.... das Leben an mir vorbei???

AW: .... das Leben an mir vorbei???

Liebe Abendsonne!

Wenn Deine Freundin das so will, so ist das ok, wenn dann diejenige nicht auf der anderen Seite genau das beklagt.

Wenn ich mich entscheide, wegen der Kohle bei einem Mann zu bleiben, ist das meine Entscheidung, die zu akzeptieren ist. Nur jammern darf ich dann nicht, wenn ich die Konsequenzen dafür auch akzeptieren muss. So einfach ist das nämlich auch...

Alles hat seinen Preis. Wenn ihr Geld einfach so wichtig ist, dann wird sie den Preis dafür bezahlen. Wenn es ihr nicht wichtig ist, dann auch.

Alles, was man tut, hat Konsequenzen. Mein Handeln, Dein Handeln, ihr Handeln - und alles hat Folgen. Es geht ja nur darum, nicht dann über diese zu jammern.

Und um dieses Thema gehts seit zig Seiten...Sei, wie Du willst, entscheide, wie Du willst, oder entscheide auch nicht - aber akzeptiere die Konsequenzen - die in JEDEM Falle da sind, so oder so.

Zu Deinen mir echt unbegreiflichen Aussagen über Scheidung:

Wenn sich Paare scheiden lassen, meinst Du wirklich, die Menschen wären dermaßen dumm, sich nur wegen der Benimm-Regeln zu trennen? Meinst Du nicht, dass in den meisten Fällen jahrelange Zweifel, Versuche, Abwägungen - oft wirkliche Leidensgeschichten - dem vorausgegangen sind? Meinst Du, das Leben ist ein Sims-Spiel am PC? Oder eine Geschichte aus einer Hochglanzzeitung beim Friseur?

Willst Du, dass man so oberflächlich über DICH urteilt?

Manchmal kann ich über Deine unüberlegten Aussagen nur den Kopf schütteln.

Reinfriede
 
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AW: .... das Leben an mir vorbei???

Sie dreht es sich immer so, dass es für sie passt.
In ein paar Wochen ist er wieder der A...., dann ist nichts mehr mit großer Liebe.

Abendsonne du bist nicht besser oder schlechter als dein Mann.
Er ist abhängig von Suchtmitteln
Du bist abhängig von Geld, Haus und was weiß ich nicht was.

Wo sind deine Kinder???
In deinem Alter, als meine Kids noch klein waren, standen die an erster Stelle und über die hätte ich auch am meisten geschrieben..
 
AW: .... das Leben an mir vorbei???

Alles, was man tut, hat Konsequenzen. Mein Handeln, Dein Handeln, ihr Handeln - und alles hat Folgen. Es geht ja nur darum, nicht dann über diese zu jammern.
hallo ihr lieben,

was soll es hier bringen zu jammern?
"jammern" hat die grundlage im anstreben einer zu erwartenden hilfeleistung. hier gibt es keine hilfeleistung in dem sinne, dass jemand mich hier rausholt. wie sollte das auch gehen? ich muss mir ganz klar selber helfen, immer und immer wieder.

was ich hier mache, ist ein dokumentieren einer lebenssituation.

die hilfestellung, die ich habe, geht von meinem ordnen der gedanken aus und von einem feed-back von eurer seite. da reicht ein "feststellen". es würde nichts nützen, es mit dem jammerton zu bringen. ihr kennt meinen tonfall nicht. er jammert nicht.
ich kann
a) sagen es geht mir nicht gut als feststellung, als feststellung
und ich kann
b) mit flehendem blick und einem heulenden es-geht-mir-nicht-gut ein "bitte-hilf-mir-doch"!!!!!!!!!! vermitteln.

bei mir ist es immer ein FESTSTELLEN, nicht ein flehen um hilfe. ich bin stark genug, mir selber zu helfen. bitte das zu unterscheiden!


interessant wird meine lebenssituation allemal sein für alle, die auch versuchen, sich zu arragieren,
es gibt sicher genug leute, denen es auch so geht.
es gibt so selten die gelegenheit dazu, so eine lebenssituation mitzuverfolgen, weil selten jemand offen ist.
gerade aus mangel an offenheit gibts auch diese vorurteile, die zugegeben auch von mir kommen:
Zu Deinen mir echt unbegreiflichen Aussagen über Scheidung:

Wenn sich Paare scheiden lassen, meinst Du wirklich, die Menschen wären dermaßen dumm, sich nur wegen der Benimm-Regeln zu trennen? Meinst Du nicht, dass in den meisten Fällen jahrelange Zweifel, Versuche, Abwägungen - oft wirkliche Leidensgeschichten - dem vorausgegangen sind? Meinst Du, das Leben ist ein Sims-Spiel am PC? Oder eine Geschichte aus einer Hochglanzzeitung beim Friseur?

