Information ausblenden
Willkommen im Forum für alle grossen Lebensfragen!
Registriere Dich kostenlos und diskutiere über die Liebe, das Leben und auch die grossen, schweren Fragen....

Ratsuche wg. kaputter Mutter-Tochter-Beziehung

Dieses Thema im Forum "Eltern und Kinder" wurde erstellt von sabine1970, 19 Oktober 2004.

  1. mina73

    mina73 Guest

    Werbung:
    ein lichtlein geht auf...

    Ich habe mir meine Mutter selbst ausgesucht, als die Person, die mir etwas versaut: In Deutschland habe ich keine Verwante, aber in Australien, Österreich, Jugoslawien. Habe sie alle nur einmal gesehen, der Kontakt lief immer über meine Mutter. Oh, wie ich es manchmal bereue, das ich da nie selbst Kontakt aufnahm. Sie fehlen mir ein wenig, einfach als entferntes Familienmitglied.Aber ich traue mich garnicht "Hallo" zu sagen.

    >>>ich hoffe sehr, dass du nur in bezug auf deine verwandten so scheu bist. bei mir ist es leider so, dass ich sehr lange zeit das misstrauen und die angst meiner mutter kopiert habe. hatte immer angst, über mich zu reden, weil die wahrheit nie akzeptiert wurde (von meiner mutter). jetzt lasse ich mir freien lauf. es kommt immer gut. sobald du von dir überzeugt bist und dein glück nach aussen trägst, kann nix anderes zurückkommen!auch nicht von den verwandten.

    denn mir ist klar, wie meine Mutter über mich redet. Sie hat diesen Darmkrebs und ich kümmere mich nicht... Aber es ist schwierig, ich müße mich vor meinen Verwanten erklären, das hieße hässliche Dinge über meine Mutter erzählen. Das mach ich einfach nicht. Das kriege ich mit meinem Gewissen nicht hin.

    >>>brauchst du auch nicht. deine verwandten ahnen sicher, wie deine mutter diese situation erreicht hat. wenn sie schlecht über dich spricht, wirft es auf sie nicht das beste licht. wenn jemand nur schlecht über seine kinder spricht, kann es einfach nicht wahr sein...

    Fazit: Das hab ich doch toll übernommen, eine Situation die ich ertragen muß, auswegslos, genau wie die Ehe meiner Mutter.

    >>>man übernimmt es einfach. ich wundere mich manchmal, wenn ich dabei ertappe, dass ich mich wie meine mutter fühle (!), obwohl ich meine, alles anders zu machen. besonders wenn ich stress habe, kommen alte muster wieder. und das macht mich traurig.




    liebe grüsse
    mina
     
  2. mina73

    mina73 Guest

    meine

    grosseltern liessen sich übrigens scheiden, als meine mutter 15 war. sie und ihre schwester blieben bei der mutter. eines tages wollte meine oma heiraten (da war meine mutter 17) und fragte die mädchen, was sie dazu sagen. meine mutter:"entweder er oder ich". als meine oma sich für den mann entschied (!) zog meine mutter aus und ging ein jahr später nach deutschland...

    mina
     
  3. Maike Gutjahr

    Maike Gutjahr Well-Known Member

    Ratsuche......

    [
    Ah, da ist auch noch ein SOHN, wie schön, wie bei mir auch.........

    Die Leute, die Deinen Bruder "belächelten" für seine Mutterliebe, würden sich sicher einen Sohn wie ihn wünschen, Sabine, meinst Du nicht auch???? Es zeugt von einer wirklich engen Bindung zwischen ihn und Deiner Mutter. Bist Du ein wenig eifersüchtig auf ihn???

    ich denke das auch, Sabine, denn Du selber sitzt echt tief drinnen und brauchst wirklich gute Hilfe - frag mal bei Christoph nach....

    Dir liebe Grüsse
    Maike
     
  4. Maike Gutjahr

    Maike Gutjahr Well-Known Member

    Ratsuche......

    Hallo, Christoph,

    ich dachte mir schon, dass verzeihen allein nicht reichen wird bei Sabine. So habe ich das gar nicht gesehen, wie Du es schreibst. Wieso erhebt man sich dann über die Mutter, wenn Sabine ihr die schlechten Worte oder Briefe "verzeihen" tut, eben, weil sie selber gar nicht weiss, wieso sie so ist?

