.... das Leben an mir vorbei???

Liebe @abendsonne,

Du hast Dich ja eigentlich schon entschieden, dass Du nichts ändern willst. Du lässt Dich nicht scheiden, damit Du den Anspruch auf die Witwenpension nicht verwirkst.
es hört sich krass nach berechnung an: aber - ich hab mir da meine gedanken gemacht:::

wie immer ganz einfach dargelegt:

eine frau, die ein leben verbringt mit einem gütigen, liebevollen, rechtschaffenden, einfach GUTEN mann, wird - wenn sie diesen mann einmal verliert, - zumindest den trost der witwenpension haben. sie hatte VORHER ein gutes leben und muss dann schauen, wie sie NACHHER zurecht kommt. da hilft das zusatz-geld dann schon mal, , damit sie ihre kinder auf ein gutes essen einladen kann ,sich selbst eine kleine 3-tagesfahrt finanzieren kann, einfach in die ablenkung gehen kann.
.
nun, eine frau, die sich ganz schön was mitgemacht hat mit so " einem "anderen" mann
ist schon gestraft genug, ihr leben so unglücklich serviert bekommen zu haben. da red ich jetzt wieder von "fremdeinwirkung" - man sucht sich "sowas " ja nicht aus, allenfalls für eine lernerfahrung.
wenn einer fremdgeht, veruntreut, säuft, schläft etc.etc. hat das mitunter was mit der FRAU zu tun, weil sie jahrelang viel zu gut war, aber im grunde kann die frau meist nix dafür.
eine frau, die vielleicht nicht selber verdient hat, hat dann einen unterhaltsanspruch nach scheidung und somit witwenpension, eine frau, die ARBEITET hat nichts??? das kanns nicht sein!!!!!!!!
 
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warum sollte sich die frau, die eh schon gestraft ist mit diesem mann, etwas "nehmen" lassen, dass sie bei guter ehe bekommen hätte ---- oder dann, wenn sie NICHT arbeiten gegangen wäre ??

sie ist ja dann noch einmal MEHR die benachteiligte??

gehts noch??? wer kann so blöd sein, sich SO zu schaden?

es hört sich sicher schlimm an: sie lässt sich nicht scheiden aus berechnung: weil sie auf seine witwenpension aus ist.
ORTSGESPRÄCH. VERACHTUNG, die einem entgegenschlägt bei SOLCH einer berechnung!!!

wer DAS aber verurteilt dann, ist meines erachtens (meines erachtens!!!)
grundsätzlich absolutest oberflächlich und macht sich überhaupt keine gedanken, warum die veranlassung denn eine ebensolche sein könnte.

man zahlt für einvernehmlich ca. 600 euro. für das, dass man dann nix hat außer dass "geschieden" oben steht???

es KLAGEN viele auf "schuldhafte scheidung", dann hat man meines wissens die pension auch. aber UMGEKEHRT, wenn mit MIR was ist, hat ER nix. wirkt sich dann demnach auch auf die kinder aus.
außerdem steht dem vergehen von ihm, das sich jahrelang bzw. ev. jahrzehntelang - wenn sie lange genau verheiratet waren - ev. ein klitzekleiner "fehltritt" von ihr gegenüber, der vielleicht heißt, dass sie auch mal fremdgegangen ist, wenn auch oft nur auf emotionaler ebene ohne sexuelle beziehung, aber DAS musst dann mal nachweisen "ich hab ihn nur getroffen zum reden".

so kommts dann womöglich zu einem super rosen-krieg, an dem nur die anwälte und das gericht verdienen.
und dann ist der ganze geldwert in form von immobilien oder dgl, der für die kinder mal gedacht war , WEG.

also, wenn der magnet irgendwann mal rumerzählen sollte, ich wäre auf eine witwenpenison aus, dann werde ich aber für mich sowas von tacheles reden, und den ganzen ort davon unterrichten, was denn in wirklichkeit alles so los war.

abendsonne
 
ich finde, ich BIN auch opfer. definitiv. ich hab den mann ja nicht geheiratet mit der voraussicht, was alles passiert.
. und wenn ich gleich ausgestiegen wäre, dann wäre ich auch opfer gewesen, weil er meinen "lebensplan" zunichte gemacht hätte. , der ausgesehen hat:

Daraus lässt sich folgender Schluss ableiten:

a) Abendsonne steigt nicht aus ---> Magnet ist schuld, Abendsonne das Opfer.
b) Abendsonne steigt aus --> Magnet ist auch schuld, Abendsonne das Opfer.