Willst Du, dass man so oberflächlich über DICH urteilt?

Manchmal kann ich über Deine unüberlegten Aussagen nur den Kopf schütteln.

Reinfriede
ja, es gibt selten jemand einen einblick in das, was wirklich IST.

die leute erzählen, ich lass mich scheiden, ...... "er ist so langweilig". oder "mich stört so, dass er ständig zu fest auf den lichtschalter drückt, obwohl ich ihm das schon 100 mal gesagt habe". oder "die seelenverbundenheit ist einfach nicht da". "wir haben uns auseinandergelebt". punkt. die partner waren oft vor den kopf gestoßen ob der entscheidung der partnerin. so hab ich es ein paar mal gesehen. wo soll da ein scheidungsdrama von statten gegangen sein?
wenn, dann haben die leute das schön für sich behalten und auf gute-welt getan.

ja, das drama beginnt dann aber jedenfalls mit der kundgebung der entscheidung. das ist auf alle fälle klar.
es gibt sicher viele ausnahmen, wo VORHER schon vieles angesprochen und versucht wurde.
in der regel wird aber vermittelt, dass die leute viel zu schnell sind mit der entscheidung, auseinander rennen.
drama im nachhinein, wenn kinder da sind, ist klar.

früher konnten die frauen nicht aus, sie waren wirtschaftlich abhängig, und sie haben sich gefügt. es war wahrscheinlich kein wirklich gutes leben meist, aber sie hatten auch diese endlose energieaufwendung nicht, die es bedarf, wenn man sich mit der situation "gehen oder bleiben" auseinander setzt.

wenn ich im gefängnis sitze und weiß, ich KANN nicht aus, bleibt mir somit einiges erspart ---
und ich besinne mich auf dinge, die ich DORT finde. ich finde in mir so einiges. ich stelle mich der situation und habs leichter.

wenns im gefängnis einen ausweg gibt, werde ich meine energien dort rein bringen und sehe das andere nicht so.
es gehen sehr viele wesentliche dinge mitunter ein wenig verloren.
Strandläufer;216347 schrieb:
Wo sind deine Kinder???
die kinder sind DA. sie sind so ein ruhepol in den gedanken in mir. ich brauche über sie nicht zu sprechen, weil es gut ist. ich brauche dort momentan keine LÖSUNG für mich selber.
es ist nicht selbstverständlich. ich bin unendlich dankbar.
ich liebe sie, ich könnte mir nicht vorstellen, was wäre, wenn mit einem kind irgendetwas geschehen würde.

ich brauche über dieses stille glück mit den kindern nicht zu sprechen, weil es einfach da ist. ich lebe es mit mir. ich denke mir aber ganz klar, es geht schon sehr viel an aufmerksamkeit verloren, weil mit dieser zeit, wo sie aufwachsen, auch meine selbstfindung einher geht.

ich denke, wenn man selber ein familienmanko hat, dann kommt es aber einfach genau in dieser zeit, wo die kinder ihre bedürftigkeiten zeigen und familie und zuwendung so absolut genießen, ganz krass hervor, dass man selber seinen mangel erkennt. ganz schlimm muss es bei menschen sein, die einfach weggebene wurden von den leiblichen eltern.
und DESHALB stellt sich diese zeit oft als schwierig dar.

du merkst den mangel in dir und schaust dir dann an, ob in deiner eigenen beziehung nahrung da ist, um diesen mangel ausgleichen zu können. und du kommst dann oft drauf, dass es NICHT so ist. man sucht dann den ausgleich in sich selber, merkt, dass es da aber viel mehr für einen geben könnte, irgendwo da draußen. wenn der partner sich nicht bemüht, dann ist die tendenz nach draußen einfach da.
da kann keiner was dafür, es ist einfach so.

dann merkt man, dass man aber nicht nur auf sich selber schauen kann, - weil eben kinder da sind - und man ist hin und hergerissen. dieser druck, nicht mehr alleine für SICH entscheiden zu können, kann enorm einschränkend wirken. so eine art panik kommt da hoch: ich kann nicht aus. ich kann nicht für mich alleine = je nach meinen bedürfnissen wählen.

