.... das Leben an mir vorbei???

AW: .... das Leben an mir vorbei???

Strandläufer;211778 schrieb:
Seit einem Jahr versuche ich mich aus genau so einer unglückseligen Verbindung zu lösen. Ich bin immernoch verstrickt!
@ Abendsonne
Meine GÜte was ist geschehen in den Monaten, in denen ich nicht hier war.
Ziemlich übel und anstrengend für dich!
Lass dich drücken!
LG
Elke

Liebe Elke!

Ich habe oft beobachtet dass wir unsere Gedanken - also unsere Einstellung zu etwas sehr schnell und auch leicht ändern können. Wir können plötzlich erkennen was Sache ist ...

Die dazugehörigen Gefühle ändern sich nicht so flux. Das braucht Zeit. Gefühle sind träger als Gedanken - und so kommt es eben vor, dass wir bereits etwas denken, dass wir wissen das ist nicht gut für mich, das ist es eigentlich nicht usw... und aber unsere Gefühlswelt kann noch nicht "mithalten".

Wer auf diese Art und Weise Gesundheit für den Körper den herbei führen möchte (umedenken, umfühlen ...), was natürlich möglich ist, der muss noch mehr Geduld an den Tag legen. Der Körper reagiert noch langsamer ...

So gesehen ist es schon wichtig sich zu entscheiden, sein Leben neu zu ordnen wenn es not tut - aber es sind da eben auch die Gefühle.

Ich war eher immer ein Mensch der mit der Brechstange an solche Dinge heran gegangen ist. Ich habe etwas erkannt und danach gehandelt, habe umgehend nach den neuesten Erkenntnissen entschieden - selbst wenn ich dann gelitten habe, selbst wenn ich dann traurig war, selbst wenn ich wusste dass es mir nun einige Zeit sehr schlecht gehen wird. Ich wusste, es führt mich letztlich dahin wo ich hin will.

Heute würde ich die Dinge etwas "harmonischer" angehen und regeln. Ich bin nicht mehr so hart zu mir. Wichtig ist glaube ich bei der ganzen Sache nur, sein Ziel nicht aus den Augen zu verlieren und so gut wie geht bei sich selbst zu bleiben; immer wieder abzuwägen - womit geht es mir besser ...

LG Elladana
 
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AW: .... das Leben an mir vorbei???

vielen dank dafür, liebe elladana, du sprichst aus der seele, man spürt das,
und - MIR aus der seele.

ja,
es ist so vieles, das zu bearbeiten es gibt, es sind so viele facetten in vielen bereichen. und die anhaftung ist da, besonders dadurch, dass nichts klar ist.

es geht also immer alles sehr mühsam bei mir, aber im endeffekt wird alles gut, und mit dieser einstellung komme ich auch durch diese harte zeit, in der echt kein stein mehr auf den anderen zu stehen scheint.

ich sehne mich dennoch nach einem halt, nach einem "angekommen-sein". eine unüberschaubare weite präsentiert sich mir, diese weite macht angst, ruft aber dennoch eine absolute sehnsucht hervor, und dieses gefangenheits-empfinden, das macht es nicht leichter.

das wissen, dass alles gut ist, hab ich dennoch.
nichts ist je umsonst, so heißt es ja.

danke dass ihr da gewesen seid.

abendsonne

Liebe Abendsonne!

Offenbar beeinflussen Deine Gefühle sehr stark Deine Gedanken und Sichtweisen - so kommt es zu Unklarheit(en) - im "Regelfall" können wir mit unseren gedanken auf unsere Gefühle einwirken - wenn sich das verdreht, wird es verwirrend.

Versuch doch mal NUR auf Deine gefühle zu achten - sie zu beobachten ohne sie zu verurteilen oder zu bewerten. Analysieren kannst Du sehr gut - versuch mal ohne zu analysieren ES zu fühlen, ES zu erleben - damit würdest Du ES einfach sein lassen. Sehr oft hilft genau diese Haltung dabei, dass ES gehen kann.