Merkst Du was? ;)

Liebe Grüße
Reinfriede
 
ja, und dazu stehe ich auch.

wenn ich VORHER aussteig, hab alles umsonst gemacht im haus, oder hätte dann alles alleine finanzieren müssen.

bin jetzt erst ausgestiegen,

dann mach ich mich zum opfer, wenn ich ohne "schadenersatz" einfach so gehe.
ja.

abendsonne
 
Abendsonne, wir hatten das Thema schon x-mal.:confused:

Solange Du glaubst, Opfer zu sein, bist Du auch handlungsunfähig.

Denn alles, was passiert, passiert von "außen" und Du hast damit nichts zu tun.

Ist zwar ganz angenehm, die Rolle, aber Du bist dadurch nicht der Chef in Deinem Leben, Du musst nehmen, was kommt - statt selbst darauf zuzusteuern, was Du Dir als Ziel setzt.

Warum hast Du so Angst davor, selbst verantwortlich zu sein?

Liebe Grüße
Reinfriede
 
Abendsonne, wir hatten das Thema schon x-mal.:confused:

Solange Du glaubst, Opfer zu sein, bist Du auch handlungsunfähig.

Denn alles, was passiert, passiert von "außen" und Du hast damit nichts zu tun.

Ist zwar ganz angenehm, die Rolle, aber Du bist dadurch nicht der Chef in Deinem Leben, Du musst nehmen, was kommt - statt selbst darauf zuzusteuern, was Du Dir als Ziel setzt.

Warum hast Du so Angst davor, selbst verantwortlich zu sein?

Liebe Grüße
Reinfriede
wieso, ich BIN ja nicht verantwortlich für das, was mir widerfahren ist.

ich habs mir selber ausgesucht, JA, es hat mich keiner in dieses leben gezwungen, das ist aber auch schon alles.
und....
dafür hab ich meine kinder auch,
die warens/sinds allemal und undefinierbar oft mal wert.
!!!!!!!
daher "opfer" nur unter bedingter ansicht.

abendsonne
 
Liebe @abendsonne,

Du brauchst Dich jetzt nicht zu rechtfertigen! Es ist ja auch durchaus legitim und ich werte das überhaupt nicht.

Ich weiß selbst, wie besch....eiden man als Frau dastehen kann. Mein Mann und ich waren selbständig. Nach einem unverschuldeten Konkurs wegen einer Krebserkrankung meines Mannes ließen wir uns (am Papier) einvernehmlich scheiden, weil wir sonst nie mehr auf die Füße gekommen wären finanziell.
Blöderweise haben wir gegenseitig, auch im Falle der Not, auf Unterhalt verzichtet.
Wir lebten aber weiter bis zu seinem Tod wie ein Ehepaar zusammen.
Als er vor 10 Jahren ermordet wurde, bekam ich natürlich auch keine Witwenrente. Da ich über weite Strecken neben 3 Kindern nur teilzeit gearbeitet habe, bekomme ich jetzt eine Rente, die zum Leben zu wenig und zum Sterben zuviel ist.

Ich kann daher Deine Gedankengänge durchaus verstehen.
Aber Du musst dann auch in Kauf nehmen, dass die Dinge so ungeregelt dahinholpern und darfst Dich nicht beschweren, wenn nicht alles so läuft, wie Du es gerne hättest.
Man kann nicht alles haben im Leben.
Was Ihr aber unbedingt regeln müsst, ist eben das Betreuungsproblem Deiner Tochter/und auch Deines Mannes (wenn Du verheiratet bleiben willst), wenn seine Krankheit fortschreitet.

lg Sandy
 
Liebe Abendsonne,

bei Deinen Gedankengängen sträuben sich mir echt die Haare. Niemand hat Dich gezwungen, ausgerechnet diesen Partner zu wählen. Niemand hat Dich gezwungen, trotz all seiner Mängel/Schwächen/Whatever bei ihm zu bleiben. Eine Ehe ist KEIN Gefängnis.

Du hättest schon wieder weg sein können, bevor auch nur das erste Kind kommt. Oder das zweite.

DAS ist Dein Anteil. Dass Du geblieben bist. Das war Deine Entscheidung, und Du kannst nicht erwarten, dass andere Dich für die von Dir selbst getroffenen Entscheidungen entschädigen.

Aber selbst wenn: Du sitzt jetzt da und wartest darauf, dass Dir jemand - der erkennt, welche armes, geplagtes Opfer Du bist - den entsprechenden Schadensersatz bis vor die Haustür trägt. Wer, denkst Du, sollte das tun? Auf wen oder was genau wartest Du? Was wird passieren, wenn Du weiter wartest?

Außer gar nichts?

Was erhoffst Du Dir dadurch, dass Du nichts tust?