diese panik drückt man dann nieder indem man sich der situation zu stellen versucht. aber im außen spiegelt sich dann oft tatsächlich das, was im innen ist.
durch dieses nicht-glücklich-sein in der lebenssituation mit dem mann geht viel an behaglichkeit und nestemfpfinden für die kinder verloren. die vorweihnachtszeit gestaltet man anders, wenn man sich wohlfühlt mit dem lebenspartner. so dokumentiert man im außen das gefühl im inneren und lässt somit einiges kälter, als es in einer glücklichen situation gestaltet werden würde. es ist, als würde man sich einfach nichts vormachen wollen und käme sich vor, als würde man sich selber anlügen, wenn man im außen die heile welt gestaltet, wo keine ist. andere sind nicht so authentisch,
wenn nicht egoistisch, sie sind einfach rücksichtsvoller,

ich mag das einfach nicht, obwohl ich weiß --- , ehrlich gesagt, den kindern wäre ich es schuldig. da hast du schon recht, liebe strandläuferin. ich sollte über meinen schatten springen und meinen kindern mehr raum geben.
Strandläufer;216347 schrieb:
Wo sind deine Kinder???
In deinem Alter, als meine Kids noch klein waren, standen die an erster Stelle und über die hätte ich auch am meisten geschrieben..
auch wenn ich finde, du hast schon auch recht,
schreiben werde ich dennoch wenig über sie, weil es besser ist, ihnen AUFMERKSAMKEIT zu schenken
in der zeit, wo ich NiCHT mit arbeit in der arbeit oder arbeit an mir oder im haus beschäftigt bin, als über sie zu schreibe.
sie haben mit sicherheit mehr davon, wenn ich etwas mit ihnen unternehme.

am abend, wenn sie im bett sind, bin ich meist zu erschöpft für forum, oder es ist ja auch mein mann da, der vielleicht nach 3000 beiträgen von mir DOCH mal draufkommen könnte, worüber ich eigentlich schreibe = (hier spiegelt sich - finde ich - sein interesse für mich. er weiß nicht mal, WORÜBER ich schreibe. ob über windeln oder über tagespolitische situationen oder über urlaub, über meine arbeit oder über sonstwas - es hat ihn noch nie interessiert :). = so als FESTSTELLUNG wieder einmal mehr = ich stelle fest)
Strandläufer;216347 schrieb:
Sie dreht es sich immer so, dass es für sie passt.
In ein paar Wochen ist er wieder der A...., dann ist nichts mehr mit großer Liebe.
..
große liebe?? vermittle ich manchmal den eindruck, als wäre es jetzt noch die große liebe? ich bin oft traurig, dass wir mal soo etwas tolles hatten miteinander, das jetzt so weit weg ist, ich bin traurig, dass dieses gefühl "für-immer-mit-dir" so stark und unerschlüttlich erschien, und das jetzt alles kaputt gemacht wurde. ich sage noch immer, es ist von ihm ausgegangen, nicht die tatsache, dass er es getan hat, ist ausschlaggebend, sondern die tatsache, dass er nichts dazu tut, um die scherben zu sortieren, ist der beweggrund, warum ich mich noch immer so dermaßen entfernt fühle.
wir sind wieder bei "schuld", aber ich finde, er ist es mir einfach schuldig, dass er was tut, und solange er seinen A.... so ganz und gar nicht bewegt, wird da auch nix passieren.
und dann merke ich, dass es doch nicht so gut ist, einfach zu bleiben. es ist wieder ein advent mehr, wo ich die stimmung nur durch die außenwelt reflektiert bekomme (christkindlmärkte, glitzerlichter, etc.), aber nicht durch das, was mich unmittelbar umgibt.
lg
 
AW: .... das Leben an mir vorbei???

..nur ganz kurz ein beispiel aus meinem alltag:

ich habe mir heute gedacht, ich möchte für die kinder/für uns ein wenig lichterglanz ums haus zaubern. so wie im vorjahr.
unsere außensteckdose vom vorjahr ist der terrasse zum opfer gefallen. ich habe meinen mann gebeten, ob er mir behilflich sein könnte, damit ich meinen adventzauber vom vorjahr draußen anstecken kann. "es gibt keine möglichkeit, wir müssten eine türe offen lassen".

wenn es licht geben sollte, dann also wieder durch mich. #ich müsste mir was einfallen lassen. ich könnte mir z.b. eine lichterkette kaufen, die ich durch den schmalen draht durchs fenster rausführen würde. wo man keine steckdose DRAUßEN braucht. oder ich könnte jemand bitten, der mir dann zeigt, dass immer irgendwie alles geht. schließlich haben wir für die schildkröten auch draußen licht und eben einen draht dorthin.

