Kontakt zum / zur Ex

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Reinfriede

Well-Known Member
Liebe Carina!

Es IST einfach. Du entscheidest Dich fürs Leiden oder Abschließen.

Ich glaube, jeder Mensch geht manchmal durch solche Sachen durch. Und es gibt eben nur zwei Möglichkeiten, Abschluss oder weiter zu leiden.

Es hilft Dir im Grunde genommen nichts, hier zu posten, dass das nicht einfach ist - ich glaube, das weiss jeder hier, denn ich denke, jeder wird diesen Schmerz schonmal oder auch auch öfter durchgemacht haben.

Alles, was Du tust (oder nicht tust) hat Konsequenzen, die nur Du alleine durchstehen musst, das kann Dir keiner abnehmen.

Wenn Du möchtest, dass hier die User Dich mental unterstützen, dann wäre es hilfreich, wenn Du mehr Informationen geben würdest, wie die Beziehung abgelaufen ist, was zur Trennung geführt hat, dann wäre es eher möglich, Dir mit Worten zur Seite zu stehen.

Liebe Grüße
Reinfriede
 

Clara Clayton

Well-Known Member
Hallo Carina,

ja, da kann ich Reinfriede bestätigen. Ein wenig mehr Info von deiner Seite wäre gut. Wir sind hier ein anonymes Forum. Du kennst mich nicht, ich kenne dich nicht. Also, wo ist das Problem?

Was ich z. B. nicht verstehe ist, wenn ihr euch liebt, warum habt ihr euch dann getrennt? Wenn ihr nicht zusammen sein könnt, warum quält ihr euch, indem ihr den Kontakt nicht abbrecht? Worin liegt da der Sinn? Wenn ihr zusammen sein wollt, dann seid zusammen. Gib mir mehr Input und ich kann dir bessere Antworten geben.

Liebeskummer kannst du nur überwinden indem du ihn verarbeitest(im Kopf und im Herzen). Du wirst deinen Kummer nicht los, wenn du nur sagst "ich kann nicht anders". Dann bleibt alles so wie es ist.

So einfach - und so schwer ist das.
 

pisces

Well-Known Member
Wenn das so einfach wäre dann wäre ich schon längst von ihm losgekommen ...
es IST so einfach und so banal. DU entscheidest darüber, was du tust. und du trägst die konsequenzen. wenn du dich entscheidest, auf seine kontaktversuche einzugehen, geht es dir im moment MIT ihm gut. da du aber nicht mehr mit ihm sein kannst (ist er verheiratet?) ist der schmerz vorprogrammiert und der heilungsprozess findet nicht statt. wäre es da nicht sinnvoller, die realität zu akzeptieren und sich dafür zu entscheiden, den kontakt abzubrechen? du brauchst einfach NICHT mehr zu antworten.
 

Ritter Omlett

Well-Known Member
@hallo Samgamdschie

Ich kann meine Meinung nur von mir selber dazu berichten. Ich habe immer den Kontakt nachher sofort abgebrochen, bei Beziehungen wo Sex dabei war und entsprechende Gefühle dazu. Das tat zwar weh, aber im Nachhinein war es mir lieber, danach nichts mehr gehört zu haben. Das berühmte wir können Freunde bleiben hat mich nie interessiert und habe ich auch nie angeboten. Ich halte davon absolut nichts.

Dafür war ich dann wieder frei, wenn sich was anderes ergeben hat, abgesehen davon ist es mehr als abtstossend für mich, bei neuen Beziehungen mal zu sagen, mit meiner Ex treffe ich mich noch, oder umgekehr zu vernehnmen, ach heute habe ich wieder mit meinem Ex so nett geplaudert. Ex ist Ex und heisst für mich vorbei und das blabla was wer jetzt wo macht, ich sag dass jetzt echt frei, interessiert keiner mehr von den Beteiligten und kann neu entstehende Beziehungen nur unnötig belasten, wo keiner der Beteiligten die netten Kontakte zur Ex zum Ex hören will in Wahrheit.

lg
Ritter Omlett
 

Carina75

Member
Hallo Carina,

ja, da kann ich Reinfriede bestätigen. Ein wenig mehr Info von deiner Seite wäre gut. Wir sind hier ein anonymes Forum. Du kennst mich nicht, ich kenne dich nicht. Also, wo ist das Problem?

Was ich z. B. nicht verstehe ist, wenn ihr euch liebt, warum habt ihr euch dann getrennt? Wenn ihr nicht zusammen sein könnt, warum quält ihr euch, indem ihr den Kontakt nicht abbrecht? Worin liegt da der Sinn? Wenn ihr zusammen sein wollt, dann seid zusammen. Gib mir mehr Input und ich kann dir bessere Antworten geben.

Liebeskummer kannst du nur überwinden indem du ihn verarbeitest(im Kopf und im Herzen). Du wirst deinen Kummer nicht los, wenn du nur sagst "ich kann nicht anders". Dann bleibt alles so wie es ist.

So einfach - und so schwer ist das.