Und wenn Du schon meinst, Dir steht Schadenersatz zu, warum kümmerst Du Dich nicht darum, ihn zu bekommen? Du hast solche Angst vor jeder kleinsten Veränderung, Du glaubst jede kleinste Bewegung, die Du machst, würde zu Deinem Schaden ausfallen.

Du kannst doch nicht Dein ganzes Leben lang vor dem Leben sitzen, erstarrt, wie das Kaninchen vor der Schlange.

lg
B.
 
wieso, ich BIN ja nicht verantwortlich für das, was mir widerfahren ist.

Natürlich bist Du das. Wie schnell hast Du, als Ihr zusammengekommen seid, von Magnets Problemen erfahren? Nach 1 Woche? 1 Monat? ! Jahr? 10? 20 Jahre? An welchem Punkt hast Du das erfahren, und hättest als Konsequenz die Notbremse ziehen können?

Dafür, dass Du so lange eine Beziehung zu ihm aufrecht erhalten hast und zwei Kinder mit ihm bekommen hast, bist Du natürlich verantwortlich.

Ich war elf Jahre mit einem ewigen Studenten zusammen, der nicht in der Lage war, auf eigenen Füssen zu stehen und sein Leben zu leben. Und dass ich bis zum geht nicht mehr versucht habe, ihn zu retten, um genau mit ihm eine Familie zu gründen, das war nicht seine Schuld, sondern meine Entscheidung. Wenn, dann kann ich mir das nur selbst vorwerfen. Und - einmal war ich so schlau, mir KEINEN Vorwurf zu machen. Wenn ich es früher geschafft hätte, auszusteigen, hätte ich es ja getan.

Also: es ist die Summe Deiner Entscheidungen, die Dich bis hierher gebracht hat. Erkenne sie als das an - die Summe Deiner Entscheidungen, für die Du verantwortlich bist - und triff die nächsten Entscheidungen, um weiterzugehen im Leben. OHNE Vorwurf. Hättest Du anders handeln können, hättest Du es ja gemacht.

Also: Schuld - nein
Verantwortung - ja

lg
B.
 
Liebe @abendsonne,

Du brauchst Dich jetzt nicht zu rechtfertigen! Es ist ja auch durchaus legitim und ich werte das überhaupt nicht.

Ich weiß selbst, wie besch....eiden man als Frau dastehen kann. Mein Mann und ich waren selbständig. Nach einem unverschuldeten Konkurs wegen einer Krebserkrankung meines Mannes ließen wir uns (am Papier) einvernehmlich scheiden, weil wir sonst nie mehr auf die Füße gekommen wären finanziell.
Blöderweise haben wir gegenseitig, auch im Falle der Not, auf Unterhalt verzichtet.
Wir lebten aber weiter bis zu seinem Tod wie ein Ehepaar zusammen.
Als er vor 10 Jahren ermordet wurde, bekam ich natürlich auch keine Witwenrente. Da ich über weite Strecken neben 3 Kindern nur teilzeit gearbeitet habe, bekomme ich jetzt eine Rente, die zum Leben zu wenig und zum Sterben zuviel ist.

Ich kann daher Deine Gedankengänge durchaus verstehen.
Aber Du musst dann auch in Kauf nehmen, dass die Dinge so ungeregelt dahinholpern und darfst Dich nicht beschweren, wenn nicht alles so läuft, wie Du es gerne hättest.
Man kann nicht alles haben im Leben.
Was Ihr aber unbedingt regeln müsst, ist eben das Betreuungsproblem Deiner Tochter/und auch Deines Mannes (wenn Du verheiratet bleiben willst), wenn seine Krankheit fortschreitet.

lg Sandy
liebe sandy,

ich denke, genau DAS machen viele paare, sich scheiden zu lassen der "ordnung halber".

...............auch wenns keiner gerne hört, .....aber..... viele hätten es jetzt besser, wenn sie "egoistisch" gewesen wären -
so wie ich es jetzt bin.

ich glaub, du hast extrem viel mitgemacht schon, ..............da ist alles von mir peanut -............ und ich finde es groß, dass du nicht abwertest was ICH mache.

auch wenns grob gesagt sich schlimm nach berechnung anhört: "auf die witwenpension aus" gibts fast keiner zu, dass es ev. noch "deshalb" ist, verheiratet zu sein. man verliert ja spätestens DA seinen ruf

dennoch:

es ist nicht unrechtmäßig, was ich tue,

es leben sehr, sehr viele einfach nur getrennt.