Ich habe nämlich sehr wohl den Eindruck, dass ES gehen MÖCHTE.
Deshalb bist Du auch in dieser Zwickmühle ....

Selbstverständlich sehnst Du Dich nach Halt und nach Liebe. Das ist doch völlig normal. Diese Sehnsucht kommt tief aus dem herzen und sie leitet Dich an, sie führt Dich und sie zeigt Dir den Weg ... diese Sehnsucht ist sehr sehr wertvoll. Sie ist der Antrieb und de Motor weiter zu machen ...

Ja - alles ist gut - und es gibt ein ankommen - es gibt ein erreichen des Ziels - wir machen das nicht nur um etwas zu machen .... wir abreiten nicht an uns nur um an uns zu arbeiten ... es hat auch seine Wirkung, es hat auch seine Belohnungen ....

Umärmler Elladana

PS.: Die Scherben die Du beschreibst - Chaos ist immer die beste Voraussetzung dafür, eine Neuordnung zu schaffen. Bei genauerer Betrachtung geht es gar nicht anders. Wir müssen ja auch ein Regal abräumen um es gründlich zu reinigen - dann erst wird wieder alles neu eingeräumt. Dass dabei auch aussortiert wird, vielleicht geht auch etwas kaputt - das ist normal. Scherben bringen Glück! :-)

Lucia (ich hoffe ich habe den Namen richtig im Gedächtnis) sprichtmir aus der Seele.
 
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Ich musste jetzt den Computer noch einmal hoch fahren ...

Liebe Abendsonne!

Mein ganzes Leben lang habe ich in Bezihungsstrukturen und Beziehungsmustern (mit Männern) gelebt, die mir nicht gut getan haben.

Vor 4 Jahren habe ich hier das erste mal geschrieben.
Ich war verzweifelt, ich wünschte mir meinen Seelenpartner, ich habe den Boden unter den Füßen verloren, ich habe gezweifelt (an mir, an meinem Weg ... ), ich habe alles hingeschmissen, ich wollte nicht mehr weiter kämpfen weiter arbeiten, es fühlte sich schwer an, es war oft die Hölle, ich wusste nicht wo ich stehe, verlor die Orientierung, war schwach, war klein, war hilflos.

Aber eines habe ich immer getan:
Ich habe zwischendurch immer wieder weitergemacht, immer wieder neuen Mut gefasst, wieder und wieder bin ich aufgestanden. WIeder und wieder sagte ich mir, es geht nur nach vorne - was bleibt mir anderes übrig? Welche Wahl habe ichwirklich? Nun geht es mir so - also mach Dich auf und geh wieder einen Schritt - reiß Dich zusammen mach weiter ...

Warum? Weil ich mich auf diese Weise Schritt für Schritt - und waren die Schritte auch noch so klein - von dem distaziert habe was mir nicht gut tut. DAS HATTE ICH IMMER VOR AUGEN - ICH HABE MICH VON DEM ZU DISTANZIEREN WAS MIR NICHT GUT TUT. Dieser Satz begletiete mich .... Schritt für Schritt ... vieles was passierte hat mich zu tiefst gekränkt, es hat mich viel Überwindung gekostet, ich habe oft geweint ... musste mir so oft eignestehen dass ich wieder versagt, wieder hingefallen bin ... aber ich habe weiter gemacht und ich habe mich distaziert!

Unterwegs (in diesen 4 Jahren) habe ich bemerkt, dass mir vieles was mir andere Menschen sagten, was auch in Bücher geschrieben stand deutlicher und verständlicher wurde. Ich konnte besser und besser verstehen und erfassen wovon die Rede war - wenn über wirkliche Liebe die Rede war. Ich habe unterwegs beobachtet, dass ich mich selbst mehr und mehr beginne lieb zu haben. Ich habe bemerkt, dass mich nicht mehr vergesse, dass ich mich nicht mehr übersehe und dass ich dabei keineswegs zum Egoisten mutiere. Ich bin der gleiche Mensch - auch wenn ich auf mich achte. All das waren sehr wertvolle Beochtungen - denn sie haben mich darin bestärkt weiter zu machen - sie zeigten mir, dass ich auf dem richtigen Weg bin. Ich ging MEINEN Weg und damit pasta.