............
aber mir ist die lust auf licht vergangen.
es gibt keinen anventzauber ums haus. es soll so finster bleiben, wie es tatsächlich bei uns ist. finster und kalt.

aber ein sondebares gefühl ist es dennoch. den kindern würde es gefallen. ihnen wäre ich es schuldig.

wisst ihr was ich meine?
 
AW: .... das Leben an mir vorbei???

hm, mach dich doch mal von diesen Gedanken frei:
abendsonne schrieb:
wenn es licht geben sollte, dann also wieder durch mich. #ich müsste mir
Ich denke, es ist deine Erwartungshaltung...mal sehen, ob er mir hilft, wenn ich frage...und...wieder bestätigt...ich stehe wieder mal alleine da...ich, ich, ich... oder sehe ich das falsch?
abendsonne schrieb:
...aber mir ist die lust auf licht vergangen.
es gibt keinen anventzauber ums haus. es soll so finster bleiben, wie es tatsächlich bei uns ist. finster und kalt.
...und wieder schiebst du die Verantwortung ab!
Weil er nicht.......will ich nicht! Das hat er nun davon. Sollen die Leute doch mal sehen, wie es bei uns ist. Wenn ich nicht alles regle...
Ob es so ist, weiß ich nicht, abendsonne, aber so kommt es bei mir an.
Strandläufer fragte: Wo sind deine Kinder?
Ich fragte: Was ist mit deinen Kindern? Wie fühlen die sich dabei? Wie geht es ihnen? Ja, vielleicht haben sie sich ja auch arrangiert. Halten still, damit ihnen noch etwas bleibt. Natürlich wollen Kinder nicht, dass sich ihre Eltern trennen... Meinen ist es auch schwer gefallen...doch letztendlich, waren auch sie später froh darüber. Das ist nur nicht gleich zu erkennen.
abendsonne schrieb:
...aber ein sondebares gefühl ist es dennoch. den kindern würde es gefallen. ihnen wäre ich es schuldig.

wisst ihr was ich meine?
Nein, ich glaube, ich weiß nicht mehr, was du meinst. Schuldig bist du deinen Kindern nur, dass du vermeidbare Belastungen von ihnen nimmst, aber keine Beleuchtung. Natürlich weiß ich, wie du das meinst, doch mir fällt es schwer deine Einstellung zu verstehen.

Ob du jammerst oder nicht, weiß ich nicht, aber du bist oder gibst dich so, als wenn nur du in der Opferrolle wärst. Ich verstehe schon, du handelst andauernd...nach außen hin...

Eine Freundin von mir ist letzte Woche gestorben, sie hatte MS. Ich habe den Leidensweg über die Jahre mitverfolgt. Der Mann hat alles für sie getan....das Haus umgebaut, damit sie überall rankommt, ein Auto, eine neue Treppe mit Treppenlift alles echt toll...äußerlich...aber nicht vom Herzen her. Damit will ich nicht sagen, dass er sie nicht geliebt hat...er hat sie seelisch nur nicht unterstützt. Da, wo sie ihn am meisten gebraucht hätte, hat er seine Hilfe versagt. Und an diesem Beispiel habe ich gesehen, wie diese Krankheit Sinn macht, wie sie mit dem Holzhammer darauf hinweist, was keiner sehen möchte. Und ich bin überzeugt, keiner von den Überlebenden sieht es jetzt. Aber bei anderen hat man immer den Abstand und vermag sich ein ziemlich gutes Bild zu machen. Bei sich selber fällt es eben schwer - Betriebsblindheit.

Abendsonne, ich wünsche euch ein wenig Licht in eure Herzen.

Eberesche
 
AW: .... das Leben an mir vorbei???

..nur ganz kurz ein beispiel aus meinem alltag:

ich habe mir heute gedacht, ich möchte für die kinder/für uns ein wenig lichterglanz ums haus zaubern. so wie im vorjahr.
unsere außensteckdose vom vorjahr ist der terrasse zum opfer gefallen. ich habe meinen mann gebeten, ob er mir behilflich sein könnte, damit ich meinen adventzauber vom vorjahr draußen anstecken kann. "es gibt keine möglichkeit, wir müssten eine türe offen lassen".

wenn es licht geben sollte, dann also wieder durch mich. #ich müsste mir was einfallen lassen. ich könnte mir z.b. eine lichterkette kaufen, die ich durch den schmalen draht durchs fenster rausführen würde. wo man keine steckdose DRAUßEN braucht. oder ich könnte jemand bitten, der mir dann zeigt, dass immer irgendwie alles geht. schließlich haben wir für die schildkröten auch draußen licht und eben einen draht dorthin.