    Die Mutter selber hätte auch eine Aufstellung gebraucht, nun scheint es fast zu spät dazu zu sein...

    Darum habe ich Dich hier im Forum angesprochen, Christoph, weil Du spezialisiert bist auf diesem Gebiet. Du solltest aber nun nicht unsere Beiträge so betrachten, als wäre alles nur "Gelabere", wir diskutieren hier und jeder schreibt seine Erfahrung nieder. Aber ich gebe Dir Recht:

    Hier hilft nur eine Familienaufstellung!

    LG
    Maike
     
  5. sabine1970

    sabine1970 Well-Known Member

    o.k. Familienaufstellung

    Hallo Chritoph! Schön, dass Du Dich zu meinem Problem geäußert hast.
    Eine Freundin sagte zu mir "Du bist nicht die Mutter Deiner Mutter" und ich dachte sofort, dieser Satz ist irgendwie wichtig für mich, das will mir viel mehr sagen als ich jetzt verstehe. Da wußte ich noch nichts über Aufstellungen.
    Also es ist dann wohl ganz klar durch, ich werde es machen.
    Ich hab`ein klein wenig die Befürchtung, dass ich mich danach ganz von ihr verabschieden muß, dass ich sie dann zwar besser verstehe aber auch sehen muß, dass Sie ja keine neue Sicht erworben hat -sondern ich- und ihre ablehnende Haltung beibehält.
    Sag, kennst Du eine gute Adresse für mich, oder sagen wir eine erreichbare und gute? Ich wohne im Dreiländereck / Südschwarzwald. Also zwischen Freiburg und Basel.
    Ich sende Dir Grüße und sage Danke für Deine Zeilen, Sabine
     
  6. sabine1970

    sabine1970 Well-Known Member

    Werbung:
    Hallo Maike

    Liebe Maike! Nein, ich glaube, ich bin nicht wirklich eifersüchtig auf meinen Bruder. Klar, ich würde mir keinen Kopf machen, wenn meine Mutter mir egal wäre. Aber ich denke ich hatte auch die Chance die mein Bruder hat: Etwas ganz besonderes für sie zu sein, die, die sich kümmern darf und dafür Anerkennung bekommt. Aber ich will dieses auf keinen Fall für den Preis den ich hätte zahlen müssen: Ich hätte mich auf längere Sicht von meinen Mann scheiden lassen müssen, damit ich nur noch die ihre wäre. Ich habe erlebt wie meine Mutter das Ende der jewailigen Beziehung meines Bruders "verlangte" wenn sie es für richtig hilt. Früher hatte das bei mir auch funktioniert, deshalb bin ich doch mit meinem Mann weggezogen. Ich wollte aus ihrem Bann. Nur habe ich es damals noch nicht ganz so klar sehen können.Ich bin froh, dass Du Christoph erwähnt hast. Ich habe all die Antworten auf mich wirken lassen und nun möchte ich auf einen neuen Weg vertrauen: Ich mache die Familienaufstellung. Maike,ich danke Dir sehr, ganz liebe Grüße an Dich, Sabine
     
  7. sabine1970

    sabine1970 Well-Known Member

    Hallo Mina

    QUOTE=mina73]
    Liebe Mina, Sorry.... ich brauchte ein wenig Zeit zum Antworten...

    >>>ich hoffe sehr, dass du nur in bezug auf deine verwandten so scheu bist.<<<

    Es beschränkt sich zum Glück nur darauf das ich oft noch glaube eine artig sorgende Tochter sein zu müssen. Sonst bin ich schon offen, hab zwar selten fetenmäßig viele Leute um mich, aber bin gern mit lieben Menschen zusammen die auch gerne lachen.


    >>>deine verwandten ahnen sicher, wie deine mutter diese situation erreicht hat. wenn sie schlecht über dich spricht, wirft es auf sie nicht das beste licht. wenn jemand nur schlecht über seine kinder spricht, kann es einfach nicht wahr sein...<<<

    Das hatte ich auch schon im Kopf, aber da bleibt halt die Unsicherheit, weil ich eben nicht weiß was sie da wirklich erzählt. Doch ich glaube irgendwie das wenn ich die Lösung nach einer Familienaufstellung habe, sich automatisch diese Unsicherheit mit meinen Angehörigen gegenüber löst.