Heute, zum ersten mal seit ich hier schreibe wage ich zu behaupten, dass ich wieder offen bin für eine Partnerschaft. Ich treffe mich wieder mit Herren und ich beobachte, dass ich einen gesunden inneren Automatismus entwickelt habe. Ich verabschiede mich freundlich von dem was sich als nicht genehm anmutet und ich kann mich ohne Angst auf das einlassen, was sich gut anfühlt. Ich muss dabei nicht nachdenken, ich muss es nicht mal mehr analysieren. Es ist so dass mein Inneres für mich da ist ...

Mein Kopf mischt sich natürlich ein ... kommt mit alten Erfahrungen daher ... trotzdem kann ich nach meinem Innern gehen, denn das was war ist lange her und deutlich spürbar nicht mehr aktuell; diese (alte) Denkweise hat nicht mehr die selbe Einflusskraft wie früher ...

Das ist der derzeitge Stand der Dinge bei mir in meinem Leben. Es gibt viele Begegnungen, ich bin offen, kann MICH angstfrei zeigen, es gibt viel Frieden in mir und wenig Konflikte im Außen - trotz etlicher JAs und NEINs. Es ist alles bodenständiger, brauchbarer, lebbarer - so fühlt es sich an. Es fühlt sich guuut an. Es ist kein neuer Partner in meinem Leben, es gibt aber potentielle Partner; alles ist lebendiger und vertrauensvoller. Ich brauche mich nicht mehr so zu schützen - die Schutzphase war überauch wichtig für mich - sie ist nun vorbei. So nimmt alles seinen natürlichen Verlauf.

Diesen Verlauf kann ich annehmen - ich muss nichts überstürzten - denn ich habe mein Tempo gefunden. Das ist ebenso ein sehr wichtiger Aspekt des Ganzen. Früher hatte ich oft den Eindruck, dass sich die Dinge ereigenen und dass Dinge geshehen so schnell und so viel auf einmal, dass ich oft sagte "ich bestimmte mein Tempo nicht selbst". Heute bestimme ich mein Tempo - denn ich handle und entscheide nach meinem Inneren. Ich beobachte meine Gedanken - sortiere aus was alt ist und nehme die Gedanken die mich auf etwas hinweisen sehr wohl an.

Es war ein schwer Weg - raus aus diesem alten Muster - mein neues Leben, mit einem neuen Partner ist noch nicht da - aber es ist leicht geworden, es ist schön geworden, da ist wieder diese Offenheit und der Mut zum Risiko sich einzulassen ist wieder da. Dieses Risiko trägt sich ganz leicht - denn ich kann endlich ENDLICH auf mich vertrauen - ENDLICH fühle ich klar was mir gut tut.

Das macht so vieles, so viel einfacher. Ich brauche daher keinen perfekten Partner, denn ich habe MICH. Es ist nicht nötig dass ich mich vor den Verhaltensweisen (Fehlern) des anderen schütze, ich habe MICH - und mein MICH sagt mir klar wer mir gut tut.

Wenn ich heute zurück blicke, kann ich Dir versichern, dass ich nichts von dem was war vergessen habe - ich weiß noch alles, ich weiß noch ganz klar und deutlich wie schwer das alles war - aber es hat sich jede Träne, jeder Schritt, jede Mühe und jede leidvolle Pahse ausgezahlt!

Das schwöre ich Dir!