............
aber mir ist die lust auf licht vergangen.
es gibt keinen anventzauber ums haus. es soll so finster bleiben, wie es tatsächlich bei uns ist. finster und kalt.

aber ein sondebares gefühl ist es dennoch. den kindern würde es gefallen. ihnen wäre ich es schuldig.

wisst ihr was ich meine?

Mir hat noch nie jemand geholfen Licht zu machen, das habe ich mein ganzes Leben lang alleine getan. Wenn er nicht so funktioniert wie du es dir vorstellst, dann hast du keine Lust mehr am Leben, lässt die Dunkelheit vorherrschen.

Deine Kinder sind arme Würmer, sie sind ebenso deinen auf und abgehenden Launen unterworfen und werden es schwer haben GLÜCK im Leben zu empfinden.

IMMER sind andere verantwortlich, du würdest ja wenn......
Du würdest alles, wenn nur.......
Neee Abendsonne, deine Darstellungen in diesem Thread sind einfach nur grausig und wiederholen sich in ihrer Art hundertfach
 
AW: .... das Leben an mir vorbei???

Der Mann hat alles für sie getan....das Haus umgebaut, damit sie überall rankommt, ein Auto, eine neue Treppe mit Treppenlift alles echt toll...äußerlich...aber nicht vom Herzen her. Damit will ich nicht sagen, dass er sie nicht geliebt hat...er hat sie seelisch nur nicht unterstützt. Da, wo sie ihn am meisten gebraucht hätte, hat er seine Hilfe versagt. Und an diesem Beispiel habe ich gesehen, wie diese Krankheit Sinn macht, wie sie mit dem Holzhammer darauf hinweist, was keiner sehen möchte. Und ich bin überzeugt, keiner von den Überlebenden sieht es jetzt. Aber bei anderen hat man immer den Abstand und vermag sich ein ziemlich gutes Bild zu machen. Bei sich selber fällt es eben schwer - Betriebsblindheit.

Abendsonne, ich wünsche euch ein wenig Licht in eure Herzen.

Eberesche

Du Eberesche, Liebe lässt sich nicht erzwingen. Er hat im Rahmen seiner Möglichkeiten alles getan, dessen er fähig war. Seine Frau wird gewusst haben wen sie heiratet und diese Äußerlichkeiten dem seelischen Beistand vorgezogen haben, als die beiden geheiratet haben.
Wie schwer es ist einen kranken Menschen zu pflegen, ihn dabei zu lieben und seelisch zu stützen und all diese Äußerlichkeiten auch noch hinzubekommen, das kann ich nur erahnen. Das bedeutet nämlich das eigene Leben restlos aufgeben.

ICH könnte es vermutlich nicht.
LG Elke
 
AW: .... das Leben an mir vorbei???

Strandläufer;216594 schrieb:
Du Eberesche, Liebe lässt sich nicht erzwingen. Er hat im Rahmen seiner Möglichkeiten alles getan, dessen er fähig war. Seine Frau wird gewusst haben wen sie heiratet und diese Äußerlichkeiten dem seelischen Beistand vorgezogen haben, als die beiden geheiratet haben.
Wie schwer es ist einen kranken Menschen zu pflegen, ihn dabei zu lieben und seelisch zu stützen und all diese Äußerlichkeiten auch noch hinzubekommen, das kann ich nur erahnen. Das bedeutet nämlich das eigene Leben restlos aufgeben.

