in anlehnung an mein posting vorher ein stimmungsbericht: also, ich bereue noch immer nichts. keine sekunde..... . aber..... es ist etwas ANDERS als es vorher war. vorher bin ich so in verbundenheit gewesen, wenn ich mit mir selber alleine war. das heißt, hatte ich das haus mal alleine für mich, dann.... - ich kanns nicht beschreiben. es war lebenselexier. ich hab die musik aufgedreht, hab mich gefreut, hab mir die morgensonne auf die nase scheinen lassen. jetzt hab ich das alles eigentlich immer (ich meine, die freiheit).... und es fehlt mir ....etwas, nicht ER, sondern dieses gefühl, das ich vorher mit MIR hatte.
kann es sein, METAPHER: dass einem ..in einem stickigen raum ..es einem was gibt, wenn das fenster mal geöffnet ist und .. der luftzug geht durch, und man SPÜRT das dann viel mehr, einfach weil die tür dann wieder zu ist und das umgebungsklima drückend und beklemmend??? und jetzt ists so, dass alles "offen-steht", ich zumachen kann, wann immer ich will, und ich deshalb dieses eine, ganz bestimmte empfinden nicht mehr hab.
das heißt, es stellt sich zunehmend die sehnsucht ein nach etwas GEMEINSAMEN. mit einem anderen menschen. das hatte ich vorher nicht. ich hatte null problem, wo alleine hinzugehen. ich bin - so war vorher das gefühl - ja nicht alleine, ich bins JETZT - in diesem augenblick freiwillig und weil ich es so ausgesucht hab.
jetzt verhält es sich anders. jetzt BIN ich alleine (ich meine jetzt als erwachsene person).
. ich habs vorige woche bemerkt, ich wäre mit dem buben wohin gegangen. so hoffest-brunch,..... ich hätte keine problem gehabt, hätten wir einen tisch für uns bekommen. ABER ich hatte plötzlich keine lust, mich wo dazuzusetzen. vorher hat mir dieses stück freiheit so viel bedeutet, dass ich mich einfach wo anschloss, mich mit dem kind/den kindern dazusetzte, ... wir gehen ja dann wieder heim.... .
plötzlich bin ich für UNS alleine, und - es ist nicht, dass die andren sich denken, die hat jetzt niemanden, das ist mir egal, - es ist das bedürfnis weg, mich wo anzuschließen. ich bin mit dem buben eine runde gegangen, und dann wieder HEIM gefahren.
also, mein leben ist noch nicht richtig definiert jetzt.
das meines mannes scheint toll zu sein.
es ist meines auch super, aber es ist anders, nicht so gesellschafts-ausgerichtet.
aber auch nicht so, dass ich jetzt die übermama bin und mich überschlage im aktiv-sein mit den kindern. sie würden es auch nicht annehmen können denke ich.
es ist also noch so...... sonderbar. vielleicht wie ella sagt, vieles braucht seine zeit, um anzukommen.
sonderbar erscheint mir, dass ich das haus nicht wirklich zu vermissen scheine. hoffentlich kommt dieses gefühl nicht irgendwann mal an. denn .... bisher konnte ich auch immer rein, wenn ich wollte. telefonisch angemeldet, mann oder kind haben mich reingelassen. den schlüssel hätte ich noch, aber ich geh nicht einfach rein. heute war ich das erste mal "ausgesperrt", weil der mann auch jetzt - vierzehn uhr - noch nicht erreichbar ist. hebt nicht ab. kenn ich nicht von ihm. der abend dürfte lang geworden sein, vielleicht eine ganze nacht.
was, wenn ich dann gar nicht mehr rein KÖNNTE, weil der schlüssel auch zurückgegeben ist, und ich nicht nur aus anstand ausgeperrt bin aus meinem eigentum, sondern ganz???
vielleicht kommt dann die wut, der groll.
derzeit noch nicht wirklich.
er hat tausend bekannte, die vorbei kommen oder ihn fragen, ob er was mit ihnen unternimmt. macht mir nichts. so lange ich nicht dabei irgendwie nachteile hab.