    >>>man übernimmt es einfach. ich wundere mich manchmal, wenn ich dabei ertappe, dass ich mich wie meine mutter fühle (!), obwohl ich meine, alles anders zu machen. besonders wenn ich stress habe, kommen alte muster wieder. und das macht mich traurig.<<<

    Vielleicht braucht es Dich nicht traurig machen. Ich war der schlimmste Raucher den Du Dir vorstellen kannst. Und ich habe geweint, weil ich doch "wußte" ich sterbe früh an den Kippen und kanns einfach nicht lassen. Nun rauche ich seit 4Jahren nicht mehr und manchmal habe ich noch einen Jiper, dann lächel ich und bedanke mich bei dem Gefühl das mir gerade sagt:"Und genau das wollte ich nicht mehr, danke, dass ich beide Seiten kennen darf (Raucher-Nichtraucher oder bei Dir: wie die Mutter sein-wie Du selbst sein) und mich entscheiden kann Nichtraucher zu bleiben.

    Ich sende Dir viele Grüße, Sabine
     
  8. Christoph

    Christoph Well-Known Member

    Ja ich kann dir einen raten. Einer der Besten. Bertold Ulsamer. Gucksduhier.
     
  9. sabine1970

    sabine1970 Well-Known Member

    Hallo Christoph

    Vielen Dank für die Adresse, hab gerade die Seite gelesen. Dort steht ...die Gefühle oder Schiksale übernehmen.... Mein Sohn heißt Nico, im Jugoslawischen ähnelt es sehr dem Wort "Niemand" , meine Mutter spottete, deshalb weiß ich`s. Und es sieht so aus, dass er oft übersehen wird, im Kiga, Schwiegereltern, auch hier im Forum, ich schrieb von BEIDEN Kindern, später schrieb jemand "ach, da ist auch ein Sohn". Nun gucke ich auf den Stammbaum den ich meinen Kindern malte. Und da steht als ur-urgroßvater: "unbekannt, wurde nie erwähnt". Sag mir bitte, wer muss für DIESE Verstrickung auflösen, ich? Viele Grüße, Sabine
     
  10. BellaEvil

    BellaEvil Member

    für Sabine 1970

    Liebe Sabine,

    ich habe Deinen Beitrag gelesen, teilweise mit Tränen in den Augen, es berüht mich sehr.

    Ich finde es sehr schön, das Christoph Dir schon eine Hilfestellung geben konnten.
    Aber nicht nur er, auch die vielen anderen Dinge, die hier geschrieben wurden kommen von Herzen und
    wollen Hilfestellung in der Bewältigung des Problems geben.

    Ich habe die Einstellung, daß sich jeder seiner Eltern ausgesucht hat, aus einem ganz bestimmten Grund.
    Um aus den Problemen zu lernen. Falsch !!
    Um an den Aufgaben zu wachsen! (Spirituell zu wachsen!!!!)

    Ich denke, daß in unserer Generation diese von Dir geschilderten Probleme manigfaltig aufgetreten sind.
    Das hilft Dir im Moment natürlich auch nicht weiter, daß auch andere sich mit diesen Problemen herumschlagen,
    aber das Globale sehen könnte Deine Einstellung zur Thematik vielleicht ein Stück ändern.
    Ich meine die globale esoterische Entwicklung!

    Ich benutze absichtlich das Wort "Thematik" für "Dein Problem".
    Ich weiß nicht ob Du mir folgen kannst, ich möchte Dir klar machen, daß Du Dich von mir an eine andere Stelle
    verrücken lassen sollst, um die Thematik aus einer anderen Perspektive zu betrachten.
    Andere Blickwinkel bedeutet oft auch andere und neue Sichtweisen.

    Wenn Du nun Dein "Problem" mal von dieser Seite betrachtest:
    Du hast Dir diese Eltern ausgesucht, weil Du wußtest, das Du genau an diesen heutigen Punkt kommen würdest
    und Du wußtest auch, das Du nach Hilfe suchen wirst und Dir war klar, das die heutige spirituelle
    globale Entwicklung Dir Hilfe zukommen lassen wird (z.B. dieses Forum, alle Personen die Dir was geschrieben haben).
    Du hast Dir diese Eltern ausgesucht, weil Du Dir (vor Deiner Geburt) zu Deiner Aufgabe gemacht hast diese
    Familiensituation, die sich von Generation zu Generation wiederholt endlich zu sprengen.
    Das ist Deine Aufgabe in diesem gewählten Leben, die Aufgabe, an der Du spirituell wachsen möchtest.