LG Elladana
 
AW: .... das Leben an mir vorbei???

ihr lieben,

ihr seid so eine riiiiiesenhilfe für mich, ich sitze hier, und obwohl ich dachte, ich brauche noch echt zeit zum verschnaufen, jetzt geht noch gar nichts, es geht noch lange nichts,

bekomme ich von euch riiiesig spürbare impulse und kraft,


ich kann das nicht beschreiben.

danke lucille für deine worte, die etwas bewegt haben in mir, die ev. MICH bewegen, schreibe ev. später dazu.
danke elladana für deine geschichte.
dieses ZITAT: Weil ich mich auf diese Weise Schritt für Schritt - und waren die Schritte auch noch so klein - von dem distaziert habe was mir nicht gut tut. , ja, das dürfte auch mein weg sein. ich spüre ich bin schon sehr weit des weges, habe schon viele schritte hinter mir, bin müde, aber nicht müde genug, um den weg nicht fortzusetzen. ich mache eben mal PAUSE. irgendwie erscheint mir das ziel in naher ferne zu liegen. ja, ihr gebt mir mut dazu.

vielen dank.
 
AW: .... das Leben an mir vorbei???

deine Verzweiflung ist so sehr spürbar, dass ich dich am liebsten ganz real ganz fest drücken möchte (obwohl ich ein eher distanzierter Mensch bin ...).
danke, liebe lucille, ja, meine verzweiflung hat sich vor allem körperlich voll manifestiert, und obwohl ich keine definitiven schmerzen hatte, war ich sowas von kaputt,
es tut schon gut, sich wo anlehnen zu können :liebe1:

mir gehts wesentlich besser. "neugeboren" also in einem zustand, wo man tatsächlich froh ist, dass man durch diese absolut einengende, einschnürende erfahrung durch ist, wo man aber noch mit den kräften nachhinkt, weil man sich in der regeneration von DEM was war, befindet.
ja, so:
dann, so denke ich, ist das eher relativ im Hinblick auf deine Schilderungen und auf deinen Nervenzusammenbruch. Ich fürchte, deiner Erleichterung liegt schlicht und einfach Erschöpfung und Resignation zugrunde.
letzteres kann sein. einfach froh sein, dass DIESE schlimme phase vorbei ist.

Es ist nicht die Art von Linderung und Entlastung, die man fühlt, wenn man aktiv die verdrängten Probleme angeht.
du hast recht. es ist nicht dieses "endlich bin ich bewegt, etwas zu tun, ich gehe entschiedenen schrittes in die freiheit". es ist derzeit noch ein sehr dezentes dahinmarschieren, momentan bin ich in der ich-bleibe-stehen-und-rühr-mich-nicht-phase. man macht die augen zu und will momentan nichts sehen.
Dieses innere sich-weg-beamen fühlt sich erst einmal sehr gut an. Aber es kann und darf nicht zu deinem Dauerzustand werden, sonst verlierst du den Bezug zur Realität, zum Alltag.
die gefahr könnte da sein, aber ich denke, sie entspricht eigentlich nicht meinem wesen. fortbewegung, wenn auch oft viel zu langsam.
elladanas schritt-für-schritt- geschichte tut mir gut, denn auch ICH hab noch keinen schritt, und war er noch so langsam, bereut. es waren immer sehr viele erfahrungen dahinter, ein intensives spüren, für das ich auch sehr dankbar bin.
 
AW: .... das Leben an mir vorbei???

tust du dir nicht wirklich an, oder????????

Nur Verzögerungstaktik.

Warum willst du dich auf Biegen und Brechen einem offenbar handlungsunwilligen und -unfähigen Menschen ausliefern??? Was erhoffst du dir, ganz konkret?
ich denke, das ist bezogen auf dieses JETZT. jetzt momentan bin ich nicht in der lage, mir weiter gedanken zu machen.
wenn er mich nicht mehr leben kann, dann muss er schauen, wie er mich "weg bekommt.. so hart es sich anhört. ich scheine zu einer riesen-last für ihn geworden zu sein, und ich wundere mich, wie schnell das bei ihm gegangen ist: diese absolut-erkenntnis, dass nix mehr geht und dieses nicht mehr wollen.

dafür muss er dann auch was tun, wenn ER jetzt eine änderung haben möchte.

er könnte sich ja umsehen um eine wohnung für mich, er hat viel mehr kontakte.

vielleicht ist mein untätig-sein aber auch eine prüfung, ob er sich unter dieser voraussetzung endlich mal bewegt. ich weiß es nicht genau.

was ich nicht möchte ist, dass ER seine koffer packt und geht und uns hier alleine zurücklässt. die gefahr besteht.

ich merke, dass ich HIER nicht sein kann unter neuen umständen.
ich hab mich vom haus wie es scheint schon verabschiedet.