finds auch fair. warum sollten die "getroffenen" alle ansprüche verlieren? man siehts an deinem beispiel, liebe sandy, wie sich was entwickeln kann. ZITAT: Da ich über weite Strecken neben 3 Kindern nur teilzeit gearbeitet habe, bekomme ich jetzt eine Rente, die zum Leben zu wenig und zum Sterben zuviel ist.

abendsonne
 
Du hättest schon wieder weg sein können, bevor auch nur das erste Kind kommt..
stimmt nicht. ich war schwanger, als ich von seiner erkrankung erfahren hab.
DA hats ja erst begonnen, schwierig zu werden. weil ich dann gesehen hab, wie fahrlässig er mit seinem leben umgeht.
ich muss mich anpassen können wenn die vernunft es vorschreibt.
er hat immer alles bagatellisiert, und ich hab mich gefragt, wer von uns hat recht.
 
Ich war elf Jahre mit einem ewigen Studenten zusammen, der nicht in der Lage war, auf eigenen Füssen zu stehen und sein Leben zu leben. Und dass ich bis zum geht nicht mehr versucht habe, ihn zu retten, um genau mit ihm eine Familie zu gründen, das war nicht seine Schuld, sondern meine Entscheidung.
naja, klar wars seine schuld, dass ers nicht auf die reihe bekommen hat. du hast ELF jahre gehofft, dass er sich ändert, hat er nicht getan, das konntest du ja vorher nicht wissen.
hättest du dann auch noch "bezahlt" dafür, dass du elf jahre umsonst alle hoffnungen in ihn gesteckt hast?
 
Liebe Abendsonne,

naja, klar wars seine schuld, dass ers nicht auf die reihe bekommen hat. du hast ELF jahre gehofft, dass er sich ändert, hat er nicht getan, das konntest du ja vorher nicht wissen.
hättest du dann auch noch "bezahlt" dafür, dass du elf jahre umsonst alle hoffnungen in ihn gesteckt hast?

ER war dafür verantwortlich, sein Leben nicht auf die Reihe zu kriegen. Und ICH war dafür verantwortlich, trotzdem so lange mit ihm zusammen zu bleiben. Ich habe es immer geahnt, dass er sich nicht ändern wird, aber ich war zu FEIG selbst was zu ändern.

Und ich bin in eine große Falle getappt: ich habe die Angst davor, niemanden mehr zu finden, verwechselt mit Liebe und hab mir eingeredet, er wär die Liebe meines Lebens, und deshalb könnte ich ihn nicht verlassen.

Niemand hat mich gezwungen so lange zu hoffen. Niemand, außer ich selbst. Dass er sich nicht mehr ändern würde, hatte ich zumindest in den letzten 4 Jahren immer wieder geahnt. Klar, sicher wissen konnte ich es nicht. Aber ich sah die Anzeichen und entschied mich dafür, sie lieber so zu interpretieren, dass ich mich nicht trennen musste.

Und dafür bin ich ganz allein verantwortlich.

Auf eine Art und Weise hätte ich fast bezahlt. Er hatte Schulden bei mir, nicht wenig. Und als ich mich getrennt habe, musste ich davon ausgehen, dass ich dieses Geld nie wiedersehen würde, weil er es nicht hatte. Zwei Jahre später hat er es mir plötzlich zurück gezahlt. Aber ja, ich wäre bereit gewesen, auch diese Schulden als Lehrgeld zu bezahlen. Weil niemand mich gezwungen hatte, jemandem Geld zu leihen, der es absehbarer Weise nicht zurückzahlen können würde - mein Fehler.

Versteh mich jetzt nicht falsch: mir ist wurscht ob Du später eine Witwenpension erhoffst oder nicht. Alles, was wir hier schreiben, hat als Grundlage, dass Du Dich immer wieder meldest weil Du frustriert, verärgert, enttäuscht bist, unglücklich oder unsicher, wie es weitergehen soll.

Und eines ist nun mal sicher: Eure Situation hat keine eindeutige Regelung, somit weißt Du nicht, was passieren wird. Das ist ein Fakt. Du weißt nicht, was passieren wird, oder wann.

Wenn Du gut damit leben kannst, ist es ja ok. Aber es macht nicht den Eindruck, als könntest Du gut damit leben.

lg
B.
 
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Und eines ist nun mal sicher: Eure Situation hat keine eindeutige Regelung, somit weißt Du nicht, was passieren wird. Das ist ein Fakt. Du weißt nicht, was passieren wird, oder wann.

Das bringt's auf den Punkt.

Deine sämtlichen Annahmen, Grübeleien und Sorgen verschlingen sehr viel
Deiner Energie und Lebensfreude, abendsonne.

Du könntest es leicht anders haben.

LG
Lucille
 
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