    Ich habe vor einigen Jahren das Buch "Die Prophezeigungen von Celestine" gelesen.
    Hier geht es um Energie und Energiediebstahl.
    Ich sehe das so, das Deine Mutter Dir durch ihre Art viel Energie raubt (und das ist ihr
    mit Sicherheit nicht bewußt).
    Ich möchte Dir ans Herz legen dieses Buch zu lesen.
    Wenn Du es Dir nicht leisten kannst oder es nirgenwo erhältlich ist, sende mir eine E-Mail, ich packe mein Buch
    ein schreibe Deine Adresse drauf und borge es Dir von Herzen gern.
    Mich persönlich hat es ein großes Stück weiter gebracht.
    Der neue Weg, den ich eingeschlagen habe ist der des "Reiki".
    Wenn Du Infos zu Reiki haben willst, kannst Du hier im Forum stöbern oder stell eine Frage-Beitrag ins Forum.

    Mir gehen im Moment tausend Sachen durch den Kopf, die kann ich hier alle gar nicht niederschreiben,
    dann müßte der Server wahrscheinlich aufgestockt werden (Scherz!!)

    Vielleicht haben Dich meine Worte ein wenig inspiriert, Deine Situation einfach einmal aus einer anderen
    Perspetive zu betrachten.

    Ich wünsche Dir von Herzen
    Liebe, Licht und Frieden
    Sabine :zauberer1
     
  11. Christoph

    Christoph Well-Known Member

    Wer sonst?

    Aus nahe liegenden Gründen nehme ich hier nicht mehr weiter Stellung dazu. es ist aber auch überflüssig, denke ich.

    VlG
    Chr
     
  12. Lebensliebe

    Lebensliebe Member

    Hi Sabina und Ihr Lesenden,

    mag auch noch meinen Senf beitragen (Dijon ist mir recht genehm).

    Hierzu kommen mir diverse Gedankengebilde in den Sinn.

    Zunächst freute ich mich über Deine verständnisvolle und liebevolle Weise zu schreiben. Dies ließ Deine Mutter noch frustrierter, noch verbitterter erscheinen. Auch schien es so als Du dies an Deine Kinder, vor allem die Tochter, nicht weitergeben würdest. Doch auf einmal wurde ich etwas unruhig und ärgerliche Gefühle stiegen in mir hoch als ich las wie Dein Mann auf Deine Mutter reagiert und was sie Dir in dem 25seitigen Brief schrieb. Verdammte Scheiße (schreibe ich ganz bewußt!), seid Ihr Heilige?! Wer so abgewertet wird und dann immer noch mit Verständnis reaigert.... solche Übermenschen mag es kaum geben. Ich habe mich gefragt, ob Du diese Abwertungen / Beschimpfungen und den damit einhergehenden Verletzungen Deiner Mutter für Dich so abgelehnt hast, daß Du für Dich beschlossen hast, so ihr nicht begegnen zu wollen. Nur.... so wie sie von Dir erwartet (sehr plutonisch dieses Vorstellungsgebundene) wie Du Dich als Tochter verhalten sollst, schreibst Du ja auch, wie sie als Mutter sein sollte, tarnst das aber mit viel Verständnis. Wo bitte sind Deine verletzten Gefühle? Wo ist Deine Wut? Wo ist Deine Enttäuschung über das was sie Dir als Muttersein präsentiert? Wo ist Dein Haß, daß sie Dich als Tochter nicht so annimmt, annehmen kann wie Du es Dir wünscht, wie Du es verdient hast? Im Grunde handelst Du ähnlich wie Deine Mutter, nur daß Du statt abzuwerten das mit Verständnis ein Stück maskierst. Auch als Du von Deinen Verwandten geschrieben hattest, Du hattest eine klare Vorstellung wie sie auf Dich reagieren würden, was sie von Dir dächten, und daß Du unschöne Dinge über Deine Mutter sagen müßtest... Nun, müßtest Du das? Du könntest z.B. Deine Mutter überhaupt nicht thematisieren. Und wenn Dich jemand fragt, falls es die Verwandten wagen würden, weshalb Du Deine Mutter nicht besuchst oder pflegst, könntest Du auch sagen, daß Du darüber nicht reden magst. Es kann Dir gleich sein was die Verwandten denken. Oder Du schilderst Deine Sicht der Dinge, doch sei auch ehrlich dabei, spreche z.B. auch in liebevoller Weise von Deinen negativen Gefühlen wie Entäuschung, Wut, Ärger, Haß... Und traue Deinen Verwandten soviel Intelligenz zu, daß sie sich ihr eigenes Urteil bilden können. Denn bei den Verwandten wird es auch Männer geben bzw. Deine Mutter wird wohl dort auch ihren Männerhaß kundtun. Und so können sich wohl auch andere Menschen ein Bild von Deiner Mutter machen wie Du es auch hast. Daß sie Deinen Bruder gegen Dich einnehmen konnte, zeigt immerhin, daß sie nicht gegen alle Männer etwas hat.