Abgesehen von dem (mittlerweile wahrscheinlich utopischen) Wunsch, dass eure Beziehung wieder in Ordnung kommt - was soll geschehen?
Welche Erwartungshaltung hast du an deinen Mann?
ich denke, ich warte, dass er mal aufwacht. er hat immer in der realitätsverfremdung gelebt, oder eigentlich im nicht-hinsehen. er hat sich immer mit außenorientierten geschichten abgegeben, mit fußballergebnissen, allem möglichen. vielleicht wünsche ich, dass er sich auch mal spürt, so wie ich mich gespürt habe. vielleicht beginnt er dann sein thema "suchtpotential" mal zu bearbeiten.
vielleicht warte ich so wie christina, dass er rehabilitiert ist. vielleicht trau ich ihm ein leben ohne mich nicht zu. vielleicht hab ich angst, dass er alles absout den bach runter lässt, wenn er mich nicht mehr hat. er ist der vater der kinder, er kann mir nicht egal sein.

oder ich hab angst, dass er umgekehrt endlich die kurve bekommt, ANDERS wird, "normal" wird, und ich mich dann frage, welchen kostbaren menschen ich denn da aufgegeben habe.

vielleicht komm ich erst nachher drauf?
"Etwas ergeben" - meinst du damit eine eigene Wohnung,
ja, eine wohnung, die mir und den kindern gefällt.
 
AW: .... das Leben an mir vorbei???

Du hast einen Beamtenjob, ich nehme mal an, du bist somit auch pragmatisiert. Das ist doch eine wertvolle Grundsicherheit, die dich beruhigen kann, oder? Du stehst nicht mit leeren Händen da. Ich glaube wirklich, dass ein Großteil deiner Ängste unbegründet ist.
ja, ich bin pragmatisiert.
wenns hart auf hart geht hilft das nichts. ich hatte echt angst, obwohl diese angst unbegründet war, ich hatte nichts getan.

mein abteilungsleiter wusste nicht mehr, wie er gegen uns = diese gegenpartei, von der schon 3 bzw. 5 geflüchtet sind, ankommen sollte, und wollte gegen MICH ein disziplinarverfahren einleiten, das aber jeder grundlage entbehrt hat.

er hatte seine mitspieler, und DAS hat mich so geschockt.
sie wollten mich ans messer liefern.

ich hatte angedeutet, dass mein existenzielles hinschauen der letzten zeit (SO massive anforderungen bei DEM geringen gehalt) aus einer geschichte begründet ist, und er wollte DORt ansetzen, wo er mir am meisten weh tun kann. bei meinem auf-eigenen-füßen-stehen-können.
das hat mir echt buchstäblich den rest gegeben.

Versuche, deine wertvolle Lebensenergie in die richtigen Bahnen zu lenken. Dann wird auch dein Umgang mit den Kindern wieder so, wie du es dir selbst wünschst.
ja, dass muss es sein, das soll es sein!!!!!
Liebe abendsonne, ich gebe hier keine hohlen Ratschläge aus der schieren Theorie heraus. Ich selbst war vor 4 Jahren in einer Lebenslage, an der ich fast kaputt gegangen bin, es war grauenhaft. Ich weiß, was machbar ist, und ich glaube an dich:liebe1:.
ich denke oft an deine geschichte (kenne nur wenig davon, aber ich denke oft daran).



lg abendsonne

elladana, nochmal vielen dank auf für deine worte, kann dem nichts mehr hinzufügen, bin oft sprachlos, was und wie ihr schreibt.
 
