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Du warst jahrelang kreuzunglücklich, weil sich an Deinem/Eurem Wirrwarr nichts änderte und Du nicht wusstest, wie Du da rauskommen solltest.
Jetzt habe ich den Eindruck, dass sich das Knäuel beginnt aufzulösen, wenn auch mit ziemlichen Schmerzen...aber es kommt alles in Bewegung.
Man kann sich angenehmere Wege vorstellen, ich weiß, aber das Schicksal fragt einen da nicht immer.
Wenns einem grad so total dreckig geht, kann mans nicht glauben, dass es wieder mal Sonnenschein gibt............. Du wirst sehen, die Fäden entwirren sich nach und nach....Du darfst nur jetzt nicht die Geduld verlieren.
Ist leichter gesagt als getan, das ist mir klar.
................Aber Du hast jetzt schon so viel hinter Dich gebracht, das soll Dir für die letzten Meter noch etwas Mut machen...danach wird sich der Himmel lichten, da bin ich ganz fest überzeugt davon.
Es ist nur zu verständlich, dass Du Dich einsam fühlst und Dich nach einer Schulter zum Anlehnen sehnst. Aber gerade in Zeiten von Umbrüchen, wo man unstabil ist und total unrund läuft, strahlt man das auch aus und zieht Leute an, die einem nicht gut tun.
Es fehlt einem auch der klare Blick und in seiner Not lässt man sich dann auch gerne täuschen.
Ich weiß das alles nur zu gut .......
liebe sandy,
danke für diesen überaus einfühlsamen, bemerkenswerten beitrag. du bringst es auf den punkt.
ich war wirklich und tatsächlich jahrelang kreuzunglücklich, und wusste nicht, wie ich aus dem wirrwarr rauskommen soll.
ich bin dem trugschluss erlegen, zu glauben, ich trenne mich und die energien fließen und alles läuft rund, so als wäre eine unglückliche anhaftung an die dinge die einzige blockierende mission.
tja, und dass es dann NICHT so gelaufen ist, wie ich es in meiner vorstellung hatte, das hat mich vorerst mal zurückgeworfen.
ich muss aber auch dankbar sein über die dinge.
ich erinnere mich zu gut an den tag vorm 1.mai. da saß ich in der wohnung und dachte "toll, jetzt hab ich alles fix und fertig, bis auf den letzten kochlöffel und die allerletzte lampe, und jetzt das mit der diagnose. ich hab mir zwei jahre lang die wohnung eingerichtet und umgestaltet, um HIER jetzt alleine zu sterben".
dass es nicht so gekommen ist, sterben zu müssen, dafür bin ich sehr sehr dankbar und ich hab diesen gedanken noch nicht so wirklich verinnerlicht. vielleicht weil es mir nicht so schlimm vorkam, daran zu denken, sterben zu müssen.
der magnet hat es jetzt aber im angesicht. ich weiß nicht, wo er sagt, es geht jetzt zu ende......
und HIER komm ich jetzt in eine energie, die echt mal mitgefühl spüren lässt.
ich hab ihn vor kurzem noch so niedergestampft, weil er meiner ansicht nach das haus total verwahrlosen lassen hat die zwei jahre. die kinderzimmermöbel allesamt kaputt, wie gibts das in zwei jahren, ein bild, schimmlige, milbenanhaftende kleidungsstücke unterm bett des buben, überall gerümpel, hamster nummer 6!!! (in eineinhalb jahren) tot im käfig..... ich hab ihm gesagt, er kann nur eins: kochen für andere leute, rumsitzen und was trinken, geschirr abwaschen - und das nur weils sein muss - und kercher-geräte zum bodenwischen und fensterputzen anschaffen, um sie EINMAL auszuprobieren.
denn nach mehr hats nicht ausgesehen.... ich glaube er war sich des zustandes des hauses innen drinnen nicht bewusst, ..... . und ich habs nicht verstanden. wenn man eh den ganzen lieben langen tag zeit hat.... .
aber .... ist es einem nicht wurscht, wenns einem so geht wie ihm, was äußerlichkeiten betrifft???? nur.... man sollte den kindern schon auch "werte" vermitteln, so als "hinterlassenschaft".... . und da gehört es eben dazu, halbwegs angemessen hauszuhalten.... . weil man sich selber und seiner psyche nur schadet, wenn die resonanz von außen den eigenen äußeren zustand spiegelt.
wenn der magnet den kindern überlässt, wie sie leben, dann hat das auch mit mangeldem interesse zu tun und bequemer gleichgültigkeit zu tun.. . durch seine krankheit verstehe ich aber jetzt ein bisschen mehr, dass er sich darum nicht so kümmert.
daher freuts mich umso mehr, dass die tochter jetzt den "cut" im leben hat, und es sind auch anzeichen einer veränderung von ihrer seite da - nach einer woche schon. man kann sagen, ich als mutter mache es mir bequem, ich übergebe erziehungsarbeit einfach anderen, aber ich war soooo machtlos ihr gegenüber, hatte null chance, einfluss zu nehmen, und es war alles andere als gut.
gestern sah ich meine tochter vom internat zurück ,und sie war super -
das war mein lichtblick gestern

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daher hast du auch in dieser beziehung recht, liebe sandy, dass es gut ist, dieser "szenenwechsel".