ICH könnte es vermutlich nicht.
LG Elke
Ich weiß nicht, ob ich es könnte. Ich würde sagen ja. Wie es dann letztendlich ist, weiß ich natürlich auch nicht.
Der Mann von meiner Freundin war halt so ein Typ. Er ging arbeiten und seinen Freizeitbeschäftigungen nach und sie war seiner Meinung nach für den ganzen Rest zuständig. Das hat halt nach den Kindern nicht mehr funktioniert. Sie war überfordert und hätte ein wenig seine Unterstützung gebraucht. Vielleicht hätte auch nur ein wenig Anerkennung gereicht... D a s nämlich blieb vorher schon auf der Strecke. Sie wollte dann immer alles schaffen.... Ich kann mich an eine Situation erinnern... sie sollte im Rahmen der Krankheit psycholgische Betreuung bekommen, da sehr lange unklar war, was es war, die ständigen Untersuchungen und die Ungewissheit. Er sollte mit, an einer Sitzung teilnehmen ...sein Kommentar war nur: Was soll ich da mit? Sie ist doch krank.
Verstehst du was ich meine?
Ich denke in so einer Situation sieht man, ob man liebt. Es heißt ja nicht, wenn ich denjenigen in ein Heim o.ä. gebe, dass ich den kranken Partner nicht liebe. Es heißt auch nicht, wenn ich meinen Partner zu Hause pflege, dass ich ihn liebe. Die meisten sehen es einfach als Pflicht an, es gehört dazu. Ich weiß, wie man daran seine Energie verlieren kann.
Aber ich will aufhören, sonst ist es zu off topic.
LG
Eberesche
 
AW: .... das Leben an mir vorbei???

liebe eberesche, ihr lieben,

mein mitgefühl für dich und alles, was da passiert ist.
es ist echt eine sehr tragische darstellung dessen, was das leben mit uns machen kann. ich hab mich auch sehr reingefunden in diese situation, hab gespürt, wie alleingelassen sich diese frau gefühlt haben muss.
aber ich hab auch an den mann gedacht.

und ich hab mich - auf mich bezogen - auch wieder ein wenig gewundert.

meine eigenen gedanken waren in erster linie so, dass ich mir dachte, diese arme frau.... . so einfach kann man das aber nicht belassen.

und da es mein thema ist, und so beispiele aus dem leben immer anstoß geben für neue gedanken, diskussionen, erlaube ich mir, zuerst mal etwas in den mittelpunkt zu rücken, was mir echt aufgefallen ist:
. Sie war überfordert und hätte ein wenig seine Unterstützung gebraucht. Vielleicht hätte auch nur ein wenig Anerkennung gereicht... D a s nämlich blieb vorher schon auf der Strecke. Sie wollte dann immer alles schaffen.... Ich kann mich an eine Situation erinnern... sie sollte im Rahmen der Krankheit psycholgische Betreuung bekommen, da sehr lange unklar war, was es war, die ständigen Untersuchungen und die Ungewissheit. Er sollte mit, an einer Sitzung teilnehmen ...sein Kommentar war nur: Was soll ich da mit? Sie ist doch krank.
Verstehst du was ich meine?
Ich denke in so einer Situation sieht man, ob man liebt.

Ich würd meinen, das Thema war noch nie so genau am Punkt wie grad eben :-)
sonderbar, diese doppelmoral. so hab ich mir gedacht. plötzlich vollstes verständnis dafür, dass menschen wahre werte wünschen und vielleicht auch fast einfordern. ich meine so als gespürte reaktion auf das, was eberesche schrieb.

ich hab regelrecht gespürt, dass alle mit der frau mitgefühl hatte. SO JA AUCH ICH.

was ich mich frage: warum hat man eigentlich da verständnis und dort nicht, wenn jemand sich jemand werte zugesteht?

rechtfertigt eigentlich "krankheit" für etwas, das man ohne krankheit nicht beanspruchen darf?

seht ihr das generell so, oder greift ihr einfach nur mich so gerne an (ohne dass ich mich angegriffen FÜHLE).

das würde mich interessieren.

es wird ja irgendwie beschrieben, was die wahren werte im leben sind. das "thema war noch nie so am punkt". so sagt ihr das, und auch ich sehe das so.

wahre werte sind nicht etwas, was im außen darzustellen ist (wenns als sinnbild für etwas ist, dann okay), sondern wahre werte sind viel mehr. sich angenommen fühlen, sich verstanden fühlen, seelisch dabei zu sein, sich wohl zu fühlen. ich bin auch der ansicht, dass genau DIESE werte zählen im leben, und nichts sonst. man kann alles tun für den anderen, wenn das herz nicht dabei ist, dann ists genau das gegenteil.


nur frage ich mich nur, WER darf das für sich beanspruchen. warum wird zum beispiel MIR nicht zugestanden wird, diese werte zu fordern? es ist echt schon belustigend.

ständig werden in diesem thread meine eigenen ansichten untergraben, ich werde ständig dran gestoßen, ohne gefühl zu sein, ich werde reduziert darauf, dass es bei mir nur um ständig wechselnde launen geht, meine kinder werden als arme würmer dargestellt,


ich bin echt froh, dass ich stabil genug bin, und mir das nichts macht.

auch ohne diese krankheit würde ich jeder frau "werte" zugestehen, und wenn diese nicht vorhanden sind, dann darf sie bitte schön darüber reden und sich gedanken machen, wie sie am besten wegkommt. und wenn sie nun mal nicht wegkommt, dann verhöhne ich sie nicht
 
AW: .... das Leben an mir vorbei???