AW: .... das Leben an mir vorbei???

ich denke, das ist bezogen auf dieses JETZT. jetzt momentan bin ich nicht in der lage, mir weiter gedanken zu machen.
wenn er mich nicht mehr leben kann, dann muss er schauen, wie er mich "weg bekommt.. so hart es sich anhört. ich scheine zu einer riesen-last für ihn geworden zu sein, und ich wundere mich, wie schnell das bei ihm gegangen ist: diese absolut-erkenntnis, dass nix mehr geht und dieses nicht mehr wollen.

dafür muss er dann auch was tun, wenn ER jetzt eine änderung haben möchte.

er könnte sich ja umsehen um eine wohnung für mich, er hat viel mehr kontakte.

vielleicht ist mein untätig-sein aber auch eine prüfung, ob er sich unter dieser voraussetzung endlich mal bewegt. ich weiß es nicht genau.

was ich nicht möchte ist, dass ER seine koffer packt und geht und uns hier alleine zurücklässt. die gefahr besteht.

ich merke, dass ich HIER nicht sein kann unter neuen umständen.
ich hab mich vom haus wie es scheint schon verabschiedet.


ich denke, ich warte, dass er mal aufwacht. er hat immer in der realitätsverfremdung gelebt, oder eigentlich im nicht-hinsehen. er hat sich immer mit außenorientierten geschichten abgegeben, mit fußballergebnissen, allem möglichen. vielleicht wünsche ich, dass er sich auch mal spürt, so wie ich mich gespürt habe. vielleicht beginnt er dann sein thema "suchtpotential" mal zu bearbeiten.
vielleicht warte ich so wie christina, dass er rehabilitiert ist. vielleicht trau ich ihm ein leben ohne mich nicht zu. vielleicht hab ich angst, dass er alles absout den bach runter lässt, wenn er mich nicht mehr hat. er ist der vater der kinder, er kann mir nicht egal sein.

oder ich hab angst, dass er umgekehrt endlich die kurve bekommt, ANDERS wird, "normal" wird, und ich mich dann frage, welchen kostbaren menschen ich denn da aufgegeben habe.

vielleicht komm ich erst nachher drauf?

ja, eine wohnung, die mir und den kindern gefällt.

Liebe Abendsonne!

Es geht bei DEINER Geschichte um DICH - es ist DEINE Entwicklung, es sind DEINE Schritte.

Sich gedanklich immer wieder dem anderen (Menschen) zu zu wenden, ist zwar verführerisch und passiert uns allen mal, aber es ist DIR nicht dienlich!

So lange Du so sehr an IHN denkst, so sehr bei IHM bist, spielst Du ein Spiel - jedes Spiel verstrickt Dich in die Umstände die herrschen.

Möchtest Du ein Spiel spielen oder möchtest DU DEINEN Weg gehen?

Wenn es um DICH und DEINEN Weg geht, höre auf über IHN nachzudenken. Er ist erwachsen und er ist eben er.

LG Elladana

PS.: Deine berufliche Situation: Ich habe in diesen 4 Jahren in völlig anderen Lebensbereichen, meine Thematik widergespiegelt bekommen und sie auf diese Weise versucht zu lösen .... es geht auch ohne Partner - welchen Weg jemand wählt ist dabei egal.

Jedenfalls ist es so, dass DU mit Deinen Dingen nicht alleine bist; und DU schffst das - ich weiß das.
 
AW: .... das Leben an mir vorbei???

Es geht bei DEINER Geschichte um DICH - es ist DEINE Entwicklung, es sind DEINE Schritte.

Sich gedanklich immer wieder dem anderen (Menschen) zu zu wenden, ist zwar verführerisch und passiert uns allen mal, aber es ist DIR nicht dienlich!

So lange Du so sehr an IHN denkst, so sehr bei IHM bist, spielst Du ein Spiel - jedes Spiel verstrickt Dich in die Umstände die herrschen.

Möchtest Du ein Spiel spielen oder möchtest DU DEINEN Weg gehen?

Wenn es um DICH und DEINEN Weg geht, höre auf über IHN nachzudenken. Er ist erwachsen und er ist eben er.

Liebe Abendsonne!