Hallo Clara,
also gut, hier ein paar mehr Info´s. Mein Ex war verheiratet, seine Frau starb vor 2 1/2 Jahren an Brustkrebs. Er hat eine 8jährige Tochter aus dieser Ehe die den Tod der Mutter nicht verwinden kann. Folgedessen hat sie mich natürlich gehasst weil sie wohl dachte ich nehme ihr den Vater auch noch weg. Wir haben viel probiert auch professionelle Hilfe in Anspruch genommen, leider ohne Erfolg. Die Situation wurde immer extremer. Der Psychologe hat meinem Ex dann geraten sich seiner Tochte zuliebe von mir zu trennen. Aufgrund dessen haben wir uns getrennt. Ich kann seine Entscheidung für seine Tochter natürlich verstehen aber das macht es nicht leichter für mich/uns.
Ich habe am Wochenende mit ihm gesprochen und ihn gebeten sich nicht mehr bei mir zu melden, er will es versuchen kann mir aber nichts versprechen, er leidet genauso wie ich ...

Grüße Carina
 

Reinfriede

Well-Known Member
Der Psychologe hat meinem Ex dann geraten sich seiner Tochte zuliebe von mir zu trennen. Aufgrund dessen haben wir uns getrennt.

Liebe Carina!

Es ist natürlich schwer, von außen etwas dazu zu sagen, aber mein erster Gedanke wäre gewesen, schnellstmöglich den Psychologen zu wechseln.

Es kann doch nicht sein, dass ein Problem dadurch gelöst werden soll, dass einer nicht mehr leidet und dafür zwei andere. Welch ein Phyrrussieg. Eine gute Lösung ist, wenn alle Beteiligten lächeln können.

Aber ich weiss natürlich nicht, wie speziell der Fall gelagert ist.

Dazu vielleicht noch ein paar Fragen, die in meinen Augen wichtig wären: Wie lange kennst Du den Mann schon? Hattet Ihr zusammengelebt, also zu dritt?

Liebe Grüße
Reinfriede
 

Lucille

Well-Known Member
Ich glaube es ist für uns beide so schwer weil wir uns immer noch lieben.

Liebe Carina,

Deine (Eure) Situation ist sehr speziell, und ich kann verstehen, warum Du mit einem Kontaktabbruch
haderst.

Vor dem Mann habe ich in erster Linie viel Respekt, weil er das seelische Wohlbefinden seiner kleinen
Tochter über sein eigenes stellt. Sie hat das Schlimmste erlebt, was einem Kind widerfahren kann, und er hat auf ihr Trauma reagiert. Es erfordert sehr viel Liebe, Fingerspitzengefühl und vorallem Geduld, ihr darüber
hinweg zu helfen.

Ich nehme an, Du weißt, dass das Mädchen nicht Dich als Person ablehnt, sondern die Stellung, die Du
in ihren Augen einnimmst.

Im Gegensatz zu meinen Vorschreiberinnen würde ich persönlich nicht zu einem Kontaktabbruch tendieren.
Wenn Du es schaffst, Deine Liebe für ihn ganz bewusst auch aus dem Hintergrund am Leben zu halten,
dann gibst Du Euch beiden eine reelle Chance.

LG
Lucille
 

Clara Clayton

Well-Known Member
Liebe Lucille, liebe Carina,

zu einem Kontaktabbruch würde ich auch nicht tendiert haben - wenn Carina uns ihre Geschichte komplett erzählt hätte.

...und auch jetzt kann ich nur bedingt eine Antwort geben.

Wenn es so ist, daß ein Psychologe zu einem kompletten Kontaktabbruch geraten - sprich: zur Trennung geraten hat - dann ist mit Sicherheit eine zweite Meinung diesbezüglich sehr wichtig.

Ganz ehrlich: das kann kein guter Psychologe sein, der zu sowas rät. Weil es wenig sinnvoll ist die Trauerarbeit des Kindes so zu umgehen. Denn so geht das doch nicht. Hier ist etwas ganz und gar nicht in Ordnung!

Wie lange bist du mit deinem Freund zusammen gewesen? Schon vor dem Tod der Ehefrau? Das wäre natürlich natürlich ungleich schwerer.
 

Reinfriede

Well-Known Member
Wie lange bist du mit deinem Freund zusammen gewesen? Schon vor dem Tod der Ehefrau? Das wäre natürlich natürlich ungleich schwerer.

Liebe Carina, deshalb auch meine Frage danach - es macht einen Unterschied, ob das Kind Dich als Ursache sieht oder als neue Freundin des Vaters.

Ich bin auch geschieden und hätte mir von meinen Kindern nicht vorschreiben lassen, wen ich als Partner nehme. Meine Wahl war natürlich davon stark eingegrenzt, inwieweit ein neuer Partner meinen Kindern "schaden" könnte. Aber mein Urteilsvermögen stand an erster Stelle.