    Als ich Dein Posting zu lesen begann, verstand ich Dein Bedürfnis nach Aussöhnung sehr gut und dennoch dachte ich, mit manchen Menschen kann man nicht. Auch wenn es die eigenen Mutter ist. Manchmal hilft nur ein Bruch. Vor allem wenn Deine Mutter schon älter ist, da heißt es gerne, einen alten Baum verpflanzt man nicht. Sie hat wohl ihr Leben lang in dem Glauben gelebt, daß Männer Scheiße sind. Nungut, stelle Dir vor, sie müßte nun erkennen, daß dem nicht so ist? Nicht nur daß es ein Problem wohl für sie wäre, diesen Fehler / Irrtum sich einzugesstehen, mehr noch, was ginge ihr wohl durch den Kopf wenn ihr bewußt wird, was sie alles an Liebe, Nähe, Partnerschaft aufgrund eines falschen Bildes selbst nicht gönnen konnte. Scheinbar konnte ihr Mann nicht helfen dieses falsche Bild aufzulösen und sie wollte bzw. konnte es auch nicht. Ich setze auf Erkenntnis. Doch wie schlimm muß es für einen Menschen sein, wenn dieser erkennt, nicht ein anderer sondern er selbst ist verantwortlich ("schuld") an seinem Dilemma.

    Ich wünsche Dir sehr, daß Du noch einen Zugang zu Deiner Mutter findest, denn es wäre sicherlich für sie auch schön, ihre Enkel mal zu herzen und für sie da zu sein. Wobei... wer weiß, was sie diesen erzählen würde und wie sie Deinen Sohn bzw. die Tochter prägen würde? Sie hat ihre Bilder von der Welt und so hat sie zu sein. Und in ihren Beschimpfungen und Beleidigungen drückt sie ja nicht nur ihren Frust und Enttäuschungen vom Leben und den Männern aus, sondern damit sucht sie auch mit diesen Mitteln ihr falsches Bild aufrecht zu erhalten. Überlege bitte mal, was los ist, wenn sie dieses Bild nicht mehr hat? Was wenn sie feststellt, sie hat 50, 60, 70 Jahre unnötig abgeblockt, herabgewürdigt, gehaßt?...

    Vielleicht gibt es ja eine Möglichkeit für Euch. Was wenn Du mal nicht schreibst, sondern z.B. nach dem Familienstellen, was ich für ein sehr gutes Diagnoseinstrument halte (und es gibt andere Möglichkeiten auch, z.B. Transaktionsanalyse) sie spontan anrufst, wenn Du Dich stark genug fühlst und Dich davor entsprechend motivierst, daß das Gespräch gut verlaufen wird, und Du Ihr dann ganz spontan ohne groß auf Euer Problem einzusteigen vorschlägst, Dich mit ihr und den Enkeln zu treffen? Zwar bin ich natürlich auch dafür Probleme zu klären, doch manchmal sollte man einen Umweg machen. :) In dieser Problematik liegt ziemlich viel Leid und Schwere. Wie wäre es mal mit was Lockerem zur Aufheiterung. Vielleicht weiß sie ja schon gar nicht mehr was sie versäumt und was sie vermißt. Vielleicht, wenn sie ihre Enkel sieht und sich an ihnen erfreuen kann, wobei Du möglicherweise auch hier noch diverse Herabwürdigungen von ihr ignorieren mußt oder sie zurückweisen mußt oder was auch immer, lenkt auch sie ein, und gibt den Enkeln zuliebe und weil sie ja doch im Grunde Kontakt auch mit Dir möchte, ein Stück wenigstens nach und lenkt ein wenig ein. Und wenn sie möglicherweise auch nie zugeben können wird, daß sie sich geirrt hat, weil sie sich das möglicherweise selbst gar nicht eingestehen darf, vielleicht kann sie es dennoch auf einer Ebene ein Stück weit erkennen und so ein wenig die Oma und Mutter sein, wohl weniger die Schwiegermutter, die Ihr Euch wünscht und die allen gut täte. Wenn Du diese Verstrickungen für Dich und Deine Kinder auflösen magst, solltest Du das mit professioneller Hilfe angehen.