Dem Posting von Elladana möchte ich mich vollinhaltlich anschließen (Du kennst ja meine Einstellung, Entscheidungen für sich sollte man selbst treffen und nicht anderen überlassen ;))

Vielleicht ist es Klischeedenken - aber gerade Männer bleiben auch sehr oft sehr lange (eventuell für immer) bei einer einer Frau und bei einer Familie, obwohl sie unglücklich sind.

Weil sie sich manchmal noch viel schwerer zu dieser Entscheidung einer Trennung durchringen können als eine Frau. Hat früher die Mama für ihn entschieden, so macht das jetzt die Ehefrau, wenn auch nicht nach außen sichtbar.

Wenn Du die Entscheidung also in seine Hände legst, werdet Ihr möglicherweise noch die goldene Hochzeit nebeneinander feiern können.

Oder er findet eine Frau, die ihm subjektiv Besseres bietet als Du, dann wird diese die Entscheidung herbeiführen.

Denn es scheint, Ihr zwei seid ähnlich, was Konsequenz betrifft.

Liebe Grüße
Reinfriede
 
AW: .... das Leben an mir vorbei???

"wenn er mich nicht mehr leben kann, dann muss er schauen, wie er mich "weg bekommt.. so hart es sich anhört. ich scheine zu einer riesen-last für ihn geworden zu sein, und ich wundere mich, wie schnell das bei ihm gegangen ist: diese absolut-erkenntnis, dass nix mehr geht und dieses nicht mehr wollen."



Es ist ja eigentlich gar nicht schnell gegangen,diese Situation besteht doch schon sooooo lange!
Kann mich auch nur an die Worte der anderen anschließen!
Ich glaube auch nicht daß er sich plötzlich um 180 Grad drehen würde wenn du nicht mehr da bist bzw. aus dem Haus bist.

Und wenn Du erstmal Abstand zu dem Ganzen gewinnst und dann zurückschaust wirst du von Tag zu Tag merken wie richtig Dein Schritt war.
Aus der Distanz betrachtet sieht man meistens alles viel klarer und man fragt sich warum man das alles so lange mitgemacht und ertragen hat.

Du möchtest nicht daß er als erster das Haus verläßt...
dann tu Du es,komm ihm einfach zuvor!

Er hat doch wohl Ewigkeiten nicht an Dein Wohlergehen gedacht,
warum sollst Du es tun!?Mitleid ist hier wohl auch fehl am Platze.

Selbst wenn er hinterher merken würde daß Du ihm fehlst oder er ohne Dich nicht kann...
er wäre einfach ZU SPÄT!

Es gab unendlich viele Gelegenheiten und genug Zeit um sich das vorher zu überlegen!

Weiterhin alles Liebe und viel Energie und Kraft für DEINEN Weg!!!!
 
AW: .... das Leben an mir vorbei???

Liebe Abendsonne!

Je weniger Du Dein Leben in die Hand nimmst, desto mehr wird es DAS LEBEN tun.

Das ist meine Erfahrung.

Sein Leben selbst in die Hand zu nehmen bedeutet für mich,
zu sehen was ist, mich für etwas zu entscheiden -
und entsprechend zu hanedeln.

Sehen - entscheiden - handeln

Seien die Handlungen noch so klein, sie dürfen nicht von der Grundentscheidung abweichen und die Grundentscheidung hat dem zu entsprechen was erkannt (also gesehen) wurde.

Es gehört schon auch Disziplin dazu.

Ich weiß, dass DU das kannst, ich weiß, dass Du erkennst und siehst was Sache ist, ich weiß, dass DU das nötige Wissen in Dir trägst. Aber ich bin mir nicht sicher was Du willst.

Wäre ich das Leben, ich würde Dich prüfen um heraus zu finden was Du wirklich möchtest. Wäre ich das Leben würde ich Dir ein Leben gönnen das Deinen Wünschen entspricht - dazu müsste ich aber wissen was Du wirklich möchtest.

Auch an dieser Stelle bin ich mir sicher, dass Du mich verstehest.

Du bist eine kluge Frau - das weiß ich - und Du bist ein (lieber) Mensch der ein schönes Leben verdient hat - das steht felsen fest. Ich kann ja oft spüren dass Du eine ganz Liebe bist.

