :) -
dass ich immer wieder gerichtet hab und verschönert hab - neue arbeitsfläche, griffe, hintergrund neu etc. - (ich WAR also tätig :) ), das hat sich über jahre hingezogen. dann war ich fertig, hab alles betrachtet: schön geworden :) und hab DANN festgestellt, dass die kasteln so windschief hängen und fast runterkommen.

DAS hab ich vorher nicht gesehen. es war erstaunlich. du hast ja mit bekommen, dass ich das so gemeint hab.

es ist wie in beziehungen, wo es drunter und drüber geht.

es ist so, wenn man mit details zu arbeiten hat, sieht man das gesamte nicht. würde man es vorher erkennen bzw. anschauen, würde man sich nicht jahrelang mit einer sache auseinandersetzen, die keinen echten sinn macht.
viele sind da einfach weiter, verzetteln sich nicht, da ist von anfang an klar : raus damit, ob beziehung oder küche.
es gibt viele frauen, achtung: wieder symbolisch gesehen,
die es sich-wert-sind, eine ihnen entsprechende küche bedienen zu dürfen. wenn ich meinen eigenen wert vollständig erkannt hab, dass ich so eine alte schmuddelige küche nicht mehr WILL, dann kommt sie automatisch zu mir, in form einer neuen wohnung.... oder mit einer bereinigten beziehung, wo man auch ins WOHNEN noch was investiert. .
ICH hätt sicher nichts mehr reingesteckt die letzten monate und DIESEN voraussetzungen.
Gut möglich, dass es ein Schritt in Richtung Freiheit ist. Wenn Du dadurch Deine Wichtigkeit bemerkst.
loslassen als weg in richtung eigene wichtigkeit. ich gehe alleine schon dadurch aufrechter, wenn ich mich nicht mit allem belaste
 
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Scheinheilig.

...Ah ja, er ist schuld und du die arme Frau, die ihn bis ans Ende pflegt...schluchz...

dazu sag ich jetzt gar nichts. ist mir zu ..... sarkastisch, was das gepostet wurde.
ich würde sowas nieeemals zu jemanden sagen, der einen unheilbar kranken mann daheim hat, egal, wie es sich mit der beziehung verhält.
Eine Familie und "was dahinter steckt" ist nur dann so lange wichtiger als "nur eine Freundschaft" , wie das "Dahinter" auch in der Lage ist, den gewünschten Halt zu vermitteln.
Das war bei mir nie der Fall, meine Eltern hätten sich trennen sollen, das Zusammensein hat uns nur geschadet.
tja, du wirst aber gerade aus DIESEM grund einer freundschaft so viel wertigkeit beimessen, weil du dieses familienleben nicht kennengelernt hast, das man sich für ein kind wünscht.

wenn deine eltern ihre liebe vielleicht neu entdeckt hätten und diese liebe auch gelebt hätten, dann wäre eine (eh-nicht-passierte-)trennung ja gar nicht von nöten gewesen.

du hättest vielleicht ein ganz andres fundament und suchtest nicht woanders halt - in irgendwelchen unzulänglichen freundschaften, die eh schon vergangenheit sind.

Du musst mir nicht erklären, wie es ist, sein gesamtes Umfeld zu verlassen, ich habe diese Entscheidung vor drei einhalb Jahren getroffen.
ja, und dadurch hast du dann in jeder vertrauten geschichte noch einen anker gesucht. weil du alles andere auch verloren hast.

sowas möcht ich ja nicht - plötzlich abhängig zu werden von irgendwelchen menschen, mit denen es eh nicht mehr passt, - wie gesagt - nur dass mir IRGENDWAS noch vertraut ist.
Nur heißt "sich treiben lassen" auch immer, seinen Handlungsspielraum einzuschränken.
du MUSST dich nach einer "wildwasserzeit" mal treiben lassen, wenns endlich ruhiger ist, sonst gehst du unter. kräftesammeln. dann kannst du schauen, ob du bleiben magst oder nicht. wenns wieder wild wird, hast du als gesammelter mensch die kraft, auszusteigen. wenn nicht, dann genießt du dieses sich-treiben lassen, weil du alles herum unter einem andren blickwinkel betrachten kannst. viele gehen irgendwann unter weil sie nie aufgehört haben, sich mehr zu bewegen, als es für den augenblick notwendig ist.

Weil du es schwer gehabt hast, fehlen dir Lust und Laune zu entscheiden?
Auf welche Kosten lässt du Angst und Zweifel zu?
Und was versprichst du dir davon?
sich einlassen in die schlimmsten ängste bringt dir was.
wenn die nacht am dunkelsten ist der tag am hellsten, heißt es.
du nimmst in der absulten finsterheit jedes kleine licht, das sich dir präsentiert, plötzlich wahr. jeder kleine lichtschein erhellt alles viel mehr als wenns nicht völlig dunkel war. man geht dann raus aus der dunkelheit, weil man weiß, man hats auch dort geschafft und ist nicht untergegangen.
wie reinfriede mal sagte: wer den meeresboden kennt scheut pfützen nicht. wenn ich mich tief einlasse bringt mich nichts mehr wirklich um.
Dass aber mal eine neue Küche fällig wird, kommt dir nicht in den Sinn.
ja schon, wenn ich mit der alten nicht mehr sein MAG, weil sie mir überhaupt nicht mehr entspricht, dann wird sie kommen ohne dass ich lange überlege. ich KAUF sie mir dann einfach :)
Naja, irgendwann wird sie dir auf die Füße fallen, spätestens dann bist du gezwungen, etwas zu ändern.
ja, das ist die fremdbestimmung, die manches beschleunigen würde. DAS geb ich zu. bis zum jetzigen zeitpunkt hätte ICH sie aber nicht mehr bezahlt
 
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