Strandläufer;216594 schrieb:
.
Wie schwer es ist einen kranken Menschen zu pflegen, ihn dabei zu lieben und seelisch zu stützen und all diese Äußerlichkeiten auch noch hinzubekommen, das kann ich nur erahnen. Das bedeutet nämlich das eigene Leben restlos aufgeben.

ICH könnte es vermutlich nicht.
LG Elke
hut ab vor dieser aussage. ich sehe es genauso. keiner kann sich vorstellen, was dieser mann vielleicht mitgemacht hat, der selber nicht in einer ähnlichen situation war.

auch ER war im angesichts des todes, nicht nur seine frau. auch ihn sollte man sehen.
das was die frau mitmachte = vor dem tod zu stehen, wird ihm selber auch mal widerfahren - so wie es leider keinem aus bleibt - das ist mal das erste. da ist dann die angst davor. ein leben an seiten eines partners, der krank ist, erinnert ständig an die eigene vergänglichkeit. das kann man vielleicht noch ertragen. man steckt es weg, wenns um einen selber geht.

aber einem menschen mit schmerz ´zuzusehen vermittelt unsagbare hilflosigkeit, es bringt einem fast um.

dieser mann = ein mensch in so einer situation, - ist auch noch damit konfrontiert, einen geliebten menschen zu verlieren und das täglich zu wissen. keiner weiß, wie lange er mit dem partner zusammen sein darf, aber zu wissen, dass die zeit ganz krass begrenzt ist, muss unvorstellbar sein. spüren, wie sehr man diesen menschen vermissen wird.
zuzusehen, wie dieser mensch immer schwächer wird, wie er seine lebenskraft verliert, ist schrecklich. ich mach das ja selber mit bzw. mein partner macht das mit.

diese ängste, einen geliebten menschen stück für stück gehen lassen zu müssen, die angst davor, was noch kommt, die angst, dass die eigene zeit verspielt ist, die angst vor dem dadurch eigenen nicht-gelebten-leben, während man nur dem schrecken ins auge schaut, diese angst ist unvorstellbar. da ist es besser, man entliebt sich vielleicht vorher, --- ja. das leben kommt auf die skurillsten ideen. man macht das bewusst so, um sich selber zu schützen.

ich hab diese ganz krasse situation gottseidank noch nicht im vollsten ausmaß durchgemacht, vielleicht bleibt sie mir erspart, aber ich habeine ahnung davon.
und MICH wundert nicht, dass der mann sich auf pragmatische dinge so fokusiert hat. es war mit sicherheit ein teil seiner hilflosigkeit, der sich hier bemerkbar gemacht hat. er wollte sich vielleicht gefühlsmäßig nicht mehr so einbinden, weil er sonst noch mehr kaputt gegangen wäre. so hat er sich eben auch sachliche dinge beschränkt und sie alleine gelassen - aus selbstschutz. zu so einer therapie mitgehen heißt dem anderen wieder sehr sehr nahe kommen, und das hält man in so einer situation vielleicht nicht aus.
 
AW: .... das Leben an mir vorbei???

Der Mann von meiner Freundin war halt so ein Typ. Er ging arbeiten und seinen Freizeitbeschäftigungen nach und sie war seiner Meinung nach für den ganzen Rest zuständig. Das hat halt nach den Kindern nicht mehr funktioniert. Sie war überfordert und hätte ein wenig seine Unterstützung gebraucht. Vielleicht hätte auch nur ein wenig Anerkennung gereicht... D a s nämlich blieb vorher schon auf der Strecke. Sie wollte dann immer alles schaffen....
vielleicht ist sie gerade dadurch (noch mehr) krank geworden. das denken wir doch alle. dadurch eben sollten wir uns sehr schützen und sehr auf uns schauen.