LG Elladana
 
AW: .... das Leben an mir vorbei???

Ich kann ja oft spüren dass Du eine ganz Liebe bist

Ja, das ist sie, die abendsonne :)

Wäre ich das Leben, ich würde Dich prüfen um heraus zu finden was Du wirklich möchtest. Wäre ich das Leben würde ich Dir ein Leben gönnen das Deinen Wünschen entspricht - dazu müsste ich aber wissen was Du wirklich möchtest.

Und du, liebe Elladana, bist eine ganz Kluge :)

Einen schönen Sonntag
wünscht euch Lucille
 
AW: .... das Leben an mir vorbei???

Je weniger Du Dein Leben in die Hand nimmst, desto mehr wird es DAS LEBEN tun.
Das ist meine Erfahrung.
Hallo ihr,
ja, das ist auch meine Erfahrung. Und zwar in Form von Krankheiten oder Unfällen.
Damals, als es bei mir mit meinem ersten Mann ganz schlimm lief (was ich ja erst im Nachhinein erfahren habe), ich aber in meiner heilen Familienwelt versunken war, hatte ich 6 oder 7 Unfälle mit meinem neuen Auto. 6 ist mir jemand hineingefahren, einmal bin ich hintendrauf gefahren. Im nachhinein - so 10 Jahre später - bin ich drauf gekommen, daß das alles so kleine Schubser vom Leben waren. Ich bin nicht in die Pötte gekommen, also wurde ich angestoßen... Interessant war auch der letzte Unfall, wo ich einer Dame hintendrauf gefahren bin... sie ist angefahren um eine Straße zu überqueren und dann einfach stehengeblieben...also diese Dame hatte so Angst, daß ihr Mann etwas davon erfährt...das ist also gut für mich ausgegangen. Ich verstehe es im Nachhinein so....einmal habe ich ihr einen Anstoß gegeben (oder das Leben...), zum anderen ist ein durch mich verursachter Unfall positv ausgegegangen. Versteht ihr, was ich meine? Und ganz zum Schluss in der Beziehung, mein Ex-Mann sprach schon eine ganze Weile nicht mehr mit mir direkt (ein Zeichen, er war wirklich sprachlos, weil auch er mit der Situation nicht umgehen konnte - ich glaube er hatte zu dem Zeitpunkt ein festes Verhältnis, konnte (mir) aber nichts sagen), bekam ich einen Ausschlag vom Feinsten....ich wollte raus aus meiner Haut....
Ich bin grad am überlegen ob sich alles wiederholt und wie ich da rauskomme...
Eberesche
 
AW: .... das Leben an mir vorbei???

Hi Eberesche,
bekam ich einen Ausschlag vom Feinsten....ich wollte raus aus meiner Haut....

Kann ich gut nachvollziehen - ich hatte jetzt 2 Jahre extreme Hautprobleme :-) - als er das erste Mal für 2 Wochen weg war, wars fast wie weg geblasen - und immer, wenn er "zurück kam" beganns aufs Neue.

Ich bin grad am überlegen ob sich alles wiederholt und wie ich da rauskomme...

Also ich habs jetzt heut früh endlich gelöst - nachdem ich seit seiner Androhung am Mittwoch, von heute bis Freitag hier wieder "ein zu ziehen" rum telefoniert hatte, hab ich heute um 7:30 Uhr endlich ein Zimmer gefunden, wo er die nächsten 3 Nächte unterkommt - hab seinen Aufenthalt hier noch um einen Tag gekürzt.

Irgendwie hatte zwar der Verstand gemeint, was spricht dagegen, dass er hier übernachtet - aber das Gefühl sagte eindeutig "NEIN - NIE WIEDER" und seit die Pension fix ist, juckt "es" mich auch wieder nimma.
 
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Ach ChrisTina,
ich bewundere dich, du bist so taff...
Ich bin so inkonsequent...
all die körperlichen Symptome habe ich momentan nicht. Da sind andere und ich weiß nicht, ob sie alt oder neu sind.
Eberesche
 
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