Ich meine damit, ich hätte mir nie einen Partner genommen, von dem ich den Eindruck hätte, dass er nicht dazupasst, das ist schwer zu beschreiben. Aber meine Kinder hatten in dem Sinne kein Recht, mir etwas vorzuschreiben.

Etwas anders sieht es jedoch aus, wenn Du ihn bereits vor dem Tod seiner Frau gekannt hattest, da ist es klar, dass das Kind Dich als Mutter-Verdränger sieht.

Liebe Grüße
Reinfriede
 

Carina75

Member
Liebe Carina!

Es ist natürlich schwer, von außen etwas dazu zu sagen, aber mein erster Gedanke wäre gewesen, schnellstmöglich den Psychologen zu wechseln.

Es kann doch nicht sein, dass ein Problem dadurch gelöst werden soll, dass einer nicht mehr leidet und dafür zwei andere. Welch ein Phyrrussieg. Eine gute Lösung ist, wenn alle Beteiligten lächeln können.

Aber ich weiss natürlich nicht, wie speziell der Fall gelagert ist.

Dazu vielleicht noch ein paar Fragen, die in meinen Augen wichtig wären: Wie lange kennst Du den Mann schon? Hattet Ihr zusammengelebt, also zu dritt?

Liebe Grüße
Reinfriede

Hallo Reinfriede,

wir waren fast ein Jahr zusammen und sind jetzt über vier Monate getrennt. Wir haben nicht in einer Wohnung gelebt aber nur zwei Orte auseinander haben uns also fast jeden Tag gesehen, wegen der Tochter meist bei ihm.

Liebe Grüße Carina
 

Carina75

Member
Liebe Carina,

Deine (Eure) Situation ist sehr speziell, und ich kann verstehen, warum Du mit einem Kontaktabbruch
haderst.

Vor dem Mann habe ich in erster Linie viel Respekt, weil er das seelische Wohlbefinden seiner kleinen
Tochter über sein eigenes stellt. Sie hat das Schlimmste erlebt, was einem Kind widerfahren kann, und er hat auf ihr Trauma reagiert. Es erfordert sehr viel Liebe, Fingerspitzengefühl und vorallem Geduld, ihr darüber
hinweg zu helfen.

Ich nehme an, Du weißt, dass das Mädchen nicht Dich als Person ablehnt, sondern die Stellung, die Du
in ihren Augen einnimmst.

Im Gegensatz zu meinen Vorschreiberinnen würde ich persönlich nicht zu einem Kontaktabbruch tendieren.
Wenn Du es schaffst, Deine Liebe für ihn ganz bewusst auch aus dem Hintergrund am Leben zu halten,
dann gibst Du Euch beiden eine reelle Chance.

LG
Lucille

Liebe Lucille,

vielen Dank für Deine Zeilen, das tröstet. Vielleicht muß ich einfach abwarten bis die Zeit die Wunden der Kleinen ein bißchen geheilt hat. ....
 

Carina75

Member
Liebe Lucille, liebe Carina,

zu einem Kontaktabbruch würde ich auch nicht tendiert haben - wenn Carina uns ihre Geschichte komplett erzählt hätte.

...und auch jetzt kann ich nur bedingt eine Antwort geben.

Wenn es so ist, daß ein Psychologe zu einem kompletten Kontaktabbruch geraten - sprich: zur Trennung geraten hat - dann ist mit Sicherheit eine zweite Meinung diesbezüglich sehr wichtig.

Ganz ehrlich: das kann kein guter Psychologe sein, der zu sowas rät. Weil es wenig sinnvoll ist die Trauerarbeit des Kindes so zu umgehen. Denn so geht das doch nicht. Hier ist etwas ganz und gar nicht in Ordnung!

Wie lange bist du mit deinem Freund zusammen gewesen? Schon vor dem Tod der Ehefrau? Das wäre natürlich natürlich ungleich schwerer.

Hallo Clara,
seine Frau lebte schon gut 1 1/2 Jahre nicht mehr als wir uns kennengelernt hatten.

Viele Grüße
Carina
 

Reinfriede

Well-Known Member
Hallo Reinfriede,

wir waren fast ein Jahr zusammen und sind jetzt über vier Monate getrennt. Wir haben nicht in einer Wohnung gelebt aber nur zwei Orte auseinander haben uns also fast jeden Tag gesehen, wegen der Tochter meist bei ihm.

Liebe Grüße Carina

Liebe Carina!

Was mich interessieren würde, ist die Begründung des Psychologen, warum Ihr beide aufeinander verzichten solltet und seine Vorstellung, wie genau das dem Kind helfen soll.

Liebe Grüße
Reinfriede
 
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Clara Clayton

Well-Known Member
Ja, interessante Frage.

Tut mir leid, ich kann darin keinen Sinn erkennen. Wenn mir ein Psychologe sowas raten würde, wäre für mich klar, daß er keine Ahnung hat.

Die Trauerbewältigung der Tochter ist sicher ein hartes Stück Arbeit, doch sie wird dadurch nicht erledigt, daß vermeintliche Probleme umgangen oder verschoben werden.
 
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