tochter hat nicht-genügend-ausbesserungs-prüfung in einem fach und review u. E-schularbeit gleich nach den ferien. .... sie sollte lernen.
"sie soll ferien machen", "sie ist krank" (halsweh). KEIN kontrolliertes lernen letzte woche, wie es aussah. denn heute war sie bei mir - gekonnt hat sie gleich null. verbesserungen etc.: wieder nichts gemacht.
die tochter will schon gar nicht mehr bei mir sein, weils immer ums lernen geht. sobald sie bei der tür reinkommt. sie hat immer so einen aufholbedarf ...... und bin MACHTlos. sie tut einfacht nichts. wir streiten dann. daheim hat sie es locker, da wird allenfalls gesagt, geh was lernen.
bei mir ist sie angewidert. wir geraten uns immer extremst in die haare.
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vorige woche sagte ich ihr per telefon von der arbeit aus: lernst bitte die vokabeln, ich prüf dich am abend.
dann ruft sie mich an: der papa sagt, du kannst mich gar nicht prüfen, er lässt dich nicht ins haus.
er lacht im hintergrund "nein, ganz so ist es auch nicht".
@magnet
Das, magnet, sind Beispiele für Manipulation.
Auf den ersten Blick geht's der Tochter natürlich besser bei Dir.
Keine Auseinandersetzungen wegen Lernen, kein Zwang, kein Druck.
Jedes Kind wäre davon angetan - mangels fehlendem Weitblick.
In Wirklichkeit schadest Du der Tochter mit Deinem Wurschtigkeitsdenken in Bezug auf Schule.
Nächsten Montag, wenn die Schule wieder anfängt, wirst Du entspannt zuhause auf dem Sofa sitzen.
Gleichzeitig wird SIE diejenige sein, die sich dem Ergebnis ihrer lern-freien Ferien stellen muss.
SIE kassiert die schlechten Noten, SIE handelt sich den Tadel der Lehrerin ein, und IHR wird es nicht gut gehen
mit einer eventuell grottenschlechten E-Schularbeit, SIE wird als Versagerin vor den Mitschülern dastehen.
Wo ist Deine Empathie für das Mädchen?
Du vermittelst ihr, dass es sich nicht auszahlt, sich anzustrengen.
Du bringst sie um wertvolle Erfolgserlebnisse, um das Gefühl, mit entsprechendem Einsatz etwas Positives zu bewirken.
Im Grunde genommen gibst Du sie auf ... "hat ja eh alles keinen Sinn".
Was für ein Scheiß-Gefühl das sein muss.
Du überlässt Deiner Frau das Vokabel-Prüfen, den unbeliebten Teil.
Deckst diesen selbst nicht ab, um Deine Beliebtheit nicht zu gefährden.
Natürlich mutiert die Mama automatisch zum Stress- und Störfaktor.
Manipulation hat viele, auch non-verbale, Gesichter.
Deine Tochter kann sich auf Dich verlassen, sagst Du.
Vermutlich - ich unterstelle das jetzt mal - sagst Du ihr das genau so.
Auch ohne dezidierte Worte implizierst Du damit, dass das bei der Mutter nicht der Fall zu sein scheint.
Was die Kinder brauchen, ist die Gewissheit, dass sie sich auf
beide Elternteile verlassen können.
Die Botschaft müsste also lauten: "auf
uns könnt Ihr Euch verlassen".
... to be continued.
Lucille