bisher hats ja nichts gegeben, aber ich bin ja auch noch nicht lange weg.
jetzt das erste mal.
die kinder waren untergebracht die nacht auf heute, bub bei mir, mädchen wollte bei einer freundin sein. ER kann tun und lassen, was er will, wenns seine nacht ist.
erschließen tut sich mir noch nicht ganz, ob es für mich okay ist, wenn bis nach zwei uhr = jetzt (wie lange noch weiß ich nicht) niemand erreichbar ist. wir haben schließlich geteiltes sorgerecht. wir haben für heute vereinbart, wir telefonieren wegen der kinder. und da sollte er erreichbar sein, denk ich mir.
meine wut ist noch nicht da, ich bin noch gelassen, ich stoppe aber ab.
DAS ist nämlich definitiv mit ein nachteil, wenns keine regelung gibt.
naja, muss mal schauen, wo es hinführt.
vielleicht eh dort hin, dass ich eine ganz klar ausgerichtete regelung brauche. auch für die kinder - das habt ihr schon öfter erwähnt, dass das nichts ist, diese unklarheiten. spontane aktionen, immer entscheiden, mag ich bei mama bleiben oder bei papa, manchmal wird dann einfach BESTIMMT. sicher nicht sooo gut für die kinder.
zurück zum nicht-erreichbar-sein:
wenn ER seinen freien tag hätte augrund unserer vereinbarung, wärs gar kein problem, wenn er den ganzen tag verpennt. werd ich auch mal machen, nach ewig langen jahren wieder.
so ists aber nicht gewesen dieses wochenende.
es wäre gestern eigentlich MEIN freitag gewesen, wo der ganze nächste tag dann auch mir gehört. so hatten wir das vereinbart.
gestern war dann die erste ausnahme. wollte nicht weggehen, wollte nicht ohne kind sein. hab sehnsucht nach meinem buben. zur tochter hab ich... irgendwie keinen zugang, es ist, als wäre ich schutzweise betäubt, als hätte ich sie gefühlsmäßig weggegeben, zum vater. - um mich selber zu schützen. zu schlimm war diese nacht, als ich sie "rauswarf".
WENN, dann nehm ich sie super-gerne an, wenn sie freiwillig kommt ,aber ich bettle nicht mehr um sie.
wir sind gestern ins tierheim gefahren, katzen ansehen, es war ihr wunsch.
ich denk mir, FAST hätte ich eine katze genommen, sie war so süß, und die tochter bettelte so. gottseidank war sie schon vergeben.
gottseidank, denn heute denk ich weiter:
ich kann nicht mein ganzes leben ausrichten nach ihr und jetzt auch noch eine katze anschaffen, vielleicht dass sie hier glücklicher ist und dass sie öfter kommt, wenn ich eigentlich keine will. ich gebe eh zugunsten ihr schon mein eigenes schlafzimmer auf und schwebe nächtens von einer schlafstätte zur anderen, und das, weil es ihr vielleicht irgendwann wieder einfällt, zu mir zu kommen.
auch noch eine kleine katze zu nehmen für sie jetzt, wäre zu viel an selbstaufgabe. ich will eine wohnung, die gut riecht, und nicht eine, die nach katzenpisse stinkt. denn die garantie hat man einfach nicht, dass eine katze so unproblematisch ist, wie die zwei die wir aus dem tierheim geholt haben. die sind super-toll, aber es gibt andere. ich will auch kein katzentürl installieren momentan und ich will auch kein schlechtes gewissen haben, weil eine katze in der wohnung eingesperrt ist.
ich will aus diesem satz heraus jetzt aber nicht über katzen pro und kontra diskutieren, ich erzähl nur von den gedanken, die da hoch kommen.
mich würde aber eure meinung interessieren, obs okay ist, dass er nicht erreichbar ist.
telefon ausgeschaltet.
lg abendsonne
ps:jetzt gehts ans stiegenhaus-putzen- auch wieder neu für mich. hab extra einen eigenen wischer besorgt für den allgemein-dreck. bin schon eigen geworden. lass anscheinend nicht mehr so schnell was oder jemanden rein in meinen neu geschaffenen lebensbereich.