Strandläufer;216592 schrieb:
Mir hat noch nie jemand geholfen Licht zu machen, das habe ich mein ganzes Leben lang alleine getan.
ich hab das auch immer alleine gemacht.

aber will ich das?


da gehts eben um dieses auch auf sich selber schauen. nicht immer alles selber auf die reihe bringen.
hm, mach dich doch mal von diesen Gedanken frei:
Ich denke, es ist deine Erwartungshaltung...mal sehen, ob er mir hilft, wenn ich frage...und...wieder bestätigt...ich stehe wieder mal alleine da...ich, ich, ich... oder sehe ich das falsch?
...
genau so. warum sollte ich mich immer alleine abschlagen, wenn ich nicht alleine BIN.

wenn die wahren werte fehlen, dann möchte ich im außen zumindest hilfe.

und wenn ich nicht mal diese hilfe habe, dann ist das auch wieder einmal mehr eine ganz krasse bestätigung dafür, dass ich ihm nichts wert bin, ein synonym für unsere verlorene liebe. ja, es ist also tatsächlich eine erwartungshaltung dabei. auf den hintergründigen wert gerichtet.

.......das licht hab ich dann selber gemacht, aber in der beziehung ist es wieder ein stück finsterer geworden.

Strandläufer;216592 schrieb:
Neee Abendsonne, deine Darstellungen in diesem Thread sind einfach nur grausig und wiederholen sich in ihrer Art hundertfach
ja, echt, ich bin tatsächlich grausig. ich bin jetzt für MICH.
wenn ich licht will und bekomme es nicht, dann werde ich dafür sorgen, dass ich woanders licht bekomme. durch mit - oder durch andere.

ich bin auf dem weg, mir meine licht-blicke zu schaffen.
da könnt ihr sicher sein.

auch ich darf es mir zugestehen.

lg abendsonne
 
AW: .... das Leben an mir vorbei???

Hallo abensonne,
...
mein mitgefühl für dich und alles, was da passiert ist.
es ist echt eine sehr tragische darstellung dessen, was das leben mit uns machen kann. ich hab mich auch sehr reingefunden in diese situation, hab gespürt, wie alleingelassen sich diese frau gefühlt haben muss.
aber ich hab auch an den mann gedacht.
Ich denke, das Leben hat genau das widergespiegelt, was die beiden gelebt haben. Mir ist irgendwann das Mitgefühl ausgegangen. Sicher wollte ich nicht mit ihr tauschen. Ich habe auch ihr Leid gesehen. Ich konnte es nach einiger Zeit nicht mehr mit ansehen und war nicht mehr so oft bei ihr. Ich habe mich jetzt gefragt, ob ich es bereue... ich denke nicht.
abendsonne schrieb:
meine eigenen gedanken waren in erster linie so, dass ich mir dachte, diese arme frau.... . so einfach kann man das aber nicht belassen.
Das denke ich auch. Dieses "arme Frau" wird leichtfertig weggesagt, wenn man nur die Krankheit sieht und nicht die Hintergründe kennt. Sobald du die Leute näher kennst, ist das Bild oft ganz anders.
abendsonne schrieb:
sonderbar, diese doppelmoral. so hab ich mir gedacht. plötzlich vollstes verständnis dafür, dass menschen wahre werte wünschen und vielleicht auch fast einfordern. ich meine so als gespürte reaktion auf das, was eberesche schrieb.
ich hab regelrecht gespürt, dass alle mit der frau mitgefühl hatte. SO JA AUCH ICH.
Woher willst du das wissen, das mit dem Mitgefühl? Und was meinst du mit Doppelmoral?
abendsonne schrieb:
was ich mich frage: warum hat man eigentlich da verständnis und dort nicht, wenn jemand sich jemand werte zugesteht?
Verstehe ich jetzt nicht.
abendsonne schrieb:
rechtfertigt eigentlich "krankheit" für etwas, das man ohne krankheit nicht beanspruchen darf?
Krankheit rechtfertigt nichts, oft meinen die Kranken Dinge zu beanspruchen. Nicht immer. Krankheit weist auf etwas hin. Viele nutzen eine Krankheit aus, um andere unter Druck zu setzen, aus Bequemlichkeit oder um sich zu entziehen.
Eberesche
 
AW: .... das Leben an mir vorbei???

doppelmoral:

kranke frau= sie "darf" ansprüche haben. sie darf etwas einfordern, keiner verlangt von ihr, dass sie geht. wenn der mann den wünschen der frau nicht gerecht wird, ist er der arsch.

gesunde frau: sie "darf" anscheinend keine ansprüche haben. sie soll ruhig sein oder ihre konsequenzen ziehen.



so kommts rüber in bezug auf mich in diesem forum, ganz klar, und das wird auch die allgemeine haltung sein.

insofern finde ich schon, dass krankheit so einiges rechtfertigt - in den augen des öffentlichen moralempfindens!!!!! auch wenns nicht so ist.

lg abendsonne
 
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