    Entschuldige bitte, will nicht nochmal korrektur lesen und habe einfach aus dem Bauch herausgeschrieben. Und meine ärgerlichen Gefühle richten sich nicht gegen Deine Person, das sind einfach Gefühlsbilder die in mir auftauchen. Ich kenne Dich überhaupt nicht und kann somit auch gar nichts gegen Dich haben. Ich empfinde solche Wutbilder eher so als würde ich das fühlen was der oder die Betroffene sich weigert zu empfinden. Natürlich kann ich auch falsch liegen. Kann nur sagen was mir dazu in Kopf und Bauch kommt.

    Jedenfalls denke ich, Du bist auf einem guten Weg. :)

    Alles Gute,
    Romana
     
  13. Josephine33

    Josephine33 Member

    Hi Sabine,
    es hat mich sehr berührt was du geschrieben hast, auch meine Mutter hat ihren Vater mit 14 und ihre Mutter mit 17 verloren.
    Diese Sätze du weißt ja wie der Vater ist, die kenne ich nur zu gut.
    Seit Jahren versuche ich nun das Verhältnis mit meiner Mutter zu verstehen.
    Zuerst bis ca. 28 Jahren waren wir Freundinnen, dann als ich Kinder bekam hat sich das irgendwie verändert. Heute bin ich 45 Jahre. Ich habe auch meine Freunde und meinen ersten Ehemann ihr vorgestellt, und alles ging schief. Sogar verschiede Projekte, sobald es meine Mutter wußte, ging alles schief. Als ich dann meinen jetztigen Ehemann kennen lernte, habe ich ihn nicht vorgestellt und auch als wir heirateten, habe nur wir zwei geheiratet. Es wußte keiner Bescheid. Diese Beziehung ist jetzt die erste die funktioniert.
    Inzwischen geht das so weit, daß sie meint ich sei die Wiedergeburt ihrer Mutter und sie hat meine Tochter mit 17 Jahren dazu angestachelt und sogar finanziel unterstützt, auszuziehen. Jedoch nicht mit Beschimpfungen, sondern mit einer subtilen falschen Art, daß einem die Haare zu Berge stehen.
    Dieses Ganze Thema verzeihen, ist schon richtig, und ich habe dieses Thema schon mehrmals aufgestellt, beleuchtet, auf verschieden Art und Weise, Rituale des Verzeihens gemacht. Jedoch irgendwie komme ich nicht weiter.
    Wenn ich mit ihr reden möchte, macht sie Dicht, ich bin die Böse, und meine Brüder sehen das auch so. Inzwischen auch meine Tochter.
    Manchmal sehe ich den Neid meiner Mutter auf mich, weil sie nicht das machte was ich mache, machmal sehe ich die Wut auf mich, weil ich ihr Leben verändert habe, und machmal sehe ich auch die Bewunderung, daß ich mich von meinem Weg nicht abbringen lies.
    Meine Konsequenz war, keinen Kontakt mehr mit ihr. Seidem kann ich wirklich leben. Ich vertraue meinem Mann und meiner Familie, meinen beiden anderen Söhnen und wenn meine Tochter wieder zu mir findet, hoffe ich daß ich nicht so reagiere wie meine Mutter.
    Ach ja noch was, das Thema Verwante, so ähnlich wie bei dir. Jedoch hatte ich den Mut mich mit ihnen in Verbindung zu setzten, und keiner mag meine Mutter, was mich sehr zu nachdenken brachte.
    Einen Ratschlag kann und will ich dir nicht geben, ich hab es ja selbst nicht auf die Reihe gebracht. Jedoch bei meiner Stiefschwester, die auch ihre Mutter früh verloren hat, läuft das Gleiche mit ihrer Tocher (mein Patenkind)ab wie bei uns. Und über diese Sätzte du weist ja wie der Vater ist, stellt sich jetzt heraus, das es nicht so ist wie sie es darstellt.
    Ich wünsche dir weiterhin viel Liebe und Vertrauen für deinen Mann und deine Kinder, denn sie sind jetzt deine Familie. Achte darauf, daß du jeden Tag etwas machst, was dir Spaß macht, zünde für deine Mutter eine Kerze an, und danke dem Herrgott,Engel oder ähliches, daß wir diese Erde, diese Materie geniesen dürfen.
    Viele lieb Grüße Josephine33
     
