AW: .... das Leben an mir vorbei???
Du stehst ja nicht komplett alleine da,Du hast DICH und auch die Kinder ....
ja, liebe bschmiddi, jemand hat mal gesagt: und wenn du gar niemanden mehr hast, dann hast du noch immer dich. und das stimmt auch so.
Es gibt nicht nur Liebe die verbindet -
es gibt viele andere Gefühle, die oft stärker KLEBEN lassen als alles Schöne in im Gefühlsbereich. Gerade von Menschen die einen Lernaufgaben mitgeben, die es einem schwer machen, die einem oft Schwermut und Kränkung zufügen trennt man sich oft mals schwerer als von jemanden der freundlich und lieb ist.
........
Und wenn man darüber nachdenkt kommt man natürlich drauf wie irrsinnig das ist ... aber es ist so. Diese emotionale, negative Bindung aufzulösen, das ist sehr schwierig und es braucht Zeit.
Wer das aber wirklich gründlich "erledigt", der ist wirklich frei - und ich spreche hier von einer inneren Freieheit; die sich natürlich auch im Leben zeigt.
LG Elladana
PS.: Und so lange das so ist (emotionale Bindung) findet der Kopf alle möglichen und unmöglichen Begründungen ....
vielen dank dafür, liebe elladana, du sprichst aus der seele, man spürt das,
und - MIR aus der seele.
ja,
es ist so vieles, das zu bearbeiten es gibt, es sind so viele facetten in vielen bereichen. und die anhaftung ist da, besonders dadurch, dass nichts klar ist.
es scheint alles in scherben zu gehen momentan, ich bin angelangt am rande der erschöpfung. mir ist es noch so ergangen im leben, diese bleierne körperliche erschöpfung.
paralell neben dieser geschichte hier sind ja da noch dinge gelaufen, die ich einfach weggesteckt habe, verdrängt habe. diese konfrontationen wegen der kinder, der krebstot der schwiegermutter, diese familiären katastrophen-beziehungen..... .
und auch in der arbeit gehen wir seit zwei jahren durch einen ungemein energieraubenden reinigenden prozess,
...wir, die mit dem ausgeprägten gerechtigkeitssinn lassen dinge nicht zu, und schaffen uns dadurch widersacher. man wird ins abseits gedrängt, schneller, als man es zu denken vermag. bumm, plötzlich ist man dort, und die heile welt "arbeit" ist auch nur mehr kaputt. die menschen, mit denen man gleich-kommt, sind alle schon vorher in die flucht gegangen, hatten noch die chance dazu.
ja, in dieser situation bin ich momentan.
20 jahre hab ich meine arbeit geliebt, jetzt hab ich horrorempfindungen. möchte gar nicht weiter darüber reden.
durch die geschichte daheim: was soll ich tun??? hat das andere nur latent seine wirkung gehabt.
mit den kindern ist die tolerenzgrenze oft ganz, ganz unten, ich behandle meine kinder mit einer art, die ich mir niemals zugetraut hätte,
es hat alles auf die kinder auswirkung.
hilfe hätte ich beantragt, sie ist mir in erster instanz absolut abgewiesen worden, so mit dem vermittelten gefühl: was wollen Sie denn überhaupt?, in zweiter instanz habe ich einen sehr, sehr netten menschen getroffen, der sich in situationen reinbegeben kann und das, was IST, erkennen konnte. wenigstens hier hab ich ein kleines auffangnetz erfahren: menschlichkeit und echte hilfe.
auch eine art therapeutische hilfe hab ich in anspruch genommen für mich und für die kinder.
es geht also immer alles sehr mühsam bei mir, aber im endeffekt wird alles gut, und mit dieser einstellung komme ich auch durch diese harte zeit, in der echt kein stein mehr auf den anderen zu stehen scheint.
ich sehne mich dennoch nach einem halt, nach einem "angekommen-sein". eine unüberschaubare weite präsentiert sich mir, diese weite macht angst, ruft aber dennoch eine absolute sehnsucht hervor, und dieses gefangenheits-empfinden, das macht es nicht leichter.
das wissen, dass alles gut ist, hab ich dennoch.
nichts ist je umsonst, so heißt es ja.
danke dass ihr da gewesen seid.
abendsonne