  14. sabine1970

    sabine1970 Well-Known Member

    Für bella Evil, Lebensliebe und Josephine33

    Liebe Sabine, liebe Ramona, liebe Josephine! Jetzt sitze ich hier und kämpfe mit den Tränen. Ich möchte Euch etwas von Herzen sagen: Danke, danke für Eure Zeilen. Ich habe eine gute Entscheidung getroffen.Ich werde nachher eine Karte kaufen, eine mit Blumen drauf, in zarten Farben, da steht meine Mutter drauf. Und dann werde ich ihr schreiben: "Liebe Mama, ich danke Dir für all das was Du für mich getan hast." Denn mir ist etwas klar geworden; als Kind wollte ich die Beziehung zu meiner Mutter so wie sie war, ich war natürlich auch stolz verbündete meiner Mama zu sein. Ich vergleiche es mit einem Freund, den ich mir aussuche, es läuft toll, bis etwas neues oder anderes dazukommt (etwas für mich unschönes, was weiß ich, z.B. Alkohol oder Lügen...), und ich für mich entscheide: Nein, das ist nicht mehr das was ich möchte. Wenn ich an einem solchen Punkt war, den ich nicht ändern oder mich damit abfinden konnte, habe ich die Beziehung beendet. Und zwar immer in Dankbarkeit, für die Zeit die ich liebte. So hat immer alles ein gutes Ende gehabt. Bei meiner Mutter habe ich mich nur erklärt, mich nebenbei bedankt, in Sätzen wie "das fand ich schön" aber ich habe nie einfach nur DANKE gesagt. Und genau das werde ich nun tun. Wenn man etwas geschenkt bekommt, fühlt man sich doch auch nur gut wenn man sich, in welcher Art auch immer, bedanken kann. Puh, ich bin irgendwie erleichtert.
    Was ich aus der geplanten Familienaufstellung mache weiß ich noch nicht so ganz. Ich habe für Ende November einen Termin bekommen, allerdings nur als Zuschauer, der sich mitaufstellen lässt. Hm,...ich weiß noch nicht ob das das richtige ist.
    Aber ich bin froh, über die Karte, eine schöne Karte ist auch das richtige,weiß ich einfach.
    Und ich bin froh, das ich dieses Forum gefunden habe, also auch Euch: Vielen Dank!
    Übrigens, Sabine-bella Evil- ich lasse mir "Celestine" von der Cousine meines Mannes mitbringen. :kiss3:
    Ich sende Euch ganz liebe Grüße, Sabine
     
  15. evy52

    evy52 Guest

    [
    Nein, liebe Maike, so sehe ich das nicht...denn wenn sich ein ,,Mutter" so grausam ihrem Kind gegenüber verhält, dann verdient sie diesen Titel nicht. Ein Kind zur Welt zu bringen, macht einen noch lange nicht zur ,,Mutter", dieses Privileg muss man sich erst verdienen und da gehört viel Liebe, Ausdauer, Geduld, Verständnis, Toleranz, Opferbereitschaft, Verzicht, stets dazusein für sein Kind, mit ihm lachen und weinen, es auf allen Wegen seines Lebens zu begleiten, wie steinig der Weg auch sein mag....
    ist sie dazu nicht bereit, dann muss man seinen Lebensweg eben allein weitergehen, bevor man sich von einer Frau - die nur ,,Mutter" genannt werden und sonst nichts dazu beitragen will, stets beschimpfen, traktieren, beleidigen, einen von eigenen Leben abhalten will, aus purem Egoismus - das Leben zur Hölle machen lässt. Ich würde sie an diesem Punkt allein zurücklassen....vielleicht denkt sie dann mal nach.....

    .
    Genauso und nicht anders soll es sein. Liebe Sabina, gib die Liebe, die deine Mutter nicht haben will, deinem Kind, dann bekommst du es doppelt zurück! Verschwende deine Energie nicht an deine ,,Mutter", investiere sie in deine kleine Familie und mach sie glücklich.
    Viel Kraft und Liebe
    Evy
     

Diese Seite empfehlen

  1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies.
    Information ausblenden